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Selber Schuld, liebe Entwickler

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: McWiesel 01.03.20 - 16:18

    Es gab mal eine Zeit,

    - da kam kaum ein Spiel ohne Demoversion auf den Markt.
    - da konnte man gekaufte Spiele problemlos weiterverkaufen
    - da waren die Spiele bei Release fehlerfrei und fertig, da nachträgliches Patchen sehr schwer war
    - da wurde der Markt nicht mit so viel Schund überhäuft, wo der Kunde total den Überblick verliert
    - da wurden Tests in Spielezeitschriften nicht erkauft, sondern man fürchtete sich vor Verrissen
    - da wurde der Multiplayer nicht einfach abgeschaltet, weil zumindest der P2P-Modus immer lief

    Von daher ist es eine absolute Notwendigkeit Spiele problemlos zurückgeben zu können, das selbe muss auch für DLCs gelten. Die Katze im Sack will niemand kaufen, dafür ist das mittlerweile einfach zu teuer und die Chance auf ein Bug-Fiasko viel zu groß.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.20 16:18 durch McWiesel.

  2. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: lestard 01.03.20 - 16:26

    Beim 4. Punkt kann aber der einzelne Entwickler nichts dafür und kann es auch nicht ändern.
    Bei den anderen Punkten gebe ich dir im Prinzip Recht.

    Für mich sind Bugs ein gutes Argument, ein Spiel wieder zurückzugeben. Kein gutes Argument ist, wenn mir das Spiel inhaltlich nicht gefällt. Das ist etwas, was man durch etwas Vorab-Recherche und Tests usw. leicht rausfinden kann. Und manchmal muss man halt damit Leben, dass man seinen Geschmack doch anders eingeschätzt hat, finde ich. Das ging mir persönlich z.B. bei Anno 1800 so. Ich mochte frühere Teile und die Trailer sahen auch gut aus aber letztlich hat mir das Spiel doch wenig Spaß gemacht. Das ist dann aber nicht die Schuld der Hersteller.

    Aber um den Grad an Bugs zu prüfen, braucht man nicht 30 Tage. Das merkt man nach wenigen Spielstunden. Und auch, ob einem das Spiel inhaltlich zusagt, könnte man schneller merken. Da gehen die 30 Tage Rückgabefrist einfach sehr stark zu Lasten der Entwickler. Vor allem bei einem Shop der kein DRM anbietet (was ich ausdrücklich gutheiße).

  3. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: dEEkAy 01.03.20 - 17:49

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim 4. Punkt kann aber der einzelne Entwickler nichts dafür und kann es
    > auch nicht ändern.
    > Bei den anderen Punkten gebe ich dir im Prinzip Recht.
    >
    > Für mich sind Bugs ein gutes Argument, ein Spiel wieder zurückzugeben. Kein
    > gutes Argument ist, wenn mir das Spiel inhaltlich nicht gefällt. Das ist
    > etwas, was man durch etwas Vorab-Recherche und Tests usw. leicht rausfinden
    > kann. Und manchmal muss man halt damit Leben, dass man seinen Geschmack
    > doch anders eingeschätzt hat, finde ich. Das ging mir persönlich z.B. bei
    > Anno 1800 so. Ich mochte frühere Teile und die Trailer sahen auch gut aus
    > aber letztlich hat mir das Spiel doch wenig Spaß gemacht. Das ist dann aber
    > nicht die Schuld der Hersteller.
    >
    > Aber um den Grad an Bugs zu prüfen, braucht man nicht 30 Tage. Das merkt
    > man nach wenigen Spielstunden. Und auch, ob einem das Spiel inhaltlich
    > zusagt, könnte man schneller merken. Da gehen die 30 Tage Rückgabefrist
    > einfach sehr stark zu Lasten der Entwickler. Vor allem bei einem Shop der
    > kein DRM anbietet (was ich ausdrücklich gutheiße).


    Du setzt hier also 30 Tage Besitz mit 30 Tagen Spielzeit in-game gleich? Ich hab lust auf Hellpoint, is son Sci-Fi Soulsborne. Hab jetzt Hellpoint Thespian Feast gezockt (ist ne Prologepisode, 4Free). Muss schon sagen, es fühlt sich irgendwie nicht gut an das Spiel, ich denke Hellpoint fühlt sich hier ähnlich an.

    Jetzt hatte ich hier eine Quasi-Demo, bei anderen Spielen kann ich mir noch so viele Tests/Reviews/etc anschauen, wenn sichs nach dem Kauf falsch anfühlt und doch keinen Spaß macht, warum sollte ich es nicht zurück geben dürfen?

  4. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Garius 01.03.20 - 19:10

    Das merkst du nicht zwingend nach ein paar Spielstunden. Zeit geht einem am Ende der Entwicklung aus.

    Gibt genügend Fälle wo Bugs am Ende des Spiels ganze Save Files unbrauchbar gemacht haben.

  5. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: KrayZee 01.03.20 - 20:05

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich sind Bugs ein gutes Argument, ein Spiel wieder zurückzugeben. Kein
    > gutes Argument ist, wenn mir das Spiel inhaltlich nicht gefällt. Das ist
    > etwas, was man durch etwas Vorab-Recherche und Tests usw. leicht rausfinden
    > kann. Und manchmal muss man halt damit Leben, dass man seinen Geschmack
    > doch anders eingeschätzt hat, finde ich.

    Nehmen wir mal an der spieler legt neben gameplay auch großen wert storytelling. du möchtest nun dass man sich bei der recherche die ganze story spoilert?

    dann kommt noch hinzu dass trailer nur das beste vom spiel zeigen, reviewer dafür bezahlt werden um wenig über probleme zu reden/schreiben, oder schlicht das promomaterial hinter einer weiteren paywall versteckt ist.

    einiges kann man im vorfeld rauskriegen aber um ehrlich zu sein, wenn ich zu einem spiel so viel recherche betreiben muss, brauche ich das spiel nciht mehr spielen, weil ich danach eh die wichtigsten plottpoints kenne.


    > Aber um den Grad an Bugs zu prüfen, braucht man nicht 30 Tage. Das merkt
    > man nach wenigen Spielstunden.

    um gerade dem entgegenzuwirken werden dann die frühen levels mehr optimiert als die späteren. heißt du merkst erst nach mehreren spielstunden dass der rest des games absoluter mist ist.

    > Und auch, ob einem das Spiel inhaltlich
    > zusagt, könnte man schneller merken. Da gehen die 30 Tage Rückgabefrist
    > einfach sehr stark zu Lasten der Entwickler. Vor allem bei einem Shop der
    > kein DRM anbietet (was ich ausdrücklich gutheiße).

    nehmen wir nochmal anno als beispiel:
    endlosrunden können dutzende von stunden in anspruch nehmen. vllt merkt man erst in den letzten bewohnerstufen dass das balancing totaller murks sind.

  6. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Kakiss 01.03.20 - 22:47

    Es liest sich, als ob die größte Kritik vor allem von sehr kleinen Entwicklern kam.
    Das Zitat von den Machern von Longest Journey ging ja eher in Mitsprache/Kommunikation.

    Ich denke bei den etablierteren Herstellern, egal welcher Größe, wird das Verhältnis von Abnahme und Rückgabe vernachlässigbar sein, während sehr kleine da einfach nicht den Umsatz machen.

  7. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Niaxa 01.03.20 - 23:30

    Oh nein wenn mir Spinat nicht schmeckt, bringe ich ihn zurück... nicht weil er als Spinat schlecht schmeckt, sondern weil ich kein Gemüse mag. Ist mir gleich nachdem 2/3 der Packung leer waren, aufgefallen.

  8. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: KrayZee 01.03.20 - 23:53

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh nein wenn mir Spinat nicht schmeckt, bringe ich ihn zurück... nicht weil
    > er als Spinat schlecht schmeckt, sondern weil ich kein Gemüse mag. Ist mir
    > gleich nachdem 2/3 der Packung leer waren, aufgefallen.

    spinat = game, gemüse= genre?
    spinat würde ich eher mit call of duty gleichsetzen, jeder kennt es und es hat schon soweit die runden gemacht dass man im vorfeld weiß obs einem gefällt oder nicht.

    nehmen wir mal nen granatapfel, hatten einige wahrscheinlich noch nicht in seiner natürlichen form gegessen, also kauft man eine um sie zu probieren.
    zuerst probiert man die kerne so. können schmecken müssen aber nicht. dann probiert man die kerne in irgend einem rezept. schmeckt immer noch nciht, bissl mehr trial n error und man findet einfach nichts wie einem der granatapfel schmecken könnte, jetzt sind aber schon 2/3 weg.
    bei obst/gemüse kann man das verbrauchte nicht zurückgeben, bei spielen sieht es jedoch anders aus. die digitalisierung erlaubt es die spiele so oft wie benötigt zu vervielfältigen, publisher haben hier sehr viele vorteile/vergünstigungen gewonnen, der käufer jedoch lebt immernoch in einer zeit wo das gut als verbrauchsgegenstand behandelt wird.

  9. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: burzum 02.03.20 - 00:14

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber um den Grad an Bugs zu prüfen, braucht man nicht 30 Tage. Das merkt
    > man nach wenigen Spielstunden.

    Nein. Deus Ex Mankind Devided hat bei mir einen Bug in dem ich nicht weiterkomme, weil das Spiel eine, wie ich annehme, Zwischensequenz vergeigt und die Kamera in den Boden dieser Bank setzt, mit Blick nach oben, danach passiert nichts weiter. Eigentlich ein tolles Spiel aber ich habe jetzt weder Lust von Anfang an zu beginnen noch irgendwelche Workarounds zu suchen und der Support war grandios Scheiße. Zurückgeben kann ich es leider auch nicht mehr, toll!

    Oder wie wäre es mti Cities Skylines? Die Penner haben 5 Jahre nach Release einen Launcher nachgepatcht den ich nicht will! Geil! Ich mag es würde es aber ansich schon gerne aus Protest wegen dieser ungefragten Verschlimmbesserung wieder zurückgeben.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  10. Leider nur die ersten zwei Punkte zutreffend

    Autor: Shismar 02.03.20 - 00:43

    Ich spiele Spiele seit ca. 1978 und leider sind nur deine ersten zwei Punkte korrekt.

    Weder waren Spiele fehlerfrei, noch Tests unabhängig. Schund gab's reichlich. (Einigen davon habe ich in den 90ern programmiert (Werbespiele. Wenigstens kostenlos).)

    Bei den Multiplayerspielen, naja, davon gab es wenige und Netzwerke auch nicht. Abgesehen von DFÜ = Mailboxspiele. Die starben dann mit den Mailboxen.

  11. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: heidegger 02.03.20 - 03:03

    Spiele kamen früher fehlerfrei auf den Markt? In welchen Paralelluniversum ist denn das passiert? ;-)
    Hier in der Realität jedenfalls nicht - auf den alten Konsolen, vor allem jenen noch mit Steckmodulen, aber selbst die Spiele waren nicht zu 100% fehlerfrei.
    Auf der Masterreace-Plattform, dem PC, waren Bugs schon immer Teil der Spielkultur. Das großartige "Buggerfall" (The Elder Scrolls 2: Daggerfall) zum Beispiel.
    Das hochbejubelte Baldurs Gate 1 von BioWare war in der ungepatchen Fassung praktisch unspielbar und die meisten der Bugs darin wurden offiziell nie behoben (die Patch-Faulheit von BioWare wurde und wird komischerweise nie erwähnt).

    Früher gab es genausoviele Fehler wie heute, nur musste man da oftmals Wochen und länger auf die Patches warten. Die meisten bezogen diese auch von den Heft-CDs der damals üblichen Spielezeitschriften.

  12. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Aki-San 02.03.20 - 07:18

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh nein wenn mir Spinat nicht schmeckt, bringe ich ihn zurück... nicht weil
    > er als Spinat schlecht schmeckt, sondern weil ich kein Gemüse mag. Ist mir
    > gleich nachdem 2/3 der Packung leer waren, aufgefallen.

    Können wir direkt nutzen.

    Du kaufst ein Produkt. Konsumierst es. Bekommst 2 Tage später eine Lebensmittelvergiftung auf Grund von Salmonellen, dann kommt der Rückruf. Ist aber schon zu spät. Du hast es schon vollkommen konsumiert und liegst im Krankenhaus. Tja, Schade. Du hättest Vorderungen nur in den ersten 2h nach Verzehr geltend machen können, jetzt sitzt du auf den Kosten fürs Krankenhaus und dem Lebensmittel. :)

    heidegger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spiele kamen früher fehlerfrei auf den Markt? In welchen Paralelluniversum
    > ist denn das passiert? ;-)
    > Hier in der Realität jedenfalls nicht - auf den alten Konsolen, vor allem
    > jenen noch mit Steckmodulen, aber selbst die Spiele waren nicht zu 100%
    > fehlerfrei.
    > Auf der Masterreace-Plattform, dem PC, waren Bugs schon immer Teil der
    > Spielkultur. Das großartige "Buggerfall" (The Elder Scrolls 2: Daggerfall)
    > zum Beispiel.
    > Das hochbejubelte Baldurs Gate 1 von BioWare war in der ungepatchen Fassung
    > praktisch unspielbar und die meisten der Bugs darin wurden offiziell nie
    > behoben (die Patch-Faulheit von BioWare wurde und wird komischerweise nie
    > erwähnt).
    >
    > Früher gab es genausoviele Fehler wie heute, nur musste man da oftmals
    > Wochen und länger auf die Patches warten. Die meisten bezogen diese auch
    > von den Heft-CDs der damals üblichen Spielezeitschriften.

    Naja, werf hier mal Content-Patches mit Bug-Patches nicht in den selben Topf. Auch war damals mehr Wert in Dinge gelegt worden, die den ein oder anderen Bug durchaus überstehbar machten. Die Menge an Bugs, welche das Spielgeschehen einschränken hat zugelegt. Früher gab es durchaus ähnlich viele Bugs, wobei die meisten zu verschmerzen waren. Man hatte eben mehr für weniger bekommen. Heute bekommt man FO76 und soll dann auch noch 100¤ im Jahr zahlen, um den vollen Content spielen zu können?

    Ich sag nicht, dass es keine schwarzen Schafe damals gab oder bugfreie Spiele, nur dass die Qualität und Quantität heutzutage eine ganz andere ist und man dies doch bitte nicht unter den Teppich kehren sollte.

  13. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: BlindSeer 02.03.20 - 07:27

    Aber gerade was Story angeht findet man immer wieder Reviews, die die Story umreißen (ungefähr das was man auch früher auf der Packung gefunden hat) ohne zu spoilern. Dann kommt halt hinzu "Mehr hat das Spiel auch nicht zu bieten", oder Dinge wie "das gute Storytellung die die augearbeiteten Charaktere lassen das Spiel lebendig wirken". Das geht immer ganz gut. Sollte man nur mehrere Reviews lesen.
    Was IMHO schwieriger ist, ist festzustellen ob die Umsetzung des Spiels etwas für einen ist. Da wird ja gerne das getestet was dem Tester gefällt und das kann auch mal anders sein. Gibt genug Spiele, die nicht für jeden sind. Das wird so auch mal erwähnt, aber nicht immer. Death Stranding ist so ein Beispiel. Ich liebe es, mit seiner Atmosphäre dem Gefühl der isolierten Welt auf den Botengängen, jedoch wusste ich schon nach zwei Stunden, dass das Spiel nichts für jeden ist. Das muss einem gefallen und man muss sich darauf einlassen. Daher fand icha uch gut was ich letztens bei irgendwelchen Tests gesehen habe.
    Da gab es nicht nur "pro" und "contra" an Punkten, sondern auch "Das Spiel ist etwas für dich wenn..." und "Das Spiel ist nichts für dich wenn..." mit je ein paar Punkten.

  14. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: BlindSeer 02.03.20 - 07:31

    Elderscrolls Arena war noch schlimmer. Da konntest du ggf. die Story nicht starten, weil entweder A) die Startstadt so weit weg war vom Anfangsdungeon dass du nicht pünklich ankommen konntest, oder B) der Name der Stadt mehrfach vorkam und du mit der Suche nur immer die Falsche angezeigt bekommen hast. Abgesehen von Dungeons bei denen du mit Teleport in Abschnitten landen konntest, die keinen Anschluss an den Ausgang hatten. :D

    Aber da gab es schon Zeitschriften mit Demos und Patchsammlungen, IIRC (so vom Jahr her). So Zeiten von Wasteland war das noch schwerer. Beim Atari 2600 kann ich mich jetzt nicht so an Bugs erinnern.

  15. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Komischer_Phreak 02.03.20 - 07:54

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Atari
    > 2600 kann ich mich jetzt nicht so an Bugs erinnern.

    Ich denke da bspw. an das E.T. Spiel, das sich so schlecht verkaufte, das Atari es in der Wüste vergrub (wo man es später fand und begann, es auf ebay zu verticken). Bugs gabs da auch, aber das beheben war unmöglich.

  16. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: most 02.03.20 - 07:56

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Die Katze im Sack will
    > niemand kaufen, dafür ist das mittlerweile einfach zu teuer und die Chance
    > auf ein Bug-Fiasko viel zu groß.

    Wer 2020 die Katze im Sack kauft, der hat es fast nicht besser verdient.
    Noch nie in meinem 40 Jahren aktive Zockerzeit war es einfacher und billiger an Spiele heranzukommen und sich vor Kauf ausführlich zu informieren.

  17. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: BlindSeer 02.03.20 - 08:09

    Naja, das schlechteste Spiel dieser Konsolengeneration als Beispiel zu bringen ist unfair. ;) Dabei war E.T. ja auch eher ein Opfer des "Nun macht schnell vor Weihnachten", sozusagen die Ursünde des Pubisherdrucks.

  18. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Niaxa 02.03.20 - 08:13

    Ich hab noch nie gehört das du wegen Spielen einen Schaden Erlitten hättest. Wenn der Spinat schon braun ist, kannst ihn ja noch zurückgeben, wenn ihn trotzdem komplett konsumierst, selber schuld.

  19. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Garius 02.03.20 - 08:45

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh nein wenn mir Spinat nicht schmeckt, bringe ich ihn zurück... nicht weil
    > er als Spinat schlecht schmeckt, sondern weil ich kein Gemüse mag. Ist mir
    > gleich nachdem 2/3 der Packung leer waren, aufgefallen.
    Falls du diesen Vergleich Ernst meinst, dann hast du nicht viele Spiele gespielt.

  20. Re: Selber Schuld, liebe Entwickler

    Autor: Aty1arap 02.03.20 - 11:11

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - da kam kaum ein Spiel ohne Demoversion auf den Markt.
    Ja, und?
    Heutzutage gibt es dafür hunderte von Videospieleseiten, die jedes noch so unbekannte Indiespiel gepreviewt und getetet haben und Youtuber, die diese Spieletitel in Let's plays vorgestellt oder gar komplett durchgespielt haben. Meist kann man bereits Tage vor offiziellem Release in dutzenden Gamingforen Erfahrungsberichte von normalen Gamern lesen, die ein Spiel schon eher kaufen und spielen konnten. Auch diese berichten teilweise seitenlang wie gut oder schlecht ein Titel ist und ob ein Spiel bei Ihnen bugfrei lief oder nicht. Steam und Amazon haben obendrein Userbewertungen, Metacritic die Userscores, in der Spieler auch mal ihren berechtigten Frist loswerden.
    Man hat heute als Konsument eher das Problem, dass man vor dem Kauf zu viel Information hat und aufpassen muss nicht zu viel von einem neuen Titel zu erfahren (Spoiler sowohl bei einer spannenden Story als auch bei späteren überraschenden Spielmechniken).

    > - da konnte man gekaufte Spiele problemlos weiterverkaufen
    Das ist soweit richtig, auch wenn man das bei den meisten Konsolenspiele heutzutage immer noch machen kann. Man sollte aber auch anerkennen, was GameStores wie Steam geschafft haben: Der Käufer hat stets eine massive Auswahl, die ihm auch der größte Eletromarkt nicht bieten konnte und diese sind anders als bei Amazon eigentlich immer auf Lager. Zwar gibt es vereinzelt Lizenztitel (z.B. Sportspiele), die mit der Zeit aus dem Spielekatalog verschwinden oder Titel, in dem ein Teil der lizensierten Musik rausgenommen werden muss (GTA), aber im Gegenzug muss man für ein altes Retrospiel nicht mehrere hunderte Euro zahlen, nur weil es bei Release in niedriger Auflage produziert worden ist und jetzt als Sammlerstück missbraucht wird.
    Erst durch die Gamestores und später AppStores sind die Indietitel überhaupt so groß geworden und ein fester Bestandteil der Videospielbranche geworden.
    Ferner versuchen Steam und GoG ihre verkauften Spiele auf aktuellen Systeme und auf mehreren OS-Plattformen spielbar zu machen. Dies erspart vielen Retrospiele-Liebhaber, die (je nach Titel) teils aufwendige Arbeit DosBox zu installieren und in irgendwelchen ini-Dateien rumzufrickeln, nur damit ein alter Titel aus den 90ern auch auf einem aktuellen Win10-Rechner und in akzeptablen Auflösungen und korrektem Aspec-Ratio läuft.

    > - da waren die Spiele bei Release fehlerfrei und fertig, da nachträgliches
    > Patchen sehr schwer war
    Heutzutage sind Spiele ja auch xfach aufwendiger und komplexer (und kosten dabei dennoch inflationsbereinigt weniger). Ein Smash Bros für den N64 hatte insgesamt 12 spielebare Charaktere mit einem begrenzten Move-Repertoire, während das aktuelle Smash Bros für die Switch ohne DLC bereits 69 samt erweiterem Interaktionsmöglichkeiten.
    Nachträgliches Patchen war bis zur Xbox/PS2-Ära zwar offiziell nicht möglich. Fehler wurden natürlich trotzdem gemacht und es gab auch hier Updates in Form von neu geprinteten Cartridges und CDs. Auch beim N64 oder Gamecube gab es bei einigen Nintendo-Spielen eine Version 1.1 oder manchmal auch 1.2, in denen kleinere und größere (gamebreaking) Bugs gefixt wurden. Andere wiederum wurden nie gefixt, weil es sich für den Publisher nicht gelohnt hat. Zudem sind viele alte Taktikspiele oder Kampfspiele (trotz kleinerer Roster) nicht ausbalanciert, da die Entwickler nicht wissen konnten, dass Spieler eine bestimmte Mechanik ausnutzen würden. Diese Spiele sind für immer "broken". War das jetzt besser?

    > - da wurde der Markt nicht mit so viel Schund überhäuft, wo der Kunde total
    > den Überblick verliert
    Der Kunde braucht dafür heutzutage nur 5 bis 10 Minuten um sich einen umfassenden Überblick über ein Spiel zu verschaffen. Den Titel des Spiels in Google und Youtube einzugeben genügt vollkommen. Zudem befindet sich unter dem ganzen Schund auch Perlen, die es ohne Steam wohl nie ins Regal geschafft hätten, da viele Indiespiele von weniger als einer handvoll Entwicklern entwickelt worden sind und selbst die Produktion einer kleinen Charge (Pressung einer CD/DVD samt Verpackung und Versand) einen mittleren fünfstelligen Betrag im Voraus kostet. Braid, Fez, Super Meat Boy und Co. hätte es durch die digitalen Stores vielleicht nie gegeben.

    > - da wurden Tests in Spielezeitschriften nicht erkauft, sondern man
    > fürchtete sich vor Verrissen
    Hast du Beweise für diese blödsinnige Behauptung?
    Bestechung im Spielejournalismus gibt es nicht. Punkt. Aus.
    Sonst wär dies in den letzten Jahren längst rausgekommen.
    Diverse Veteranen der Videospieleindustrie, welche in den letzten Jahren in Rente gegangen sind haben dies xfach verneint. Zumindest die großen Publikationen trennen den Journalimus stets von der Werbeabteilung.
    Der einzige wirkliche Versuch einer Einflussnahme auf einen Videospiele-Journalisten war der Gamesport-Vorfall (Jeff Gerstmann und Kayne & Lynch). Und selbst in diesem Fall blieb die Wertung des Journalisten stehen.

    > - da wurde der Multiplayer nicht einfach abgeschaltet, weil zumindest der
    > P2P-Modus immer lief
    Den Punkt lasse ich gelten.
    Die Qualität von Services wie Xbox Live ist für alle Spiele durchweg hoch. Allerdings ist es für viele Spieler nervig, wenn sie ein altes Spiele nach nicht mal 2 Jahren nicht mehr online spielen kann, weil die Server abgeschaltet worden sind. Hier müsste der Publisher verpflichtet sein ein Update zu veröffentlichen, dass zumindest P2P zulässt.

    > Von daher ist es eine absolute Notwendigkeit Spiele problemlos zurückgeben
    > zu können, das selbe muss auch für DLCs gelten. Die Katze im Sack will
    > niemand kaufen, dafür ist das mittlerweile einfach zu teuer und die Chance
    > auf ein Bug-Fiasko viel zu groß.
    Unsinn.
    Wie bereits erwähnt: Heutzutage kann sich jeder Kunden im Vorfeld des Kaufs informieren.
    Und selbst wenn er es bei einem vollkommen verbuggten Spiel nicht getan haben sollte, bietet der jeweilige Publisher einen Refund an. Selbst Steam bietet dies innerhalb eines begrenzten Zeitraumes (2 Stunden) an. Wenn ich 30 Tage lang Zeit habe ein Spiel zu spielen und dann noch die Möglichkeit habe es zurückzugeben, dann öffne ich dem Betrug Tür und Tor.

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