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Nicht ausnutzen lassen sollte die Devise sein!

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  1. Nicht ausnutzen lassen sollte die Devise sein!

    Autor: divStar 26.01.19 - 12:11

    Mal im Ernst: das ist kein Narzissmus und auch kein Egoismus mal an sich zu denken - übrigens nicht nur auf der Arbeit, sondern auch privat. Das Leben ist eigentlich zu kurz für lebenslange Kompromisse, bei denen man sich etwas erhofft, was möglicherweise nie eintreten wird (Arbeit wie privat).

    Wer sich als Entwickler so ausnutzen lässt, ist selbst Schuld, denn entweder er ist nicht so gut und "schwimmt mit" - oder es gefällt ihm und/oder wird zusätzlich entsprechend entlohnt. Manche - auch in meiner alten Firma - haben Überstunden gemacht, weil Arbeit anfiel und sie die Zeitgutschrift gerne hatten, um z.B. später länger am Stück Urlaub machen zu können.

    Ich habe bisher (10+ Jahre als Software Entwickler) noch keinen Fall erlebt, bei dem man bis zum Umfallen arbeiten MUSSTE (Ausnahme: wenn es halt wirklich kracht - aber auch da ist man selten allein dabei). Und wenn es mal so ist, dann habe ich Plusstunden und feiere die ab (Auszahlung lohnt sich selten).

    Wer natürlich Knebelverträge unterschreibt, ist wirklich selbst Schuld (wobei ich das am Anfang der Karriere noch verstehen kann - aber später definitiv nicht). Ich würde niemals einen Vertrag unterschreiben, in dem steht, dass Überstunden mit dem Entgelt abgegolten sind - ganz egal welche Firma, wo und welches Gehalt (es sei denn es ist so viel höher als die Norm, dass z.B. 50 Überstunden dort bereits reingerechnet sind - aber das ist nahezu nie der Fall).

  2. Re: Nicht ausnutzen lassen sollte die Devise sein!

    Autor: Pete Sabacker 27.01.19 - 01:53

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde niemals einen Vertrag unterschreiben, in dem
    > steht, dass Überstunden mit dem Entgelt abgegolten sind - ganz egal welche
    > Firma, wo und welches Gehalt (es sei denn es ist so viel höher als die
    > Norm, dass z.B. 50 Überstunden dort bereits reingerechnet sind - aber das
    > ist nahezu nie der Fall).

    Absolut richtig, kann ich nur so unterschreiben (haha).

  3. Re: Nicht ausnutzen lassen sollte die Devise sein!

    Autor: Bitfuchs 27.01.19 - 08:51

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde niemals einen Vertrag unterschreiben, in dem
    > steht, dass Überstunden mit dem Entgelt abgegolten sind - ganz egal welche
    > Firma, wo und welches Gehalt (es sei denn es ist so viel höher als die
    > Norm, dass z.B. 50 Überstunden dort bereits reingerechnet sind - aber das
    > ist nahezu nie der Fall).

    Und dann, arbeitslos, Hartz IV?
    Ich hatte noch nie einen Vertrag, in dem nicht eine gewisse hohe Menge schon inkludiert war oder wie jetzt eben alles mit abgegolten ist.
    Dass das nicht funktioniert und ich mehr als 40h arbeite, war mir klar, als ich den unterschrieben habe. Aber ich hatte keine anderen Angebote und der vorherige Arbeitgeber war schlimmer. Mir ist auch seither nichts untergekommen, wo wirklich alles auf vergütet/ausgeglichen wird. Ich hatte Verträge im Consulting Bereich, da wurde sämtliche fakturierte Arbeitszeit auch vergütet, aber die Fahrzeit wäre zu meinen lasten gegangen und das hätten in der Konstellation unter Umständen 6h am Tag ausmachen können.

  4. Re: Nicht ausnutzen lassen sollte die Devise sein!

    Autor: Trollversteher 27.01.19 - 10:00

    >Und dann, arbeitslos, Hartz IV?

    Nö, wenn es wirklich keine andere Alternative gibt: Erst mal den "Ausbeuterjob" annehmen um über die Runden zu kommen und gleichzeitig direkt damit anfangen, sich nach etwas besserem umzuschauen.

    >Ich hatte noch nie einen Vertrag, in dem nicht eine gewisse hohe Menge schon inkludiert war oder wie jetzt eben alles mit abgegolten ist.

    Das ist bei Vertrieblern und in "höheren" Positionen mit Personalverantwortung üblich (dafür bekommt man aber in der Regel auch ein höheres Gehalt oder erfolgsabhängige Boni), aber als "normaler Entwickler" (außer vielleicht in der Gamesbranche) eigentlich nicht.

    >Dass das nicht funktioniert und ich mehr als 40h arbeite, war mir klar, als ich den unterschrieben habe. Aber ich hatte keine anderen Angebote und der vorherige Arbeitgeber war schlimmer. Mir ist auch seither nichts untergekommen, wo wirklich alles auf vergütet/ausgeglichen wird. <

    Das beste, was einem als angestellter Entwickler passieren kann, ist ein IG-Metall Betrieb mit Tarifverträgen und einen halbwegs fähigen Betriebsrat. Bei meinem letzten Arbeitgeber (Siemens) wurde zwar auch nicht automatisch jede Überstunde vergütet, sondern nur die "von Oben angeordneten", aber darauf, dass angefallene Überstunden *mindestens* durch Freizeit ausgeglichen wurden, hat der Betriebsrat immer streng geachtet und auch Kollegen, bei denen sich über einen längeren Zeitraum massive Überstunden angesammelt hatten, gedrängt, diese mal in einem größeren Block abzubauen. Leider sind aber gerade kleinere Startups und IT Abteilungen in mittelständischen Betrieben häufig nicht an einen Tarifvertrag gebunden.

    >Ich hatte Verträge im Consulting Bereich, da wurde sämtliche fakturierte Arbeitszeit auch vergütet, aber die Fahrzeit wäre zu meinen lasten gegangen und das hätten in der Konstellation unter Umständen 6h am Tag ausmachen können.

    Das Consulting-Geschäft ist imho aber ohnehin hart an der Grenze zur Scheinselbstständigkeit, da sollte man sich imho ohnehin überlegen, ob man nicht gleich "Nägel mit Köpfen" macht und den Schritt in die "echte Selbstständigkeit" wagt.

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