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Sony vom cloudfortschritt abgehängt

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  1. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Trollversteher 03.04.19 - 10:32

    >Ok, aber kannst du deine Ansichten auch irgendwie mit Zahlen, Daten oder Fakten belegen?

    Habe ich doch getan, siehe zB Netflix Gewinn im Vergleich zum Umsatz seit dem Wechsel in die AWS Cloud, deren unzählige Aussagen darüber die in diversen Interviews und Artikeln im Netz nachzulesen sind.

    Das gleiche bestätigen andere Unternemen - in einem anderen Beitrag hier hatte ich eine Aussage von NaughtyDog verlinkt, die sagen sie hätten durch die Umstellung 90% ihrer vorherigen Kosten mit eigenem inhouse Serverpark eingespart - das hört und liest man von vielen Dienstanbietern die in die Cloud umgezogen sind. Gerade, wenn es darum geht auch ältere Titel noch anzubieten, die kaum noch Umsatz generieren ist eine skalierbare Cloudlösung die beste Wahl um kosteneffizient zu bleiben:

    "Over time, all console games experience a decline in player activity. As usage drops, Naughty Dog can simply scale down individual servers and storage instances related to specific games. This ensures the highest level of cost effectiveness, helping them to save approximately 90 percent versus their on-premise IT service."

    Hier noch ein paar weitere Links zu dem Thema:

    https://www.infoworld.com/article/3198366/the-high-cost-and-risk-of-on-premise-vs-cloud.html

    https://betanews.com/2013/11/04/comparing-cloud-vs-on-premise-six-hidden-costs-people-always-forget-about/

    >Ich bin der Meinung das stimmt so rein gar nicht was du da schreibst und natürlich würde Netflix besser verdienen, wenn sie nicht auf die Kapazitäten von Drittanbietern angewiesen wären, sondern die wertschöpfungskette selbst ausschöpfen könnten und zwar ganz speziell in diesem hochprofitablen Bereich.

    Was Du komplett übersiehst ist der große Vorteil der Skalierbarkeit, denn erst da kann eine Cloudlösung finanziell erst richtig gegen eine traditionelle "on-premise" Lösung punkten.
    Das funktioniert natürlich nur, wenn man a) mit größeren Auslastungsschwankungen zu rechnen hat b) mit einem starkem Wachstum in den nächsten Jahren rechnet und natürlich c) Seine Infrastruktur und Anwendungen auch auf die Cloud anpasst und deren Vorteile nutzt - wer einfach nur seine 50 Server samt Anwendungen in die AWS Cloud schiebt und dort weiter betreibt wie zuvor, der wird tatsächlich mehr Geld ausgeben als mit einer "on premise" Lösung.

    Und das trifft gerade auf Streaming-Dienste zu. Ein Unternehmen wie Netflix ist wie kaum ein anderes auf Wachstum ausgelegt (und angewiesen) und auch die Auslastung der Server schwankt innerhalb einer Zeitzone extrem zwischen Tag und Nacht. Mit einer traditionellen Lösung muss ich also Kapaztitäten (Server, Räumlichleiten, Personal, Infrastruktur) für das maximale Auslastungsszenario PLUS Sicherheits-Buffer nach oben PLUS potentielles Wachstumspotential für mindestens die nächsten fünf Jahre vorhalten, und wenn ich feststelle, dass ich schneller wachse als geplant dann muss ich in der Lage sein, so schnell wie möglich Kapazitäten nachzurüsten ohne dass die Bestandskunden etwas davon mitbekommen.

    Ich zahle also für einen riesigen Hardware-Park nebst Betriebskosten, der zu einem großen Teil der Zeit nur ungenutzt vor sich hin idled. Bei einer skalierbaren Cloud-Anwendung hingegen zahle ich, neben zu vernachlässigen Grundgebüren, nur das, was ich auch wirklich nutze. Ein Online Dienst mit 500.000 Kunden zahlt auch nur die benötigte Hardware für 500.000 Kunden. Und wenn mein Businessplan vorsieht, im nächsten Jahr auf 2 Mio Kunden zu wachsen, muss ich nicht ein Jahr lang einen Hardwarepark der auf 2 Mio Kunden ausgelegt ist und nur zu einem viertel genutzt wird bezahlen.
    Ebenso, wenn in einer Zeitzone Wochentags zwischen 0 Uhr und 16 Uhr die Nutzerzahlen auf ein paar tausend sinken, zahle ich für diesen Zeitraum auch nur Betriebskosten für Hardware, die auf ein paar tausend Kunden ausgelegt ist und nicht meinen gigantischen Serverpark für 2 Mio Kunden.
    Verstehst Du jetzt, wieso man (immer vorausgesetzt, dass das Businessmodell passt), mit einer Cloud Anwendung sehr viel Geld sparen kann, obwohl da noch ein weiterer Dienstleister mit verdient? Ressourcen-Optimierung, Skalierung und optimale Auslastung sind die Stichwörter. Das Geschäftsmodell ist ja nicht mal neu, siehe Mietwagen-Anbieter - wenn ich nur für wenige Tage im Jahr Fahrzeuge benötige, ist es günstiger an diesen Tagen die Miete dafür zu zahlen, statt mir einen eigenen Fahrzeugpark zuzulegen und das ganze Jahr dafür Betriebskosten, Steuern und Versicherungen zu zahlen.

    >Auch die anderen Punkte sind nicht nachvollziehbar, da auch 4k Filme (auf Netflix übrigens noch ziemlich rar) deutlich weniger Kapazitäten benötigen als aufwendige AAA Spiele.

    Netflix bietet derzeit knapp 200 Filme und Serien in 4K HDR an, das meiste davon sind Serien und die benötigen selbst bei nur einer Staffel mehr als ein aktueller AAA Fullsize Titel.
    Dazu kommen natürlich noch unzählige FullHD-Produktionen, die (gerade bei Serien mit mehreren Staffeln) auch nicht ohne sind.

    Da muss ein Dienst wie Google erst mal hinkommen (wohlbemerkt: Auch Google wird ja nicht ausschließlich aufwendige AAA Produktionen anbieten sondern auch viel im Casual Bereich oder den ein oder anderen Klassiker, und die kommen mit weitaus weniger Speicherplatz aus).



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.19 10:50 durch Trollversteher.

  2. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Glennmorangy 03.04.19 - 13:09

    Über die Kosten der Mieter und Profite der Cloudanbieter verlierst du weiterhin kein Wort. Ich bleibe dabei das Google, MS und Amazon aufgrund der eigenen Infrastruktur massiv im Wettbewerbsvorteil sind was Spiele streaming Dienste angeht. Solltest du allerdings recht haben und Sony kann das irgendwie kompensieren so erwarte ich, dass sie zeitnah den staffelstab aufnehmen und einen eigenen ernsthaften Dienst vorstellen werden (nicht PSnow) der es mit der Konkurrenz in Zukunft aufnehmen kann. Bin gespannt ob es so kommt, denn das diese Dienste künftig eklatante Marktanteile übernehmen werden, da ist sich die Fachwelt weitestgehend einig. Potentiell können einfach unglaublich viele Menschen damit erreicht werden.

  3. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Trollversteher 03.04.19 - 13:45

    >Über die Kosten der Mieter und Profite der Cloudanbieter verlierst du weiterhin kein Wort.

    Doch, das wird zB in den Links, die ich eingefügt habe zT en Detail aufgeführt und vorgerechnet.

    >Ich bleibe dabei das Google, MS und Amazon aufgrund der eigenen Infrastruktur massiv im Wettbewerbsvorteil sind was Spiele streaming Dienste angeht.

    Die haben diese Infrastruktur aber nicht für einen Gaming-Dienst aufgebaut. Die Bandbreite und Ressourcen, die sie für eigene Angebote in ihren Cloud-Diensten verbrauchen steht dafür nicht für das lukrative Enterprise-Cloud Geschäft zur Verfügung, was wiederum deren Gewinne schmälert.

    Somit ist der Effekt deutlich geringer als Du ihn darstellst. Sony hingegen müsste diese Infrastruktur alleine über den Streaming-Dienst finanzieren, oder eine echte Konkurrenz zu AWS oder Azure aufbauen, deren Einnahmen die massiven Ausgaben kompensieren.

    Das Argument "Sony muss eine eigene Server Infrastruktur aufbauen, um konkurrenzfähig zu bleiben" zählt also nicht. Wenn schon selbst Apple, die es sich locker leisten können, auf eine eigene Server-Infrastruktur verzichten und ihre iCloud statt dessen bei AWS und Google hosten, dann sagt das schon eine Menge aus.

    >Solltest du allerdings recht haben und Sony kann das irgendwie kompensieren so erwarte ich, dass sie zeitnah den staffelstab aufnehmen und einen eigenen ernsthaften Dienst vorstellen werden (nicht PSnow) der es mit der Konkurrenz in Zukunft aufnehmen kann.

    Ist die Frage, möglicherweise sehen sie auch für sich in diesem Geschäft keine Zukunft und setzen zumindest in der nächsten Generation wieder auf das gewohnte Modell einer stationären Hardware plus Entwicklerlizenzen.

    >Bin gespannt ob es so kommt, denn das diese Dienste künftig eklatante Marktanteile übernehmen werden, da ist sich die Fachwelt weitestgehend einig. Potentiell können einfach unglaublich viele Menschen damit erreicht werden.

    Früher oder später mag das kommen - aber zumindest in Deutschland sind wir alleine von der Infrastruktur noch weit davon entfernt, dass damit "unglaublich viele Menschen" erreicht werden können. Und bis 5G in voller Bandbreite flächendeckend dem Massenmarkt zur Verfügung steht, kann noch einige Zeit vergehen.
    Zudem bleibt die Frage, ob man solche Dienste nur mit eigener Server Infrastruktur gewinnbringend betreiben kann - wie bereits gesagt, Netflix ist ein guter Beweis dafür, dass es funktioniert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.19 13:53 durch Trollversteher.

  4. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Glennmorangy 03.04.19 - 18:42

    Utopie. Apple hat den Sprung in die eigene Infrastruktur lange verpasst und die können es sich jetzt nicht mal eben so leisten das aufzuholen. Du lässt ausser Acht, dass Anbieter wie Google, AWS und Microsoft bereits seit 2006 jedes Jahr viele Milliarden in den Ausbau der Rechenzentren pumpen und genau wie du richtig annimmst werden diese derzeit durch Gaming Hardware erweitert. Wenn du mal die Profitabilität dieser Dienste Googlest wirst du schnell darauf stoßen, dass diese nicht selten bei über 70% liegt. Die Infrastruktur ist somit in der wertschöpfungskette von clouddiensten der mit Abstand lukrativste Baustein, was im umkehrschluss bedeutet, das MS, Amazon und Google zu deutlichen attraktiveren Konditionen anbieten kann, als die für Sony möglich wäre. Bei Amazon Prime und Netflix kannst du es ebenfalls beobachten und niemand verdient an Netflix so gut wie Amazon. Ich glaube Sony hat aus wirtschaftlicher Sicht kein Interesse an solchen Diensten, aber sollten sie dennoch mal sowas in umfangreicher Form anbieten, bin ich gespannt wie man sich im Vergleich zu den großen Playern behaupten wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.19 18:43 durch Glennmorangy.

  5. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Anonymouse 04.04.19 - 12:55

    Glennmorangy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solltest du allerdings recht haben und Sony kann
    > das irgendwie kompensieren so erwarte ich, dass sie zeitnah den staffelstab
    > aufnehmen und einen eigenen ernsthaften Dienst vorstellen werden (nicht
    > PSnow) der es mit der Konkurrenz in Zukunft aufnehmen kann.

    Was stimmt denn mit PSnow nun nicht?

  6. Re: Sony vom cloudfortschritt abgehängt

    Autor: Glennmorangy 08.04.19 - 14:23

    PSnow ist leistungsschwach und bietet Zugang zu uralt Software. Und das zu überhöhten Preis. Kein Vergleich zu dem was mit Stadia und der XCloud ansteht.

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