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Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

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  1. Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Dadie 01.02.14 - 21:01

    F2P Spiele sind mit großer Sicherheit keine Glücksspiele im Konventionellen Sinne. Aber genau so wie Glücksspiele haben F2P Spiele häufig Mechanismen die den Spieler dazu bewegen doch noch einen Euro mehr auszugeben und es doch noch zu versuchen.

    Auf der einen Seite möchte ich niemanden etwas vorschreiben, auf der anderen Seite muss man hin und wieder aber die Bürger vor sich selber schützen. Aus diesem Grund wäre es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die Politik anfangen würde sich mit diesem Geschäftsmodell (F2P) zu beschäftigen.

    Dabei geht es mir nicht darum, dass Geschäftsmodell F2P zu zerstören! Es geht mir viel mehr darum, dass das Geschäftsmodell sehr wohl auf Sucht aufbaut und aktuell kaum bis keinerlei Regulierung unterliegt.

    Um bei Dungeon Keeper hier zu bleiben. Nach einem Erfolgreichen Level bekommt man die Meldung, dass man viel mehr Bonus-Güter bekommen hätte wenn man doch nur in dem InGame-Shop jenen Bonus-Boost gekauft hätte. Derartige Werbung sollte meiner Meinung unterboten werden.

    Es ist eine Sache, einen Boost für z.B. EXP zu bewerben aber eine andere, dem Spieler nach jedem Spiel vor die Nase zu halten, was er mehr bekommen hätte mit einem Boost. Solche Praktiken sollten unterbunden werden (meiner Meinung nach).

    Ebenfalls wären Begrenzungsfunktionen etwas was ich mir wünschen würde. Man legt am Anfang des Spiels fest, wie viel Geld man maximal für dieses Spiel pro Monat ausgeben will. Einmal pro Monat kann man diesen Betrag ändern, wobei dies nicht sofort passiert sondern erst im Folgemonat. Hierdurch ließen sich vielleicht gerade impulsive Käufe verhindern. Gerade für Menschen die versuchen sich stärker unter Kontrolle zu halten, wären solche Funktionalitäten mehr als Angebracht und könnte ihnen helfen!

  2. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Anonymer Nutzer 02.02.14 - 00:21

    Man kann F2P nicht mit einem Glücksspiel vergleichen.
    Es ist von Beginn an klar,dass die Bezahlung keine Wette ist.
    Daher auch "Pay" und nicht "Bet".
    Man zahlt für Leistungen innerhalb der Anwendung und da gibt es nur eine einzige Prognose. Das Geld wurde für eine erhaltene Leistung verbrannt und strukturelle Merkmale von Zufall oder/und Glück kommen nicht zum tragen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Unberechenbarkeit_(Spieltheorie)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stochastik
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCcksspielstaatsvertrag

  3. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Grym 02.02.14 - 01:30

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > F2P Spiele sind mit großer Sicherheit keine Glücksspiele im Konventionellen
    > Sinne. Aber genau so wie Glücksspiele haben F2P Spiele häufig Mechanismen
    > die den Spieler dazu bewegen doch noch einen Euro mehr auszugeben und es
    > doch noch zu versuchen.

    Da gibt es auch noch andere Sachen wie Zigaretten, Bier, Kaffee, Cola oder fast alle Arten von Zuckerprodukten (nicht nur Süßigkeiten), welche den Konsumenten zu mehr Konsum (und damit mehr Ausgaben) verführen, als gut für den Konsumenten wäre. Noch gemeiner, diese Produkte erreichen sogar eine Abhängigkeit über biochemische Prozesse, ZUSÄTZLICH zur psychologischen Abhängigkeit.

    Wir werden jetzt trotzdem nicht damit anfangen, konventionelle Supermärkte zu verbieten. :)

    Soll jeder selbst wissen, ob er bzw. die eigenen Kinder so etwas machen sollen oder nicht. [Zumindest bei Apple, wie ja in einem anderen Thread schon geschrieben, braucht man ja das Passwort um In-App-Käufe zu bestätigen. Zum Entsperren braucht man das Passwort aber nicht, ebensowenig zur normalen Nutzung. Wenn Eltern ihren Kindern völlig unnötigerweise ihre Passwörter zum Kaufen kostenpflichtiger Produkte geben, dann sind die mE vollkommen selbst Schuld. Und wer erwachsen ist, der soll selbst wissen, was er macht und was nicht. Rauchen, Alkohol, Glücksspiel oder eben F2P/P2W-Apps...]

  4. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Dadie 02.02.14 - 15:12

    Grym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gibt es auch noch andere Sachen wie Zigaretten, Bier, Kaffee, Cola oder
    > fast alle Arten von Zuckerprodukten (nicht nur Süßigkeiten), welche den
    > Konsumenten zu mehr Konsum (und damit mehr Ausgaben) verführen, als gut für
    > den Konsumenten wäre. Noch gemeiner, diese Produkte erreichen sogar eine
    > Abhängigkeit über biochemische Prozesse, ZUSÄTZLICH zur psychologischen
    > Abhängigkeit.

    Natürlich gibt es Produkte und Werbungen die zum Konsum verführen, das will ich auch gar nicht abstreiten. Nur kann man hier F2P Spiele und Konsum-Güter schlecht vergleichen. Deine Cola sagt dir nicht bei jedem Schluck "Wenn du die Coca Cola Super Duper Delux gekauft hättest, würde deine Cola jetzt noch besser schmecken!". Es ist in Ordnung, wenn z.B. Coca Cola eine neue "verbesserte" teure Cola Sorte bewirbt. Es ist aber bei F2P eher so, dass einem nach jedem Spiel resp. während eines Spieles immer schön vorgerechnet wird, was man hätte alles tolles bekommen können wenn man doch nur ein paar Euros ausgegeben hätte für Boosts oder andere Extras.

    Ich sehe hier einfach einen gewaltigen Unterschied zwischen "Willst du nicht einen EXP Boost anwenden?" und "Du hast leider nur 200 anstelle von 300 EXP bekommen, hättest du doch nur einen EXP Boost für 3¤ gekauft!".

  5. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Grym 02.02.14 - 15:17

    F2P/P2W-Spiele machen süchtig, genauso macht Cola süchtig. Und zwar psychologisch und über biochemische Vorgänge in deinem Körper. Die App greift wenigstens nicht in die Biochemie deines Körpers ein. Von der Sicht her sind Cola, Zigaretten & Co. sogar schlimmer als F2P/P2W-Apps.

    Trotzdem werde ich nicht ab morgen das Verbot von Cola fordern, genauso wenig wie bei F2P/P2W-Apps. Beides kann süchtig machen und bei beiden weiß das ein aufgeklärter Konsument. Wer es trotzdem macht und keine Selbstbeherrschung hat, selbst Schuld. Deutschland ist ein freies Land.

  6. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Dadie 02.02.14 - 17:06

    Grym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > F2P/P2W-Spiele machen süchtig, genauso macht Cola süchtig. Und zwar
    > psychologisch und über biochemische Vorgänge in deinem Körper. Die App
    > greift wenigstens nicht in die Biochemie deines Körpers ein. Von der Sicht
    > her sind Cola, Zigaretten & Co. sogar schlimmer als F2P/P2W-Apps.
    >
    > Trotzdem werde ich nicht ab morgen das Verbot von Cola fordern, genauso
    > wenig wie bei F2P/P2W-Apps. Beides kann süchtig machen und bei beiden weiß
    > das ein aufgeklärter Konsument. Wer es trotzdem macht und keine
    > Selbstbeherrschung hat, selbst Schuld. Deutschland ist ein freies Land.

    An welcher Stelle fordere ich denn ein Verbot von F2P? Zumindest wirkt deine Antwort auf mich so als würde ich genau dies tun, was ich nicht tue! Ich hätte nur gerne, dass zumindest gewisse Praktiken unterbunden gehören. Und dabei geht es mir nicht darum den Herstellern ans Bein zu pinkeln.

  7. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: Grym 02.02.14 - 17:16

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An welcher Stelle fordere ich denn ein Verbot von F2P?
    > Ich hätte nur gerne [..] gewisse Praktiken unterbunden

    :D :D :D

    Dann lieber Cola, Zucker & Zigaretten verbieten. Ich merke gerade, ich zahle über die Krankenkasse ja deren Kosten mit. :D

    Ob jemand freiwillig tausende Euro für F2P/P2W ausgibt oder nicht interessiert mich allerdings wirklich nicht. Zumal die meisten von denen das Geld ja auch tatsächlich haben. Das sind großteils Manager mit 100.000 EUR Nettoeinkommen und mehr. Nur wenige geben viel aus und haben das Geld nicht.

    Warum muss man etwas verbieten, weil man besser weiß, was gut für andere ist? Traust du den Menschen nicht zu, selbst entscheiden zu können, was gut für sie ist?

    Verbieten wir jetzt gleich noch das Nachmittags- und Mittagsprogramm bei den privaten Sendern, weil wir besser wissen als die, die es schauen, dass es die Leute verdummt?

    Achja, und lasst uns Android verbieten, Windows Phone und iOS sind besser. Leider lassen sich die Leute von vorne bis hinten von Google verarschen. :D

  8. Re: Halb-OT : F2P mit Glücksspiel vergleichen ...

    Autor: caso 03.02.14 - 17:36

    Beim Glücksspiel zahlt man für die Chance auf einen Gewinn. Der Gewinn ist in der Regel Geld. Bei F2P Games zahlt man für einen Spielinhalt, es ist ein ganz normaler Kauf. Man bekommt, wenn es keinen Fehler im Programm gibt, irgendetwas. Beim Glücksspiel bekommt man in der Regel nichts.

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