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Der Anfang vom Ende?

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  1. Zu klein gedacht?

    Autor: cmi 18.08.20 - 14:29

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DA ist der Unterschied. Weswegen ich übrigens die Klage gegen Google auch
    > nicht verstehe.

    Ich vermute ja, dass man allgemein zu klein denkt, bei dem was Epic hier vorhat. Fortnite war mehr oder weniger ein Glücksfall für Epic und wird auch irgendwann "tot" sein. Epic sucht einen Weg sich breiter aufzustellen. Wie man schon am Epic Store (PC) sieht, geht es *nicht* darum Fortnite besser zu vermarkten und das Konsumentenfreundliche Blabla ist letztendlich nur das: Blabla. Epic geht es nicht zuletzt darum, selbst die Hand aufhalten zu können.

    Dazu nutzen sie die Fortnite-Kohle um sich einen Weg auf den PC zu erzwingen: Exklusivdeals, "Gratisspiele" (die letztendlich Epic bezahlt). Wenn es nur um die "Konsumentenfreundlichkeit" (oder auch Entwicklerfreundlichkeit) ginge, die Sweeney/Epic immer wieder runterbetet, würde Epic sagen: "Bei uns zahlt ihr 12% Provision. Wo ihr das noch verkauft, ist uns egal." Passiert nicht. Stattdessen gibt es zeitlich befristete oder vollständige Exklusivdeals, Aufkauf von Spielestudios etc. - d.h. es führt zu einer Fragmentierung des Marktes, nicht zu mehr Freundlichkeit wem auch immer gegenüber. (GOG(!) wirkt hier mit dem Universallauncher korrigierend)

    Lirumlarum: um was es Epic (vermutlich) gehen dürfte wäre das "Monopol" von Google Playstore und Apple AppStore zu einem Duopol aufzubrechen und quasi den "Epic Store" auch auf diesen Plattformen zu etablieren. Ist das gelungen, wird genau das gleiche passieren wie auf dem PC: Exklusivdeals, etc.

    Das würde (für mich) für iOS absolut Sinn ergeben.

    Wo es undurchsichtig/spannend wird ist Google (siehe auch deine Frage). Hier wird es spannend: Epic hatte bereits einmal den Rückzug aus dem Playstore vollzogen (da es auf Android diesen Zwang so nicht gibt) und es nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Was der Move Google gegenüber soll, ist mir also auch noch nicht so ganz klar.

    Die Frage ist, wie sich Microsoft positioniert. Fakt dürfte aber sein: Sony, Nintendo und Microsoft ist vermutlich klar, dass ihre Konsolenstores die nächste sein dürften, auch wenn Sweeney hier noch(?) sagt, dass sie ja ein anderes Geschäftsmodel haben und dort die 30% plötzlich fair sein sollen.

    Ich persönlich denke, das große Ziel von Epic ist ein eigener Store auf allen Plattformen (BIG Money, auch wenn "nur" 12%). Alle die nur über Fortnite reden, denken mMn zu klein.

  2. Re: Zu klein gedacht?

    Autor: BlindSeer 18.08.20 - 14:38

    Das ich die Exklusivdeals nicht so kritisch sehe, sondern eben doch entwicklerfreundlich (Sicherung der Einnahmen, unabhängig vom realem Erfolg), aber eben nicht wohltätig (Kundengenerierung, um in einen Markt mit einem Quasimonopolisten zu kommen, denn das ist Steam) ist bekannt. Ich differenziere das nur weiter.
    Das Epic nicht den Heiligenschein des Jahres verdienen will ist mir klar. Denen geht es ums Geld. Sei es eigene Games vertreiben zu können, oder die Provision zu drücken. Über das Thema habe ich nicht referiert. Du könntest meine Ausführung genauso stehen lassen, wenn es SPotify, Netflix oder gar MS wären die klagen. ;) Es geht Firmen im Grunde immer nur um unser Bestes: Unser Geld. Kann also sogar gut sein, dass Epic am liebsten überall Direktvertrieb machen möchte. Nur das Ziel ändert nichts an der Gatekeeperrolle Apples, die fröhlich die Hand aufhalten wollen.
    Über die möglichen Ziele und Strategien wo Epic hin will können wir gerne bei einem passendem Newsbeitrag diskutieren :D

  3. Re: Der Anfang vom Ende?

    Autor: QDOS 18.08.20 - 17:09

    BlackyRay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sag Mal haben die jetzt gänzlich den Arsch offen? Cloud Gaming ist als
    > Plattform in den Nutzerbedingungen bereits verboten und nun die unreal
    > engine?
    Die Engine ist nicht verboten laut den TOS. Der Anbieter der Engine ist allerdings mehrfacher TOS-Violator und hat eine Frist bekommen, bis zu der er entweder die TOS einhält oder seinen Zugang verliert...

  4. Re: Der Anfang vom Ende?

    Autor: Trockenobst 18.08.20 - 17:21

    QDOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Engine ist nicht verboten laut den TOS. Der Anbieter der Engine ist
    > allerdings mehrfacher TOS-Violator und hat eine Frist bekommen, bis zu der
    > er entweder die TOS einhält oder seinen Zugang verliert...

    https://9to5mac.com/2020/08/17/apple-terminating-epic-games-dev-account/

    Epic könnte jederzeit eine neue Unterfirma bei Apple anmelden und sich wieder das SDK rechtlich sauber besorgen.

    Im übrigen kenne ich große Simulationsfirmen die genau für diesen Zweck ihren Vertrieb und die Entwicklung getrennt haben. Die haben sogar Extra Firmen in jedem Land. Damit nicht eine seltsame Sperrung die ganze Holding in Gefahr bringt. Hier wagt sich Epic Argumentativ auf sehr dünnes Eis.

  5. Re: Zu klein gedacht?

    Autor: Darkmalvet 20.08.20 - 23:47

    cmi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist, wie sich Microsoft positioniert. Fakt dürfte aber sein:
    > Sony, Nintendo und Microsoft ist vermutlich klar, dass ihre Konsolenstores
    > die nächste sein dürften, auch wenn Sweeney hier noch(?) sagt, dass sie ja
    > ein anderes Geschäftsmodel haben und dort die 30% plötzlich fair sein
    > sollen.

    Da die kommenden Playstation und Xbox Konsolen im Grunde genommen x86 basierte "fast PC" sind ist die Lösung eigentlich ganz einfach.

    Man gibt Multiboot frei und sichert das OS gegen sämtliche Zugriffe von fremden Betriebssystem ab z.b. indem man interne Speicher deaktiviert und beim Start prüft ob die Dateien des OS verändert wurden.

    Der Nutzer könnte dann vom USB Stick aus andere Systeme booten und sich innerhalb dieses Systeme wie an einem herkömmlichen Desktop PC frei austoben und Epic Games kann darauf verwiesen werden, die Konsole seie ja ein PC und es gäbe ja Möglichkeiten das Spiel auf der Hardware laufen zu lassen.

    Könnte sich sogar rechnen, damit könnte man durchaus den ein oder anderen als Kunden gewinnen, der gerne eine Konsole hätte aber zuerst einmal ein bezahlbaren Einsteiger PC braucht und dann kein Geld mehr für die Konsole hat, insbesondere Jugendliche, die den PC für Schulaufgaben etc brauchen aber die Konsole gerne hätten.

    Die Gefahr, dass bei Multiplattform Titeln eher die PC Version gekauft wird nimmt in den Jahren nach Release ab, die Konsole ist ja schließlich nicht aufrüstbar und neu erscheinende AAA Titel dürften mit der Zeit in der Konsolenversion deutlich besser laufen.

    Zudem kaufen viele ja gewollt Konsole kaufen, weil sie die Konsolensteuerung, die auf Fernseher optimierte GUIs und die unkomplizierte Bedienung wünschen, diese Stammkundschaft wird sich kaum die Mühe machen z.b. Windows im Multiboot einzurichten.

    Und zumindest Microsoft kann für diejenigen, die zwingend ein Windows Dual Boot haben wollen natürlich noch Geld mit weiteren Lizenz Keys machen.

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