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Übernahme völlig unrealistisch

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  1. Übernahme völlig unrealistisch

    Autor: greenstain 19.01.21 - 13:24

    Sorry für die Wortwahl, aber ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen.

    TLDR: Ich sehe kein sinnvolles Argument für eine Übernahme, insofern nicht-ernstzunehmender Spekulatius. (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.)

    1) Attraktivität einer Übernahme:
    a) Witcher 3 war sehr erfolgreich aber hat seine großen Umsätze hinter sich.
    b) GOG ist für CDPR ein sehr guter Vermarktungskanal für Eigenentwicklungen, macht ansonsten aber nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus.
    c) Cyberpunk ist zwar trotz allem immer noch sehr erfolgreich, das ist aber auch vom Aktienmarkt längst eingepreist worden.
    d) Witcher 4 in der Pipeline ist interessant, wird sich aber sicherlich noch massiv verzögern, wenn Cyberpunk noch glattgezogen wird.

    2) Aktueller Börsenwert / Übernahmepreis:
    a) Die Aktionäre, die aktuell noch dabei sind bzw. jetzt kaufen, hoffen auf die große Erholung und langfristigen Erfolg von einem aufpolierten Cyberpunk und Witcher 4 (ob sich das bewahrheitet sei dahingestellt). Von denen wird niemand einem Übernahmeangebot auch nur in der Nähe des aktuellen Börsenwerts zustimmen.
    b) Der Aktienkurs wird direkt wieder durch die Decke gehen wenn konkrete Übernahmepläne bekannt werden.
    c) Die Bewertung ist selbst beim aktuellen Kurs nicht gerade günstig bzw. erfordert viel Zuverischt in langfristiges Wachstum bzw. "Rettung" von Cyberpunk, vom Höchstand im November ganz zu schweigen.
    d) Der Versuch einer feindlichen Übernahme (genug Aktien zusammenkaufen und dann Squeeze-Out) wird den Preis genauso durch die Decke schicken, sodass selbst ein Gigant wie Microsoft die Reißleine ziehen "müsste"/würde (als Extrembeispiel lohnt sich ein Blick auf die Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW ;) ). Zudem würde das bei ca. 30% Aktienbesitz bei Gründern und Management auch gar nicht funktionieren.

    3) "Notwendigkeit" einer Übernahme: CDPR ist finanziell kerngesund, sodass auch eine finanzielle Rettung gegen eine Teilübernahme zum Schnäppchenpreis (o.ä., z.B. Lufthansa) nicht in Frage kommt.

    Insgesamt ist eine Übernahme weder sonderlich attraktiv (warum sollte die auch gerade jetzt stattfinden und nicht schon lange vorher), CDPR ist ja auch nicht das einzige Gamingunternehmen auf der Welt, noch wäre sie zu einem attraktiven Preis möglich (vergesst den aktuellen Börsenwert!), noch hätten CDPR oder die Aktionäre ein Interesse daran.

    PS: Wenn jedes Unternehmen, dass mal ein Release vergeigt gleich übernommen würde, sehe die Landschaft in der Gamingindustrie ganz anders aus ... ist ja nicht so, dass sowas woanders nicht auch passiert.

    (edit) PS2: Als Vergleich wurde Microsofts Übernahme von ZeniMax für 7,5 Mrd USD genannt. Da gab es zum fast gleichen Preis gleich mehrere Studios und etablierte Franchises (Bethesda, id Software bzw. Elder Scrolls, Doom, Quake, Wolfenstein, etc.). Sieht das nach einem fairen Vergleich aus mit einem Studio, das ein großes Franchise (Witcher) plus einen einzelnen potentiellen Blockbuster mit vergeigtem Release hat?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.21 13:37 durch greenstain.

  2. Re: Übernahme völlig unrealistisch

    Autor: Voutare 19.01.21 - 17:13

    Ein paar kleine kontra-faktoren:

    > 1) Attraktivität einer Übernahme:
    Wie "motiviert" sind Manche Firmen, z.B. Google oder MS was deren "streaming" bereich angeht. Solche Spiele passen vermutlich gut im Portfolio.
    Oder möchten Amazon/Apple hier aktiv werden.
    Firmen mit größe finanzielle möglichkeiten und vermutlich nicht al zu viel auswahl was bekannte Spielen angeht.

    > CDPR ist finanziell kerngesund
    Im Moment bestimmt, aber wie gehen die Prozesse im USA laufen? (Wenn da schadenclaims vom Gerichte erlaubt werden, könnte sich dies ändern)

  3. Re: Übernahme völlig unrealistisch

    Autor: greenstain 19.01.21 - 17:53

    Beides gute Punkte, aber:

    1) Dass MS/Amazon/Google/... ein Interesse haben (könnten) im Gamingbereich (mehr) zu investieren, bezweifelt glaube ich niemand. Aber nur weil die sich CDPR aus der Portokasse leisten könnten, heißt das nicht, dass sie auch jeden Preis dafür zahlen wenn sich das nicht auszahlt. Zumal die auch die Möglichkeit haben, sowas selbst hochzuziehen - was zum einen (mit Blick auf CDPRs Bewertung) günstiger sein dürfte und nicht das Risiko birgt, dass es bei CDPR doch noch knallt.

    2) Solche Prozesse gibt es ständig wenn Kurse fallen. Intel wird wegen der Produktionsverzögerungen (und dem folglichen Kursrutsch) verklagt, bei Wirecard läuft sowas auch^^. Da würde ich erstmal nicht zu viel drauf geben ... und wenn doch, ist das auch ein Argument gegen ein Übernahme (wer kauft sich denn gerne drohenden Schadenersatz ein?).

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