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Überall Bestnoten

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  1. Überall Bestnoten

    Autor: ufo70 23.07.23 - 11:24

    Im Gegensatz zur Bewertung fand man in den dazugehörigen Texten viele negative Punkte, die das Spiel eigentlich ins gute Mittelmaß verorteten. Langweilige Story, mühsames Hochleveln, wenig Endgame, fehlende Inhalte. Die Topwertung kam dann mit Ausreden zustande, dass Blizzard ja so viele tolle Pläne hätte und das Spiel ja erst am Anfang stünde.

    Auch zumindest ein Redakteur von Golem war dabei und bescheinigte dem Spiel gar eine „Neudefinition“(!) des ganzen Genres. Gleichzeitig bemängelte er Langeweile ab Lvl 80.

    Mich wundert immer wieder, wie stark ein gutes Spiel nachhallt. Weil ein Game den Namen eines vor 25 Jahren entwickelten Spiels (D2) trägt, überträgt man dessen Eigenschaften auf ein kommendes Produkt, obwohl Unternehmen und Entwickler praktisch nichts mehr mit dem alten Teil gemein haben.

  2. Re: Überall Bestnoten

    Autor: Garius 23.07.23 - 18:43

    War bei Avatar 2 ähnlich. Bist halt raus aus dem nächsten Preview, wenn du [PRODUKT] bereits in der Überschrift abwertest ;)

  3. Re: Überall Bestnoten

    Autor: McWiesel 23.07.23 - 20:24

    > Auch zumindest ein Redakteur von Golem war dabei und bescheinigte dem Spiel gar eine „Neudefinition“(!) des ganzen Genres. Gleichzeitig bemängelte er Langeweile ab Lvl 80.

    Dieses Feeling hatte ich nicht mal in der Beta. War ganz okay, rechnete aber eigentlich damit, dass es nach dem in der Beta zugänglichen Gebieten erst so richtig losging und Akt I eher nur so ein Tutorial war. Leider nicht.

    > Mich wundert immer wieder, wie stark ein gutes Spiel nachhallt. Weil ein Game den Namen eines vor 25 Jahren entwickelten Spiels (D2) trägt, überträgt man dessen Eigenschaften auf ein kommendes Produkt, obwohl Unternehmen und Entwickler praktisch nichts mehr mit dem alten Teil gemein haben.

    Das sind einfach nur die "guten Erinnerungen" an die damalige Zeit. Wir waren jung und medial noch nicht abgestumpft, die Spieleentwickler hatten es noch relativ leicht neue Konzepte zu entwickeln und da doch sehr viele Spiele damals total linear und recht profillos waren, wirkte Diablo I & II mit seinen gefühlten Freiheiten erstmal wie ein totales Brett, was sich in die Erinnerung gebohrt hat.
    Mit D2R sieht man dann aber mit der heutigen Erfahrung, dass das Game überhaupt nichts mehr mit einem modernen, langmotivierendem Action-RPG zu tun hat: Nach ca. 20 Stunden mäßigem Spielspaß an einer belanglosen Story und relativ kleinen Spielwelt, die sogar noch 3x recycelt wurde (Normal/Alptraum/Hölle), blieb am Ende nur der Mephisto-Run für Items und der Baalrun fürs Leveln. Früher hatte man tatsächlich monatelang Spaß das immer und immer wieder zu tun, bis eben das Unique-Item mit 0,0001% Dropchance fiel (um es damit zusammen mit dem lvl99-Char den Gegnern im PvP-Game so richtig zu zeigen).
    Heute als Erwachsener ist einem für so ein schwaches Spielkonzept schlichtweg die Zeit zu schade und man fragt sich viel mehr, warum man überhaupt gute Items farmen soll, wenn es eh kein Endgame-Content gibt, wo ein Char mit guter Ausrüstung gefordert wird und das was man damals als PvP sah, heute faktisch nicht mal mehr existiert.

    Aber ja, man hofft halt trotzdem irgendwie nochmal dieses Feeling wie früher vor 20 Jahren zu haben, aber realistisch betrachtet kann diese Erwartung einfach nur enttäuscht werden. Ein Game, dass heute nochmal alles besser/anders/innovativer macht gibt es einfach nicht mehr. Nach 30-40 Jahren Gaming-Karriere hat man nunmal alles schon mal erlebt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.23 20:31 durch McWiesel.

  4. Re: Überall Bestnoten

    Autor: _2xs 24.07.23 - 10:37

    ufo70 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch zumindest ein Redakteur von Golem war dabei und bescheinigte dem Spiel
    > gar eine „Neudefinition“(!) des ganzen Genres. Gleichzeitig
    > bemängelte er Langeweile ab Lvl 80.

    Manchmal bezweifle ich, ob die Redakteure das überhaupt so weit gespielt haben. Ich könnte es ja verstehen, wenn man darauf angewiesen ist permanent Dungeons zu rennen. Aber mit Level 80 war ich noch nichtmal überall mit den Quests durch... Es ist doch eher so, daß die Powerlevler das Spiel falsch spielen und als Arbeit betrachten und dadurch Ermüdungseffekte erleiden...

    > Mich wundert immer wieder, wie stark ein gutes Spiel nachhallt. Weil ein
    > Game den Namen eines vor 25 Jahren entwickelten Spiels (D2) trägt,
    > überträgt man dessen Eigenschaften auf ein kommendes Produkt, obwohl
    > Unternehmen und Entwickler praktisch nichts mehr mit dem alten Teil gemein
    > haben.

    D2 aber absoluter Schrott, im Vergleich zu D4. Ich glaube eher die D2 Spieler haben die rosarote Brille auf im Hinblick zur Qualität dieses Spiels.
    D3, war das bisher beste Diablo. Kann sein, daß es zu beginn Scheiße war. Aber am Ende, wo ichs gespielt habe, war es Godlike. Bei D4 sehe ich schon gute Ansätze. Ich hätte mir zwar ne andere Saison gewünscht. Das erneute hochleveln von Chars ist nicht meins. Es ist auch erstaunlich, wieviel sie auf Grund von Kritik aus der Saison rausgenommen haben, obwohl man merkt, daß es gut war die Story nochmal durch zu rennen, weil die Episoden klar daran angelehnt waren und man die Erfolge nebenbei erledigt hat.

  5. Re: Überall Bestnoten

    Autor: romconstructOrg 24.07.23 - 11:18

    _2xs schrieb:

    > Manchmal bezweifle ich, ob die Redakteure das überhaupt so weit gespielt
    > haben. Ich könnte es ja verstehen, wenn man darauf angewiesen ist permanent
    > Dungeons zu rennen. Aber mit Level 80 war ich noch nichtmal überall mit den
    > Quests durch... Es ist doch eher so, daß die Powerlevler das Spiel falsch
    > spielen und als Arbeit betrachten und dadurch Ermüdungseffekte erleiden...
    >

    Ich habe mit grob lvl 80 auch noch nicht alle Quests gefunden. Aber das wäre auch mein Kritikpunkt. Denn alle offensichtlichen Quests kann man verhältnismäßig schnell durchspielen bis ca. Level 60. Weil man denen halt einfach begegnet. Aber das man auf random Drops angewiesen, ohne jedwede Hinweise, ist dann doch nicht gut umgesetzt.
    Ich klicke jeden NSC der etwas zu sagen an und höre mir auch an was die zu sagen haben. Auch wenn es meist völlig belanglos ist. Das man aber durch Zufall, irgendwo irgendwann mal eine Horde von Mobs haut die dann etwas fallen lassen, was ne Quest auslöst...oder man in ein bestimmtes Dungeon gehen muss, worin man dann etwas findet...
    Das hat für mich nichts mehr mit "auch mit lvl 80 bin ich noch nicht durch alle Quests durch" zu tun. Denn das würde ja eben voraussetzen, dass man die Reise durch die Nebenquests auch mal konkret planen kann, klare Hinweise hat usw. Wäre das so, dann könnte man die Quests locker parallel zur Main Story mit lvl 60/65 abschließen (ja ich weiß, die Main Story ist dummerweise so ausgelegt sie grob mit lvl 45 zu beenden, wer nebenher alle Gebiete auf 100% bringt etc. der ist dann dummerweise aber lvl 60 und spätestens ab Ende Akt 3 wird es alles super einfach).
    Das hat dann nix mit powerleveling zu tun. Denn man ist ja alleine schon am Ende von Akt 1 lvl 45-48 wenn man alles mitnimmt. Spielt man alle Dungoens durch, ist man sogar noch höher. Das ist leider wirklich nicht gut designed.

    An der Stelle kann man echt nur die ganzen Tests bemängeln, denn die Tester sind recht offensichtlich zum Großteil nur die Main-Story durchgerannt und haben dann etwas T3 gespielt. Aber ganz ehrlich: wie viele Wochen/Monate soll man denn mit so einem Test verbringen? Finde ich schon arg schwierig.

    Und auch so:
    Ich habe jetzt schon sicher deutlich über 100 Stunden in das Spiel gesteckt, ja es wird ab lvl 70 zäh, ja es fehlt mehr und vor allem schwierigeres Endgame, ja es gibt Bugs, ja diverse Entscheidungen der Entwickler finde ich schwer/nicht nachvollziehbar. Aber ich ich hatte sehr, sehr viele Stunden dennoch enormen Spaß und damit locker auch genug Gegenwert für den Preis des Spiels bekommen. Damit wäre D4 aus meiner Sicht bestimmt keine 90%+ Wertung, wenn man auf solche Wertungen steht, aber siedelt sich sehr solide im mittleren 80er Bereich für mich an.

    >
    > D2 aber absoluter Schrott, im Vergleich zu D4. Ich glaube eher die D2
    > Spieler haben die rosarote Brille auf im Hinblick zur Qualität dieses
    > Spiels.
    > D3, war das bisher beste Diablo. Kann sein, daß es zu beginn Scheiße war.
    > Aber am Ende, wo ichs gespielt habe, war es Godlike.

    Das hatten wir doch schon mal in einem anderen Thread ;)

    Nix dagegen, dass du persönlich D3 als großartig empfindest und es gibt sicher auch anderen denen es so geht. Aber eine sehr, sehr große Mehrheit (mich eingeschlossen), findet D3 eben nicht so doll. Auch nach all den Updates über die ~11 Jahre hinweg nicht. Das fängt schon bei der Story an, geht dann über den Grafikstil weiter bis zum Skillsystem etc.
    Diese genannten Punkte sind eben auch Dinge, die man nicht mit "rosaroter Brille" erklären kann.
    Der der Grafikstil wurde nun mal massiv geändert und in D4 ja auch wieder bewusst zurückgedreht. In Sachen Story wird einerseits das Storytelling an sich kritisiert (viel schlechteres Writing etc.). Dazu fehlte auch etwas der Anschluss. Denn der war direkt von D1 zu D2 gegeben, D3 stellt da einen gewissen Bruch dar. Wer sich nicht für die Story interessiert und alles skipped, der bekommt das natürlich nicht so mit. Aber so wie es sich liest, interessierts du dich ja doch dafür. Dann müsste dir das schlechtere Writing ja aufgefallen sein (Beispiele findest du zu Hauf wenn du danach suchst, bei den üblichen Verdächtigen wie Reddit, aber auch in Online Magazinen)
    Und auch das Skillsystem hat sehr viel Kritik bekommen und ist bis heute eben sehr unbeliebt.

    Das pure, heutige Endgame in D3 über die Seasons ist dann wieder eine ganz andere Nummer. Hier ist D4 absolut nicht ausgereift und so eine Art Endgame gab es in D2 ja gar nicht. Wobei ich auch sagen muss, dass ich D3 da auch einfach nur langweilig fand. Ja toll, mit jeder Season neue Sets suchen. Aber so wirklich große Änderungen gab es selten. Erst mit Season 27 o. 28 kam ja mal seit langer Zeit mit diesen Altar mal wieder was Neues. Der Rest war teils unfassbar stumpf mit "einloggen, gucken ob Bounty X in gebiet Y aktiv ist...nein...reloggen..." usw.
    Hier hatte ich die Hoffnung, dass D4 es besser macht und sich mal mehr bei Lost Ark abguckt. Mit immer größeren und schwierigeren Herausforderungen. Ist aber leider (bisher) nicht der Fall und der "Grind" wird dadurch eben eher langweilig und orientiert sich in Richtung D3. Nur eben mit mehr Dungeons, von denen es zwar 120(?) gibt, aber letztendlich nur 10(?) unterschiedliche Mechaniken/Bosse/Grafiksets.
    Am Ende steht halt nur Uber Lilith als einzige wirkliche Herausforderung. Und ich hoffe stark, da kommt mehr. Denn die Weltbosse sind ja auch eine Enttäuschung und nur Nightmare Dungeons rennen ist dann am Ende auch wie D3 und da die Torment Stufen höher drehen.
    Das ist halt mein persönlicher Geschmack, viele mochten ja durchaus dir nicht vorhandene Abwechslung in D3, dass aber auch bedingt durch die Leaderboards. Das war dann da halt die Herausforderung die in D4 ja aber erst mit Season 3 kommen sollen.

    Wie eingangs gesagt: nix dagegen, wenn man persönlich D3 am besten findet. Entspricht nur eben nicht dem was die Mehrheit so empfindet und das ganz ohne rosarote Brille.

    Bei D4 ist aber definitiv noch viel Luft nach oben. Und zumindest wenn man es sehr intensiv spielt, dann ist da halt auch nach einer gewissen Zeit mal die Luft raus. Interessant finde ich es da ja immer, wenn vergessen wird wie schlecht D3 zu Beginn war. Es hat länger gedauert, dass Spiel auf ein akzeptables Niveau zu heben. Da ist der Start von D4 doch schon um längen besser gewesen, hakt aber gerade durchaus an diversen Faktoren (Balancing, Truhen, fehlende Herausforderungen,...)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.23 11:31 durch romconstructOrg.

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