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Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: thunderbird487 07.09.21 - 13:35
Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
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Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Trockenobst 07.09.21 - 14:34
thunderbird487 schrieb:
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> Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
Historisch gesehen hatten die Minenarbeiter keine Auswahl einem Job zu finden wo man Helme tragen konnte. Es ging nur durch eine Revolution. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: thunderbird487 07.09.21 - 14:52
Trockenobst schrieb:
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> thunderbird487 schrieb:
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> > Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
>
> Historisch gesehen hatten die Minenarbeiter keine Auswahl einem Job zu
> finden wo man Helme tragen konnte. Es ging nur durch eine Revolution.
ich war selbst schon in so einer Situation wo ich "diskriminiert" wurde.
Großer deutscher Arbeitgeber im ET Bereich.
Für eine Projektleitungsstelle wurden eine Quotenfrau und ich vorgeschlagen.
Die Dame hatte keine Qualifikationen aber wurde trotzdem als Projektleiterin auserkoren.
Als wir beim Kunden das Projekt vorstellen sollten habe beim reingehen in den Besprechenungsraum meinem Vorgesetzen die Kündigung in die Hand gedrückt.
Ich hätte das Projekt den Kunden vorstellen sollen aber dann hat der Vorgesetze die Projektleiterin vorgeschickt und sie konnte keine einzige Frage beantworten :-)
Ich hab dann ausgeholfen, jedoch mit dem Hinweis, dass ich nicht zuständig sein werde sondern die Dame...
ich weiß nicht was mit dem Projekt passiert ist, aber ich hab nie meine Ex-Kollegen am Projekt arbeiten gesehen. :-)
Kurz gesagt--- ich bin schlecht behandelt worden und hab es mir nicht gefallen lassen und bin gegangen. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Oktavian 07.09.21 - 15:17
> > Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
>
> Historisch gesehen hatten die Minenarbeiter keine Auswahl
Siehst du, und da ist es doch toll, dass wir nicht mehr vor 100 Jahren leben sondern heute in Zeiten von Fachkräftemangel. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Teeklee 07.09.21 - 15:52
Oktavian schrieb:
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> Siehst du, und da ist es doch toll, dass wir nicht mehr vor 100 Jahren
> leben sondern heute in Zeiten von Fachkräftemangel.
Der Mythos des Fachkräftemangels. Du meinst wohl ein Mangel an unterbezahlten Fachkräften.
Wenn man genug zahlt, dann kommen die Fachkräfte auch, und wenn man nicht genug zahlen kann, dann trägt das Geschäftsmodell nicht, und muss durch die Mittarbeiter subventioniert werden. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Oktavian 07.09.21 - 16:29
> Der Mythos des Fachkräftemangels. Du meinst wohl ein Mangel an
> unterbezahlten Fachkräften.
Nein, wenn ich das meinen würde, hätte ich es auch so gesagt.
Ich kenne eigentlich niemanden, der gut ist in seinem Fach, der bei einem gewünschten Stellenwechsel in den letzten Jahren noch ernsthaft eine Bewerbung schreiben musste. Da stehen eher die Arbeitgeber Schlange und bewerben sich.
Als ich mal etwas neues brauchte, war meine einzige Aktion, ich habe den Status bei Xing geändert von "ich such nix" auf "Angebote willkommen". Dann ging es echt flott.
Und ja, ich bin gut, und ja, ich werde auch ziemlich gut bezahlt.
> Wenn man genug zahlt, dann kommen die Fachkräfte auch,
Ja, die fehlen dann aber woanders. Dann zahlt der andere besser, und dann fehlt es wieder beim ersten. Durch höhere Zahlungen kann man zwar punktuell den Bedarf decken, branchenweit hilft das aber nichts. Das täte es nur, wenn es Massen an ITlern gäbe, die jetzt fachfremd arbeiten, und plötzlich durch mehr Geld wieder in die IT wechseln.
Da alle Unternehmen wissen, dass bei einem "race to the top" alle verlieren, macht man das nur sehr eingeschränkt. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: GPUPower 07.09.21 - 16:47
thunderbird487 schrieb:
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> Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
Wenn der Bus in meinem Dorf zu selten fährt, zieh ich einfach an die Stadt.
Wenn die Diktatur mir auf den Zeiger geht, wandere ich einfach in ein demokratisches Land.
Genau so funktionierts....
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.09.21 16:48 durch GPUPower. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Balion 07.09.21 - 16:49
Wer hat denn gesagt, dass die Mitarbeiter nicht wechseln?
Es gab eine Umfrage und die Mitarbeiter haben geantwortet... -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: thunderbird487 07.09.21 - 18:38
GPUPower schrieb:
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> thunderbird487 schrieb:
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> > Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
>
> Wenn der Bus in meinem Dorf zu selten fährt, zieh ich einfach an die
> Stadt.
kann mir auch ein Auto kaufen
> Wenn die Diktatur mir auf den Zeiger geht, wandere ich einfach in ein
> demokratisches Land.
Wird wohl nicht so leicht sein aber in Deutschland ist man ja zum Glück nicht an seinen Arbeitgeber gebunden oder?
> Genau so funktionierts....
Wenn ich aufs Klo muss geh ich auch oder? -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Fresh 08.09.21 - 07:13
thunderbird487 schrieb:
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> Wenn ich aufs Klo muss geh ich auch oder?
Na das kommt ganz aufs alter oder vorlieben an ;)
Ich habe eher das gefühl das es in Deutschland (zumindest im Ländlichen bereich) eher so ist das man nicht wechseln möchte. Dieses "ich wechsel alle 5-6 Jahre oder vielleicht noch früher" kommt jetzt erst ein wenig rein. Die meisten Leute die ich kenne haben maximal 2 mal gewechselt. Gut vielleicht waren da die Zeiten auch noch anders aber das scheint auch heute noch ein bisschen in den Köpfen hängen geblieben zu sein. Ich decke auch das man in einem großteil der Berufe die möglichkeit hat zu wechseln. Leider halt nicht bei allen. -
Re: Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten...
Autor: Lacrimula 08.09.21 - 11:13
thunderbird487 schrieb:
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> Trockenobst schrieb:
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> > thunderbird487 schrieb:
> >
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> > > Wenn mir mein Arbeitsplatz nicht passt, wechsle ich ihn halt. fertig
> >
> > Historisch gesehen hatten die Minenarbeiter keine Auswahl einem Job zu
> > finden wo man Helme tragen konnte. Es ging nur durch eine Revolution.
>
> ich war selbst schon in so einer Situation wo ich "diskriminiert" wurde.
> Großer deutscher Arbeitgeber im ET Bereich.
>
> Für eine Projektleitungsstelle wurden eine Quotenfrau und ich
> vorgeschlagen.
> Die Dame hatte keine Qualifikationen aber wurde trotzdem als
> Projektleiterin auserkoren.
>
> Als wir beim Kunden das Projekt vorstellen sollten habe beim reingehen in
> den Besprechenungsraum meinem Vorgesetzen die Kündigung in die Hand
> gedrückt.
>
> Ich hätte das Projekt den Kunden vorstellen sollen aber dann hat der
> Vorgesetze die Projektleiterin vorgeschickt und sie konnte keine einzige
> Frage beantworten :-)
>
> Ich hab dann ausgeholfen, jedoch mit dem Hinweis, dass ich nicht zuständig
> sein werde sondern die Dame...
> ich weiß nicht was mit dem Projekt passiert ist, aber ich hab nie meine
> Ex-Kollegen am Projekt arbeiten gesehen. :-)
>
> Kurz gesagt--- ich bin schlecht behandelt worden und hab es mir nicht
> gefallen lassen und bin gegangen.
Gut gemacht. Ich befürworte solche Entscheidungen immer und immer wieder. Nur wenn sich Arbeitnehmer nicht mehr alles bieten lassen, wird die Behandlung besser. Wenn die Menschen stumm und widerspruchslos ihre Jobs ausführen, kann der Arbeitgeber ja quasi machen, was er will und das darf nicht sein.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.21 11:18 durch Lacrimula.



