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Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

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  1. Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: mrgenie 09.08.16 - 05:10

    Ich knacke doch auch nicht den PKW vom Nachbar. Oder das Haus gegenueber.

    Wer illegales treiben will wird wohl immer einen Weg finden. Diese ganze Kopierschutzsysteme sind mir als ehrlich bezahlender Kunde mittlerweile so laestig, dass ich schon eine Weile ueberlege ob ich saemtliche Titel wie auch Adobe wo ich ganz legal jeden Monat 60EUR zahle weiterhin legal zahle, aber mir nicht die geknackte Version nutze damit ich nicht staendig aufgefordert werde wieder erneut meine Daten einzugeben.

    Es kommt mir als ehrlich zahlender Kunde mittlerweile zum K**** das ich als ehrlicher von den Firmen defacto binair vergewaltigt werde.

    DIe gehen gleich so weit, dass alle Kunden sagen:"Wozu ehrlich zahlen. Das ist mit sovielen Problemen verbunden. Backups sind nicht mehr machbar. Geht ein DVD/CD kaput musste erneut 100EUR zahlen. Oder haste fuer 100 Titel bei einem online-portal Software fuer insgesamt 5000EUR gekauft und die machen einen Fehler oder wird geknackt verlierst du alles und kannste als ehrlicher Kunde erneut 5000EUR zahlen"

    Da kommt man als Kunde irgendwann zum "Es reicht mir" und geht erstmals in die illegale Szene wo man eigentlich gar nicht hin wollte aber von den Firmen wohl hingetrieben wurde weil die Knacker/Hacker/Rauber von der Industrie belohnt werden indem dort alles moeglich ist und der ehrliche Kunde so ziemlich immer den Kuerzeren zieht.

  2. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: AllDayPiano 09.08.16 - 07:04

    Ich persönlich teile Deine Meinung.

    Die ganzen Raubmordtotschlagskopierer haben durch ihr Verhalten dafür gesorgt, dass alle anderen massiv leiden müssen.

    Es ist doch selbst heute noch so. Wieviele hier saugen sich den Content einfach anstatt ihn ehrlich zu bezahlen - und das, obwohl dafür das nötige Kleingeld dar sein sollte!

    Wieviele Menschen klauen eine S-Klasse, weil sie das Auto gerne hätten, aber sich nur einen Opel Corsa leisten können? Richtig, nahezu niemand, weil man ganz genau weiß, mit welchen massiven Sanktionen man dann zu rechnen hat. Bei Software ist es den Leuten schlichtweg egal. Hätten sie die gleichen Sanktionen zu befürchten (was nur richtig wäre), dann wäre sehr schnell schluss damit.

    Wenn ich auf der anderen Seite aber sehe, welchen DRM-Scheißdreck die Firmen inzwischen machen, dann könnte ich komplett kotzen! Adobe ist ein Musterbeispiel für komplett verfehlte Sicherungsstrategien! Und die Schmutzbuckel wissen, dass sie sich das Recht herausnehmen können, weil es keinen gibt, der nicht auf diesen Schrott von Adobe angewiesen ist. Aber anstatt dass die Nutzer das erste Photoshop mit Always-On-Zwang boykottierten, haben sie sich fleißig die neue Version im Abomodell gesaugt.... ja, selbst schuld!

    Ich persönlich verstehe inzwischen Firmen wie National Instruments, die mit Labview auch eine Software mit hohem Verbreitungsgrad haben. Da gibt es ein nettes kleines Tool, mit dem lässt sich ausnahmslos jede NI Software aktivieren. Und das weiß NI auch, denn sie machen ihre Geld inzwischen schlichtweg mit Wartungsverträgen. Und da können sie sehr wohl und sehr gut unterscheiden, ob ein Kunde einen Anspruch hat, oder nicht.

  3. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: gaelic 09.08.16 - 07:47

    Super auch z.b. bei Filmen oder Serien:

    auf DVDs/BR muss man 10min Anti-"Raubkopie"-Werbung über sich ergehen lassen bevor der Film startet
    - bei Streams ist man extrem eingeschränkt, kann nicht überall abspielen, braucht Flash oder sonstwas und wenn man Pech hat ist eine Serie nach ein paar Folgen gar nicht mehr im Angebot

    Als Raubkopierer hat man keinen einzigen dieser Nachteile.

    Lösung: wie bei Musik längst überlich: Download von Serien/Filmen, kein DRM und das zu vernünftigen Preisen und das Geld wird sprudeln. Raubkopierer gibts mit und ohne diese Maßnahmen.

  4. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Menplant 09.08.16 - 10:52

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich teile Deine Meinung.
    >
    > Die ganzen Raubmordtotschlagskopierer haben durch ihr Verhalten dafür
    > gesorgt, dass alle anderen massiv leiden müssen.
    >
    > Es ist doch selbst heute noch so. Wieviele hier saugen sich den Content
    > einfach anstatt ihn ehrlich zu bezahlen - und das, obwohl dafür das nötige
    > Kleingeld dar sein sollte!


    Adobe ist doch einen gutes Beispiel dagegen. Als Privatkunde sind und waren die Preise für Ihre Produkte schon immer Wucher. Nicht weil die Produkte das Geld nicht Wert wären, aber für Normalverbraucher ist so eine Preisklasse schlicht unattraktiv und für Schüler gar nicht bezahlbar. Die Programme haben alle eine sehr steile Lernkurve und ich will kaum für ein Produkt viel Geld hinlegen und Arbeit in meiner Freizeit reininvestieren, wo ich noch gar nicht abschätzen kann ob es meine Ansprüche erfüllt.
    Eine gecrackte Version ist dafür eine bessere Trial. Sobald die illegale Kopie läuft, braucht es jedoch viel Selbstdisziplin das man diese Später als Original kauft.


    > Wieviele Menschen klauen eine S-Klasse, weil sie das Auto gerne hätten,
    > aber sich nur einen Opel Corsa leisten können? Richtig, nahezu niemand,
    > weil man ganz genau weiß, mit welchen massiven Sanktionen man dann zu
    > rechnen hat. Bei Software ist es den Leuten schlichtweg egal. Hätten sie
    > die gleichen Sanktionen zu befürchten (was nur richtig wäre), dann wäre
    > sehr schnell schluss damit.
    Kann man so nicht vergleichen. Zum einen ist der Aufwand und das Risiko größer und zum anderen entsteht dem "Beklauten" beim Raupkopieren keinen direkten Schaden.

    Nicht das wir uns falsch verstehen; Ich versuche nicht Raupkopieren schön zu reden. Gerade wenn Leute mit irgendwelchen Scheinheiligen Argumenten um die Ecke kommen à la sie hätten das Geld nicht, womit sie aber meinen, dass sie das Geld lieber für etwas anderes Ausgeben.
    Illegale Raupkopien erfüllen ein Stückweit aber auch den Zweck vom Wettbewerb. Gerade bei Spielen oder anderen sehr Individuellen Produkten, für die es keinen Wettbewerb gibt kann es aber eben auch positive Effekte haben (Preis, Qualität, bessere Distribution).

  5. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: burzum 09.08.16 - 12:17

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieviele Menschen klauen eine S-Klasse, weil sie das Auto gerne hätten,
    > aber sich nur einen Opel Corsa leisten können? Richtig, nahezu niemand,
    > weil man ganz genau weiß, mit welchen massiven Sanktionen man dann zu
    > rechnen hat. Bei Software ist es den Leuten schlichtweg egal. Hätten sie
    > die gleichen Sanktionen zu befürchten (was nur richtig wäre), dann wäre
    > sehr schnell schluss damit.

    Der Vergleich ist so ein Krüppel, der hinkt nicht mal mehr, der ist schon tot.

    Wenn das Auto bei dem Vorgang des Klauens, so wie bei Software, einfach 1:1 dupliziert würde, würde niemandem ein realer Schaden entstehen. Der Besitzer der Kopie des Autos von dem Du eine Kopie angefertigt (geklaut) hast wäre um kein Auto ärmer. Lediglich der Hersteller bliebe auf seinen R&D Kosten sitzen weil du keine Lizenzgebühr für die Kopie bezahlt hast.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  6. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 09.08.16 - 12:38

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ganzen Raubmordtotschlagskopierer haben durch
    > ihr Verhalten dafür gesorgt, dass alle anderen massiv
    > leiden müssen.

    Wenn der kleine, freche Fritz ständig absichtlich mit dem Fußball die Fensterscheiben von Nachbar Kaluppke kaputt macht und dieser daraufhin sämtlichen Jungs prophylaktisch ohrfeigt, wenn er sie mit einem Fußball in der Nähe seines Grundstücks sieht, hat das initial durchaus etwas mit dem Fehlverhalten von Fritzchen zu tun, rechtfertigt aber weder Kaluppkes Verhalten gegenüber allen Kindern noch sorgt es dafür, dass seine Scheiben zukünftig ganz bleiben.
    Vielmehr dürften sich ungerechtfertigt geohrfeigte Kinder denken: "Aber hallo, wenn ich sowieso abgewatscht werde, obwohl ich nichts gemacht habe, kann ich dem ollen Sack doch ebenso gut die Scheiben kaputt machen!" ;-)

    Und die Moral von der Geschicht': Für eine richtig kindische Situation müssen sich schon alle Beteiligten kindisch verhalten. Und das tun sie, darauf ist Verlass.

  7. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Stäbchenfisch 09.08.16 - 15:16

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ganzen Raubmordtotschlagskopierer haben durch ihr Verhalten dafür
    > gesorgt, dass alle anderen massiv leiden müssen.
    >
    > Es ist doch selbst heute noch so. Wieviele hier saugen sich den Content
    > einfach anstatt ihn ehrlich zu bezahlen - und das, obwohl dafür das nötige
    > Kleingeld dar sein sollte!

    Wie viel Gewinn entgeht denn den Firmen konkret durch Schwarzkopien? Nicht jeder, der sich etwas für lau herunterlädt hätte es auch gekauft. Ohne konkrete Zahlen finde ich das eine sehr gewagte Unterstellung.

    Und wenn wir schon bei Schuldzuweisungen sind solltest du auch gleich noch eine 2. Gruppe in betracht ziehen. Nämlich die Leute, die sich DRM-geschützte Software kaufen. Letztlich sind das diejenigen, die die DRM-Hersteller finanzieren (weil die Kosten für DRM letztlich in den Produktpreis einfließen). Würde sich DRM-geschütze Software Grundsätzlich schlecht verkaufen wäre mit DRM im übrigen auch ziemlich schnell Schluss.

    > Wieviele Menschen klauen eine S-Klasse, weil sie das Auto gerne hätten,
    > aber sich nur einen Opel Corsa leisten können? Richtig, nahezu niemand,
    > weil man ganz genau weiß, mit welchen massiven Sanktionen man dann zu
    > rechnen hat. Bei Software ist es den Leuten schlichtweg egal. Hätten sie
    > die gleichen Sanktionen zu befürchten (was nur richtig wäre), dann wäre
    > sehr schnell schluss damit.

    Kennst du den Unterschied zwischen klauen und kopieren? Wen ich den Opel klaue, dann hat es der vorige Besitzer nicht mehr. Kopiere ich den Opel hingegen haben wir beide hinterher einen Opel. Deswegen ist das kopieren auch deutlich weniger stark sanktioniert und gesellschaftlich deutlich akzeptierter als das klauen. Beim Kopieren wird einfach niemand ärmer...

  8. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Anonymer Nutzer 09.08.16 - 15:29

    Stäbchenfisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Kopieren wird einfach niemand ärmer...

    Das ist aber mal Kindergarten-Logik. Kann man sich ja gleich die Hände vor die Augen halten und "Du siehst mich nicht!" rufen. Glaubt etwa wirklich jemand, dass die Software-Preise auf "nur" die ersten tausend Exemplare berechnet werden und der Rest dann den abzuschöpfenden Rahm darstellt? Jede unrechtmäßige Kopie steht nicht auf der Habenseite des Herstellers, weil der Inhaber der Kopie diese dann kaum nochmal kaufen wird. Keiner von den Käufern bezahlt für drei oder dreißig Schwarzkopierer mit.

    Wenn man eine Million verkaufter Kopien braucht, um in die Gewinnzone zu fahren, aber nur 900.000 absetzt, weil 10% Schwarzkopierer schmarotzen, entsteht sehr wohl ein Schaden. Und keiner der Schwarzkopierer hat sich (mit dem Schwarzkopieren schon gleich gar nicht) das Recht erworben, für den Hersteller des Spiels zu entscheiden, ab wann der gefälligst genug Umsatz gemacht hat.

    Der Unterschied mag vorhanden sein, wonach man eine Kopie niemandem wegnimmt, weil sie beliebig vervielfältigt werden kann. Aber sich daraus gleich das moralische (Grund-) Recht darauf abzuleiten, ist stinkend arrogant. Spätestens wenn einer von denen mal selber sowas als Lebensgrundlage programmiert, wird der sein Fähnchen in die Gegenrichtung drehen.

    Verzicht. Ganz einfach. Und zum tausendsten Mal für die, die's immer noch nicht verstanden haben: Verzicht.

  9. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Stäbchenfisch 09.08.16 - 15:48

    Natürlich ist mir auch klar, dass ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, wenn sich jemand ein Spiel kopiert anstatt es zu kaufen. Ich wollte nur illustrieren wie Unsinnig der Autovergleich (wie die meisten Autovergleiche) ist.

    Die Frage bleibt dennoch: Wie viele der Leute, die eine Schwarzkopie heruntergeladen haben hätten das Spiel auch gekauft, wenn es die Möglichkeit zur Schwarzkopie nicht gegeben hätte?

    Die Frage geht sogar noch weiter: Kann es am Ende passieren, dass durch illegale Downloads der Verkauf sogar angekurbelt wird? (Achtung anekdotische evidenz!) Ich habe einige Spiele und CDs in meiner Sammlung, die ich nie gekauft hätte. Aus Interesse und weil es eh kostenlos ist habe ich sie mir aber heruntergeladen und fand sieso gut, dass ich sie dann doch gekauft habe.

    Könnte das noch mehr Leuten so gehen?

    Gibt es Zahlen oder vermutest du nur?

  10. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 09.08.16 - 16:06

    Stäbchenfisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage bleibt dennoch: Wie viele der Leute, die eine
    > Schwarzkopie heruntergeladen haben hätten das Spiel
    > auch gekauft, wenn es die Möglichkeit zur Schwarzkopie
    > nicht gegeben hätte?
    >
    > Die Frage geht sogar noch weiter: Kann es am Ende
    > passieren, dass durch illegale Downloads der Verkauf
    > sogar angekurbelt wird?

    Achtung, es folgt ein deduktives Spiel:

    Das Interessante ist ja, dass beide Behauptungen von der Belegbarkeit her gleichwertig sind. Ob sie nun gleichwertig haltlos oder gleichwertig berechtigt sind, spielt dabei keine Rolle, aber wenn man die eine ohne weiteren Beleg als valide akzeptiert, muss man auch die andere akzeptieren.

    Das führt dazu, dass das alles entweder totaler Schwachsinn ist oder dass Raubkopien den Publishern sowohl schaden als auch nützen. Ist alles Schwachsinn, braucht man sich gar nicht weiter damit befassen, falls jedoch nicht, wäre es um so wichtiger für alle Parteien, belastbare Daten zu sammeln, die den Schaden bzw. Nutzen beziffern und damit auch im Detail vergleichbar machen.

    Besonderes Interesse sollten dabei die Publisher haben, denn die Freeloader könnten und müssten mit ihrem Wissen keine unmittelbare Entscheidung herbeiführen. Publisher hingegen könnten die Daten nutzen, um die Szene zu ihrem Nutzen zu kultivieren - sofern denn der Nutzen den Schaden überwiegt. Und falls der Schaden den Nutzen überwiegt, hätte man zumindest endlich mal eine handfesten Begründung in der Hand, warum kein Weg an DRM vorbei führt, was wiederum mehr Akzeptanz dafür bei zahlenden Kunden erzeugt.

  11. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: TWfromSWD 09.08.16 - 16:17

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist aber mal Kindergarten-Logik. Kann man sich ja gleich die Hände vor
    > die Augen halten und "Du siehst mich nicht!" rufen. Glaubt etwa wirklich
    > jemand, dass die Software-Preise auf "nur" die ersten tausend Exemplare
    > berechnet werden und der Rest dann den abzuschöpfenden Rahm darstellt? Jede
    > unrechtmäßige Kopie steht nicht auf der Habenseite des Herstellers, weil
    > der Inhaber der Kopie diese dann kaum nochmal kaufen wird. Keiner von den
    > Käufern bezahlt für drei oder dreißig Schwarzkopierer mit.

    Das ist aber ebenfalls Kindergarten Logik. Nicht jede Raubkopie ist automatisch ein entgangener Verkauf. Schon alleine deswegen, weil manche Software für Firmenkunden gedacht und dadurch so teuer ist, dass sie sich ein privater niemals leisten könne ( z.Bsp. 3D Studio Max für 1600 Euro im Jahr).

  12. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.16 - 07:19

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Software für Firmenkunden gedacht und dadurch so teuer ist, dass sie sich
    > ein privater niemals leisten könne ( z.Bsp. 3D Studio Max für 1600 Euro im
    > Jahr).

    Eine Boeing 747 ist auch teuer und nicht für Privatkunden gedacht, wird aber denen zuliebe nicht zum Preis einer einmotorigen Cessna verkauft. Verzicht. Es gibt kein Grundrecht auf (Profi-) Kaufsoftware.

  13. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: AllDayPiano 10.08.16 - 09:07

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TWfromSWD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Software für Firmenkunden gedacht und dadurch so teuer ist, dass sie
    > sich
    > > ein privater niemals leisten könne ( z.Bsp. 3D Studio Max für 1600 Euro
    > im
    > > Jahr).
    >
    > Eine Boeing 747 ist auch teuer und nicht für Privatkunden gedacht, wird
    > aber denen zuliebe nicht zum Preis einer einmotorigen Cessna verkauft.
    > Verzicht. Es gibt kein Grundrecht auf (Profi-) Kaufsoftware.

    ++++++1.

    Das ist nämlich genau der springende Punkt. Haben wollen, aber nicht das nötige Kleingeld dazu in der Tasche. So geht's halt schlichtweg nicht.

  14. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 10.08.16 - 15:28

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Boeing 747 ist auch teuer und nicht für Privatkunden
    > gedacht, wird aber denen zuliebe nicht zum Preis einer
    > einmotorigen Cessna verkauft. Verzicht. Es gibt kein
    > Grundrecht auf (Profi-) Kaufsoftware.

    Das ist richtig, aber nicht der Punkt. Hier wird mal wieder der rechtliche Aspekt mit dem wirtschaftlichen vermengt.

    Wer sich keine Boeing 747 leisten kann, wird sich keine kaufen, egal wie gerne er eine besitzen möchte. Wenn sich nun jemand, der sich *definitiv* keine 747 leisten kann, illegal eine digitale Kopie derselben verschafft (Ich strapaziere das Gleichnis mal ein wenig ...), setzt sich damit zwar juristisch klar ins Unrecht, erzeugt aber keinerlei wirtschaftlichen Schaden. Das ist der Punkt.

    Die moralische Frage ist schon wieder die nächste Ebene. Ist ein Verstoß gegen abstraktes Recht, durch den es zwar einen Nutznießer, aber keinen Geschädigten gibt, moralisch verwerflich? Die Einen sagen ja, die Anderen sagen nein, die Nächsten sagen "Kommt auf den Einzelfall an ...".
    Das ist immer wieder hochinteressant, aber ungeachtet dessen bleibt es aber dabei: Eine wirtschaftliche Schädigung liegt nicht vor, wenn es keinen entgangenen Erlös gibt und - wie im Beispiel der 747 für den kleinen Mann - gar nicht geben kann.

    Dass der gemeine 747-Raubmordpädoterrorkopierer verzichten könnte/sollte/müsste, stelle ich explizit nicht in Abrede. ;-)

  15. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.16 - 15:56

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erzeugt aber keinerlei wirtschaftlichen Schaden. Das ist der Punkt.

    Warum ist der entgangene Erlös kein wirtschaftlicher Schaden? Produktpiraterie z.B. erzeugt auch messbaren wirtschaftlichen Schaden, ohne dass den Originalherstellern etwas aus dem Lager gemopst wird.
    Der Hersteller von Software geht mit seinem Geld in Vorleistung, genauso wie ein Hersteller von z.B. Schuhen. Dass man dem mit einem Diebstahl nicht nur die Materialkosten wegnimmt, weil der Schuh nicht beliebig oft kopiert werden kann, ist doch auch klar. In beiden Fällen wurde einiges Geld aufgewendet, um überhaupt bis zum verkaufsfertigen Produkt zu kommen. Wer dieses nutzen will, muss dafür zahlen, alles andere ist Diebstahl, wenn auch virtueller.

    Da wird aus diesem Umstand, dass ein virtuelles Gut ohne weiteren Aufwand vervielfältigt werden kann, sofort der Schluss gezogen, dass man es auch darf. Und darüber hinaus das Ganze keinen Schaden macht, weil ja angeblich nichts fehlt. Juristisch dürfte dieses "Argument" nach meinem Empfinden keine Bedeutung haben.

    Jede nicht verkaufte Kopie einer Software schmälert den zu erwartenden Umsatz, gerade für kleine Firmen können Schwarzkopierer so zum Problem werden. Da ist es schon eine wirklich faule Ausrede, man hätte sich die Software ja eh nicht leisten können.

  16. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 10.08.16 - 17:43

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ist der entgangene Erlös kein wirtschaftlicher
    > Schaden?

    Es gibt eben keinen entgangenen Erlös. Dieser setzt voraus, das jemanden rein faktisch überhaupt die Mittel zu Gebote stehen würden, besagte Sache zu erwerben.

    Wohlgemerkt, es geht *nicht* darum, dass jemand die Sache im Prinzip legal erwerben könnte und die Frage, ob da ein Erlös verloren geht, ausgerechnet von der Willensentscheidung eines Schwarzkopierers abhängt. Das wäre dann tatsächlich ein Grenzfall. Aber wenn der Erwerb de facto nicht möglich ist, also so oder so niemals stattgefunden hätte, sieht die Sache anders aus.

    > Produktpiraterie z.B. erzeugt auch messbaren
    > wirtschaftlichen Schaden, ohne dass den
    > Originalherstellern etwas aus dem Lager gemopst wird.

    Eine ganz andere Baustelle. Produktpiraten bauen das Produkt gewerblich und zumeist günstiger nach (weil sie selbst bei gleichwertiger Fertigung mindestens die Forschungs- und Enwicklungskosten sparen) und sättigen den Markt mit ihrem günstigeren Produkt, wodurch der Originalhersteller weniger Absatz hat. Wo liegt da - wohlgemerkt, immer noch wirtschaftlich betrachtet - der Anknüpfungspunkt zu einer Privatperson, die sich ein Produkt ohnehin nicht leisten könnte, also auch kein Absatzverlust generiert - ganz und gar unabhängig davon, ob sie tapfer verzichtet oder sich das nichtkörperliche Produkt als illegale Kopie beschafft?

    > Jede nicht verkaufte Kopie einer Software schmälert
    > den zu erwartenden Umsatz, gerade für kleine Firmen
    > können Schwarzkopierer so zum Problem werden.
    > Da ist es schon eine wirklich faule Ausrede, man hätte
    > sich die Software ja eh nicht leisten können.

    Siehe oben: Ob es eine Ausrede ist oder nicht, steht und fällt damit, ob es eine Willensentscheidung zum Nichtkauf ist, oder ob *tatsächlich* die Möglichkeit zum Kauf fehlt.

    Ein Beispiel: Stell dir vor, jemand geht bei unruhiger See über Bord und droht zu ertrinken. Es gibt jedoch weder Schwimmwesten noch Rettungsringe, aber im Boot sitzen noch ein professioneller Rettungsschwimmer, ein Normalo mit durchschnittlicher Fertigkeit im Schwimmen und ein Nichtschwimmer. Meinst du nicht, dass diese drei Leute unterschiedliche rationale, moralische und rechtliche Grade der Verpflichtung haben, ins unruhige Wasser zu springen und dem Ertrinkenden zu helfen, was sich sowohl auf ihre Entscheidung zu diesem Schritt als auch auf eine etwaige (moralische und/oder juristische) Nachbewertung auswirkt?

  17. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Anonymer Nutzer 11.08.16 - 07:24

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine ganz andere Baustelle. Produktpiraten bauen das Produkt gewerblich und
    > zumeist günstiger nach (weil sie selbst bei gleichwertiger Fertigung
    > mindestens die Forschungs- und Enwicklungskosten sparen) und sättigen den
    > Markt mit ihrem günstigeren Produkt, wodurch der Originalhersteller weniger
    > Absatz hat.

    "Softwarepiraten" sättigen auch den Markt, alleine durch den Upload beim Filesharing.

  18. Re: Ist es nicht unwichtig ob es zu knacken ist?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 11.08.16 - 08:33

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Softwarepiraten" sättigen auch den Markt, alleine
    > durch den Upload beim Filesharing.

    Der Markt definiert sich durch die Dynamik von Anbieter und Abnehmer. Und wenn das Original für die Käufer des Nachahmerprodukts niemals erwerbbar gewesen wäre, hätte der Originalhersteller den finanzschwachen Käufer nicht durch die Produktpiraterie, sondern durch seine Preisgestaltung (bzw. durch seine Ausrichtung auf per se besser betuchte Käuferschichten) verloren bzw. bewusst auf diesen verzichtet.

    ABER, und da schlage ich in deine Kerbe, man muss sich ernsthaft überlegen, wo und bei was dieser Fall überhaupt auftritt.
    Dass selbst der "besser verdienende" Einwohner eines Entwicklungs- oder Schwellenlandes mit einem Einkommen im bestenfalls unteren dreistelligen Bereich nicht der Kunde für, sagen wir mal, ein topaktuelles iPhone ist, liegt wohl auf der Hand. Wenn dieser sich stattdessen einen dreisten iPhone-Clone kauft, verliert Apple dadurch keinen Cent.
    Das wäre nur begrenzt darauf übertragbar, wenn die Einwohner von Industrienationen selbst vergleichbar niedrigpreisige Produkte illegal kopieren. Man muss dann nämlich im Regelfall davon ausgehen, dass diese sehr wohl erschwinglich gewesen wären, also der Anbieter des Originals durch die Kopie einen Absatzverlust erfährt.

    ABER, und das ist der nächste Punkt: Durch das zunehmende Wohlstandsgefälle in den Industrienationen kann man diese saubere Trennung gar nicht mehr vollziehen. Konsumgüter werden preislich auf den wohlhabenden Durchschnitt ausgerichtet, was beispielsweise Menschen abhängt, die durch Lohnverfall trotz Vollzeit noch aufstocken müssen und nicht viel finanziellen Spielraum haben. Die haben natürlich trotzdem keinen Anspruch auf "verbilligten" Konsum, aber das wäre der Punkt, wo man die graue Theorie verlassen und sich in die Niederungen der Praxis begeben muss: Einkommensschwache Familien können beispielsweise ihren Kindern nicht Geschenke und Taschengeld in den Hintern blasen, womit die kleinen (oder auch größeren) Scheißer im Grunde die gleiche Position einnehmen wie der oben erwähnte Bewohner eines Entwicklungs- oder Schwellenlandes: Das Original ist für sie unerschwinglich und von Rechts wegen müssten sie verzichten, aber selbst wenn sie nicht verzichten und illegal downloaden, gehen sie dem Originalanbieter nicht als Käufer verloren, weil sie niemals auch nur potenzielle Käufer waren.

    Zumindest nicht kurzfristig. Langfristig gilt das Gesetz des Kapitalismus hinsichtlich von Konsumgütern: Um diese zu verkaufen und weiter verkaufen zu können, muss man den Begehr des potenziellen Käufers wecken und wach halten. Wenn sich einkommensschwache Menschen eine grundsätzliche Philosophie des Verzichts auf Konsumgüter entwickeln, die sie sich nicht leisten können, kann das gar nicht im Sinne der Anbieter sein! Vielmehr profitieren diese davon, wenn die Menschen weiter konsumieren wollen und eventuell irgendwann so aufgestellt sind, dass sie für ihren Konsum auch zahlen können. (Das gilt natürlich nur für nichtkörperliche Güter, bei denen das legale Original durch die illegale Handlung nicht mehr zur Verfügung steht.)

    Oder nehmen wir doch mal das ursprüngliche Beispiel mit der Profi-Software für Firmenkunden, die sich (meist jugendliche) Privatpersonen niemals leisten können. Letztere saugen sich die Software, experimentieren damit herum und der Hersteller verliert dadurch finanziell gar nichts. Aber er gewinnt Leute, die auf den Zweck der Software abfahren und sich womöglich irgendwann gewerblich damit beschäftigen - womit sie dann auch den Support und die Dienstleistungen brauchen, die man nicht mit kopieren kann. Und welche Software werden Unternehmen wohl bevorzugt erwerben? Genau, das wird die Software sein, mit der sich die Unternehmer bereits auskennen und die schon damals so cool fanden, dass sie sie sich illegal kopiert haben.
    Das mag nur ein kleiner Bonus mit vielen Hätte/Wäre/Wenn's sein, aber gegenüber dem nicht vorhandenen Malus wiegt er trotzdem schwer, nicht wahr?

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    2. Phineas Fisher: 100.000 Dollar für antikapitalistische Firmen-Hacks
      Phineas Fisher
      100.000 Dollar für antikapitalistische Firmen-Hacks

      Was ist das Hacken einer Bank gegen die Gründung einer Bank? Dieses abgewandelte Brecht-Zitat scheint das Motto von Phineas Fisher zu sein. Mit dem erbeuteten Geld will er antikapitalistische Hacks anstiften.

    3. Bürokratie: Einige Mobilfunk-Bauvorhaben stehen seit sechs Jahren still
      Bürokratie
      Einige Mobilfunk-Bauvorhaben stehen seit sechs Jahren still

      Für die Netzbetreiber und den Bitkom sind behördliche Verfahren oder fehlende Standorte schuld an den Funklöchern. Das bewertete der Bundesverkehrsminister gerade erst noch deutlich anders.


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