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Neues von der Kinderzimmerfront

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  1. Neues von der Kinderzimmerfront

    Autor: Nr.1 01.12.11 - 10:43

    Letztendlich ist es nur die Bestätigung dessen, was viele denken, aber nur wenige aussprechen. Die Kinder und Jugend ist immer härteren Stoff gewohnt!

    War es in den 50er-Jahren verschämtes Schmulen in ein Nackedaiheftchen auf den Schulhöfen, werden ein halbes Jahrhundert später ganz normal Pornos per Smartphone durch das Klassenzimmer gereicht. Früher löste eine entblößte Brust einen Skandal aus, während heute bereits am Vormittag im TV mal wieder ganz nebenbei diverse Brüste vergrößert werden.

    In der Computerspielbranche ist diese Verrohung in einer Art Zeitraffer durchgehechelt worden. Die Technik entwickelte sich rasend. Bekam man Anfang der 80er noch Stielaugen, wenn sich das Wort "Saftmö..." auf dem Bildschirm in verschiedenen Farben aufbaute, geht es heute sehr viel härter zur Sache.

    Ganz genauso ist es bei Actionspielen aller Art. Da wird gestorben und geblutet, dass die Heide wackelt. Moderne Technik machts möglich. Jugendschutz ist in vielen Kinderzimmern kein Thema mehr, die Eltern interessieren sich ohnehin nicht für das, was das Kind so treibt. Das dröhnt sich voll mit all dem, was es nun massenhaft und immer verfügbar gibt. Sex und Gewalt in Dauerbefeuerung.

    Und so verwundert es nicht, dass die Bundesprüfstelle ganz klammheimlich diverse Dinge vom Index nimmt. Weil es peinlich wäre, ein Spiel indiziert zu lassen, in dem ein grober Pixelhaufen über den Bildschirm wabert, wo der 12jährige Kevin in seinem Zimmer hockt und mal eben einem hoch aufgelöst dargestellten Zombie den Bauch aufschlitzt. Hat er ohnehin ja genauso in einem Splatter gesehen!

    Die einen nennen es Zeitenwandel, ich nenne es seelische Verrohung.

  2. Re: Neues von der Kinderzimmerfront

    Autor: VRzzz 01.12.11 - 11:34

    > Letztendlich ist es nur die Bestätigung dessen, was viele denken, aber nur wenige
    > aussprechen. Die Kinder und Jugend ist immer härteren Stoff gewohnt!

    ähm, nein, eigentlich nicht.
    Vom Index gestrichen heißt nicht, dass es frei für jeden verfügbar ist.
    Index heißt, dass es nicht öffentlich beworben und verkauft werden darf.
    USK18 bleibt das spiel dennoch, auch wenn es vom Index verschwindet.

    Zum Rest muss ich sagen... naja, was sollen Eltern machen? 24/7 beim Kind schmiere stehen und schauen was es spielt?

    Mein erstes "brutales" Spiel war Doom 3, mit 13 oder 14, fand das ziemlich hart, aber aufgegeilt daran, dass da nun son Monster mit offenem Bauch an der Decke klebt, hab ich mich nicht. USK18 Game mit 14 gespielt, bin richtig hart. Geschadet hat es mir nicht, und wird es wohl in Zukunft auch keinen, außer man kann nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden, aber ich denke da liegen die Ursachen wo anders und nicht bei den Spielen...
    Killerspiele, Pornos, Gewaltfilme, Splatter, Horror, Waffen etc. und aus mir ist etwas geworden. Mittlerer (bayrischer) Bildungsabschluss, gerade am Ende einer guten Ausbildung in einem großen Betrieb, Führerscheine, keine Vorstrafen, soziale Kontakte und Gedanken an die Zukunft...

    Das ist einfach eine schwachsinnige Diskussion von einer Generation, die es nicht versteht. Meiner Meinung liegen irgendwelche Probleme "Jugendlicher" oder Heranwachsender nicht an Computerspielen...

  3. Re: Neues von der Kinderzimmerfront

    Autor: Nr.1 01.12.11 - 12:15

    VRzzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Letztendlich ist es nur die Bestätigung dessen, was viele denken, aber
    > nur wenige
    > > aussprechen. Die Kinder und Jugend ist immer härteren Stoff gewohnt!
    >
    > ähm, nein, eigentlich nicht.
    > Vom Index gestrichen heißt nicht, dass es frei für jeden verfügbar ist.
    > Index heißt, dass es nicht öffentlich beworben und verkauft werden darf.
    > USK18 bleibt das spiel dennoch, auch wenn es vom Index verschwindet.

    Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich es schlimm finde, dass die Spiele nun frei verkäuflich sind, oder? Das ist mir letztendlich egal, die Kids sich ohnehin besorgen, was sie wollen. Die Bundesprüfstelle hat mit dieser klammheimlichen Indexbereinigung ein deutliches Symbol dafür gesetzt, dass einige lächerliche Pixel heutzutage keine Indizierung mehr rechtfertigen, da man härteren Tobak gewohnt ist.

    > Zum Rest muss ich sagen... naja, was sollen Eltern machen? 24/7 beim Kind
    > schmiere stehen und schauen was es spielt?

    Das Übliche, millionenfach in die Luft gepustet: WAS SOLL MAN DENN MACHEN? Trägt das eine Kind eine Adidas-Tasche, muss dass andere Kind dringend auch eine haben. Bingo! Tasche wird gekauft, denn.....WAS SOLL MAN DENN MACHEN?

    Und das ist nur ein harmloses Beispiel über sich parasitär ausbreitende Taschen. Es lässt sich aber auf alles andere problemlos umsetzen.

    Wenn alle lustig mit der Spirale mit schwimmen, ohne mal nachzudenken, dann ist es leichter, die Verantwortung an die Allgemeinheit abzuwälzen und zu behaupten, das man nichts machen kann. Gegen den Strom zu schwimmen tut eben weh und strengt an und wer mag sich schon anstrengen?

    Was ist eigentlich aus diversen Dingen wie festen TV- und Computerzeiten, Kontrolle durch die Eltern und Gespräche über Krieg, Gewalt und Sexualität geworden? Das ging alles mal, aber nach und nach entfernten sich Eltern und Kinder voneinander, als der Nachwuchs sich weiter entwickelte, die Eltern aber stagnierten. Und in dieser Zeit wurde auch die o.g. Standardausrede erfunden.

    Die Nachkriegszeit hat vieles verändert, eine aufstrebende Jugend entstand, die nach und nach mehr Freiheiten wollte und auch bekommen hat. Das war eine wichtige Entwicklung, aber wir sind längst an einem Punkt angelangt, wo die Situation gekippt ist, wo Freiheit sich in Verlorenheit verwandelt hat.

    Frage: Was soll ein 12jähriges Kind mit Splattermovies, Pornos und Spielen, die realistisch Kopfschüsse darstellen? Der Unterschied zwischen Realität und Virtualität ist durch soziale Netzwerke, Flatrates und hochauflösende Spiele dermaßen verwaschen, dass ein Kind schlichtweg überfordert ist.

    Wenn selbst Erwachsene dank Facebook und Co. nur noch in Kürzeln reden, permanent den Daumen zu "Finde ich gut" hochreißen und sich wie im Kindergarten bei Twitter bekriegen, dann merkt man, dass was nicht stimmt.

    Die Führungsqualitäten, das Haltgebende der Erwachsenenwelt gerät oftmals ins Wanken oder stürzt gänzlich ein. Da hängt Mama am Laptop und Sohnemann zerfleischt im Zimmer nebenan ein paar Gegner. Die eine Welt versteht die andere nicht mehr.

    > Das ist einfach eine schwachsinnige Diskussion von einer Generation, die es
    > nicht versteht. Meiner Meinung liegen irgendwelche Probleme "Jugendlicher"
    > oder Heranwachsender nicht an Computerspielen...

    Das ist gar nicht das Thema.

  4. Re: Neues von der Kinderzimmerfront

    Autor: slashwalker 01.12.11 - 12:20

    VRzzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Zum Rest muss ich sagen... naja, was sollen Eltern machen? 24/7 beim Kind
    > schmiere stehen und schauen was es spielt?


    Naja ich habe keine Kinder, aber ein Freund von mir hat mich vor einer Weile um Rat gebeten, den Rechner seiner Tochter abzuschotten.

    Also Sperrzeiten im Router, ab 22 Uhr gibts kein Internet mehr. Portsperren für bekannte P2P Software. Content- und URL-Filter im Router, Windows User ohne Rechte, also keine Installation ohne mein/sein Wissen. Ist alles nicht so schwer.

    > Killerspiele, Pornos, Gewaltfilme, Splatter, Horror, Waffen etc. und aus
    > mir ist etwas geworden. Mittlerer (bayrischer) Bildungsabschluss, gerade am
    > Ende einer guten Ausbildung in einem großen Betrieb, Führerscheine, keine
    > Vorstrafen, soziale Kontakte und Gedanken an die Zukunft...
    >
    > Das ist einfach eine schwachsinnige Diskussion von einer Generation, die es
    > nicht versteht. Meiner Meinung liegen irgendwelche Probleme "Jugendlicher"
    > oder Heranwachsender nicht an Computerspielen...

    ACK!

  5. Re: Neues von der Kinderzimmerfront

    Autor: amp amp nico 13.12.11 - 04:31

    Medienkompetenz wird dadurch allerdings nicht vermittelt. Dadurch sichert lediglich er sich ab.

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