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Albern
Autor: Anonymer Nutzer 26.06.15 - 21:09
Dann müsste man vermutlich sämtliche historische und eine Menge aktueller Flaggen verbieten.
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Re: Albern
Autor: zufälliger_Benutzername 27.06.15 - 00:08
Ist ja in Deutschland auch so, wenn solche Flaggen (oder auch Sprüche, Abzeichen etc. ) "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" sind.
Ausnahmen gibt es dann für Forschung, Berichtserstattung, Aufklärung etc. -
Re: Albern
Autor: luzipha 27.06.15 - 01:43
Am besten finde ich in Deutschland die Ausnahme für die Kunst. Da dürfen dann Gerichte entscheiden was Kunst ist.
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Re: Albern
Autor: Rababer 27.06.15 - 10:01
luzipha schrieb:
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> Am besten finde ich in Deutschland die Ausnahme für die Kunst. Da dürfen
> dann Gerichte entscheiden was Kunst ist.
Gut so, denn es gibt keine objektive Kunst. -
Re: Albern
Autor: Rababer 27.06.15 - 10:02
fluppsi schrieb:
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> Dann müsste man vermutlich sämtliche historische und eine Menge aktueller
> Flaggen verbieten.
Nein, nur wenn der Staatsanwalt mal ein schlechten Tag hat und irgendwas dummes anstellen möchte.
Es ist in Deutschland übrigens demnächst verboten den erhobenen Zeigefinger zu zeigen... hat aber irgendwie keiner mitbekommen, seltsam.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.15 10:07 durch Rababer. -
Re: Albern
Autor: peter_pan 27.06.15 - 10:08
Rababer schrieb:
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> Es ist in Deutschland übrigens neuerdings verboten den erhobenen
> Zeigefinger zu zeigen... hat aber irgendwie keiner mitbekommen, seltsam.
Im Ernst? Quelle?
In Deutschland ist zB. das Hakenkreuz auf einer Flagge erlaubt, wenn es einen bildungstechnischen Hintergrund hat. Also in historischen Filmen. Fehlt noch Computerspiel. Dass die Symbole aber in der normalen Öffentichkeit verboten sind, finde ich richtig. -
Re: Albern
Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 27.06.15 - 10:43
Rababer schrieb:
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> Gut so, denn es gibt keine objektive Kunst.
Und weil man nicht objektiv entscheiden kann, was Kunst ist, lässt man es Gerichte entscheiden, die zur Objektivität verpflichtet sind? Da schlägt jede Logik Purzelbäume.
Kunst ist Kunst. Gerichte können jedoch anhand objektiver Kriterien feststellen, ob andere Intentionen überwiegen bzw. eine andere Agenda vordergründig ist, also ob die Kunst nur Mittel zum Zweck oder die Freiheit der Kunst nur vorgeschoben ist bzw. instrumentalisiert wird.
Das ist nicht so schwer. Der Unterschied zwischen der Abbildung von Hakenkreuzen im Spiel "Wolfenstein" und Hakenkreuzen im Spiel "KZ Manager" kann man ausmachen und bewerten, ohne sich auf dünnes Eis begeben und die Frage "Ist da Kunst?" klären zu müssen. -
Zensur
Autor: Anonymer Nutzer 27.06.15 - 17:11
Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
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> Rababer schrieb:
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> > Gut so, denn es gibt keine objektive Kunst.
>
> Und weil man nicht objektiv entscheiden kann, was Kunst ist, lässt man es
> Gerichte entscheiden, die zur Objektivität verpflichtet sind? Da schlägt
> jede Logik Purzelbäume.
Gut erfasst! Das ist pure Willkür wie halt immer bei Zensur! :) -
Re: Zensur
Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 27.06.15 - 22:28
Clarissa1986 schrieb:
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> Gut erfasst! Das ist pure Willkür wie halt immer bei
> Zensur! :)
Objektivität und Willkür schließen sich gegenseitig aus. Zensur von staatlicher Stelle ist dann nicht willkürlich, wenn sie auf Basis von Gesetzen erfolgt, die von der Gemeinschaft getragen werden.
Hier liegt der Fall ohnehin anders, denn hier übt ein Wirtschaftsunternehmen Selbstzensur (auf Kosten abhängiger Entwickler). Der Staat schreibt dem Unternehmen die Maßnahmen nicht vor, das macht das Apple aus freien Stücken - und zwar auch nicht willkürlich, sondern mit der ganz rationalen, aber meines Erachtens verfehlten Idee, die augenblickliche Entrüstung zu nutzen, um sich als Verteidiger von freiheitlichen Werten zu gerieren.
Der Golem-Artikel versäumt übrigens zu erwähnen, das besagte Flagge sowohl in den USA als auch andernorts nicht als Symbol von Rassismus und Sklaverei verstanden wird, sondern als Ausdruck von Rebellion gegen die staatliche Zentralgewalt und südstaatlicher Lebensart. Selbst heutige "Nordstaatler" sehen in ihr schlimmstenfalls ein Erkennungsmerkmal für Hinterwäldler, die - Vorsicht, dummes Klischee voraus - sich das Ding in die Heckscheibe ihre Pickup-Trucks heften, wenn sie in die Pampa fahren, um dort besoffen herumzuballern. ;-)
Spaß wieder beisieite: Das Ganze hat seinen Grund darin, dass es im Sezessionskrieg eben nicht allein, ja noch nicht einmal hauptsächlich um die Abschaffung der Sklaverei ging, sondern um die Interessen der Industrie in den Nordstaaten und darum, den aufmüpfigen Grundbesitzern eine Lektion zu erteilen. Die Sklaverei wurde nur zur Disposition gestellt, weil sie ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen und politischen Macht war, die es zu brechen galt. Die Sklaven selbst waren weiten Kreisen der Union völlig egal, aber die Unterstützung von Sklavereigegnern hat man natürlich ebenso gerne mitgenommen, wie man befreite Sklaven gerne in den blauen Uniformrock gesteckt hat, um sie dann nach Ende des Krieges immer noch wie Dreck zu behandeln, obwohl sie nominell frei waren.
Fazit: Egal ob es um Zensur oder geschichtliche Hintergründe geht, man sollte es sich nicht zu einfach machen. Alles hat wenigstens zwei Seiten, meistens sogar noch deutlich mehr. -
Re: Zensur
Autor: Anonymer Nutzer 28.06.15 - 00:05
Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
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> Clarissa1986 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Gut erfasst! Das ist pure Willkür wie halt immer bei
> > Zensur! :)
>
> Objektivität und Willkür schließen sich gegenseitig aus. Zensur von
> staatlicher Stelle ist dann nicht willkürlich, wenn sie auf Basis von
> Gesetzen erfolgt, die von der Gemeinschaft getragen werden.
Doch sind sie, denn wann diese und wie sie ausgelegt werden ist immer frei nach Laune der Leute...
> Hier liegt der Fall ohnehin anders, denn hier übt ein
> Wirtschaftsunternehmen Selbstzensur (auf Kosten abhängiger Entwickler). Der
> Staat schreibt dem Unternehmen die Maßnahmen nicht vor, das macht das Apple
> aus freien Stücken - und zwar auch nicht willkürlich, sondern mit der ganz
> rationalen, aber meines Erachtens verfehlten Idee, die augenblickliche
> Entrüstung zu nutzen, um sich als Verteidiger von freiheitlichen Werten zu
> gerieren.
Japs :)
> Der Golem-Artikel versäumt übrigens zu erwähnen, das besagte Flagge sowohl
> in den USA als auch andernorts nicht als Symbol von Rassismus und Sklaverei
> verstanden wird, sondern als Ausdruck von Rebellion gegen die staatliche
> Zentralgewalt und südstaatlicher Lebensart.
Tja xD
Es wird doch gern mal etwas aus dem Kontext gerissen und falsch dargestellt, "wenn es genehm ist" :D Is doch immer so! xD
> Selbst heutige "Nordstaatler"
> sehen in ihr schlimmstenfalls ein Erkennungsmerkmal für Hinterwäldler, die
> - Vorsicht, dummes Klischee voraus - sich das Ding in die Heckscheibe ihre
> Pickup-Trucks heften, wenn sie in die Pampa fahren, um dort besoffen
> herumzuballern. ;-)
Hillbillies XDDDD
> Spaß wieder beisieite: Das Ganze hat seinen Grund darin, dass es im
> Sezessionskrieg eben nicht allein, ja noch nicht einmal hauptsächlich um
> die Abschaffung der Sklaverei ging, sondern um die Interessen der Industrie
> in den Nordstaaten und darum, den aufmüpfigen Grundbesitzern eine Lektion
> zu erteilen. Die Sklaverei wurde nur zur Disposition gestellt, weil sie ein
> wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen und politischen Macht war,
> die es zu brechen galt. Die Sklaven selbst waren weiten Kreisen der Union
> völlig egal, aber die Unterstützung von Sklavereigegnern hat man natürlich
> ebenso gerne mitgenommen, wie man befreite Sklaven gerne in den blauen
> Uniformrock gesteckt hat, um sie dann nach Ende des Krieges immer noch wie
> Dreck zu behandeln, obwohl sie nominell frei waren.
Japs... Im Grunde ist eine Fahne nur eine Fahne und man sollte nie zu viel Bedeutung hineindichten. Man sollte lieber auf das Wesentliche schauen... Symbole zu verhetzen ist nichts als Symbolpolitik... Die hilft keinem und ist nur purer Aktionismus <.<
> Fazit: Egal ob es um Zensur oder geschichtliche Hintergründe geht, man
> sollte es sich nicht zu einfach machen. Alles hat wenigstens zwei Seiten,
> meistens sogar noch deutlich mehr.
Richtig! ^^ -
Re: Zensur
Autor: yoyoyo 28.06.15 - 22:10
Flaggen dienen zur Identifikation. Mitunter auch zu Identifikation von Trotteln. Da freut sich sogar der Verfassungsschutz, den selbst er kann so mitunter Staatsfeinde identifizieren, wenn man ihm sagt auf welche Flaggen er achten muss. Das Ganze ist solange lustig bis man sehen kann wie viele sich unter Trottelfahnen versammeln. Schlimmstenfalls merken auch die Trottel wie viele sie sind. Um das zu verhindern, sind sie verboten.
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Re: Zensur
Autor: plutoniumsulfat 29.06.15 - 15:18
Das ganze ist so lange lustig, bis die Leute die Flagge auswechseln und der Verfassungsschutz wieder lange suchen muss! :D



