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Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

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  1. Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Aki-San 31.10.19 - 08:49

    Also das einfache "oh, es ist so brutal" kann ich nicht unterschreiben. MW hat ein excellentes und adaptives / immersives System. Schießt man bewusst auf klar unbewaffnete Zivilisten verliert man, schießt man auf Zivilisten durch Objekte (z.B. Türen) oder rennen diese einen ins Feuer wird man zwar bestraft (Punkte), aber man verliert nicht die Mission.

    Ich finde es ist eine sehr gute Methode die Realität in einem Videospiel abzudecken.

    Bis auf ein paar Fillermission ist dies ein hervorragendes Spiel.

    Ich bin kein Freund davon, dass man die Realität aus den Augen verliert, weil diese zu "hart" ist. In echt sterben Menschen und in echt töten Menschen. Damit muss man sich abfinden. Ich finde es gut das MW dies so hart darstellt, damit man auch mal sieht das nicht alles nur Ponyhof und Regenbogen-Blumenwiese ist.

    Manchmal muss man eben in einem Sekundenbruchteil als Soldat Entscheidungen treffen, die einen ein Leben lang verfolgen können. Riskier ich zu sterben oder riskier ich einen Unschuldigen zu töten?

    Die grafische Qualität setzt einen neuen Standard. Das ist ja schon Filmqualität. Wenn man sich dagegen Müllmist76 anschaut, würde man denken da liegen 10 Jahre zwischen den Spielen.

    Klar kann man mehr Tiefe verlangen, aber für die Zeit und den Aufwand finde ich MW hat doch schon ordentlich was vorgelegt bzw. den Verfall der letzten Titel wieder aufgeholt.

    Vielleicht ist die Story nicht so tief wie mancher möchte, aber wir spielen hier den SP Modus eines Egoshooters, keine The Last of Us Titel.

  2. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: theSens 31.10.19 - 11:05

    Sie verstehen diese Härte weil sie, wie alt?, sind.

    Um beim Realismus zu bleiben, es werden auch diesen Teil wieder zu einem großen Teil Jugendliche spielen. Die erkennen darin nicht so schnell einen Fehler. Wobei es nicht einmal Jugendliche sein müssen, auch Erwachsene können abstumpfen. Was, im Gegenteil zu der politischen Meinung, nicht zu Gewalt führt, aber zu Empathielosigkeit. Und das passiert gerade sowieso zu genüge und man muss es nicht noch verstärken.

    Wenn es so ist wie im Artikel beschrieben, dann ist es schon bitter. Denn um die moralische Härte des ganzen zu vermitteln, reicht es nicht, dass man eine Mission oder gar nur Punkte verliert oder nicht.

    Für gewöhnlich bin ich auch ein Gegner dieser ständigen Political Correctness. Aber in dem Fall, wenn es wirklich so ist wie beschrieben, ist es angebracht. Da dieses Spielereihe eine sehr große und vor allem junge Fangemeinde hat, und dementsprechenden Einfluss.
    Außerdem haben sie das bei CoD auch schon besser gemacht.

  3. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Muhaha 31.10.19 - 11:11

    Aki-San schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich finde es ist eine sehr gute Methode die Realität in einem Videospiel
    > abzudecken.

    Weisst Du, was realistisch wäre? Wenn Dein Spiel-Charakter stirbt, beendet sich das Spiel von selbst und deinstalliert sich automatisch. Du kannst es danach auch nicht mehr auf dieser Hardware installieren.

    "Realistisch" ... pfft. Das ist nur oberflächliche Edgyness, um Leute zu beeindrucken, die oberflächliche Edgyness für "realistisch" halten :)

  4. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Aki-San 31.10.19 - 12:03

    Aber die Gewalt in den Tagesmedien ist ja normalisiert oder wie? Oder kommt jetzt wieder das "Spiele haben mehr Interaktion"s Argument?

    Dann soll MW halt eher einen ID / Personalausweis Filter einsetzten. Oder wie bei Aldi-Talk, persönliches Skype Gespräch zur Klärung der Personalien. Dann vermeidet man zumindest die COD-Kiddies.

    IMHO: Dieses Spiel hat eine Mechanik die schon seit Jahren existiert in einer guten Variente umgesetzt.

    Soll jetzt jedes mal in großen, leuchtenden Buchstaben aufblinken "KILLING IS BAD!" oder was?

    Also sorry, aber ich wurde von meinem Umfeld und meinen Eltern so erzogen, dass mir dies auch in jungen Jahren schon bewusst war. Das man jetzt gesellschaftliche Vernachlässigungen auf Spiele reflexiert finde ich schon grenzwertig. Wenn die Gesellschaft verroht liegt das garantiert nicht im Hauptteil, dass "COD jetzt etwas realistischer" ist.

    Mailab hat einen guten Beitrag gemacht, kann man sich ja mal anschauen. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 12:09 durch Aki-San.

  5. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Michael H. 31.10.19 - 12:26

    theSens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie verstehen diese Härte weil sie, wie alt?, sind.
    >
    > Um beim Realismus zu bleiben, es werden auch diesen Teil wieder zu einem
    > großen Teil Jugendliche spielen.

    Wer es spielt, ist dem Entwickler doch egal und das sollte es dir auch sein. Die Zielgruppe sind Menschen 18+... also Erwachsene.

    > Die erkennen darin nicht so schnell einen
    > Fehler. Wobei es nicht einmal Jugendliche sein müssen, auch Erwachsene
    > können abstumpfen. Was, im Gegenteil zu der politischen Meinung, nicht zu
    > Gewalt führt, aber zu Empathielosigkeit. Und das passiert gerade sowieso zu
    > genüge und man muss es nicht noch verstärken.

    Sehe ich anders. Ich spiele solche Games jetzt seit über 20 Jahren. Empathiemäßig bin ich in keinster Weise "abgestumpft". Ich würde mich sogar als einen der emphatischsten Menschen bezeichnen die ich mir vorstellen kann. Im realen Leben zumindest.
    Ingame sieht das anders aus. Und es ist auch was anderes. Wenn das jemand nicht unterscheiden kann, ist er meines Erachtens zurückgeblieben.

    DAS GILT ABER!, sowohl für Menschen die Gewalt an Menschen nicht von Gewalt an Spielfiguren differenzieren können, als auch für Menschen, die Gewalt an Spielfiguren für einen ähnlichen Vorgang wie im realen Leben behandeln.

    Ich kann mir auch einen Splatterfilm, sowie Spiele reinziehen, bei denen Menschen zerhackstückelt werden und sterben. Auf realistischste Art und Weise wie man es sich nur vorstellen kann. Mein Hirn reagiert hier ganz anders, als wenn ich ein Video sehe, bei dem jemand im realen Leben z.B. erschossen wird, am Boden liegend getreten wird oder sich nur den Arm bricht. Das löst ganz andere Bereiche im Hirn aus, als jeder Film oder jedes Spiel.

    Ich hab ein Video vom Amoklauf in der Moschee in Australien gesehen. Hier war instant eine absolute Adrenalinausschüttung mit erhöhtem Herzschlag, Trauer-, Wut-, Angstgefühlen , sogar eine gewisse Panik vorhanden.
    Müsste ich mit einer geladenen Waffe auf ein Lebewesen zielen, würde das heute wie früher zu zittrigen Händen und schlechten Träumen führen. (Ich war auch Soldat)

    Hingegen hier bei CoDMW in der Mission als man die Butze in London säubert. Ohne nur eins dieser Gefühle, die Gegner ausgeschaltet. Als die Frau nach der Waffe gegriffen hat, direkt einen sauberen Kopfschuss und weiter, weil mein Unterbewusstsein differenzieren konnte, dass ich mich in einem Spiel befinde. Auch im Multiplayer... da weiss ich, die Person mir gegenüber kommt nicht zu schaden. Auch wenn die Figur und der Tod mehr als realistisch aussieht, ist das für meinen Geist nur eine Spielfigur wie auf einem Schachbrett. Und wer diese grafisch hochwertigen, realistisch sterbenden Spielfiguren, mit echten Menschen gleichsetzt... egal in welcher Richtung... hat se für mich nicht alle.

    > Wenn es so ist wie im Artikel beschrieben, dann ist es schon bitter. Denn
    > um die moralische Härte des ganzen zu vermitteln, reicht es nicht, dass man
    > eine Mission oder gar nur Punkte verliert oder nicht.

    Was würde denn reichen?
    Wenn dir im echten Einsatz bei einem Feuergefecht, Zivilisten in die Kugel rennen, ist das zwar tragisch und du wirst dir dein Leben lang Vorwürfe machen. Aber das zählt dann als Kollateralschaden. Dafür wird man weder vor ein Militär-/Kriegsgericht geworfen, noch eingesperrt oder vom Dienst suspendiert. Da wird wenn auch im Einsatzbericht stehen, dass in Folge des Schusswechsels mit der gegnerischen Partei, Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind.
    Das wars.

    Hingegen wenn du gezielt auf unbeteiligte schießt... lässt das Militärgericht nicht lange auf sich warten wegen vorsätzlichen Mordes von Zivilisten.

    Aber ein Spiel ist ein Spiel. Ergo wenn du einen Fehler machst oder sowas machst, ist die Mission gelaufen... du kannst aber wieder den Spielstand laden und von vorne anfangen... wie gesagt... Spiel.

    > Für gewöhnlich bin ich auch ein Gegner dieser ständigen Political
    > Correctness. Aber in dem Fall, wenn es wirklich so ist wie beschrieben, ist
    > es angebracht. Da dieses Spielereihe eine sehr große und vor allem junge
    > Fangemeinde hat, und dementsprechenden Einfluss.
    > Außerdem haben sie das bei CoD auch schon besser gemacht.

    Wie schon gesagt... ja es hat ne junge Fangemeinde... aber die Zielgruppe ist ab 18... die Freigabe zum Kauf, ist ab 18... alles... ist ab 18... Konsequenter wäre Personen unter 18 den Zugang zum Spiel zu sperren. Aber selbst jüngeres Publikum verroht hierdurch sicherlich nicht, wie durch den privaten Umgang im privaten Umfeld im realen Leben. Da sind die richtigen Hemmschwellen... hau ich wem ohne zu zögern voll in die Fresse oder mach ich mir vorher gedanken was mit seinen Zähnen passiert wenn ich da jetzt zuhaue... und dann überschreite ich die Schwelle jemandem auf dem Boden ins Gesicht zu treten...
    Da wird die Empathie entfernt. Aber nicht durchs zocken.
    Ich kenn in meinem gesamten Zockerkreis von 16-56 keinen einzigen der jemanden der am Boden liegt schlagen bzw. treten würde.
    Es mag Leute geben, die lassen sich davon beeinflussen... diese machen aber meines Erachtens nur einen vernachlässigbar kleinen Teil im Promillebereich aus.
    Diese Menschen haben ein anderes psychisches Problem, dass sie für derartige beeinflussung öffnet... gilt hier aber nicht nur bei Games, sondern auch bei kirchlichen Institutionen, Sekten, Straßengangs, terroristischen Vereinigungen, SM Studios usw..

  6. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: theSens 31.10.19 - 12:31

    Ich bin immer wieder enttäuscht, es gibt im Internet, echt, kaum Menschen die nicht ihr Extrem verteidigen. Warum kann hier kaum jemand Gemäßigt sein?

    Ich finde zum Beispiel, das was im Artikel angedeutet wurde, perfekt.
    Man sollte einfach an der Charakterentwicklung merken, dass sich das auf den Menschen auswirkt. Das würde mir, ein wesentlich immersiveres Gefühl geben, die PoCo Schreier beruhigen, und tiefere Charakter sind, meiner Meinung nach, nie was schlechtes.

    ____________________________________________________
    Hier stand ein Kommentar, der aus zu flüchtigem Lesen enstanden ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 12:45 durch theSens.

  7. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: theSens 31.10.19 - 12:37

    Bei ihrer Antwort frage ich mich wozu ich extra verdeutlicht habe, dass ich nicht von Gewalt spreche.
    Mehr kann und möchte ich dem nicht hinzufügen. Da ich sehe, das ihre Sichtweise komplett verhärtet ist und somit eine Diskussion sinnlos.

    Warum ich das sehe. Ihr Totschlagargument, es sei ja ab 18 und darum ist es egal wie es die Menschen möglicherweise beinflusst, weil man ab 18 ja nichtmehr beinflussbar ist...

    Außerdem, ab einem gewissen Einfluss sollten Unternehmen einfach Verantwortung übernehmen.
    Da man immer davon ausgehen muss, das die Kunden alle DAU's des Lebens sind. Und die können für ihre Gene nichts, also warum sollen sie dafür gestraft werden?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.10.19 12:52 durch theSens.

  8. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Aki-San 31.10.19 - 13:05

    theSens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei ihrer Antwort frage ich mich wozu ich extra verdeutlicht habe, dass ich
    > nicht von Gewalt spreche.
    > Mehr kann und möchte ich dem nicht hinzufügen. Da ich sehe, das ihre*
    > Sichtweise komplett verhärtet ist und somit eine Diskussion sinnlos.

    * meine

    :D

    Ich fande die Argumentation von Michael H. ausführlich und gut, diese hat auch mehr als nur "ich finde, meine, denke" enthalten.

    Ich will hier jetzt keine Hetzjagt anfangen, wer aber seinen ersten Beitrag mit
    > Sie verstehen diese Härte weil sie, wie alt?, sind.
    anfängt, braucht sich nicht wundern wenn eine gewisse Forschheit bei anderen Antworten an den Tag gelegt wird.

    Wie schon in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, der Einfluss von Spielen ist weitaus geringer als viele dies der Spielebranche zuschreiben wollen.

    Wie Sie aber so schön geschrieben haben:
    > Außerdem, ab einem gewissen Einfluss sollten Unternehmen einfach Verantwortung übernehmen.

    Das tun leider zu wenige. Viele knicken ein weil eine Gruppe bestimmter Mitmenschen sich für die Rechte anderer verantwortlich fühlt und dies lautstark äussert. Das dies dann Folgen hat, die zu Lasten der schweigenden 90% (und vor allem der schweigenden Mehrheit die ZAHLT) hat, wird gerne mal unter den Tisch gekehrt.

    IW hat in diesem Fall gut reagiert und immer hinter dem Inhalt von MW gestanden (können Sie gerne nachlesen).

    Verantwortung übernehmen heist auch, für die Inhalte geradestehen. Wenn man immer nach dem "schwächsten" Glied der Kette gehen würde, könnte man irgendwann garnichts mehr genießen.

    Als Schlusswort: Wie schon gesagt sind NICHT die Spiele-Entwickler für die Korrektur von gesellschaftlichen Problemen verantwortlich. Entweder man akzeptiert die "Vision" des Studios, oder man spielt es eben nicht. Jeder hat die Wahl.

  9. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: ToyoMr2 31.10.19 - 13:12

    theSens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr Totschlagargument, es sei ja ab 18 und darum ist es
    > egal wie es die Menschen möglicherweise beinflusst, weil man ab 18 ja
    > nichtmehr beinflussbar ist...

    Natürlich gibt es auch Menschen über 18 die verängstigt oder verstört auf sensibles Material reagieren. Aber diese Gruppe weiß das im Normalfall auch.
    Ich schau mir ja auch kein Horrorfilm an, wenn ich kein Blut sehen kann..

  10. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Michael H. 31.10.19 - 13:41

    theSens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei ihrer Antwort frage ich mich wozu ich extra verdeutlicht habe, dass ich
    > nicht von Gewalt spreche.

    Wann und wo ist denn Empathie im Kontext zu games gefragt. Wenn auf andere Gewalt... und Gewalt auf eine Person beinhaltet nicht direkte Schädigung, sondern auch indirekte Schädigung... ausgeübt wird.

    Nur weil ich viel Zocke, heisst es nicht, dass ich mich nicht in andere Menschen hineinversetzen kann oder dass hierdurch meine Fähigkeit mich hineinzuversetzen abnimmt. Das ist Quatsch.

    Ich bleibe lediglich beim Thema MW und mache kein riesen Fass über die Games in general auf.
    Jemand der so viel zockt, dass er jeglichen sozialen Kontakt meidet, hat eine psychische Störung und gehört definitiv zur kleinsten Randgruppe der Gamer und nicht zur absoluten Mehrheit. Da spricht man dann auch wieder von einer Sucht. Anderes Thema. Hat hier nichts zu suchen. Daher bleibe ich bei Empathie im Kontext zur Gewalt.

    Sie sagen, Spiele fördern keine Gewalt, was ich so auch unterschreibe, aber widerspreche der Aussage, dass sie die Emphatielosigkeit fördert in meinen oben aufgeführten Beispielen. Das hat nichts mit verhärteter Sichtweise zu tun.

    > Mehr kann und möchte ich dem nicht hinzufügen. Da ich sehe, das ihre
    > Sichtweise komplett verhärtet ist und somit eine Diskussion sinnlos.

    Wenn sie nicht in der Lage sind, Beiträge zu differenzieren und auf einzelne Aspekte der Diskussion einzugehen, ist das wohl sol.

    > Warum ich das sehe. Ihr Totschlagargument, es sei ja ab 18 und darum ist es
    > egal wie es die Menschen möglicherweise beinflusst, weil man ab 18 ja
    > nichtmehr beinflussbar ist...

    Nein. Ihr Argument ist, dass die Personengruppe die diese Spiel am häufigsten spielt unter 18 ist und diese noch beeinflussbar ist und dass es auch Personen über 18 gibt die beeinflussbar sind.
    Gebe ich ihnen unter bestimmten Bedingungen Recht. Hat nur nichts mit dem Spiel zu tun.
    Der Spielehersteller zielt nicht auf unter 18 jährige ab und hat alles gesetzlich nötige unternommen, dass es auch so ist.
    Ich mein einen Whiskey macht man auch nicht so, dass ihn 16 jährige trinken können.
    Der ist für ü18 gedacht und nicht für u18. Ende der Diskussion.

    Natürlich gibt es auch ü18 die beeinflusst werden können. Keine Frage. Aber das sind wie gesagt Promille an Spielern die das betrifft. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel.

    Um beim Whiskey zu bleiben... da gibt es auch Alkoholiker oder Menschen über 18, die nach ein paar Gläsern hochgradig gefährlich werden, weil sie agressiv hierdurch werden oder hemmungslos. Das sind aber auch nur Ausnahmen. Nicht jeder der Whiskey trinkt verwandelt sich in einen Schläger oder Grabscher oder sonst was.

    Da dem Whiskey, bzw. in diesem Fall dem Spielehersteller den schwarzen Peter zuzuschieben ist daher sinnfrei.

    > Außerdem, ab einem gewissen Einfluss sollten Unternehmen einfach
    > Verantwortung übernehmen.

    Verantwortung für was? Für zu viel Realität? Die einzige Verantwortung die Spielehersteller übernehmen MÜSSEN... ist die, dass sie ihre Spiele nur für die richtigen Altersprüfstellen zertifizieren lassen.

    > Da man immer davon ausgehen muss, das die Kunden alle DAU's des Lebens
    > sind. Und die können für ihre Gene nichts, also warum sollen sie dafür
    > gestraft werden?

    Warum sollte der Hersteller gestraft werden, weil Hans-Dieter die falschen Gene hat?
    Wenn ich beim Geräusch der Kettensäge das Weinen anfange oder in einen Blutrausch falle weil meine Gene beschissen sind und sich mein Kopf von den 99,9999999% aller anderen gesunden Menschen unterscheidet... warum sollte dann Makita Verantwortung übernehmen.

    Verantwortung sollten wir als Gesellschaft übernehmen. Solidarisch und subsidiarisch.
    Von alleine wird niemand mit psychischen Problemen die ihn z.B. empfänglich für Abstumpfung oder sonstiges machen, gesellschaftlich abgeschottet oder Depressiv machen sagen, nein, für mich ist das nichts, da ich mich so leicht beeinflussen lasse oder sich mein charakter hierdurch ändert ggf. auch radikalisiert... ich darf dieses Spiel nicht spielen wenn es so real ist.

    Wir sollten die Augen offen halten ob jemand Hilfe benötigt oder sich beeinflussen lässt und ihn wieder zurück auf den Boden holen. Zu zeigen was richtig und was falsch ist und woran man das erkennt, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Spielehersteller agieren nur als Teil der Gesellschaft und stellen nicht ihre eigene dar. Wenn diese also etwas ungefiltert wiedergeben, besteht hier nicht die Aufgabe darin, Leute zu erziehen was richtig und was falsch ist. Das müssen die Leute auf normalen Wege schon gelernt haben. Ihr schaffen ist es, etwas ungefiltert wieder zu geben. Wie wir es bewerten, ist nicht Aufgabe der Hersteller. Im Endeffekt wird hier im Spiel auch nur indirekt wiedergegeben, dass es entgegen unserer gesellschaftlichen Normen ist, unbeteiligte zu töten. Eine direkte Bewertung ist hier weder nötig noch sinnvoll. Es ist ein Spiel für Erwachsene, die Normen und Werte von der Gesellschaft gelernt haben sollten.
    Es ist nicht die Aufgabe des Herstellers Leute abzufangen, die diese Normen und Werte nicht beigebracht bekommen haben, sondern die der Gesellschaft dies nachzuholen.

  11. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Michael H. 31.10.19 - 13:53

    theSens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin immer wieder enttäuscht, es gibt im Internet, echt, kaum Menschen
    > die nicht ihr Extrem verteidigen. Warum kann hier kaum jemand Gemäßigt
    > sein?
    >
    > Ich finde zum Beispiel, das was im Artikel angedeutet wurde, perfekt.
    > Man sollte einfach an der Charakterentwicklung merken, dass sich das auf
    > den Menschen auswirkt. Das würde mir, ein wesentlich immersiveres Gefühl
    > geben, die PoCo Schreier beruhigen, und tiefere Charakter sind, meiner
    > Meinung nach, nie was schlechtes.

    Tut es dass ingame nicht?
    Steht einer der Protagonisten nicht da und zweifelt an sich selbst, ob es das richtige ist dass er hier tut?
    All dieses töten, erpressung, Kinder mithineinziehen etc..
    Schämt er sich nicht dafür dass sie gerade eine Frau und ein Kind mit einer Waffe bedroht haben um Informationen aus "dem Schlächter" zu erpressen und fühlt sich deswegen schuldig und wie das letzte Stück scheisse?

    Für mich ist das schon in der Charakterentwicklung mehr als deutlich zu sehen.
    Genau so wie der Protagonist am Ende sein Leben opfert, damit all die Mühen nicht umsonst waren und er an die Sache glaubt (die Sache ist das Biowaffenlager zu zerstören, damit keine weiteren Kinder solche Schrecken wie Farah durchmachen müssen).

    Vielleicht kommt die Charakterentwicklung bei einigen nicht so krass rüber, da man zwischen zwei bzw. drei Charakteren wechselt und immer abwechselnd eingegangen wird... im Endeffekt bildet das Game auch nur einen sehr schmalen Zeitabschnitt ab, wodurch es zwar wie im echten Leben eine Entwicklung gibt. Diese aber nicht so krass ist wie langfristige Erlebnisse.

    Vielleicht wäre es noch schön gewesen, im Abspann etwas zu erfahren, wie sich das erlebte auf die Charaktere ausgewirkt hat.. aber einer ist tot und bei der anderen konnte man die Charakterentwicklung Rückwirkend sehen... da ging es nicht darum, wie sie das erlebte verarbeitet... sondern wie sie jetzt ist, weil sie vergangenes erlebt hat... und das wurde auch ziemlich eindrucksvoll vermittelt.

    Kurz gesagt, sie hat als Kind Mutter und Vater verloren durch einen solchen Giftgasangriff. Sowie dass viele Kinder verkauft und versklavt wurden. Sie musste in jungen Jahren mehrere Menschen töten und wurde im Laufe ihrer Jugend bis ins Erwachsenenalter gefoltert und gejagt... und als ergebnis sieht man eine junge Frau als Kopf einer Gruppe die das verhindern wollen, dass es wieder geschieht.

    Charakterliche Tiefe gabs genug meines Erachtens. Das auszublenden ist für mich schon eine Meisterleistung ehrlich gesagt.

    Ich würde daher empfehlen. Selbst spielen und selbst ein Bild von machen.

  12. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: ToyoMr2 31.10.19 - 14:03

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde daher empfehlen. Selbst spielen und selbst ein Bild von machen.

    +1 schön geschrieben! Stimme da vollstens zu.

  13. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: Muhaha 31.10.19 - 15:51

    Aki-San schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Gewalt in den Tagesmedien ist ja normalisiert oder wie? Oder kommt
    > jetzt wieder das "Spiele haben mehr Interaktion"s Argument?

    Kann es sein, dass Du eigentlich auf ein ganz anderes Posting antworten wolltest und Deinen Text versehentlich unter meinen gesetzt hast? Ich kann nämlich keinen Bezug zwischen unseren beiden Texten feststellen :)

  14. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: theSens 01.11.19 - 02:46

    Danke, da ich jetzt nur von dem Artikel ausgehen konnte weiß ich natürlich nicht, wie es im Spiel wirklich aussieht.
    Ich werde es tatsächlich spielen, leider weiß ich noch nicht wann ich die Zeit dazu haben werde. Aber das ist seit langem wieder ein CoD bei dem die Reviews Lust auf mehr machen.

  15. Re: Also bisschen mehr Differenzierung wäre nett.

    Autor: theSens 01.11.19 - 03:04

    Ich gebe zu, meine "Argumentationslinie" war nicht das gelbe vom Ei. Aber sie beharren ja darauf, dass negative Auswirkung die von Spielen ausgehen kann nur Gewalt ist. Und das halte ich, und bin mir sicher das es dafür auch Belege geben wird, für nicht richtig.

    Sehen sie sich doch mal an wie auf den "sozialen" Medien miteinander umgegangen wird. Das ist die Empathielosigkeit, oder Egoismus von der/dem ich spreche. Da braucht es nicht auch noch Medien, die das fördern indem sie Gräueltaten als nötiges Übel darstellen.

    Dazu muss ich noch sagen, ich hatte noch nicht die Gelegenheit das Spiel zu spielen, deswegen geh ich bei dem was ich schreibe von dem aus, was ich gelesen habe. Das habe ich auch mehrmals betont. Sie aber scheinbar ignoriert.
    Und das was geschrieben wurde beschreibt nunmal ein Spiel, in dem die Gewalt unreflektiert einfach dazu gehört. Das finde ich so nicht okay, wenn es wirklich so ist.
    Wie in anderen Antworten von mir bereits beschrieben, würde es mir vollkomen reichen wenn, wie im Artikel auch angedeutet, die Charakterentwicklung und die Dialoge entsprechende Reflektion zu dem Thema wiedergeben.

    In anderen Teilen des Threads, habe ich auch schon gelesen, dass es nicht so schlimm ist wie im Artikel dargestellt. Was Unreflektiertheit anbelangt. Das wäre dann wieder ein Minus für Golem.

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