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Der Käufer hat es doch in der Hand...

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  1. Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: thecrew 02.11.18 - 11:32

    Kaufverzicht wäre das einzige was einem Hersteller zeigt das es nicht gewünscht ist.

    Allerdings gibt es wohl immer noch genug Menschen die das Zeug kaufen. Sonst würde man nicht ständig versuchen solche Spielsysteme auf den Markt zu werfen. Daher aus Firmensicht zu legitim.

    Wundert mich ja eh, dass es noch keine Turniere online gegen Geld gibt. Spieleinsatz mind. 1 Euro pro Runde. Der Sieger bekommt alles (abzüglich 20% Provision für die Bank ähhh den Hersteller).

  2. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Anonymer Nutzer 02.11.18 - 11:38

    > Kaufverzicht wäre das einzige was einem Hersteller zeigt das es nicht gewünscht ist.

    Hat ja schon mal funktioniert, ist auch noch nicht so lang her. Nur kriegt halt die zweite Maus den Käse, denn für einen zweiten, dritten, vierten Shitstorm lassen sich immer weniger Leute mobilisieren als für den ersten. Es tritt eine Gewöhnung ein, MT werden normal(er).

    > Allerdings gibt es wohl immer noch genug Menschen die das Zeug kaufen.

    "Immer noch" klingt ja, als würden es weniger, als stürben solche Kunden gerade aus. Ich denke, die Reise geht in die umgekehrte Richtung.

  3. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Muhaha 02.11.18 - 11:39

    thecrew schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Allerdings gibt es wohl immer noch genug Menschen die das Zeug kaufen.
    > Sonst würde man nicht ständig versuchen solche Spielsysteme auf den Markt
    > zu werfen. Daher aus Firmensicht zu legitim.

    Falsch.

    Das ist keine freiwillige Entscheidung, die hier vorgenommen wird. Die Firmen bauen ganz bewusst psychologische Feedback-Schleifen, Belohnungssysteme und Abhängigkeit auslösende Mechanismen in ihre Spiele ein, um unbedarfte Spieler eiskalt ins Messer laufen zu lassen. Das ist zwar legal, aber genauso wenig legitim, wie Leute mit Heroin zuerst anzufixen und sie dann gnadenlos auszunehmen, weil sie abhängig geworden sind.

  4. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Seismoid 02.11.18 - 11:44

    thecrew schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaufverzicht wäre das einzige was einem Hersteller zeigt das es nicht
    > gewünscht ist.
    >
    > Allerdings gibt es wohl immer noch genug Menschen die das Zeug kaufen.
    > Sonst würde man nicht ständig versuchen solche Spielsysteme auf den Markt
    > zu werfen. Daher aus Firmensicht zu legitim.
    Cool. Damit kann man dann auch für die Legalisierung aller harten Drogen argumentieren - liegt ja in "Kundenhand" ...

  5. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Yash 02.11.18 - 11:54

    thecrew schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaufverzicht wäre das einzige was einem Hersteller zeigt das es nicht
    > gewünscht ist.

    Theoretisch ja. Aber neben den schon erwähnten psychologischen Methoden kommt auch hinzu, dass die Zielgruppe Kinder und junge Menschen sind, bei denen die Schwelle Geld auszugeben einfach viel niedriger ist (verständlicherweise).

  6. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Muhaha 02.11.18 - 12:03

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Theoretisch ja. Aber neben den schon erwähnten psychologischen Methoden
    > kommt auch hinzu, dass die Zielgruppe Kinder und junge Menschen sind, bei
    > denen die Schwelle Geld auszugeben einfach viel niedriger ist
    > (verständlicherweise).

    Das sind aber nicht de, die am meisten Geld ausgeben. Zwar stimmt es, dass Jugendliche leichter/schneller Geld ausgeben, doch der Großteil dieser Umsätze wird nicht mit Jugendlichen gemacht, sondern mit den sog. Walen.

    Wale sind vermögende, kaufkraftstarke Erwachsene, die mangelnde Zeit durch Geld substituieren, um in Spiel X weiterhin vorne dabei zu sein, um alles an Spielinhalten von X haben zu können, was man sich auch erspielen könnte. Von DENEN leben die Publisher. Nicht von Jugendlichen.

  7. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Anonymer Nutzer 02.11.18 - 12:06

    > Damit kann man dann auch für die Legalisierung aller harten Drogen argumentieren

    Und Übertreibungen, wir brauchen unbedingt mehr Übertreibungen!

  8. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: andy01q 02.11.18 - 12:10

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wale sind vermögende, kaufkraftstarke Erwachsene, die mangelnde Zeit durch
    > Geld substituieren, um in Spiel X weiterhin vorne dabei zu sein, um alles
    > an Spielinhalten von X haben zu können, was man sich auch erspielen könnte.
    > Von DENEN leben die Publisher. Nicht von Jugendlichen.
    Oder reiche verzogene Kinder oder klauende Kinder (ja, Beschaffungskriminalität bei Mikrotransaktionen ist ein Thema. Längst nicht alle Fälle landen in den Medien. Ja, meistens ist es die Kreditkarte von einem Elternteil.)

  9. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Maxl1995 02.11.18 - 12:11

    Seismoid schrieb:
    > Cool. Damit kann man dann auch für die Legalisierung aller harten Drogen
    > argumentieren - liegt ja in "Kundenhand" ...

    Richtig. Die Prohibition sollte auch abgeschafft werden, siehe Schweiz.
    Falls es euch interessiert - Youtube: "Kurzgesagt - Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert!"
    Dauert keine 10 min und es lohnt sich.

  10. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Muhaha 02.11.18 - 12:21

    andy01q schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Oder reiche verzogene Kinder oder klauende Kinder (ja,
    > Beschaffungskriminalität bei Mikrotransaktionen ist ein Thema. Längst nicht
    > alle Fälle landen in den Medien. Ja, meistens ist es die Kreditkarte von
    > einem Elternteil.)

    Sowas wird es bestimmt geben, aber das ist nicht die Zielgruppe dieser Spiele. Wirklich nicht.

  11. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: thecrew 02.11.18 - 12:21

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thecrew schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kaufverzicht wäre das einzige was einem Hersteller zeigt das es nicht
    > > gewünscht ist.
    >
    > Theoretisch ja. Aber neben den schon erwähnten psychologischen Methoden
    > kommt auch hinzu, dass die Zielgruppe Kinder und junge Menschen sind, bei
    > denen die Schwelle Geld auszugeben einfach viel niedriger ist
    > (verständlicherweise).

    Aber hier liegt ja schon der zweite Witz begraben. Da die Spiele ja zu 90% ab 18 sind. Können ja offiziell gar keine Kinder und Jugendliche "Kunden" sein. ;-)

  12. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Der schwarze Ritter 02.11.18 - 12:44

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch.
    >
    > Das ist keine freiwillige Entscheidung, die hier vorgenommen wird. Die
    > Firmen bauen ganz bewusst psychologische Feedback-Schleifen,
    > Belohnungssysteme und Abhängigkeit auslösende Mechanismen in ihre Spiele
    > ein, um unbedarfte Spieler eiskalt ins Messer laufen zu lassen. Das ist
    > zwar legal, aber genauso wenig legitim, wie Leute mit Heroin zuerst
    > anzufixen und sie dann gnadenlos auszunehmen, weil sie abhängig geworden
    > sind.

    Doch, es ist eine freiwillige Entscheidung... Wer sein eigenes Tun und Handeln immer wieder mal hinterfragt, kommt da auch ganz schnell dahinter. Kleiner Tipp: Anfixen lässt man sich auch freiwillig. Niemand hält einem die Knarre an den Kopp und zwingt einen, ein Spiel zu kaufen.

    Man kann das von den Firmen moralisch verwerflich finden, klar, aber die sind es nicht, die am Ende den "Kaufen"-Knopf drücken. Wer sich so verarschen lässt, hat es am Ende irgendwie nicht anders verdient.

  13. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Muhaha 02.11.18 - 13:09

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Doch, es ist eine freiwillige Entscheidung... Wer sein eigenes Tun und
    > Handeln immer wieder mal hinterfragt, kommt da auch ganz schnell dahinter.

    Ich rede ganz bewusst von unbedarften, ahnungslosen Spielern und keinen Meistern der Selbsterkenntnis, wie wir Schlauberger es hier im Forum sind.

  14. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Der schwarze Ritter 02.11.18 - 13:32

    Aber es wird doch ein "Kaufen"-Knopf gedrückt. Ahnungslos ist also schonmal nicht, das wäre man dann, wenn im Hintergrund das Konto leergeräumt wird, ohne dass man davon weiß. Unbedarft... hm, wie schon an anderer Stelle geschrieben: Man kauft ein Spiel für Geld, sollte man also von ausgehen, dass es damit getan ist. Jetzt will das Spiel nochmal Geld von einem, wer sich an diesem Punkt nicht verarscht vorkommt, der hat im übrigen Leben ganz andere Probleme, als Mikrotransaktionen in Spielen, der wird schlicht überall kinderleicht übers Ohr gehauen.

  15. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: Muhaha 02.11.18 - 13:48

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber es wird doch ein "Kaufen"-Knopf gedrückt. Ahnungslos ist also schonmal
    > nicht, das wäre man dann, wenn im Hintergrund das Konto leergeräumt wird,
    > ohne dass man davon weiß.

    Hier werden ganz gezielt Emotionen erzeugt und darüber versucht jedweder rationale Gedanke in den Hintergrund treten zu lassen. Es hat schon seinen Grund, dass z.B. Glückspielautomaten oder Casinos sehr strikt reglementiert werden. Weil dort auch versucht wird den Spieler mit dem gezielten Erzeugen und Manipulieren von Emotionen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Süchte sind nicht rational! Und hier geht es um Suchterzeugung und kommerzielle Suchtausnutzung.

  16. Re: Der Käufer hat es doch in der Hand...

    Autor: p4m 04.11.18 - 04:54

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es hat schon seinen
    > Grund, dass z.B. Glückspielautomaten oder Casinos sehr strikt reglementiert
    > werden.

    Staatliche Kasinos vielleicht, wie das mit den unzähligen Spielautomaten in Pizzerien, Dönerbuden & Kneipen aussieht, will ich lieber nicht wissen.

    Erster Schritt wäre ohnehin Lootboxen als Glücksspiel zu definieren, wie es das europäische Auslands zum Teil bereits tut, um kurzfristig einen Ansatzpunkt zur Regulierung zu haben.

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