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Retro Games und ein Licht geht auf
Autor: Juge 13.06.17 - 07:46
Spielt man ältere Spiele wie SiN, Shadow Warrior, Unreal, Max Payne, Dethkarz, Redneck Rampage, Carmageddon, Blood usw., dann merkt man ganz schnell: Spiele waren anders. Damit meine ich nicht die Grafik. Spiele wurden von Gamern entwickelt, von Leuten mit Ideen, Humor usw. Sie haben mit Sicherheit häufig Publisher überzeugen müssen und haben sich am Ende durchgesetzt.
Einer meiner Kunden berät Publisher (TIMES Consulting-Bude). Heute werden Spiele von Psychiatern, Psychologen, Marketingexperten, Finanzexperten und Konsumforschern entwickelt. Es geht allein darum, wie Belohnungszentren aktiviert und Abhängigkeiten geschaffen werden, um wiederkehrende Einnahmen zu gfenerieren. Der Fokus liegt nur noch darauf, wie man die Masse der Menschen befriedigt um diese über Spiele an eine Plattform zu binden.
Die Menschen, die am Ende die Spiele erstellen, haben heute keinerlei Einflussmöglichkeit und werden als leicht verrückte Legehennen gesehen, die bitte den gewünschten Output liefern sollen.
Ein Interesse, eine zugängliche Geschichte in Form eines Spiel zu erleben, hat so gut wie kein Entscheider in der Entwicklungshierachie. Es geht nur um Belohung (Simplifizierung, Münzen, Diamanten, Archievements, Badgets) virtuelle Güter, Währung, Transaktionen - und Social Media zu weiteren Verbreitung.
Ein Gamer "von früher", so wie ich, wird von aktuellen Games überhaupt nicht angesprochen (ganz wenige Ausnahmen wie z.B. Doom, Hard Reset). Zuerst dachte ich, ich wäre zu alt und hätte kein Interesse mehr an Games. Dann habe ich die alten Perlen von früher mal wieder rausgeholt - und bin sofort wieder stundenlang versackt!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.17 07:47 durch Juge.



