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völlig unrealistisch

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  1. völlig unrealistisch

    Autor: triplekiller 05.09.17 - 17:38

    Jedem lebewesen in den kopf zu schießen ist der sofortige tod. In den meisten spielen haben die meisten gegner wohl ein ganzkörpergehirn.

    Das ist extrem unrealistisch, zum einen kann ich ballern wo ich will, schaden immer gleich. Zum anderen ist es ein ansporn immer auf den kopf zu ziehlen.

    Der letzte schuss soll etwas besonderes sein.

  2. Re: völlig unrealistisch

    Autor: /mecki78 05.09.17 - 18:20

    triplekiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zum einen kann ich ballern wo ich will,
    > schaden immer gleich.

    https://www.youtube.com/watch?v=Ohl_dA_zzz4

    /Mecki

  3. Re: völlig unrealistisch

    Autor: teenriot* 05.09.17 - 18:33

    Wo wir dann wieder bei Filmen sind. Der singenden Jesus am Kreuz war auch verdammt unrealistisch.

  4. Re: völlig unrealistisch

    Autor: HierIch 05.09.17 - 18:55

    Wenn Spiele realistisch darstellen würden, was passiert, wenn man anderen Lebewesen in den Kopf schießt, hättest du sicher auch keinen Spaß daran. Zumindest hoffe ich das für dich.

  5. Re: völlig unrealistisch

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 05.09.17 - 19:00

    triplekiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jedem lebewesen in den kopf zu schießen ist der
    > sofortige tod.

    Sofern sich darin irgend etwas befindet, dass das Lebewesen zu Leben benötigt. ;-)

    > In den meisten spielen haben die meisten gegner
    > wohl ein ganzkörpergehirn.

    Was wäre denn die Alternative?
    Realismus heißt: Auch wenn die Spielfigur von einem Schuss getroffen wird - egal ob tödlich oder nicht - ist das Spiel beendet. Es sei denn, man spielt - natürlich in realistischer Echtzeit - das Abheilen einer Fleischwunde inklusive eventuellem Wundfieber nach.
    Außerdem hat man maximal eine Langwaffe und eine, maximal zwei Faustfeuerwaffen zur Reserve dabei und nicht allzu viel Munition. Das gilt auch für die Gegner, weshalb es nach einem unverletzt gewonnenen Feuergefecht nicht viel einzusammeln gibt und die Reste aus zwei bis vier verschiedenen Kalibern bestehen - ganz zu schweigen davon, dass es eine Weile dauert, die Patronentaschen und Waffen von Gegnern zu leeren und volle Magazine aufzumunitionieren.
    Davon und durch den vorangegangenen Kampf ist die Spielfigur so erschöpft, dass sie ohnehin erst einmal ein bis zwei Stunden rasten muss und hoffentlich Wasser und Proviant dabei hat. Inzwischen wird es hoffentlich nicht Abend, denn außerhalb von Städten wird es recht schnell recht dunkel und irgendwann stockfinster. Dann hat man hoffentlich einen guten Platz zum Übernachten gefunden, wenn man nicht gerade noch fit genug ist für eine Nachtwanderung, die dann aber auch mit einer starken Taschenlampe und ausreichend Batterien in unbekannten Gelände kein Zuckerschlecken ist und die Spielfigur erneut erschöpft. Nur dass es dann mit ein, zwei Stunden Rast nicht mehr getan ist, so langsam braucht der Mensch dann doch mal eine Mütze Schlaf, wenn er nicht gerade Aufputschmittel nehmen will, die seine Konzentration erst einmal erhalten, aber dafür bald darauf um so mehr einschränken.

    Apropos: Parallel dazu haben sich die Bösewichte sicherlich gefragt, was es mit dem Geballer auf sich hat, das man über Kilometer hören konnte. Und falls nicht, wundern sie sich bald darauf, warum sich einige Kameraden noch nicht zurückgemeldet haben. Vermutlich sind sie also ohnehin aufgetaucht, während man noch Munition zusammengesucht oder seine Wunden geleckt hat und alle weiteren Probleme sind damit hinfällig, denn noch ein Feuergefecht übersteht man sowieso nicht, nachdem man bereits das erste nur mit unwahrscheinlich viel Glück gegen eine Überzahl an Gegnern gewonnen hat - in der Realität geht man dabei nämlich im Regelfall drauf.

    Übrigens: Kopfschüsse sind in der Realität nahezu immer Zufallstreffer, wenn es sich nicht gerade um eine Hinrichtung mit aufgesetztem Kopfschuss handelt. Selbst Scharfschützen mit passender Bewaffnung, dem Überraschungsmoment auf ihrer Seite und genug Zeit zum Prüfen der Schussbedingungen und zum Zielen nehmen eher nicht den Kopf ins Visier, weil der Torso ein viel leichteres Ziel ist, dass nicht so schnell durch eine zufällige Bewegung aus der Schusslinie gerät. Es geht auch - außer bei Attentaten - selten darum, den Gegner *sofort* zu töten, wenn es der Sache genauso dienlich ist, ihn irgendwie kampfuntüchtig zu machen.
    In der Realität sind schwer verwundete Gegner oft sogar besser als tote, denn sie binden viel stärker die Aufmerksamkeit ihrer Kameraden. Schreiende Verwundete demoralisieren mehr als Tote, ganz davon zu schweigen, dass man sie bergen und anschließend versorgen muss.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Realität willst du nicht spielen. Ein etwas größerer, aber immer noch geringer Anteil an Realität ist guter Stoff für Spiele mit Survial-Setting, aber gerade in schnellen FPS hält man den Realitätsanteil aus gutem Grund so gering wie möglich und zum Ausgleich gibt es mehr (gefühlte) Authentizität der Kulissen oder ganz im Gegenteil ein möglichst abgefahrenes Setting.

  6. Re: völlig unrealistisch

    Autor: HierIch 05.09.17 - 19:16

    Mit dieser Antwort bist du nicht nur vom Erdbeerfeld der Held. :)

  7. Re: völlig unrealistisch

    Autor: truuba 06.09.17 - 09:11

    Damit ist dieser Thread wohl abgehakt :)

  8. Re: völlig unrealistisch

    Autor: Fanti4ever 06.09.17 - 09:41

    Spalter! ;-)

  9. Re: völlig unrealistisch

    Autor: /mecki78 07.09.17 - 15:30

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Inzwischen wird es hoffentlich
    > nicht Abend, denn außerhalb von Städten wird es recht schnell recht dunkel
    > und irgendwann stockfinster.

    Ach was. Hast du denn gar nichts von Hollywood gelernt?
    Es wird doch nachts nicht dunkel, das Licht wird nur blau ;-)

    > Übrigens: Kopfschüsse sind in der Realität nahezu immer Zufallstreffer,
    > wenn es sich nicht gerade um eine Hinrichtung mit aufgesetztem Kopfschuss
    > handelt.

    Was hat uns schon Léon der Profi gelehrt? Man zielt nicht auf dem Kopf, man zielt auf das Herz. Warum? Weil zum einen auch wenn man es verfehlt sind die Chancen gut, dass die Zielperson dabei drauf geht. Trifft man eine der Hauptschlagadern um's Herz herum, dann ist es auch ganz schnell vorbei. Auch ein Schuss in die Lunge kann ganz schnell tödlich enden. Und ein Schuss in den Hals, brauch ich wohl nicht weiter ausführen. Sofern man also nur grob auf die linke Brustseite zielt reicht das meistens schon. Außerdem, wie Léon sagt, muss ja das Opfer schnell, leicht und eindeutig identifizierbar bleiben, weil sonst zahlt der Auftragsgeber erst mal nicht und daher sind Schüsse mitten in's Gesicht tabu (vor allen mit Schrotflinten und Kriegskaliber, wo der Kopf regelrecht zerplatzt durch die Wucht).

    Ansonsten sind Kopfschüsse auch gar nicht mit Sicherheit tödlich. Der Schädel ist ein massiver Knochen, der die auch Kugel ablenken kann (so dass es am Ende nur ein Streifschuss wird) oder in dem die Kugel sogar stecken bleiben kann (ist schon oft passiert und das kann man überleben). Man steht ja selten direkt vor seinem Gegner im Kampf und wenn man mit einer kleinen Handfeuerwaffe aus größerer Entfernung schießt, mal ganz von der enormen Ungenauigkeit dieser Waffen, ist die Durchschlagskraft keineswegs berauschend. Hier wird immer so getan als ob eine 9mm Beretta die Feuerkraft eines Sturmgewehrs hätte, was sie aber nicht im Ansatz hat. Eine Beretta kommt auf 700 Joule und das Geschoss fliegt ca. 580 m/s schnell. Ein M16 kommt auf 1800 Joule und das Geschoss fliegt bis zu 1000 m/s schnell. Außerdem hat ein Revolver Patronen mit runden Kopf, Sturmgewehre haben Munition mit spitzen Kopf. Gerade mit einer "schwachen Waffe" bringt es auf größere Entfernung nicht unbedingt was auf einen Schädelknochen zu schießen, für Weichteile wie Herz und Lunge usw. reicht das aber auch dann noch problemlos, wenn man nicht dummerweise genau eine Rippe erwischt (wobei Rippen sind nicht so hart, die brechen leicht und eine gebrochen Rippe, die die Lunge perforiert kann auch tödlich sein).

    Müsste ich einen Tipp abgeben, ich behaupte mal die meisten Schüsse in wilden Feuergefechten landen im Bauchraum. Denn wie du sagst, zielt man mittig auf den Torso, dann hat man die größten Chancen überhaupt einen Treffer zu landen und auch sehr gute Chancen, dass dieser Treffer den Gegner sofort außer Gefecht setzt. Weil das jemand mit 3 Bauchschüssen noch problemlos durch den Wald läuft und mit einem Kampfmesser Gegner außer Gefecht setzt, das ist wie die "blaue Nacht" auch eher eine Hollywood-Erfindung. Dazu müssten die 3 Schüsse sämtliche Organe und größeren Adern im Körper verfehlt haben und dazu auch alle 3 stecken geblieben sein, denn Durchschüsse haben meisten so eine große Austrittswunde zur Folge, dass man in kürzester Zeit verblutet. Wie wahrscheinlich ist also bitte so was?

    /Mecki

  10. Re: völlig unrealistisch

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 07.09.17 - 19:00

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat uns schon Léon der Profi gelehrt? Man zielt
    > nicht auf dem Kopf, man zielt auf das Herz. Warum?
    > Weil zum einen auch wenn man es verfehlt sind die
    > Chancen gut, dass die Zielperson dabei drauf geht.

    Das gilt aber auch nur für Scharfschützen in verdeckter Position und wenn das Ziel zwingend sterben soll. Bei Schnellschüssen und insbesondere in Feuergefechten ist es zeitlich gar nicht machbar, bevorzugt auf die linke Körperhälfte zu zielen, außerdem geht das mit ziemlich großer Chance links vorbei.
    Zumindest meine Schießausbildung war da eindeutig und pragmatisch: Man zielt mittig auf den Oberkörper. Das ist ohnehin die größte zusammenhängende Fläche des menschlichen Körpers mit der größten Trefferchance und irgend etwas Wichtiges trifft man da immer, wenn man denn trifft. Aber selbst wen man nicht trifft, hat man sich selbst zumindest nicht unnötig exponiert und der Gegner hat gemerkt, dass man es ernst meint.

    > denn Durchschüsse haben meisten so eine große
    > Austrittswunde zur Folge, dass man in kürzester
    > Zeit verblutet.

    Die Größe der Austrittswunde wird durch die Verformung des Projektils bestimmt. Wenn dieses nur durch den weichen Unterleib passiert (und da noch nicht einmal Organe verletzt haben sollte), wird es auch nicht verformt und sowohl die Ein- als auch die Austrittswunde sind fast gleich groß.
    Natürlich kämpft man trotzdem nicht weiter, als wäre nichts geschehen, sondern bestenfalls noch so lange, wie ein enorm hoher Adrenalinspiegel das Trauma unterdrückt. Dass eine Wunde nicht tödlich, mit einem Druckverband behandelbar ist und auch auch ohne ärztliche Hilfe (aber idealerweise einem Antibiotikum) überstehbar ist, heißt noch lange nicht, dass man weiter wie ein junger Gott durch den Wald tobt. Eine Schusswunde, selbst wenn es nur eine Fleischwunde ist, bedeutet immer ein paar unangenehme Tage, bevor man wieder auf voller Leistungshöhe ist. Außer, man heißt Chuck Norris, da erleidet bekanntlich die Kugel Schmerzen. ;-)

    Grundsätzlich sollte man das Ganze aber weder mystifizieren noch eine Wissenschaft daraus machen: Feuerwaffen fanden dadurch schnelle Verbreitung, dass praktisch jedermann, der geradeaus kucken konnte, auch in kürzester Zeit dazu ausgebildet werden konnte, sogar jemanden kampfunfähig zu machen, der das Waffenhandwerk von Kindesbeinen an gelernt hat. Das Grundprinzip ist sehr simpel und man muss nur wenige Grundregeln beachten.

    Und um mal wieder die Kurve zu Computerspielen zu kriegen: Da geht es nicht um Realismus. Ganz im Gegenteil, es wird in Sachen Story und Spielmechanik alles nur Erdenkliche ausprobiert, um ein unrealistisches Szenario zu schaffen - nämlich eines, in dem sich im Extremfall eine Person ein Feuergefecht mit vielen Personen liefern kann und nicht nur lebend davonkommen, sondern sogar gewinnen kann. Dafür gibt es nur sehr wenige reale Beispiele, und da waren die Umstände so, dass man es maximal als Tower-Defense-Variante spielerisch umsetzen könnte.

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