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Das Image ...

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  1. Das Image ...

    Autor: Dadie 07.02.12 - 13:12

    > Der Branche haftet nach wie vor ein Image an, das Frauen vielfach abschreckt:
    > Scheinbar tage- und nächtelanges, langweiliges Programmieren und Spiele ohne
    > interessante Handlung prägen das Bild.

    Lassen wir einmal bei Seite warum derartiges nur Frauen abschrecken sollte. Aber was ist an diesem Image bitte falsch?! Es ist schon in der normalen Entwicklung von Programmen üblich sich in seiner Freizeit unbezahlt mit den Programmen und Problemen zu beschäftigen. Unbezahlte Überstunden, Nachtschichten, Bereitschaft sind leider sehr üblich bei der Softwareentwicklung. Warum sollte es bitte bei der Spielprogrammierung anders sein?!

  2. Re: Das Image ...

    Autor: Sharp Commenter 07.02.12 - 13:55

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [..] Warum sollte es bitte bei der Spielprogrammierung
    > anders sein?!

    Nicht anders, sondern mehr. Je nach Branche und Mitarbeiterzusammensetzung sind die Erwartungen in der Softwareentwicklung tatsächlich hoch. Wer im Projektgeschäft und mit vornehmlich jungen, unerfahrenen Kollegen gearbeitet hat, der kennt das Phänomen nur allzu gut.

    In der Spielebranchen treffen jedoch mehrere Faktoren aufeinander, die sich dahingehend unterstützend auswirken, dass die Last noch um ein Vielfaches zur "normalen" Softwareentwicklung gesteigert ist. Nur einer davon ist, dass man ja schliesslich Spass, weil man doch Spiele macht, und wer Spass hat, der kann nichts dagegen haben auch nach Feierabend noch Spass zu haben. Oder am Samstag. Oder Sonntag. Und wer erst mal oft genug am Sonntag Spass im Büro hatte, der braucht auch keine Freunde mehr, die ohnehin nicht verstehen, warum man bei so viel Arbeit so viel Spass hat und bestimmt nur neidisch sind ...

    So ist die Realität und da hilft auch kein Image-Zurechbiegen auf Teufel komm raus ;)

  3. Re: Das Image ...

    Autor: Freepascal 07.02.12 - 14:03

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der Branche haftet nach wie vor ein Image an, das Frauen vielfach
    > abschreckt:
    > > Scheinbar tage- und nächtelanges, langweiliges Programmieren und Spiele
    > ohne
    > > interessante Handlung prägen das Bild.
    >
    > Lassen wir einmal bei Seite warum derartiges nur Frauen abschrecken sollte.
    > Aber was ist an diesem Image bitte falsch?! Es ist schon in der normalen
    > Entwicklung von Programmen üblich sich in seiner Freizeit unbezahlt mit den
    > Programmen und Problemen zu beschäftigen. Unbezahlte Überstunden,
    > Nachtschichten, Bereitschaft sind leider sehr üblich bei der
    > Softwareentwicklung. Warum sollte es bitte bei der Spielprogrammierung
    > anders sein?!

    Wenn das inzwischen die Regel ist, ist es ein Argument dafür, sich eben nicht auf die MINT-Fächer zu stürzen.

  4. Re: Das Image ...

    Autor: matok 07.02.12 - 14:06

    Man muss auch nur am Image des Berufs der Sekretärin arbeiten, damit endlich mal mehr Männer sich für diesen Beruf entscheiden. Mein Gott, der Verband ignoriert wie immer völlig, dass sich grundlegende Interessen und Stärken nicht durch ein wenig Werbung anheizen lassen.
    Nochmal für die Bitkom: Frauen wollen sich überwiegend nicht mit der Lösung technischer Details beschäftigen. Sie haben andere Stärken und Interessen, die meist mit Kommunikation und Interaktion zu tun haben. Marketing&Vertrieb gibt's ja auch in der Spieleindustrie, aber Programmiererinnen könnt ihr vergessen.

  5. Re: Das Image ...

    Autor: Himmerlarschundzwirn 07.02.12 - 15:06

    Die Frage wäre noch, ob die Technikphobie (ich nenne das jetzt einfach mal so, dann ist die Katze aus dem Sack) bei Frauen tatsächlich durch deren Natur bedingt ist oder ob sie durch das Rollendenken in der Erziehung einfach "mitgegeben" wird, egal ob bewusst oder unbewusst.

  6. Re: Das Image ...

    Autor: Trockenobst 07.02.12 - 16:50

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Programmen und Problemen zu beschäftigen. Unbezahlte Überstunden,
    > Nachtschichten, Bereitschaft sind leider sehr üblich bei der
    > Softwareentwicklung. Warum sollte es bitte bei der Spielprogrammierung
    > anders sein?!

    Work/Life Balance ist nicht nur ein Modewort. Wer das nicht hinkriegt, sollte
    doch bitte die EU verlassen und dann in China neben F0xc0nn einen Sweatshop
    aufbauen.

    IWer sich damit im Jahr 2012 noch unbezahlte Überstunden in einem Highlevel Job durchsetzen kann, vor dem ziehe ich virtuell meinen Hut. Der muss eine Schlägertruppe betreiben. Anders ist das nicht erklärbar.

    Speziell bei Softwareprogrammen geht es *sehr* stark um Copyright. Eine Firma
    kann nicht sagen jemand soll was entwickeln, hat ihn aber nicht dafür bezahlt.
    Damit ist das Copyright bestenfalls in der Grauzone - und da gab es für diese
    Art von Buden schon ein Schlimmes erwachen.

    In einem Fall hat ein Entwickler in seiner Freizeit 2 Jahre lang eine alternative Version eines Meßclients entwickelt, der viel besser und schneller war. Er wollte den dann an andere Firmen weiter verticken.

    Vor Gericht bekam die Firma recht, dass er im angestellten Verhältnis ist und er die Software nicht verkaufen darf und sie ihr gehört. Nach zwei Instanzen hat er "verloren".

    Dann legte er ihnen 2 Jahre 5h Nacharbeit auf den Tisch, mit Nachtzuschlägen,
    Feiertag- und Sonntagzuschlägen, Kosten für neuen Laptop, Strom, das ganze Paket. Und daneben ihre beiden "gewonnen" Gerichtsurteile. Zahlbar in fünf Tagen. Soll ein
    sechs stelliger Betrag gewesen sein - *viel* mehr als er übrigens mit dem Verkauf
    seiner Software in dem kleinen Markt verdient hätte.

    In der Spieleprogrammierung gelten - je nach Land - etwas andere Gesetze. Speziell im angelsächsischen Raum sind Umsatzbeteiligungen üblich. Wenn also GTA oder ein Militärshooter eine Milliarde macht, kann man davon ausgehen dass jeder im Team mind. ein paar 100.000 extra macht, Senior Entwickler sogar Millionen kriegen.

    In diesem Kontext sind die Überstunden nicht "kostenlos", sondern sie werden mit dem potentiellen Megasales des Projekts bezahlt.

    Mir ist nicht bekannt, dass diese Option in Deutschland gelebt wird, aber die Argumentation dass man in der Spielebranche sowieso ausgeblutet wird lasse ich so nicht gelten. Ich will aber nicht für jede ostdeutsche Klitsche sprechen, die sich an Fratzenbook Spielen versucht.

  7. Re: Das Image ...

    Autor: Didatus 07.02.12 - 17:17

    Überstunden? Kann sein, dass ich da welche mache .. kann auch sein, dass da unbezahlte bei sind .. Warum ich das nicht wirklich weiß? Ganz einfach, weil ich so fließende Arbeitszeiten haben und genauso fließende Bezahlungen, dass ich das einfach nicht sagen kann. Im Vertrag steht drin, ich muss X Stunden in der Woche arbeiten und kriege Y Euros dafür. Arbeitsbegin ist um 9 Uhr, Ende um 18 Uhr und eine Stunde Mittagspause. Wie sieht die Realität aus? Oft bin ich um 9 Uhr im Büro. Außer ich muss noch einkaufen, habe einen Termin oder mir kommt sonst was dazwischen. Da wird eben Bescheid gesagt und kein Problem. Mittagspause? Mal mache ich eine, mal nicht. Manch gehe ich nur kurz raus was zu Essen holen, manchmal bin ich dann aber auch zwei oder drei Stunden weg. Feierabend? Öfter mal um 18 Uhr. In heißen Phasen auch länger. Wenn ich Termine habe oder gerade mal etwas Luft ist gerne auch mal früher. Bezahlung? Na ja die Grundvergütung aus dem Vertrag und immer wieder Boni. Boni nach heißen Phasen oder Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld. Oder Geld für neue Hardware oder Software. In der Regel liegt mein Gehalt so deutlich über dem Wert in meinem Vertrag. Ich kenne viele Entwickler die ähnlich arbeiten. Klar wird oft bis spät in die Nacht gearbeitet. Dafür sind die Arbeitszeiten aber dermaßen flexibel, dass man kaum von Überstunden sprechen kann. Während der Arbeitszeiten wird auch fast täglich mal ein Starcraft Match gemacht, um den Kopf frei zu kriegen. Keine Ahnung, ob ich unbezahlte Überstunden mache. Mir auch egal. Ich bin absolut flexibel und werde für meine Arbeit gut bezahlt. Ich kenne kaum einen anderen Job, wo man so flexibel arbeiten kann, wie bei den Entwicklern. Kommt natürlich auf den Arbeitgeber an. Aber wer Spaß an dem Job hat ist meist auch gut genug, um sich seinen Arbeitgeber auszusuchen. Ich habe übrigens nie studiert. Diese ganzen Theoretiker tun mir immer richtig Leid, wenn hier anfangen und nach wenigen Wochen total gestresst sind, weil die Praxis auf einmal doch anders aussieht, als sie sich das an der Uni vorgestellt haben. Entwickler sein kann man nicht lernen, das muss man einfach sein. Dann macht es auch Spaß.

  8. Re: Das Image ...

    Autor: Puppenspieler 08.02.12 - 11:07

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage wäre noch, ob die Technikphobie (ich nenne das jetzt einfach mal
    > so, dann ist die Katze aus dem Sack) bei Frauen tatsächlich durch deren
    > Natur bedingt ist oder ob sie durch das Rollendenken in der Erziehung
    > einfach "mitgegeben" wird, egal ob bewusst oder unbewusst.

    Nun, ich kenne eine ganze Reihe Japanerinnen, die sich hier in einem kleinen Vorort (kennen manche vielleicht als "Düsseldorf") niedergelassen haben. Und zumindest diese sind gegenüber den Frauen aus anderen Regionen der Welt, die ich so kenne, alles andere als technophob. Beweist nichts. Wollte es trotzdem erwähnt haben.

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