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Crunsh - na und?

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  1. Crunsh - na und?

    Autor: JayDe 31.03.21 - 12:30

    Was genau haben denn erwachsene Menschen für ein Problem mit "Crunsh". Die Junsg verdienen in aller Regel 6 stellig und jeder der kein Beamter ist kennt am Ende von Projekten - oder einfach zum Feierabend, die Tatsache das Dinge noch nicht fertig sind oder es noch mehr Arbeit gibt.
    Beim Einzelhandels-Schuhladen meiner Frau ist um 8 Feierabend, Stunden fertig. Dann wird aber nich abgerechnet und ein wenig aufgeräumt. Feierabend etwas 30 Minuten später - unbezahlt.
    Juckt keinen und ist auch nicht so tragisch da man an sich recht gut zahlt, aber es ist in irgend einer Weise auch da. Klar, die Kids die sich gerade alleine von der Schule nach Hause schleppen können träumen vom Millionär-sein auf Yt, ohne Arbeit und bloß keine Überstunden. Aber das klappt weder da noch in anderen Jobs, vertraut dem alten Onkel.

    CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute abwischen und weiter machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.21 12:31 durch JayDe.

  2. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Huegelstaedt 31.03.21 - 12:58

    ...am Ende von Projekten... Genau das ist ja das Problem bei vielen Studios. Es ist eben nicht am Ende von Projekten es sei denn man sieht das sehr großzügig. Es gab Berichte von Studios bei denen 1,5 Jahre lang im Crunchmodus gearbeitet wurde und dann nicht "nur" eine halbe Stunde pro Tag länger, sonder 2-3 Stunden und sogar am Wochenende. Und viele Studios planen den Crunch schon ein. Wenn es mal zu Verzögerungen kommt, dann kann man das ja irgendwie nachvollziehen, aber es gab mehrere Berichte von Firmen in dem Sektor, die schon von vornherein geplant haben, das Jahr massiv Überstunden zu fordern.
    Inwiefern das auf CDPR zutrifft kann ich nicht beurteilen, aber die Aussagen des Managements zu diesen Anschuldigungen waren nicht gerade Vertrauenserweckend. Und ich finde auch die Aussage mit dem vergleichweise hohem Gehalt deplaziert. Wenn Leute ihr Privatleben vollkommen vernachlässigen und nur noch für die Arbeit leben, dann ist das einfach unverantwortlich und auch gesundheitlich eine riesen Sauerei.

    Ich zweifel auch an der Wirkung langer Crunch Zeiten. Wenn ich über einen längeren Zeitraum 60 die Woche arbeite, dann passieren mir dumme Fehler und ich bin letztlich nur noch damit beschäftigt die wieder auszubügeln. Fehlervermeidung ist eben einfacher als Fehlerbehebung. Bei sowas hab ich dann auch 0,0 zeit für irgendwelche privaten Tätigkeiten und Beziehungspflege und bin nur noch tod wenn ich von der Arbeit komme. Hab deswegen auch schonmal einen Job gekündigt, weil mir meine Gesundheit und meine Familie was wert sind.

    Aber ja, das ist halt die verweichlichte junge Generation, die keine Ahnung hat was hart arbeiten bedeutet... Sie machen es sich schon sehr einfach so ein Problem mal eben schnell mit Pseudoargumenten zur Seite zu wischen. Es ist mehr als hinreichend belegt was da bei einigen Firmen für eine Arbeitskultur geherrscht hat.

    Edit: Vertraut dem alten Onkel blos nicht!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.21 13:03 durch Huegelstaedt.

  3. Re: Crunsh - na und?

    Autor: DrBernd 31.03.21 - 13:02

    JayDe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau haben denn erwachsene Menschen für ein Problem mit "Crunsh"

    Erstmal ist dein Text fast unmöglich zu lesen, ein paar Absätze und korrekte Schreibweisen würden helfen. Ansonsten gibt es auch noch Leute, die ein Leben neben der Arbeit haben.

    Ich arbeite nicht eine Sekunde unbezahlt, warum auch? Wenn mein Arbeitgeber ständig unbezahlte Überstunden von mir fordern würde, wäre ich längst Weg. Arbeit gibts genug. Keine Ahnung was du arbeitest, aber man kann sehr wohl gut bezahlt und ohne Überstunden auskommen. Insbesondere wenn man jung ist.

  4. Re: Crunsh - na und?

    Autor: dark0ni 31.03.21 - 13:03

    Ich weiß nicht ob du nur trollst oder es ernst meinst.
    Die Entwickler bei CD Red Projekt verdienen gerade soviel dass die davon leben können in Warschau. Der andere Punkt ist das die seit 1.5 Jahren crunchen mit Wochenend arbeit.

    Es ist zudem ein generelles Problem in der Spieleindustrie das crunch vorherrscht und es gibt auch Studios die es auch ohne 70 stunden die woche schaffen zu arbeiten. Diese crunchs ziehen sich meisten mehrere Monate und zerstören existenzen.

    Und was Überstunden mit dem Gehalt zu tun? Überstunden sind nie gut vor allem wenn sie dauer zustand ist. Das kann Leute gesundheitlich kaputt machen und das nicht nur mental auch gesundheitlich. Ich Japan sieht vor allem die extremen Folgen daran, das auch Leute daran sterben weil sie sich überarbeitet haben. Kein Geld oder Traumberuf ist es wert sich kaputt zu arbeiten.

    Bei CD Projekt ist vor allem ein Management Problem das diese eine Deadline gesetzt hat ohne es mit den Entwickler abzustimmen und die im vorhinein nicht zu halten war. Es ist auch nicht so das CD RED Projekt das Geld ausgegangen wäre, stattdessen haben sie sich einen riesen image schaden geholt. Es wurde der Druck der Aktionäre und Community einfach auf die Entwickler abgewälzt.

    Viele Firmen nutzen auch aus das sie sagen das die Überstunden freiwillig sind und dann es Leute gibt die welche machen und man ein schlechtes gewissen bekommt wenn man keine macht. Das sind ganz fiese Psychotricks die da angewendet werden. Es entsteht quasi von alleine Gruppenzwang. Alle machen freiwillig Überstunden nur du bist der Booh man der keine macht...

    Wer bekommt von der Community es meisten immer ab die Entwickler! Die sind diejenigen die sich tote abrackern, hier Herzblut reinstecken, um ein komplexes Spiel auf die Beine zu stellen nur um es am Ende unfertig releasen zu müssen.

    Hier ein quelle für dich:
    bloomberg[dot]com/news/articles/2020-09-29/cyberpunk-2077-publisher-orders-6-day-weeks-ahead-of-game-debut

    Also bitte das nächste mal ein bisschen mehr recherchieren und sich Gedanken machen was da so locker flockig runterschreibt.

  5. Re: Crunsh - na und?

    Autor: digestif 31.03.21 - 13:09

    Trollt der OP?

    Bei mir wird jede einzelne Sekunde abgerechnet und es wird nur gearbeitet, wenn ich eingestempelt bin. Sicher gibt es jeden Tag morgen auch noch was zu tun. Aber halt morgen.
    Überstunden werden auch mal gemacht, dann aber zeitnah wieder abgefeiert.
    Längere Zeiten (2 Wochen+) im Crunchmodus zu arbeiten bedeutet einfach nur, dass scheiße geplant wurde.

  6. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Lemo 31.03.21 - 13:09

    JayDe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die
    > Junsg verdienen in aller Regel 6 stellig

    Ahahahahahahahahahahaa
    Hahahahahahhaha

    Moment meinst du das ernst?

    Hahahahaahhahaa :D

    Genau, 6stellige Gehälter für „normale“ Entwickler und Designer bei nem großen Studio.
    Ich glaub du hast da einiges nicht mitbekommen, was in den letzten 10 Jahren in der Spielebranche so passiert ist.
    Das kriegt oft nicht mal ein Art Director, der Verantwortung trägt.

  7. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 13:18

    JayDe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau haben denn erwachsene Menschen für ein Problem mit "Crunsh". Die
    > Junsg verdienen in aller Regel 6 stellig

    HAHAHAHAHA!!! :-D

    Das glaubst Du *wirklich*, oder? ;-) Die meisten von denen werden weit unterdurchschnittlich bezahlt, denn CDPR bezahlt bekanntermaßen extrem schlecht. Es gab Berichte von Ex-(Vollzeit!)-Mitarbeitern, die nicht mal die Miete von ihrem Gehalt bezahlen konnten.

    Hier z.B. ein Erfahrungsbericht einer Animatorin: https://gamingnewstime.de/ehemalige-witcher-3-entwicklerin-enthuellt-sie-verdiente-nur-365e-im-monat/
    ^Sicher auch nicht gerade ein Job, bei dem man am polnischen Arbeitsmarkt Massen von qualifizierten Bewerbern abgrasen kann. Und nichtsdestotrotz ist die Bezahlung eine absolute Frechheit. Was dann wohl erst leicht austauschbare Kräfte bekommen?

    > und jeder der kein Beamter ist kennt am Ende von Projekten - oder einfach zum Feierabend,
    > die Tatsache das Dinge noch nicht fertig sind oder es noch mehr Arbeit gibt.

    Nö, denn Feierabend heißt Feierabend. Wenn Du Dich unter wert verkaufen willst (und dazu gehört auch, deutlich mehr Zeit für dasselbe Gehalt zu investieren, da auch so der durchschnittliche Stundenlohn sinkt), dann mach das. Ich werde das sicher nicht tun, denn die verlorene Lebenszeit ersetzt mir keiner.

    > Beim Einzelhandels-Schuhladen meiner Frau ist um 8 Feierabend, Stunden
    > fertig. Dann wird aber nich abgerechnet und ein wenig aufgeräumt.
    > Feierabend etwas 30 Minuten später - unbezahlt.
    > Juckt keinen und ist auch nicht so tragisch da man an sich recht gut zahlt,
    > aber es ist in irgend einer Weise auch da.

    Das weiß man aber, wenn man ein Unternehmen gründet. Wenn man Angestellter ist, dann arbeitet man zu den Konditionen, die im Vertrag vereinbart wurden, alles andere ist Lohndumping, und da spiele ich nicht mit.

    > Klar, die Kids die sich gerade
    > alleine von der Schule nach Hause schleppen können träumen vom
    > Millionär-sein auf Yt, ohne Arbeit und bloß keine Überstunden. Aber das
    > klappt weder da noch in anderen Jobs, vertraut dem alten Onkel.

    Höre doch auch mit Deinen Märchengeschichten, reich werden wollen doch wohl eher die, die nichts anderes kennen als arbeiten, arbeiten, arbeiten. Ich sage: Geld ist nicht alles! Ich habe mehr als genug davon, und mehr als 40h die Woche arbeite ich gewiss nicht, das habe ich einfach nicht nötig. Wenn Du das brauchst, dann ist das ganz toll für Dich, aber ärgere Dich bitte nicht, wenn Dir dafür kaum jemand Bewunderung entgegenbringen wird.

    > CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute abwischen
    > und weiter machen.

    Nein, ein Flop ist es eben gerade nicht, weil man schon bei Release die Kosten wieder drin hatte. Über alles andere muss jetzt hier nicht mehr diskutiert werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.21 13:23 durch Sybok.

  8. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Dwalinn 31.03.21 - 13:20

    >CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute abwischen und weiter machen.

    Wurde rund 14 Mio mal bisher verkauft damit ist das nicht gerade ein Flop.

    Wenn 2022 die neuen Konsolen besser verfügbar sind und dazu sogar noch ein multiplayer kommt sollten die verkaufszahlen auch noch ordentlich steigen da bisher hauptsächlich am PC gespielt wurde.

    Die 35mio von Wizcher3 (innerhalb von 5 Jahren) wird man sicherlich wieder erreichen.

  9. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Oktavian 31.03.21 - 13:29

    > Was genau haben denn erwachsene Menschen für ein Problem mit "Crunsh". Die
    > Junsg verdienen in aller Regel 6 stellig

    Ahhh, nein. Nicht als Spieleentwickler und schon gar nicht in Polen. Nicht ansatzweise.

    > und jeder der kein Beamter ist
    > kennt am Ende von Projekten - oder einfach zum Feierabend, die Tatsache das
    > Dinge noch nicht fertig sind oder es noch mehr Arbeit gibt.

    Es gibt in Projekten immer noch mehr Arbeit. Wenn das Backlog nicht gut gefüllt ist, läuft etwas verdammt schief, oder man ist tatsächlich fertig. Aber es ist eine Frage guter Planung, die Arbeit so zu steuern, dass sie in aller Regel in der vereinbarten Zeit zu schaffen ist.

    > Beim Einzelhandels-Schuhladen meiner Frau ist um 8 Feierabend, Stunden
    > fertig. Dann wird aber nich abgerechnet und ein wenig aufgeräumt.
    > Feierabend etwas 30 Minuten später - unbezahlt.

    Siehst Du, deshalb ist Schuhverkäufer ein Sch..ßjob.

    Ich verdiene ziemlich gut. Mein Arbeitgeber und ich haben einen Vertrag geschlossen, darin sind 40 Stunden pro Woche Arbeitszeit vereinbart. Er hält seinen Teil des Vertrags und zahlt mein Gehalt, ich halte meinen Teil und stelle meine Arbeitskraft 40 Stunden in der Woche zur Verfügung.

    Und ja, in Stressphasen auch mal mehr, da bin ich flexibel. Aber das findet dann seinen Ausgleich in Freizeit oder Geld. Auch das haben wir vertraglich vereinbart.

    Warum können sich also Spielestudios so einen Quatsch leisten wie 1,5 Jahre Crunch? Weil die jungen Leute geil drauf sein, an den Spiele zu arbeiten, die sie in der Freizeit selbst gerne spielen. Die rennen denen die Bude ein.

    Und warum arbeiten bei den Studios vor allem junge Leute? Weil sie merken, dass sie bei den Arbeitsbedingungen selbst nicht mehr zum Spielen kommen, und das Gehalt so mies ist, dass man sich die eigenen Spiele kaum leisten kann. Also macht man das paar Jahre und geht dann in die Entwicklung von Business-Anwendungen. Die Bezahlung ist besser, die Arbeitsbedingungen sind besser.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.21 13:36 durch Oktavian.

  10. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Rax 31.03.21 - 13:30

    Bei Crunch geht es nicht um die 2-3 Tage mit Überstunden an Projektende, sondern um mehrere Wochen oder Monate in der jeden Tag massive Überstunden gemacht werden. Im Falle von Cyberpunk hat dieser Crunch für einige Mitarbeiter wohl schon über ein Jahr vor geplantem(!) Release angefangen, Quellen berichten davon, dass Arbeitstage mit 16 Stunden und das Durcharbeiten am Wochenende zur Normalität gehörten. In den letzten Monaten wurde Samstagsarbeit zusätzlich zur Vollzeitwoche für alle Mitarbeiter verpflichtend.

    Ja, CDPR zahlt dafür auch bemerkenswerte Bonuszahlungen. Sie fördern damit aber eine Arbeitskultur, die weder für die Mitarbeiter, noch für das Endergebnis gesund ist.

  11. Re: Crunsh - na und?

    Autor: JTR 31.03.21 - 13:30

    Da die Mitarbeiter pro Projekt angestellt und "Wegwerfware" sind (zumindest in der USA so), kann man sie auch maximal verschleissen während der Zeit wo man sie bezahlt. Das zumindest ist die Mentalität dort. Und zwischendurch wird Einsicht geheuchelt um die Gemüter zu beruhigen. Viele der Angestellten sind sich gewohnt nach dem Projekt die Überstundenzahlung dann vor Gericht zu erkämpfen.

  12. Re: Crunsh - na und?

    Autor: JTR 31.03.21 - 13:40

    16 Stunden und Durcharbeiten? Und solche Leute sollen kreativ sein, sollen fehlerfreien Code schreiben? So jemanden würde ich ins Bett schicken und fern von meinem Code halten, der produziert so übermüdet nur noch Schrott! Oder sind die alle unter Koks, stetig?

  13. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Avarion 31.03.21 - 13:47

    JTR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und
    > fern von meinem Code halten, der produziert so übermüdet nur noch Schrott!

    Sieht man ja auch am Endprodukt. Unterhaltsames Spiel, aber die Bugdichte ist beeindruckend.

  14. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 13:57

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JTR schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und
    > > fern von meinem Code halten, der produziert so übermüdet nur noch
    > Schrott!
    >
    > Sieht man ja auch am Endprodukt. Unterhaltsames Spiel, aber die Bugdichte
    > ist beeindruckend.

    Aber immerhin verdienen sie sechsstellig*!!!!11111einself

    *Zählweise: Drei Stellen vor dem Komma + eine Stelle für das Komma + zwei Stellen nach dem Komma.

  15. Re: Crunsh - na und?

    Autor: nightkids 31.03.21 - 14:09

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute abwischen
    > und weiter machen.
    >
    > Wurde rund 14 Mio mal bisher verkauft damit ist das nicht gerade ein Flop.
    >
    > Wenn 2022 die neuen Konsolen besser verfügbar sind und dazu sogar noch ein
    > multiplayer kommt sollten die verkaufszahlen auch noch ordentlich steigen
    > da bisher hauptsächlich am PC gespielt wurde.
    >
    > Die 35mio von Wizcher3 (innerhalb von 5 Jahren) wird man sicherlich wieder
    > erreichen.

    wurde 14 mio mal vorbestellt müsste es heißen....

  16. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Michael H. 31.03.21 - 14:13

    Uff... das ist falsch... auf so vielen Ebenen. Und dabei mein ich noch nicht mal die Art wie du schreibst.
    Überstunden sind nicht das Problem.
    Überstunden kommen vor, kennen viele. Aber in der Regel sind diese auch voll bezahlt. Jeder Mensch hat genau zwei Dinge, die er nie wieder zurückbekommt.
    Das eine ist Zeit, das andere die Gesundheit.

    Wenn es dein Ziel ist 45 Jahre 12h am Tag zu arbeiten, kein Privatleben oder soziales Umfeld zu haben, weil du dein ganzes Leben deinem Job opfern durftest, am besten noch unbezahlt und am Ende körperlich kaputt... tu das.

    Meins ist es nicht.
    Und wie gesagt. Es geht nicht um Überstunden. Es geht darum, dass diese schon fix eingeplant werden.
    Nach dem Motto "Hey Leute, ich will nicht zu viel Geld ausgeben, dass wir alle in den regulären Arbeitszeiten arbeiten können. Sondern ihr müsst 1,5 Jahre für 3-4h pro Tag mehr arbeiten. Also ein Drittel. Damit spare ich mir bei 200 Angestellten zwar 100 weitere Arbeitskräfte... aber ihr macht das doch gern oder? Ich mein ihr seid jung. Was stellt ihr euch so an"

    Ich hab den Fall, dass ich hier einfach zu nett bin und etwas feststecke.
    Ich arbeite hier seit nun 7 Jahren. Die letzten 3 Jahre davon beinahe auch im Crunch-Zustand.
    Wir haben zu wenig Personal, ich will aber auch die anderen Kollegen nicht einfach komplett absaufen lassen. Der Kollege ist schon ein halbes Jahr wegen Burnout ausgefallen.
    Der einzige Grund warum ich aktuell bleib ist tatsächlich Corona und die Tatsache, dass ich zumindest weiss, was mich jeden Tag erwartet. Heisst ich hab zumindest eine gewisse Planungssicherheit und weiss auch, dass ich aktuell unerlässlich für das Unternehmen bin, da ohne mich viele Kompetenzen einfach wegfallen.

    Wie schauts in einem neuen Unternehmen aus? Ist es vielleicht das selbe nur in einem anderen Gewand? Vielleicht ist es auch viel schlimmer? Dann ist da aber Corona dass es aktuell eh etwas schwerer macht.

    Kaum dass wir hier eine weitere Stelle besetzt hatten, geht diese Person wieder. Entweder hat sie nicht zu uns gepasst und hat mehr Arbeit verursacht als erledigt, sie sagt gleich "ihr seid doch wahnsinnig, den scheiss mach ich nicht mit" oder findet einfach was besseres.
    Schon eine Person mehr die eingearbeitet ist, könnte uns von 1-3 Überstunden pro Tag auf vielleicht ne halbe bis gar keine mehr runter bringen. Zwei wären optimal. Aber bis die eingearbeitet sind und wirklich autark arbeiten können, brauchst du gut 1-2 Jahre, bis sie bei allen Kunden die speziellen Gegebenheiten kennen. "Warum wurde das so gelöst und nicht so" oder "ok bei dem Kunden ist das historisch so gewachsen, deswegen ist das jetzt so dort" usw.

    Ich bin auch erst 32. Ich war Gebirgsjäger beim Bund und kenne Stress. Ich kenne nicht nur körperlichen, sondern auch psychischen Stress. Aber im Vergleich ist das alles Kindergeburtstag, wenn du über längere Zeit permanent am Limit bist.
    Wenn du im Auslandseinsatz mal in ein Feuergefecht gerätst oder beschossen wirst... ist das ne psychische Belastung. Was aber PTBS z.B. vorwiegend auslöst, ist die permanente Belastung. Die Psyche kann sowas auf dauer nicht verarbeiten und auch der Körper wird auf dauer krank. Im schlimmsten Fall sogar permanent.

    Im Job ist es das selbe. Wenn du jeden Tag unter Strom stehst, schon in der früh nicht weisst, wie du all das heute schaffen sollst. Aber dann 9h konzentriert arbeiten musst, weil du sonst Fehler machst und Fehler sorgen für Ärger. Egal ob vom Kunden, vom Chef oder den Kollegen... das ist weitere Belastung. Du kommst nicht mehr zur Ruhe.
    Dein Geist wird auf dauer geschädigt.
    Du wirst grundlegend aggressiver und anfälliger die geistige Stabilität und Ruhe zu bewahren.
    Du bist anfälliger für Leiden die dir sonst nichts ausmachen wie Rückenschmerzen, Verspannungen, Sodbrennen, Magenschmerzen.
    Du schläfst schlecht und bist unausgeruht. Wenn du tatsächlich mal Wochenende hast, kannst du 20-30h durchschlafen und bist danach immer noch total platt.
    Du bist wenn du ruhe hast so unmotiviert, du willst nicht mal aufstehen um was zu essen. Gleichzeitig nimmst du aber ungewollt zu.
    Du bist einfach krank.

    Zusätzlich leidet das private Umfeld, weil du alle Aktivitäten mit Leuten absagen musst, weil du zu spät aus der Arbeit rauskommst. Am Wochenende hast du wieder depressive Schübe und bist unmotiviert. Irgendwann wirst du nicht mehr von deinen Freunden gefragt, weil du eh nie kannst. usw. usw. usw.

    Dafür... Verdienste ja nicht schlecht wa?

    Geld bringt dir auch nichts mehr wenn du tot bist.

    Und Bluthochdruck, zu wenig Sport, zu viel Körperfett, ständiger Stress, Arterienverkalkung und zu wenig bzw. ungesunden Schlaf führen letztendlich zu einem wesentlich kürzeren Leben.

    Ich glaube, jemand der mit Herzblut dabei ist... und ich glaube, dass da viele bei CDPR sind, die die Spiele lieben und leben... hat kein Problem damit, auch mal zu sagen "ok, lasst uns reinhustlen damit das Game richtig geil wird".

    Aber schon damit zu rechnen, dass man für einen längeren Zeitraum reinknechten muss.. ist schon moderne Sklaverei und weder Gesund noch sinnvoll.

    Klar träumen die meisten davon ohne viel Mühe reich zu werden.
    Aber weisst du welche Leute in der Regel nie reich werden. Diejenigen die sich abbuckeln.
    Denn entweder kannste die wegwerfen bevor sie ihr Ziel erreicht haben oder sie werden ausgenutzt, dass sie es nie erreichen.

    Wenn du mit deinem Post sagen willst, nur harte Arbeit lohnt sich... möcht ich dich sehen, wie du das ner Mutter mit drei Kindern sagst, wenn die drei Jobs hat und in ner 32qm Butze mit den Kids wohnt.

    Mit harter Arbeit wird niemand reich. Auch wenn das die reichen immer sagen, weil sie mit nem Startkapital begonnen haben, wo andere 45 Jahre lang jeden Monat 2/3tel Ihres Lohns zur Seite legen können und nicht mal ein Drittel davon angesammelt haben und dort dann 3 Jahre reinknechten.

    Diejenigen die reich wurden, ohne dass sie vorher etwas hatten, haben das nicht erreicht, weil sie sich bis auf die Magengeschwüre haben ausnutzen lassen. Die wurden reich, weil sie konsequent ihrem Ziel nachgegangen sind und Ideen hatten. Ich sehe keine "Idee" darin,jeden Tag in einem Unternehmen, in dem ich angestellt wurde, bis zum Untergang meines Soziallebens zu schuften.

    Und ja, die Kinder werden merken, dass zum YT Star auch ne Menge arbeit gehört. Aber weisst du was der Unterschied ist... da arbeitet man für sich und nicht für andere. In ner Firma arbeitest du dich für die Firma kaputt. Nicht für dein Glück.

    Kleiner, aber gewaltiger Unterschied.

    Und an sich sind Überstunden auch nicht notwendig.
    Wenn das Unternehmen sich richtig konzipiert, braucht es keine Überstunden. Dann kann es natürlich mal vorkommen, dass man wegen XY länger bleiben muss, weil nicht anders möglich. Dann kann aber diese Person auch in den folgenden Tagen einfach mal später kommen oder früher gehen, da sie Ihren soll erfüllt hat.

    In einer gesunden Firma sagt der Chef dann auch mal "du tut mir leid dass du jetzt länger mit mir hierbleiben musst, ist einfach scheisse gelaufen... komm dafür morgen einfach etwas später oder geh früher und danke für deinen Einsatz." und nicht "jetzt stell dich nicht so an. Ist normal. War uns doch von vornherein klar dass wir diesen Monat 150 Überstunden schreiben müssen da wir zu wenig Personal haben".

    Kannst du alles gern machen. Ich schau aber, dass ich möglichst früh weniger arbeiten muss.
    Auf unseren Breitengraden glaube ich, dass mal abgesehen von raubenden und mordenden Leuten abgesehen, hatten die Leute im Mittelalter hier weniger Stress mit der Arbeit. Die Arbeit war dafür da, damit man sich selbst das Überleben sichert. Nicht mehr, nicht weniger. Früher hiess das Felder bestellen, Tiere versorgen, Hütte in Schuss halten.
    Da ging es nur darum, dass man nicht verhungert oder erfriert.
    Da hat der Mensch... oh siehe da welch Wunder... nur für sein eigenes Glück gearbeitet. Heisst wenn ich mein Leben sowie einen Gewissen Luxus finanziell tragen kann. Warum sollte ich dann die einzigen Dinge opfern, die ich mir nicht zurückkaufen kann.
    Ich werde weder jünger noch gesünder im Alter.

  17. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 14:20

    nightkids schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute
    > abwischen
    > > und weiter machen.
    > >
    > > Wurde rund 14 Mio mal bisher verkauft damit ist das nicht gerade ein
    > Flop.
    > >
    > > Wenn 2022 die neuen Konsolen besser verfügbar sind und dazu sogar noch
    > ein
    > > multiplayer kommt sollten die verkaufszahlen auch noch ordentlich
    > steigen
    > > da bisher hauptsächlich am PC gespielt wurde.
    > >
    > > Die 35mio von Wizcher3 (innerhalb von 5 Jahren) wird man sicherlich
    > wieder
    > > erreichen.
    >
    > wurde 14 mio mal vorbestellt müsste es heißen....

    Das spielt keine große Rolle, denn es ist bereits bekannt, dass es keine allzu erhebliche Rückgabequote gab.

  18. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Potrimpo 31.03.21 - 14:22

    16 Stunden sind aber eine arg laxe Arbeitsintensität. Da sind hoffentlich Kaffee- und Toilettenpausen abgezogen.

    Irritierend ist, dass Du dann aber schreibst "Wochenende durcharbeiten" und "Samstag verpflichtend". Ist dann "Wochenende", sprich Sonntag, rein freiwillig?

    Wochenende müssten dann aber auch, wenn vernünftig durchgearbeitet wird, 48 h sein, richtigerweise natürlich 96 h. Schließlich hat der Tag 24 Stunden und dann kommt noch die Nacht dazu. Ansonsten wäre das schon alleine eine unzureichende Arbeitsauffassung.

  19. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Dino13 31.03.21 - 14:39

    JayDe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau haben denn erwachsene Menschen für ein Problem mit "Crunsh". Die
    > Junsg verdienen in aller Regel 6 stellig und jeder der kein Beamter ist
    > kennt am Ende von Projekten - oder einfach zum Feierabend, die Tatsache das
    > Dinge noch nicht fertig sind oder es noch mehr Arbeit gibt.
    > Beim Einzelhandels-Schuhladen meiner Frau ist um 8 Feierabend, Stunden
    > fertig. Dann wird aber nich abgerechnet und ein wenig aufgeräumt.
    > Feierabend etwas 30 Minuten später - unbezahlt.
    > Juckt keinen und ist auch nicht so tragisch da man an sich recht gut zahlt,
    > aber es ist in irgend einer Weise auch da. Klar, die Kids die sich gerade
    > alleine von der Schule nach Hause schleppen können träumen vom
    > Millionär-sein auf Yt, ohne Arbeit und bloß keine Überstunden. Aber das
    > klappt weder da noch in anderen Jobs, vertraut dem alten Onkel.
    >
    > CP2077 ist ein Flop, auch wenn es Spaß macht. Aufstehen, Schnute abwischen
    > und weiter machen.

    Was ist dieses Crunsh? Kann man das auch essen?
    Wenn deine Frau 30min unbezahlt arbeitet ist das aber ganz eindeutig ihre Schuld, selbst als Student habe ich so etwas nicht gemacht und da ist man schon zum Teil der Trottel vom Dienst.

  20. Re: Crunsh - na und?

    Autor: Pepega259 31.03.21 - 14:51

    Ausbeutung - na und? Solange man es selbst nicht ist, ist doch alles Okay.

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