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Spielebranche

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  1. Spielebranche

    Autor: Endwickler 07.02.12 - 12:16

    Naja, wenn überhaupt, dann suchen einzelne Firmen. Man bekommt keine Anstellung bei "einer Branche".
    Wenn ich das Klagen über die Gehälter und Freizeiten bei den Spieleentwicklern lese, dann bleibe ich lieber in der klassischen Industrie.

  2. Re: Spielebranche

    Autor: divStar 07.02.12 - 13:47

    Bei sowas (aber auch bei der Programmierung) ist leider kaum Platz für ein durchgeplantes Leben mit Familie/Kind etc. Deswegen sind Frauen dort auch Mangelware.
    Ich arbeite selbst in der Software Entwicklung und von den Dutzenden Kollegen sind vielleicht 10% weiblich (subjektiv zumindest - ich habe nicht gezählt). Bei der Spieleentwicklung ist das ganze nochmal extremer. Ich könnte mich damit arrangieren - sofern ich ein Projekt bekomme, dem ich mich mit Händen und Füßen widmen will. Aber ich wage zu bezweifeln, dass das auch Frauen tun würden (Ausnahmen bestätigen selbstredend die Regel).
    dS.

  3. Re: Spielebranche

    Autor: Sharp Commenter 07.02.12 - 14:00

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [..] Aber ich wage zu bezweifeln, dass
    > das auch Frauen tun würden (Ausnahmen bestätigen selbstredend die Regel).
    > dS.

    Ich sehe da hat jemand ein realistischeres Bild von Frauen, als es die Initiatoren zu haben scheinen ;)

    Das man mich nicht falsch versteht: Ich beführworte die Ausbildung von Frauen in MINT-Berufen ohne Wenn und Aber. Ausserdem wünsche ich mir in der Spiele-Branche mehr Frauen. Zusätzlich mehr ältere Mitarbeiter mit (Lebens)Erfahrung. Und am besten gleich noch obendrauf für jeden Neueinsteiger einen verpflichtenden Kurs in Arbeitnehmerrechten und Gruppendynamik.

    Soweit zu meinen Wünschen ...

  4. Re: Spielebranche

    Autor: dreamtide11 07.02.12 - 16:07

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei sowas (aber auch bei der Programmierung) ist leider kaum Platz für ein
    > durchgeplantes Leben mit Familie/Kind etc. Deswegen sind Frauen dort auch
    > Mangelware.
    > Ich arbeite selbst in der Software Entwicklung und von den Dutzenden
    > Kollegen sind vielleicht 10% weiblich (subjektiv zumindest - ich habe nicht
    > gezählt). Bei der Spieleentwicklung ist das ganze nochmal extremer. Ich
    > könnte mich damit arrangieren - sofern ich ein Projekt bekomme, dem ich
    > mich mit Händen und Füßen widmen will. Aber ich wage zu bezweifeln, dass
    > das auch Frauen tun würden (Ausnahmen bestätigen selbstredend die Regel).
    > dS.

    Es ist da schon viel Wahres dran. Ich würde es gerne noch ergänzen wollen.
    Bei den Frauen gehe ich soweit, das die wahre Antwort die ist, das es die thematisch einfach nicht interessiert. Es gibt _eigentlich_ kaum eine Branche, die Frauenprädestinierter wäre (sein sollte) als die IT. Aber das Interesse fehlt. Diesen von dir schön beschriebenen Impuls sich etwas mit Händen und Füssen widmen zu wollen, habe ich auch nicht vehement bemerkt. Ich habe ebenfalls nie bemerkt, dass man Frauen irgendwelche Steine in den Weg gelegt hätte bei der Ausbildung, oder sie schlechter bezahlen würde, als Männer in gleicher IT-Position. Ich habe selbst schon mit einer Frau zusammengearbeitet die deutlich mehr bekam, als alle Kollegen, und sie war es definitiv wert, da kam kein Neid auf! Auch die klassischen Problemfelder wie Sexismus beispielsweise spielen eher untergeordnete Rollen, wenn überhaupt, weil der intellektuelle Schnitt, das sehe ich auch heute noch, in der IT im grossen und ganzen doch noch höher ist, als in anderen Berufssparten. Wie gesagt, eigentlich ideale Voraussetzungen...

    Von daher denke ich auch, das die Initiative völlig wirkungslos bleiben wird, weil die Ursachen gar nicht behandelt sind.

    Das andere Problem, der 'crazy hours' und dem geringen Gehalt für die an sich doch sehr qualifizierte Tätigkeit ist IMO tatsächlich ein historisches. Es rührt noch aus Zeiten, als man händeringend ITler suchte und im Grunde auch alles nahm, was einen PC schon mal gesehen hat und diejenigen sich auch noch gefreut haben, das sie für das, was sie sowieso auch in ihrer Freizeit machen würden auch noch bezahlt werden. Wie wahr dieses zugegeben sich schräg anhörende Statement tatsächlich noch ist, sehe ich ins einer Extremstform immer in den USA, wenn Spieleschmieden, die einen echten Blockbuster geschaffen haben, nach dem Job einfach dicht gemacht werden, alle rausgeschmissen wie ein Stück Dreck, abartig, auch für amerikanische Verhältnisse. Der Mechanismus ist so etabliert mittlerweile, das sich die Szene damit tatsächlich arrangiert hat. Das alles ist doch nichts anderes als oben beschrieben und nur mittlerweile ein Selbstläufer geworden aus dem auch schwer auszubrechen ist.

    Als real world Beispiel vielleicht noch: Den schon in einem anderen posting erwähnte 10 % Frauenanteil kann ich für mein Arbeitsleben bestätigen. Und mit denen gibts auch keine Probleme. Meines Erachtens ist da der Geschlechterunterschied nicht wirklich bemerkbar, man ist halt Arbeitskollege.

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