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  5. › Community: Adam Orth und der Kampf gegen…

Was noch erschreckender ist

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  1. Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 11:33

    Noch erschreckender ist, dass er in seinem Selbstmitleid die Harsche Reaktion der Community nicht in einer einzigen Silbe mit den tatsächlichen Inhalten seiner Aussage in Verbindung bringt, dass er sich also nicht die Frage stellt, was bedeutet meine Annahme denn für den Menschen da draußen, dass es ihn so wütend macht?

    Statt dessen versucht er sein Leid rein aus der technisch bedingten Immunität der Internetkommunikation heraus zu erklären. Dabei interessiert es die Nutzer mitnichten ihm persönliches Leid zuzufügen(Ok, bis auf ein paar Idioten), sie empören sich ja einfach nur über den um sich greifenden Überwachungswahn. Und genau den Punkt hat der Typ aus seiner Betrachtung verbannt, er ignoriert jegliche Eigenverantwortung für seine Worte und gibt die Schuld zu 100% dem System, nicht dazu gelernt. Und was kommt als nächstes? Will er als Gegenmaßname gegen die von ihm so bezifferte "Toxicity" die Immunität in Foren aufheben? Das klingt ganz verdächtig nach "Jetzt erst recht!", und das finde ich noch viel erschreckender.

    Wenn er die Kommunikation in Foren verbessern will, schön und gut, aber zu aller erst soll er sich doch mal den Anschuldigungen stellen, seitens des zunehmenden Überwachungsdrangs der Spielehersteller. Bis er sich darüber mit den wirklich besorgten Nutzern auseinandergesetzt hat, kann ich seine Initiative in keinster Weise ernst nehmen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.13 11:36 durch Ach.

  2. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: wmayer 07.11.13 - 11:35

    Du hast offensichtlich die ganze Rede gehört um das beurteilen zu können - oder doch nur die paar Sätze, welche Golem hier zitiert?

  3. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 11:54

    Du hast offensichtlich die ganze Rede gehört um beurteilen zu können, ob die paar Sätze, welche Golem hier zitiert, die Situation richtig widerspiegeln oder eben nicht? Du hast Informationen darüber, wie sich Adam Orth im Nachhinein der eigentlichen Kritik der Community stellte?

    Nur her damit!

  4. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: neocron 07.11.13 - 11:57

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch erschreckender ist, dass er in seinem Selbstmitleid die Harsche
    > Reaktion der Community nicht in einer einzigen Silbe mit den tatsächlichen
    > Inhalten seiner Aussage in Verbindung bringt, dass er sich also nicht die
    > Frage stellt, was bedeutet meine Annahme denn für den Menschen da draußen,
    > dass es ihn so wütend macht?
    richtig, eine Aussage wie "always on ist zeitgemaess" werden sicherlich leute als beleidigend auffassen ...!?!?!?

  5. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: wmayer 07.11.13 - 12:02

    Zumindest deutlich mehr Zitate:
    http://www.polygon.com/2013/11/6/5075106/adam-orth-xbox-one-gdc-next

  6. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 12:02

    Beleidigend? Woher? Aber ganz sicher als bedrohlich.

  7. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: neocron 07.11.13 - 12:10

    es ist eine Spielekonsole ... "bedrohlich" halte ich fuer kindisch uebertrieben ...
    gibt uebrigens ein Ausweg -> einfach nicht kaufen ... scheint aber bei vielen nicht angekommen zu sein, diese Option! Wen wundert es da, dass sich die Unternehmen derartige Strategien ausdenken ... sie kommen ja auch durch damit!?

  8. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: PhilSt 07.11.13 - 12:11

    Der Mann hat die Aussage getätigt, dass seiner Meinung nach Always On zeitgemäß ist und weiter seine Meinung über Leute mit schlechter Internetanbindung kund getan. Um der üblichen Argumentation der Internet-Meute zu entsprechen: Er hat seine Meinung gesagt, und das öffentlich.

    Dafür wurde sein ganzes Leben umgekrempelt, soweit dass er nicht nur den Job wechseln sondern sogar mit der ganzen Familie umziehen musste. Ich erinnere mich auch noch gut an das unglaubliche Getue bis zu Mordaufrufen seinerzeit in den Foren. Der Mann wurde vom übelsten virtuell gestalkt, weil er seine Meinung vertreten hat, die nicht der Meinung der Mehrheit der User entsprach. Ob er mit dieser Meinung recht hatte ist völlig zweitrangig. Er wurde für seine Meinungsäusserung vom virtuellen Mob gestalked - weil er eine andere Meinung zur Zukunft für Videospiele hatte als die Masse. Wow.

    Hauptsache, man selbst kann seine kleine, unbedeutende Meinung kundtun wo und wann immer man will, aber wenn es jemand anders tut und es ist die falsche Meinung kriegt er den Volkszorn zu spüren. Großartig, da hat jemand das Prinzip echt begriffen. Mir graut vor der Zeit, wenn das Internet-Stalker- und Shitstorm-Volk (so es den jemals einen Schulabschluß schafft) in irgendeiner Form tatsächlich Macht bekommt.

  9. ++

    Autor: neocron 07.11.13 - 12:12

    sehr richtig ++

  10. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 12:50

    Das Problem ist ja nicht dass irgendjemand eine Meinung im Netz abgelassen hätte, das Problem ist, dass jemand in verantwortlicher Position eine kritische Position frei hinaus posaunt, und auch nicht irgendwie kritisch, "Always On" verbinden nicht Wenige mit der endgültigen Realwerdung des Big Brother Staates, das ragt schon weit in den politischen Bereich rein und wenn man sich die Idee mal aus der juristischen Perspektive anschaut, dann kollidiert sie auch mit den Grundgesetzen fast aller Demokratien.

    Zweitens stand dieser Mensch nicht für einen reinen Spielehersteller/Vertreiber, er stand für die Meinung von Microsoft, deren Produkte die Grundlage von über 90% aller Desktopcomputer darstellt, womit sich plötzlich eine ganz andere Dimension einer Nutzergemeinschaft betroffen fühlt.

    Jetzt kann man über Meinungsfreiheit streiten, aber wenn zum Beispiel ein Politiker eine diskriminierende Ansicht vertritt gegenüber einer bestimmten Gesellschaftsgruppe, sich Gegenmaßnahmen wünscht zu denen er im Nachhinein auch noch steht, dann ist das doch auch seine "freie Meinung" oder etwa nicht? Und wenn jemand die Demokratie zum Teufel wünscht, dann ist das doch auch seine "persönliche freie Sicht der Dinge"? Trotzdem kann so ein Politiker dann ohne Umschweife seinen Hut nehmen, und das ist doch gut so, nicht wahr?

    Der Mensch hat zwar im nachhinein richtig resümiert, dass er diese Aussage lieber bei einem Bier unter Kollegen getätigt hätte, aber ich bezweifle immer noch, dass er begriffen hat, welchen Affront seine Idee gegenüber den demokratischen Grundprinzipien bedeutet bzw. welche verantwortliche Position er in seiner derzeitigen Position für externe Beobachter inne hatte.

  11. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Eheran 07.11.13 - 13:02

    Angenommen:
    Ein Chef einer der großer Lebensmittelhersteller (gibt nur 2!) posaunt weltweit, dass es seine Produkte nurnoch dort gibt, wo es Internet gibt, damit man es mit speziellen Programmen einkaufen kann (z.B. RFID auf den Produkten, dann mit Handy und eingeschaltetem GPS einkaufen). Das wäre ja zeitgemäß und wenn du kein gutes UMTS Netz hast, bist du halt ein Hinterwäldler.

    Was denkst du... wie würden die Menschen reagieren?
    "Ach, ist ja nur irgendso eine Meinung von irgendwem"
    Oder "Einer der Hauptverantwortlichen(!) hat eine Meinung, die entgegen der Realität ist und dreht offensichtlig völlig durch"?

    Kommt dann auch nie eine Entschuldigung o.ä.
    Und was meinst du weiter: Würde der andere Lebensmittelhersteller den Typ ne Woche später gerne einstellen... oder lieber doch nicht...?

  12. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: neocron 07.11.13 - 13:35

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist ja nicht dass irgendjemand eine Meinung im Netz abgelassen
    > hätte, das Problem ist, dass jemand in verantwortlicher Position eine
    > kritische Position frei hinaus posaunt, und auch nicht irgendwie kritisch,
    > "Always On" verbinden nicht Wenige mit der endgültigen Realwerdung des Big
    > Brother Staates, das ragt schon weit in den politischen Bereich rein und
    > wenn man sich die Idee mal aus der juristischen Perspektive anschaut, dann
    > kollidiert sie auch mit den Grundgesetzen fast aller Demokratien.
    da ragt ueberhaupt nichts hinein ... es sind wilde Spekulationen und Assoziationen ...
    und es steht jedem Frei dafuer skurrile Argument fuer und wider zu finden ... das hat aber nichts damit zu tun, sein privatleben auseinander zu nehmen und einen Internetrachefeldzug zu starten ...
    hier handelt es sich um die gleiche Art Fanatismus, die bei Religion und anderen Ideologien immer schlechtgeredet wird ...

    > Zweitens stand dieser Mensch nicht für einen reinen
    > Spielehersteller/Vertreiber, er stand für die Meinung von Microsoft, deren
    > Produkte die Grundlage von über 90% aller Desktopcomputer darstellt, womit
    > sich plötzlich eine ganz andere Dimension einer Nutzergemeinschaft
    > betroffen fühlt.
    dann sollen sie es nicht kaufen ... wie gesagt, die option Faellt dem undisziplinierten Mob irgendwie nicht ein ...

    >
    > Jetzt kann man über Meinungsfreiheit streiten, aber wenn zum Beispiel ein
    > Politiker eine diskriminierende Ansicht vertritt gegenüber einer bestimmten
    > Gesellschaftsgruppe, sich Gegenmaßnahmen wünscht zu denen er im Nachhinein
    > auch noch steht, dann ist das doch auch seine "freie Meinung" oder etwa
    > nicht? Und wenn jemand die Demokratie zum Teufel wünscht, dann ist das doch
    > auch seine "persönliche freie Sicht der Dinge"? Trotzdem kann so ein
    > Politiker dann ohne Umschweife seinen Hut nehmen, und das ist doch gut so,
    > nicht wahr?
    ob das gut ist, darueber kann man streiten ...
    was man jedoch nicht kann, ist ihn selbst lynchen dafuer, und das war hier der Fall ...

    > Der Mensch hat zwar im nachhinein richtig resümiert, dass er diese Aussage
    > lieber bei einem Bier unter Kollegen getätigt hätte, aber ich bezweifle
    > immer noch, dass er begriffen hat, welchen Affront seine Idee gegenüber den
    > demokratischen Grundprinzipien bedeutet bzw. welche verantwortliche
    > Position er in seiner derzeitigen Position für externe Beobachter inne
    > hatte.
    Seine Idee hat mit Demokratie ersteinmal ueberhaupt nichts zu tun ... wenn naemlich die Mehrheit fuer diese Idee waere, waere sie quasi mehrheitlich angenommen und dementsprechend Demokratisch ...

    nicht jeder unsinnige Bezug zur Demokratie ergibt auch Sinn ...
    Demokratie selbst als oberstes Ziel ist ja nichteinmal ohne fragwuerdigkeit zu betrachten ...
    Demokratie ist NICHT das ultimative Ziel, die absolute Wahrheit und unumstoesslich. Sondern es ist EINE Alternative ... die den meisten gefaellt, mehr aber auch nicht!

  13. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 13:39

    In der Tat, da fehlt doch so manches im Golem Bericht, um sich ein hinreichend vollständiges Bild der Situation zu machen. Also erst mal ty für den Link. Nachdem durchlesen der Lektüre muss ich korrigierender Weise feststellen, dass er sich durchaus darüber klar geworden ist, dass er mit seiner Aussage Sturm gegen die persönliche Meinung viele Konsumenten gelaufen ist, ihnen sogar Angst eingejagt hat und er das besser sein gelassen hätte. Was er aber nicht begriffen hat, ist die politische Brisanz, die seiner Aussage inne liegt zu der er ja nach wie vor steht, sprich: solange er "Allways on" als eine Lebensselbstverständlichkeit begreift und im selben Moment eine ausschlaggebende berufliche oder politische Position besetzt, solange ist ihm ein Platz im Rampenlicht garantiert.

    Was Verachtungsautomatismen im Netz angeht, da hat er recht, das Netz ist, überspitzt gesehen, nicht unähnlich einem riesenhaften ungebremsten Lynchmob. Es gibt viel Ungerechtigkeit. Andererseits gibt es aber auch keinerlei juristische Handhabe für aggressive und meinungsbildende Postings beruflich Verantwortlicher.

  14. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 14:06

    Nur deshalb weil du sagst, "Allways On" sei in keiner Weise ein Angriff auf demokratische Grundgesetze, ist "Allways On" kein Angriff auf demokratische Grundgesetze. Du kannst doch nicht mal im Traum die technischen Möglichkeiten widerlegen, die sich einem Anbieter einer Konsole der Klasse einer XBOX I seitens des Ausspähens des Privatlebens eines Käufers bieten.

    Und dieses Argument, dass ja keiner einen Kunden zum Kauf zwingen könnte, nach dieser Deviese kann man auch alle Trickspiele nicht nur legalisieren, sondern die Spieler noch dazu ermutigen öffentliche Webung für ihre Betrügereien zu fahren. Keiner zwingt die Menschen ja auf die Trickspielerangebote einzugehen und vielleicht haben sie ja auch Spass dabei. Dieses Argument ist so naiv, das ist doch das erste das in einer juristischen Debatte abgesägt würde.

    Das jemand betrogen oder ausgespäht wird, kann nicht davon abhängen ob er in die Falle läuft oder nicht, und ob sich ein Anbieter eine von ihm implementierte technische Möglichkeit zu Nutze macht um Menschen auszuspähen und viel Geld damit zu verdienen, kann nicht davon abhängen ob man den Versprechen eines Anbieters glauben schenken kann oder nicht, während die Möglichkeiten des Nutzereingriffs in die Sensorfunktionen und der Kontrolle über deren Tätigkeiten durch diesen Anbieter voll beabsichtigt und künstlich verkrüppelt wurden.

    Und egal welches Vertrauen man selber gegenüber diesem Anbieter pflegt, so muss man Anerkennen, dass die Kritiker hier einen Punkt haben, der ihnen eben berechtigter Weise Sorgen bereitet. Mit deiner einseitigen Mauereinstellung kannst und wirst du daran auch nicht ändern. Ganz im Gegenteil wirst du die Angst und die Auflehnungshaltung der Betreffenden nur weiter schüren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.13 14:13 durch Ach.

  15. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: wmayer 07.11.13 - 14:18

    Ich habe keinerlei ein Problem damit, dass man mit seiner Meinung ein Problem hat. Allerdings wurde wohl über das Ziel des Kritisierens weit hinaus geschossen.

    Die Brisanz ist aber doch keinesfalls geringer geworden. Die XBox kann weiterhin an das Internet angeschlossen werden und hat eine Kinect mitgeliefert. Wenn man nun von der allumfassenden Überwachung ausgeht - also inkl. Zugriff auf die Geräte - hat sich im Grunde wenig geändert. Nur können auch Leute ohne Internet das Gerät nutzen.
    Allerdings gilt dies auch für Smartphones und neuere Smart TVs, die mittlerweile auch gern über Kamera und Mikrofon zwecks Sprach-/Gestensteuerung und Videotelefonie verfügen.

  16. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: neocron 07.11.13 - 14:31

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur deshalb weil du sagst, "Allways On" sei in keiner Weise ein Angriff auf
    > demokratische Grundgesetze, ist "Allways On" kein Angriff auf demokratische
    > Grundgesetze. Du kannst doch nicht mal im Traum die technischen
    > Möglichkeiten widerlegen, die sich einem Anbieter einer Konsole der Klasse
    > einer XBOX I seitens des Ausspähens des Privatlebens eines Käufers bieten.
    unschuldig, bis die Schuld bewiesen! und nicht andersherum!
    auch so ein Grundsatz, oder nicht?
    Nur weil es technisch moeglich ist dies auszunutzen, ist es doch erstmal nicht das Problem?
    Messer koennen auch genutzt werden um leute zu toeten, wir haben sie immer noch. Im strassenverkehr sterben jaehrlich 1,2 Mio Menschen, denoch verzichten wir nicht auf moderne Mobilitaet!
    Ein Risiko/Potential ist durchaus zu diskutieren, hat aber weder direkt etwas mit dem Angriff auf die Demokratie zu tun, noch ist es ausschliesslich aufgrund eines Risikos abzulehnen!
    Das wovon du sprichst, bezieht sich ueberigens auf die Risiken bezueglich der Privatsphaere, und nicht auf die Demokratie ... was hat der XBOX Online-Zwang bitte mit Demokratie zu tun? Hangst du angst um dein Wahlgeheimnis oder was?


    > Und dieses Argument, dass ja keiner einen Kunden zum Kauf zwingen könnte,
    > nach dieser Deviese kann man auch alle Trickspiele nicht nur legalisieren,
    > sondern die Spieler noch dazu ermutigen öffentliche Webung für ihre
    > Betrügereien zu fahren. Keiner zwingt die Menschen ja auf die
    > Trickspielerangebote einzugehen und vielleicht haben sie ja auch Spass
    > dabei. Dieses Argument ist so naiv, das ist doch das erste das in einer
    > juristischen Debatte abgesägt würde.
    Wir reden hier nicht von einer Notwendigkeit, sondern von einer Unterhaltungsplatform ... wer sich dort nicht disziplinieren kann, und einfach NEIN sagen kann, wenn ihm ein Merkmal nicht passt, hat es selbst verbockt, da muss man nicht erst einen Entscheider lynchen ...

    > Das jemand betrogen oder ausgespäht wird, kann nicht davon abhängen ob er
    > in die Falle läuft oder nicht, und ob sich ein Anbieter eine von ihm
    > implementierte technische Möglichkeit zu Nutze macht um Menschen
    > auszuspähen und viel Geld damit zu verdienen, kann nicht davon abhängen ob
    > man den Versprechen eines Anbieters glauben schenken kann oder nicht,
    > während die Möglichkeiten des Nutzereingriffs in die Sensorfunktionen und
    > der Kontrolle über deren Tätigkeiten durch diesen Anbieter voll
    > beabsichtigt und künstlich verkrüppelt wurden.
    das ist solch ein Quatsch. Hier wird das Potential verurteilt, welches das Always-On birgt ... dass dein telefon staendig am Netz haengt, interessiert dich nicht, oder? Dein handy, auch nicht, dein PC birgt genau das gleiche Problem, und es wird ignoriert, aber bei der XBOX ist es ploetzlich ein Eingriff in die Privatsphaere? Das ist so absurd, dass ich es kaum beschreiben kann!
    Das Potential der Technologie liegt in der Technologie selbst und nicht in einem "always-on" system ...

    > Und egal welches Vertrauen man selber gegenüber diesem Anbieter pflegt, so
    > muss man Anerkennen, dass die Kritiker hier einen Punkt haben, der ihnen
    > eben berechtigter Weise Sorgen bereitet.
    nein, was ich anerkennen kann, ist dass diese Kritiker Heuchler sind, die genau das gleiche Potential vermutlich in zig anderen Bereichen voellig ignorieren!
    Wenn auch nur einer dieser leute ein Smartphone besitzt, eine Emailadresse, gar einen Cloud Speicher oder gar eine EC-Karte, kann ich ihn nicht mehr ernst nehmen, denn diese Produkte und Technologien birgen exakt die gleichen Risiken ...

    > Mit deiner einseitigen
    > Mauereinstellung kannst und wirst du daran auch nicht ändern. Ganz im
    > Gegenteil wirst du die Angst und die Auflehnungshaltung der Betreffenden
    > nur weiter schüren.
    meine Einstellung ist wenigstens konsistent ... und nicht willkuerlich emotional oder gaenzlich zufaellig begruendet ...

  17. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 14:52

    Über das Ziel hinausgeschossen, in vieler Hinsicht ja, wobei man zumindest in seinem Fall entwarnen kann, da er sich allem Anschein nach gut gefangen hat, bzw, sogar daran gewachsen ist. Es scheint allerdings auch so, dass die Debatte mit Orth´s Aussage einen Klimax erreicht hätte. Langsam aber sicher scheint sich die Schmerzgrenze der Nutzer immer stärker bemerkbar zu machen.

    In Bezug auf die schon bestehenden Anwendungen: wenn sich die Nutzerverfolgung und damit -überwachung schleichend und in kleinen Schritten von vielen verschiedenen Gerätegruppen in den Alltag drängt, dann ist es doch naheliegend sich an den mächtigsten Anbieter aller zu wenden, gerade wenn dieser in besonders unverblümter Weise seinen Finger in die Wunde legt. Vor allem aber ist(weniger Adam Orth selber sondern)MS(,für die man ihn eigentlich doch als Stellvertreter begreift) das wohl beste Gegenüber für diese Debatte, weil man sich von deren Ausgang auf Grund der Reichweite der Firma auch das stärkste Zeichen für alle anderen Marktteilnehmer erwartet.

  18. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: beaver 07.11.13 - 14:59

    Das was eine diskriminierende und abwertende Meinung, die er dort kundgetan hat. Ich geh auch nicht auf ein Grünen-Forum und sage, dass alle Grünen Körnerfressende Hinterwäldler sind.
    Obwohl, was ähnliches habe ich mal als 16 Jähriger gemacht indem ich BMW Fahrer ähnlich pauschal abgewertet habe. Aber ich habe offensichtlich daraus besser gelernt als er, da ich den Fehler bei mir gesucht und gefunden habe.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.13 15:00 durch beaver.

  19. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: neocron 07.11.13 - 15:22

    beaver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das was eine diskriminierende und abwertende Meinung, die er dort kundgetan
    > hat. Ich geh auch nicht auf ein Grünen-Forum und sage, dass alle Grünen
    > Körnerfressende Hinterwäldler sind.
    > Obwohl, was ähnliches habe ich mal als 16 Jähriger gemacht indem ich BMW
    > Fahrer ähnlich pauschal abgewertet habe. Aber ich habe offensichtlich
    > daraus besser gelernt als er, da ich den Fehler bei mir gesucht und
    > gefunden habe.
    aha, und damals haettest du es auch akzeptiert, wenn dich deine BMW Sprueche ins Krankenhaus gebracht haetten?
    es ist voellig egal, ob seine Meinung vertretbar ist oder nicht ... die Antwort war schaebig und mMn nicht vertretbar! Auge um Auge ist jetzt ok, oder wie?

  20. Re: Was noch erschreckender ist

    Autor: Ach 07.11.13 - 15:43

    Messer und Straßenverkehr sind beste Beispiele, oder warum glaubst du, sind Speisemesser stumpf, Dolche in der Öffentlichkeit verboten, Anschnallgurte Pflicht, Crashtests eine Bedingung? Weil man die Unverzichtbarkeit des Werkzeugs zwar selbstverständlich anerkennt, aber nur unter dem best Möglichen Schutz, und nicht darunter. Wo sind die besten Möglichkeiten die mir MS beim Gebrauch der XBOX I zur Kontrolle und zum Monitoring derer Sensoraktivitäten zur Verfügung stellt? Nicht vorhanden? Von MS selber verkrüppelt? Thema erledigt! Unschuldsvermutung? Spühl mit runter das Klo, wenn mir MS den besten Schutz und die beste Kontrolle gezielt verhagelt.

    Erkundige dich selber über die entsprechenden Gesetzgebung zur Privatsphäre und zur Versammlungsfreiheit wenn du sie nicht verstanden hast, und verlange nicht von mir oder anderen sie dir vorzuführen. Schlussendlich bist derjenige der etwas von den Menschen will indem du ihnen das Roboterauge ins Wohnzimmer stellen willst, da bist du auch Derjenige der juristisch korrekt ausmalen muss, wie er dass gesetzlich mit dem Grundgesetz vereinbart wissen will.

    >nein, was ich anerkennen kann, ist dass diese Kritiker Heuchler sind, die genau das gleiche Potential vermutlich in zig anderen Bereichen voellig ignorieren!
    >Wenn auch nur einer dieser leute ein Smartphone besitzt, eine Emailadresse, gar einen Cloud Speicher oder gar eine EC-Karte, kann ich ihn nicht mehr ernst nehmen, denn diese Produkte und Technologien birgen exakt die gleichen Risiken ...

    Was für ein sarkastisches Dilemma! Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass sich die Wut seitens des Ausspähungspotenzials als dieser Geräte sich gerade in der XBOX I Aussage Adam Orth´s gebündelt und Luft gemacht haben könnte? Als ob die Tatsache, dass die Leute bisher nicht laut genug geschriehen hätten gleichbedeutend damit wäre, dass sie zu allem was bisher geschehen ist ihr kritikloses Einverständnis gegeben hätten, oder ein Treuegelöbnis gegenüber den Herstellern oder so, oder irgendein Versprechen abgegeben hätten, sich nie wieder kritisch zu Äußern.

    >meine Einstellung ist wenigstens konsistent ... und nicht willkuerlich emotional oder gaenzlich zufaellig begruendet ...

    Nette rosa Brille für dich, und führt im selben Moment jedem anderen die versteinerte Haltung gegenüber jeglicher Kritik vor Augen. Eigentlich auch nicht schlecht, denn dann ist man wenigstens gewarnt darüber, was für ein starrhaftiges Meinungsbild da gerade angerollt kommt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.13 15:46 durch Ach.

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