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Präzedenzfall überfällig

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  1. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: pEinz 18.10.17 - 12:57

    Und sicherheitsverwahrung. Sie sind eine gefahr für alle gamer

  2. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: Shoopi 18.10.17 - 13:00

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jawoll! 10 Jahre Gefängnis sind ja wohl das Minimum für Cheater.


    Solche witzigen Kommentare sind der Grund weshalb ich hoffe, das Gerichte irgendwann einfach Entscheiden: "Cheatprogramme sind nicht gegen das Gesetz. Es sind halt nur Videospiele. Das sehen wir nicht als Sport, also warum sollten wir uns um sowas kümmern? Das ist als würde man jemanden einsperren weil er bei Mau Mau am Tisch zinkt."

    Solche Kommentare haben mich nebenbei dazu gebracht bereits 2, 3 Cheatprogramme für einige Spiele besorgt zu haben - denn die vor Wut schäumenden Mitspieler waren so unfassbar köstlich, das war nicht zu fassen. Nebenbei habe ich in diesen Spielen niemals irgend einen Ranglisten-Modi angefasst, derart gemein bin ich dann doch nicht - aber in einfachen "Fun-Runden" ohne Ranglisten ist es schon erstaunlich wie verdammt ernst Leute das nehmen. Das erinnert mich ein wenig an das gefeierte Video von der einen öffentlichen LAN, wo irgend ein Wahnsinniger den PC eines Mitspielers zerstört weil der einen Aimbot in Counter Strike genutzt hatte. Aber Hey, hier ist die Videospiel-Community -> Verbrechen wie Körperverletzung, Raub und Mutwillige Zerstörung anderer Menschen ihr Eigentum ist legitim, immerhin wurde hier ein Aimbot genutzt. :)

  3. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: tschick 18.10.17 - 13:09

    mekkv2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Würde der CCC all seine Erkenntnisse für 20¤ Monatlich
    > Kreditkartenbetrügern zur Verfügung stellen wäre man da sehr schnell aktiv.
    > Erkennst Du die Parallele?

    Dieses Thema strafrechtlichen Analogien gegenüberzustellen gehört zwar zum modernen Narrativ, ist aber lediglich eine zweckdienliche Umdeutung und schlicht und ergreifend falsch.

    Das kommerzielle Veröffentlichen von Sicherheitslücken ist außerdem auch nicht verboten.

  4. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: mekkv2 18.10.17 - 14:56

    tschick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mekkv2 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Würde der CCC all seine Erkenntnisse für 20¤ Monatlich
    > > Kreditkartenbetrügern zur Verfügung stellen wäre man da sehr schnell
    > aktiv.
    > > Erkennst Du die Parallele?
    >
    > Dieses Thema strafrechtlichen Analogien gegenüberzustellen gehört zwar zum
    > modernen Narrativ, ist aber lediglich eine zweckdienliche Umdeutung und
    > schlicht und ergreifend falsch.
    >
    > Das kommerzielle Veröffentlichen von Sicherheitslücken ist außerdem auch
    > nicht verboten.

    Es kommt immer auf den Kontext und die Absicht an. Gehe ich zu Fuß über die Straße, ist das legal. Gehe ich unbefugt auf fremdes Grundstück ist das Hausfriedensbruch. "Gehen" ist deswegen nicht illegal. Veröffentliche ich also eine Sicherheitslücke in wissenschaftlichem Kontext ist das OK. Verkaufe ich diese Information allerdings mit "Hey du, ich hab hier was gefunden womit du Kreditkarten knacken kannst" ist das nicht OK. Und letzteres ist Cheating. Gewerbsmäßige Computermanipulation mit sittenwidriger Absicht.

  5. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: Hotohori 18.10.17 - 15:06

    Vor allem sind Mods im Multiplayer entweder für alle Mitspieler oder für keinen.

    Grundsätzlich gibt es aber viele Mods, die nur eines machen: das Spiel erleichtern. Viele Mods erinnern mich da an Cheats. Aber wie gesagt, da jeder Mitspieler diesen Mod auch nutzt, ist es wieder für alle gleich.

    Vor allem aber können hier die Spieler entscheiden ob sie diesen Mod wollen oder nicht. Beim Cheating wird er einem aufgezwungen, wenn die andere ihn nutzen und man Chancengleichheit wieder herstellen will.

  6. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: Bassa 18.10.17 - 15:08

    Ich halte es für einen schlechten Witz, nach Grundsatzurteilen zu rufen beim Thema Cheaten.
    Ich kann verstehen, dass man in Online-Spielen keine Cheater will. Das sehe ich auch unabhängig von Ranglisten so, aber auch das ist kein Grund, vor Gericht zu gehen. Ich kann irgendwie verstehen, dass ein Unternehmen versucht, gegen so etwas vorzugehen, weil es durchaus die Kundenzahlen sinken lassen kann. Aber welches Gesetz soll denn ein Cheatverbot hergeben? Unberechtigter Zugriff auf Programmcode wäre da vielleicht ne Option, aber das muss wohl tatsächlich ein Jurist klären.
    In Single Player sollte meiner Ansicht nach jeder machen können, was er will. Was geht es jemand anderen an, ob die Währungseinheiten in MegaSoloRPG nun erfarmt oder ercheatet wurden? Jeder sollte so spielen, wie es Spaß macht.
    Ich hab mit Diablo 2 auch mal im OpenBnet das Cheaten probiert, aber da waren andere so gut, dass selbst mein Char mit Mega-Resistenzen die Blitzaura des Paladins nicht überlebt hat. Der hat aber auch mit einem kurzen Aktivieren den gesamten Level gebraten.

  7. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: mekkv2 18.10.17 - 15:27

    Ich glaub' ich hab mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mir geht es um die Anbieter von Cheats, mit denen in Onlinespielen betrogen wird.

  8. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: Bassa 18.10.17 - 17:12

    Das klang eher so als wäre das zwar auch aber nicht allein gemeint, weil Du ja auch Singleplayer erwähnst.

    Ich denke aber mal, das eher die Technik, wie der Cheat funktioniert/ermittelt wurde (z.B. Reverse Engineering oder so etwas) zu rechtlichen Problemen führen kann als der Cheat an sich.

  9. Re: Was erhoffst Du Dir davon?

    Autor: DAUVersteher 18.10.17 - 18:09

    pEinz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche aber vor Gericht nur als Ansatz genommen werden in DE. Hier wird
    > jeder Fall einzeln bewertet und solche "Grundsatzurteile" wie man Sie im
    > Volksmund nimmt gelten wenn überhaupt als Wegweiser. Nicht wie in Amerika
    > wo die Urteile dann alle 1:1 neu ausgesprochen werden. Und das ist auch gut
    > so.
    Wenn hier der BGH ein Urteil spricht wird das AG sonstwas aber mit Sicherheit nicht im einem gleich gelagerten Fall genau anders entscheiden.
    Wenn es also ein Grundatzurteil gibt, ist das daher quasi als "bindend" zu werten. Seriöse Anwälte sagen dir das auch und empfehlen dir, dich daran zu orientieren statt erneut zu klagen.
    Es gibt zwar Fälle, wo Gerichte anders etnscheiden aber da sind dann oft auch wichtige Einzelheiten anders gewesen.

  10. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: DAUVersteher 18.10.17 - 18:21

    Keepo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn man es ganz weit treibt, kann man auch maus + tastatur in FPS games
    > als cheaten bezeichnen. man solle gefälligst doch einen controller
    > benutzen.
    Wenn der Spieleentwickler in sein Spiel einprogrammiert, dass man nur einen Controler benutzen darf und du über Fremdsoftware dann eine Tastatur und Maus nutzen darfst, ein klares Ja, wenn aber beides erlaubt ist, dann nein!
    > von den endusern sollte man aber rechtlich die finger
    > lassen, auch wenn genau jene die arschlöcher sind die cheaten.
    Wenn es nun ein Urteil gäbe, was das "cheaten"* unter Strafe stellt, wäre es aber für viele eine Abschreckung und es gäbe deutlich weniger "Cheater".


    * Als "verbotenen Cheat" bezeichne ich alles, was vom Hersteller nicht unterstützt wird. Wenn also ein Mod es mit der vom Hersteller implementierten Mod-Api erlaubt, den "Fog of War" auszublenden, ist das kein Cheat. Da könnte der Hersteller auch Problemlos den Teil der API bzw die Mod-Funktionalität anpassen um das zu unterbinden. Ebenfalls sind Cheats welche man im Spiel eingeben kann (in der Regel natürlich nur im Offlinemodus) vollkommen legal.
    Wenn man Offline-Spielstände in Onlinespielstände transfereiren kann, muss der Hersteller dafür sorge tragen, dass das bei Spielständen in denen Gecheatet wurde unterbunden wird bzw die Vorteile der Cheats entfernen.
    Externe Software die ins Spiel eingreift ist ebenfalls verboten. Im Spiel vorhandene Bugs die man ausnutz sind dagegen für mich wiederrum nicht verboten. Der Hersteller darf aber dann Spielstände zurücksetzen sollte sich der Spieler Vorteile verschaft haben. Wieweit der Hersteller dabei gehen darf ist wiederrum eine schwierige Geschichte. Er wird immer unschuldige treffen :(

  11. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: crazypsycho 18.10.17 - 18:26

    Shoopi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bassa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jawoll! 10 Jahre Gefängnis sind ja wohl das Minimum für Cheater.
    >
    > Solche witzigen Kommentare sind der Grund weshalb ich hoffe, das Gerichte
    > irgendwann einfach Entscheiden: "Cheatprogramme sind nicht gegen das
    > Gesetz. Es sind halt nur Videospiele. Das sehen wir nicht als Sport, also
    > warum sollten wir uns um sowas kümmern? Das ist als würde man jemanden
    > einsperren weil er bei Mau Mau am Tisch zinkt."

    Wenn in einem Spiel die Cheater überhand nehmen, so vertreibt das die ehrlichen Spieler. Oft bedeutet dies dann Gewinneinbussen für den Anbieter.
    Darum sind die Publisher auch so hinterher und versuchen die Cheatprogramme vom Markt zu nehmen.
    Leider ist der Schaden nur schwer bezifferbar.

    > Solche Kommentare haben mich nebenbei dazu gebracht bereits 2, 3
    > Cheatprogramme für einige Spiele besorgt zu haben - denn die vor Wut
    > schäumenden Mitspieler waren so unfassbar köstlich, das war nicht zu
    > fassen.

    Verständlich, schließlich nimmst du anderen den Spielspaß, nur um selbst mehr Spaß zu haben.

    > Nebenbei habe ich in diesen Spielen niemals irgend einen
    > Ranglisten-Modi angefasst, derart gemein bin ich dann doch nicht - aber in
    > einfachen "Fun-Runden" ohne Ranglisten ist es schon erstaunlich wie
    > verdammt ernst Leute das nehmen.

    Die wollen halt auch nur Spaß haben und du nimmst ihnen das einfach weg.

    > Das erinnert mich ein wenig an das
    > gefeierte Video von der einen öffentlichen LAN, wo irgend ein Wahnsinniger
    > den PC eines Mitspielers zerstört weil der einen Aimbot in Counter Strike
    > genutzt hatte. Aber Hey, hier ist die Videospiel-Community -> Verbrechen
    > wie Körperverletzung, Raub und Mutwillige Zerstörung anderer Menschen ihr
    > Eigentum ist legitim, immerhin wurde hier ein Aimbot genutzt. :)

    Das war nicht irgendeine öffentliche LAN. Da ging es um Preise und Geld.
    Der Cheater hat hier nicht nur anderen den Spaß genommen, er hat sich auch des (versuchten) Betrugs strafbar gemacht.
    Er kam also noch relativ milde mit seiner Straftat davon.

  12. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: DAUVersteher 18.10.17 - 18:52

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber welches Gesetz soll denn ein Cheatverbot hergeben?
    Spontan würd ich sagen "Betrug"
    > In Single Player sollte meiner Ansicht nach jeder machen können, was er
    > will. Was geht es jemand anderen an, ob die Währungseinheiten in
    > MegaSoloRPG nun erfarmt oder ercheatet wurden? Jeder sollte so spielen, wie
    > es Spaß macht.
    Sofern Singleplayer und Multiplayer sauber getrennt sind stimm ich dir zu. Aber viele Spiele erlauben den Singelplayerspielstand auch im Multiplayer zu nutzen, da sollte es auch unterbunden werden.
    > Ich hab mit Diablo 2 auch mal im OpenBnet das Cheaten probiert, aber da
    > waren andere so gut, dass selbst mein Char mit Mega-Resistenzen die
    > Blitzaura des Paladins nicht überlebt hat. Der hat aber auch mit einem
    > kurzen Aktivieren den gesamten Level gebraten.
    Oder die anderen haben einfach noch mehr/besser gecheatet als du.
    Wenn man gegen einen anderen Verliert weiß man nie, ob er einfach besser war oder gecheatet hat. Wenn man dann ständig verliert (egal ob man gut im Spiel war oder schlecht) hört man irgendwann auf mit dem Spiel. Wenn die anderen einfach immer besser waren als man selbst hat man Pech gehabt. Wenn die anderen aber immer gecheatet haben hat man einer anderen Person ein Hobby versaut was einfach scheiße ist.

  13. Re: Präzedenzfall überfällig

    Autor: DAUVersteher 18.10.17 - 19:01

    Shoopi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist als würde man jemanden
    > einsperren weil er bei Mau Mau am Tisch zinkt."
    Wenn bei uns bei Spielerundenn jemand auffällt, der irgendwie betrügt, wird er einfach ausgeschlossen. Erst nur kurz aber wenn er das öfters macht darf er niemehr mitspielen.
    Dadurch versauert er sich langfristig selber das Spielen.
    Online kann man sich seine Gegenspieler aber oft nicht aussuchen bzw es gibt ggf. zuviele Cheater wodruch einem die Cheater dann das Spiel versauen und genau das ist das asoziale daran.
    > Solche Kommentare haben mich nebenbei dazu gebracht bereits 2, 3
    > Cheatprogramme für einige Spiele besorgt zu haben - denn die vor Wut
    > schäumenden Mitspieler waren so unfassbar köstlich, das war nicht zu
    > fassen.
    Glückwunsch, du bist asozial! (Das ist keine Beleidigung sondern eine feststellung!)
    > Nebenbei habe ich in diesen Spielen niemals irgend einen
    > Ranglisten-Modi angefasst, derart gemein bin ich dann doch nicht - aber in
    > einfachen "Fun-Runden" ohne Ranglisten ist es schon erstaunlich wie
    > verdammt ernst Leute das nehmen.
    Und wieso nimmst du dir das Recht raus, nicht in Ranglisten spielden Leute als "minderwertig" zu sehen? Du kensnt nicht den Grund wieso der Spieler nicht in der Rangliste spielt. Evtl. ist es ein neuling in seinem ersten Spiel und du versaust ihm direkt das Spiel. Oder ein Familienvater der einfach keine Zeit hat, sich Ranglistentauglich zu entwickeln aber im normalen spielmodus alle paar Wochen mal ne Stunde spielen will, auch ihm nimmst du eine "Ausgleichsmöglichkeit".

    Ich persönlich rede ("flame") innerhalb von Spielen nie mit offensichtlichen Cheatern. Ich melde/ignoriere sie einfach sofern die offensichtlich Cheaten, nicht nur weil sie besser sind, in der hoffnung das es was bringt, verlasse ggf. das Spiel und fertig. Dennoch gab es einige Spiele die ich wegen Cheatern aufgegeben habe, auch wenn sie mir ansonten echt Spaß gemacht haben. Bei Nachfolgern habe ich dann immer erstmal abgewartet wie es sich mit Cheatern entwickelt und die Nachfolger dann teilweise nichtmehr gekauft.

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