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Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: soul1337 22.02.23 - 14:13
Der Entwickler heißt Mundfish, nicht Mudfish. Ist im Artikel mehrmals falsch.
Im Übrigen geht die Zeit den Anschuldigungen hier nach und kommt zu einem deutlich gemäßigteren Ergebnis (Link kann ich leider nicht posten, findet man aber einfach über Google).
Solche moralisierenden Anschuldigungen ohne klare Evidenz machen für mich eher die Beschwerdeführer (in dem Fall die Ukraine) unsympathisch. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: bLaSpHeMy 22.02.23 - 14:24
Es geht um ein Videospiel.. Verzicht sollte hier ja einfach sein.
Zumal Mudfish, sollte es alles so stimmen mit den Verstrickungen, ein ziemlich cooler Freudscher Versprecher ist :D -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: soul1337 22.02.23 - 14:32
Ja, Verzicht ist hier einfach. Wenn das bei der sehr dünnen Lage an Beweisen zu den Verstrickungen hier aber genug ist, um das Spiel deswegen zu boykottieren, sollte man aber ähnlich genau auch bei anderen Spielen, die chinesische oder arabische (oder auch amerikanische -- ist ja nicht so, dass die USA moralisch vollkommen einwandfrei sind) Investoren haben, hinschauen.
Wo zieht man da die Grenze? Wenn moralisches Einwandfreisein das Kriterium ist, kann man heutzutage nicht mehr viel machen -- es hat praktisch alles über ein paar Ecken Verstrickungen zu höchst unsympathischen Staaten.
Im Übrigen bestraft man damit auch die Entwickler, die dafür erstmal nichts können, aber in diesem Fall ein augenscheinlich recht gutes Erstlingswerk abgeliefert haben. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: Mimus Polyglottos 22.02.23 - 14:38
soul1337 schrieb:
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> Im Übrigen bestraft man damit auch die Entwickler, die dafür erstmal nichts
> können, aber in diesem Fall ein augenscheinlich recht gutes Erstlingswerk
> abgeliefert haben.
Bei Boykotten und Sanktionen bestrat man fast immer unschuldige Personen mit. Deswegen soltle man aber nicht auf sie verzichten. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: Prypjat 22.02.23 - 14:47
Die Frage ist nur was dieser Boykott bringt.
Helfen wir damit wirklich der Ukraine?
Betrafen wir damit wirklich Putin?
Oder ist das alles nur reine Politisierung?
Am Ende trifft es nur das Entwicklerstudio und alle anderen externen Studios die bei der Entwicklung mitgeholfen haben. Putin ist es egal. Der bekommt seine Milliarden durch den Gas- und Ölverkauf an Indien und China.
Ich freue mich jetzt schon auf die ersten Nachrichten in denen Streamer mit Mord gedroht wird, weil sie dieses Spiel spielen.
Verrückte Welt! -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: lunarix 22.02.23 - 14:51
Prypjat schrieb:
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> Die Frage ist nur was dieser Boykott bringt.
> Helfen wir damit wirklich der Ukraine?
> Betrafen wir damit wirklich Putin?
> Oder ist das alles nur reine Politisierung?
Es hilft genauso wenig wie der Verzicht auf russische Literatur oder Filme. Zumindest ersteres wurde auch bereits gefordert. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: daz (golem.de) 22.02.23 - 14:54
Danke für den Hinweis mit dem Namen, der Tippfehler ist jetzt korrigiert.
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Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: JuBo 22.02.23 - 15:15
Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder ein Spiel gekauft und bin bisher sehr zufrieden. In der Tat könnte man weibliche Roboter für Timoshenko halten, die männlichen dafür mit dem Schnauzer aber für Lukaschenko :) - na und? selbst wenn das beabsichtigt wäre, dann ist es gelungene Satire.
So muss Unterhaltung. Ich habe damals auch C&C gespielt und iranische Atombomben und lybische Selbstmordtrucks in die Schlacht geschickt oder bei Postal Katzen missbraucht. Im Vergleich dazu ist Atomic Heart gerade zu pazifistisch
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.23 15:30 durch JuBo. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: superdachs 22.02.23 - 15:30
JuBo schrieb:
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> interresant dass, während eines heißen Krieges im Land, das ukrainische
> Digitalministerium Zeit dafür hat, Computerspiele eines russischen
> Entwicklers mit Sitz auf Zypern zu spielen und den Entwickler wegen seines
> Erfolges in Gruppenhaftung nehmen zu wollen, man kaufe wohl mit den
> Einnahmen Granaten.
> Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder ein Spiel gekauft und bin bisher sehr
> zufrieden. In der Tat könnte man weibliche Roboter für Timoshenko halten,
> die männlichen dafür mit dem Schnauzer aber für Lukaschenko :) - na und?
> selbst wenn das beabsichtigt wäre, dann ist es gelungene Satire.
> So muss Unterhaltung. Ich habe damals auch C&C gespielt und iranische
> Atombomben und lybische Selbstmordtrucks in die Schlacht geschickt oder bei
> Postal Katzen missbraucht. Im Vergleich dazu ist Atomic Heart gerade zu
> pazifistisch
Nunja, der Kauf des Spiels spült Devisen nach Russland von denen dann Waffen gekauft werden mit denen ukrainische Kinder verstümmelt werden. Das ist der Punkt. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: User287 22.02.23 - 15:41
Ach bitte - geht es noch pathetischer?
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Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: StefanDE 22.02.23 - 15:43
Nö - aber ich kann das ewige "Denkt doch mal jemand an die Kinder" nicht mehr hören...
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Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: h0ch 22.02.23 - 16:28
Putin, Mundfish - zweiter Buchstabe ist ein u? Wer hier noch an Zufälle denkt ...
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Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: Draco Nobilis 22.02.23 - 17:15
Mimus Polyglottos schrieb:
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> soul1337 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Im Übrigen bestraft man damit auch die Entwickler, die dafür erstmal
> nichts
> > können, aber in diesem Fall ein augenscheinlich recht gutes
> Erstlingswerk
> > abgeliefert haben.
>
> Bei Boykotten und Sanktionen bestrat man fast immer unschuldige Personen
> mit. Deswegen soltle man aber nicht auf sie verzichten.
Hä?
Du bist für das bestrafen von Personen die nichts mit der "Straftat"/Krieg zu tun haben?
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Wer ohne Beleg jetzt den Entwickler/Hersteller boykotiert kann das halt gerne tun, kann jeder entscheiden wie er mag. Sollte aber dann auch das selbe bei allen Herstellern und Kunst weltweit tun, sonst ist es heuchlerisch.
Übrigens steht im Grundgesetz was von Kunstfreiheit.
Wer denkt das man hier klagen kann soll es halt tun. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: sre 23.02.23 - 05:59
So funktionieren Sanktionen.
Man möchte so den Druck auf die Regierung durch die Bevölkerung (die unter den Sanktionen leider) so weit erhöhen dass diese Einlenken "muss". -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: Karanok3 23.02.23 - 08:09
soul1337 schrieb:
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> Ja, Verzicht ist hier einfach. Wenn das bei der sehr dünnen Lage an
> Beweisen zu den Verstrickungen hier aber genug ist, um das Spiel deswegen
> zu boykottieren, sollte man aber ähnlich genau auch bei anderen Spielen,
> die chinesische oder arabische (oder auch amerikanische -- ist ja nicht so,
> dass die USA moralisch vollkommen einwandfrei sind) Investoren haben,
> hinschauen.
>
> Wo zieht man da die Grenze? Wenn moralisches Einwandfreisein das Kriterium
> ist, kann man heutzutage nicht mehr viel machen -- es hat praktisch alles
> über ein paar Ecken Verstrickungen zu höchst unsympathischen Staaten.
>
> Im Übrigen bestraft man damit auch die Entwickler, die dafür erstmal nichts
> können, aber in diesem Fall ein augenscheinlich recht gutes Erstlingswerk
> abgeliefert haben.
Meiner Meinung nach vollkommener Unsinn. Die Grenze ist klar: Der Effekt ist klein, aber Ethisch gesehen da. Jeder Verkauf dieses Spiels spielt in Putins Kriegskasse. Wo wird die Grenze gesetzt? Vermögen baut sich nicht durch eine einzige Transaktion auf. Ist es ok, das aus der eigenen Tasche nur 2 bis 3 ¤ in die Waffenkasse geht? Oder wird die Grenze moralisch erst gezogen wenn wir von großen Beträgen sprechen? Ist es in Ordnung, wenn man sich bewusst ist das wir tagtäglich immer noch in so einigen Bereichen Geld an Russland abgeben, dort den geringeren Betrag einfach dazu zu legen?
Das muss sicherlich jeder selbst entscheiden. Allerdings bemerke ich für mich häufig eine ziemliche kindliche Einstellung, die mir nicht von echter Ethik getrieben scheint - sondern vom Konzept "nehmt mir mein Spielzeug nicht weg.". Fest steht: Auch die Entwickler könnten etwas tun. Sie könnten sich dem System entgegen stellen. Die Macht liegt beim russischem Volke. Stattdessen geht es "weiter wie bisher". Natürlich haben diese Menschen lange daran gearbeitet. Ich werfe den Entwicklern natürlich nicht vor, an dem Konflikt Schuld zu sein. Aufgrund von Anti-Ukrainischen Inhalten (zumindest wenn man sie so deuten möchte), bleibt es aber offen wie viel Bereitschaft dort bei den Entwicklern besteht. Sie können sich ja äußern, also wird man sehen was da noch bei rum kommt.
Und zum USA-Vergleich: Wo gibt es noch etwas zu diskutieren? Zum einen Stand dort ein Mann der klar und offen mit 80 Jahren Freiheit verteidigt. Auf der anderen Seite ein 67-Jähriger Winzling, der Ernsthaft vor seinem gesamtem Volk in 2023 etwas darüber erzählt, wie wir "arme geistliche" dazu "zwingen" Homo-Ehen zu "akzeptieren". Dieser Kranke Satz sollte dir doch aufzeigen, mit was wir es zutun haben. Denn unabhängig davon, ob hier irgendeiner die "Woke-Kultur" unterstützt oder gar hasst - will hoffentlich keiner von euch den Grundlegenden Gedanken löschen, das Menschen frei entscheiden können wen sie lieben. Und nicht bestimmt von einem Ammenmärchen, wo ein bärtiger alter Mann auf Wolken reitet. -
Re: Der Entwickler heißt Mundfish.
Autor: ds4real 24.02.23 - 02:56
bLaSpHeMy schrieb:
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> Es geht um ein Videospiel.. Verzicht sollte hier ja einfach sein.
> Zumal Mudfish, sollte es alles so stimmen mit den Verstrickungen, ein
> ziemlich cooler Freudscher Versprecher ist :D
Einige verzichten, andere kaufen es dann gar mit Absicht, denn ich kaufe dem Westen sein Narrativ nicht ab.



