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Quantität statt Qualität

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  1. Quantität statt Qualität

    Autor: kayozz 21.04.20 - 10:09

    Ich erinnere mich gut an die Aussage von einem professionellen Fotografen / Kameramann, der den Beruf schon seit 30 Jahren macht.

    Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch, das es mal sowas wie Foto-Filme gab. Wenn dann die Auflage war, es sollen 80 brauchbare Fotos entstehen, hat er halt 100 gemacht von denen dann min. 80 gute dabei waren.

    Das merkt man immer noch, wenn er ein Motiv lange fokusiert und im richtigen Moment abdrückt, statt im Dauerfeuer-Modus auf den Auslöser zu drücken.

    Ich behaupte mal von 3 tollen Fotos pro Tour hat man mehr als von 2000 bei denen über 90% nicht sehenswert ist.

  2. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: Ebola 21.04.20 - 10:12

    Ist doch ganz egal, Hauptsache der Fotograf ist auf dem Bild. Alles andere ist in unserer narzisstischen Zeit eh nur Hintergrund und Kulisse.

  3. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: goggi 21.04.20 - 11:05

    Ich habe mich ziemlich intensiv mit Fotografie beschäftigt und kann zustimmen: Qualität statt Quantität.

    1. Wenn ich unterwegs bin, will ich Natur genießen ODER fotografieren.
    2. In beiden Fällen gibt es an vielen Spots nur wenige Meter auf denen ein z.B. Naturausblick für ein Foto perfekt ist. Bewegt man sich ein paar Meter vor oder zurück, ist der Effekt schon weg.
    3. Bei Bewegtaufnahmen, allein ist es natürlich schwer das "perfekte" Bild ohne viel Ausschuss zu machen. Aber auch hier gilt: Anfangen sollte man mit der Auswahl des Standorts der Kamera und dann sollte das Objekt im Bild an der richtigen Position sein, damit das Bild den gewünschten Effekt hat.

  4. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: 7of9 21.04.20 - 11:26

    Ich mache lieber ein Bild mehr als eins zu wenig. Es können immer Verwacklungen und co auftreten, welche man auf dem Kamera Bildschirm nicht sieht aber am PC dann schon...

    Ist auch gar kein Problem, ich nutze MFT, die Kamera hat nur 16MP. Ergo die Bilder sind selbst als RAW+JPG sehr klein ;-).

    Allerdings sortiere ich auch akribisch aus, sodass ich wahrscheinlich auf ein ähnliches Endergebnis komme.

    Auch in anderen Sachen macht es Sinn mehrere Bilder zu machen (Mehrfachbelichtungen, Focus Stacking, HDR, Panorama, Timelapse...)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.04.20 11:28 durch 7of9.

  5. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: goggi 21.04.20 - 11:35

    Ich hab nach dem Urlaub keinen Bock aus zu sortieren. Daher warten wir immer auf die richtigen Momente und machen dann 1, max 2 Fotos. Dann wird sofort eins davon gelöscht. So spart man sich später die Arbeit. :)

  6. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: 7of9 21.04.20 - 12:12

    goggi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab nach dem Urlaub keinen Bock aus zu sortieren. Daher warten wir
    > immer auf die richtigen Momente und machen dann 1, max 2 Fotos. Dann wird
    > sofort eins davon gelöscht. So spart man sich später die Arbeit. :)

    Hab ich früher auch so gemacht, hab mich dann aber geärgert, dass mir einige durch die Lappen gegangen sind :-).

    Dafür gebe ich mir beim fotografieren Mühe, sodass ich in 90% der Fälle das JPG ohne weitere Bearbeitung nutzen kann. Ausgenommen natürlich von Sachen wie HDR, Focus Stacking, Sunset/Sundowner.... der kleine Sensor hat leider nicht so einen Dynamikumfang wie die aktuellen KB DSLMs. Allerdings bin ich nicht bereit den Preis für KB zu zahlen.

    Und in punkto APSC und DSLM gibt es jetzt auch nicht so viel Angebot...

  7. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: theFiend 21.04.20 - 13:32

    7of9 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch in anderen Sachen macht es Sinn mehrere Bilder zu machen
    > (Mehrfachbelichtungen, Focus Stacking, HDR, Panorama, Timelapse...)

    Das sind auch alles Grüne um mehere Bilder zu machen, um damit EIN Bild zu erzeugen. Insofern im Vergleich eher Blödsinn.

    Hier geht es halt um die Marotte tausende Bilder zu machen, um zu kompensieren das man kein Gefühl für Gestaltung oder Inhalt hat, einfach weil unter vielen Bilder schon irgend ein brauchbares dabei sein wird.

    Als Hobby völlig ok, da kann man ja Zeit reinscheissen wie man will. Problematisch wird es erst dann, wenn man sich damit für einen "guten Fotografen" hält. Fand ich jetzt in dem Artikel nicht so schlimm, weil eher eine Gleichsetzung mit Screenshots erzeugt wurde. Ich kann zwar echt den Sinn nicht finden, aber hey, ich kann bestimmt viele Hobbys nicht nachvollziehen. Ist mir immer noch lieber als die vielen Menschen die garkeine Hobbys haben, die halte ich für gefährlicher :D

  8. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: 7of9 21.04.20 - 13:43

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind auch alles Grüne um mehere Bilder zu machen, um damit EIN Bild zu
    > erzeugen. Insofern im Vergleich eher Blödsinn.
    >
    > Hier geht es halt um die Marotte tausende Bilder zu machen, um zu
    > kompensieren das man kein Gefühl für Gestaltung oder Inhalt hat, einfach
    > weil unter vielen Bilder schon irgend ein brauchbares dabei sein wird.
    >
    > Als Hobby völlig ok, da kann man ja Zeit reinscheissen wie man will.
    > Problematisch wird es erst dann, wenn man sich damit für einen "guten
    > Fotografen" hält. Fand ich jetzt in dem Artikel nicht so schlimm, weil eher
    > eine Gleichsetzung mit Screenshots erzeugt wurde. Ich kann zwar echt den
    > Sinn nicht finden, aber hey, ich kann bestimmt viele Hobbys nicht
    > nachvollziehen. Ist mir immer noch lieber als die vielen Menschen die
    > garkeine Hobbys haben, die halte ich für gefährlicher :D

    Ich verstehe zwar deinen Gedanken gang, aber ein "guter" Fotograf ist sehr subjektiv. ;)

    Wie schon gesagt, ich habe lieber eines mehr dabei als wenn man nachher sagt "ach hättest du mal"...

    ... ABER: Ich mache auch viele Bilder mit dem Hintergrund, dass es Andenken für mich sind (Reisen), diese sind dann sowieso nur für mich oder die Familie / Bekannte.

    Bei bewussten Fotografieren sind es naturgemäß weniger Fotos, außer du bist jemand der Greifvögel im Flug fotografiert. :)

    Ich finde, dass man bei beiden Arten der Fotografie mit völlig anderen Mindset ran geht.

  9. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: theFiend 21.04.20 - 13:52

    7of9 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich verstehe zwar deinen Gedanken gang, aber ein "guter" Fotograf ist sehr
    > subjektiv. ;)

    Tatsächlich viel weniger als die Meisten glauben ;)

    > Wie schon gesagt, ich habe lieber eines mehr dabei als wenn man nachher
    > sagt "ach hättest du mal"...

    Klar, macht man auch mal 2 oder 3 Bilder von einer Sache, das war auch in analogen Zeiten üblich, wenn es sich um eine "flüchtige" Sache handelt. Aber hier geht es im Artikel ja um "hunderte" Aufnahmen.

    > Ich finde, dass man bei beiden Arten der Fotografie mit völlig anderen
    > Mindset ran geht.

    Da sind wir uns einig, hab ich hier in einem anderen Thread ziemlich ähnlich geschrieben.

  10. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: 7of9 21.04.20 - 14:06

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächlich viel weniger als die Meisten glauben ;)

    Naja ein professioneller Fotograf kann vor allem die guten Ergebnisse einfach reproduzieren. Er hat durch seine Übung schließlich ein besseres Verständnis für Blende, Belichtungszeit und co.

    Aber die kreativen Aspekte, also Bildkomposition und co. ist halt doch sehr stark subjektiv. Das was du magst, muss ich nicht mögen. Und ob jedes Bild nach der drittel Regel aufgebaut sein muss sei mal dahin gestellt. Das sagen selbst Leute wie Stephan Wiesner ;-)

    > Klar, macht man auch mal 2 oder 3 Bilder von einer Sache, das war auch in
    > analogen Zeiten üblich, wenn es sich um eine "flüchtige" Sache handelt.
    > Aber hier geht es im Artikel ja um "hunderte" Aufnahmen.

    Ja klar das stimmt. In meinem letzten Urlaub (13 Tage) habe ich knapp 1.000 Bilder erzeugt. Gut RAW + JPG, also eigentlich nur 500 Bilder.
    Allerdings waren da auch ein paar Serienaufnahmen dabei, da ich das Tele mal bei einem fliegenden Heli ausprobieren wollte. Da mein Autofokus der Kamera nicht so pralle ist, hat es eben ein paar mehr Anläufe braucht. Waren übrigens ein paar coole Ergebnisse dabei.

    > Da sind wir uns einig, hab ich hier in einem anderen Thread ziemlich
    > ähnlich geschrieben.


    Letztendlich hängt ja auch davon ab, >was< für einen Urlaub man macht...

    1. Mache ich einen normalen Urlaub? Dann sind ein Großteil der Fotos einfach nur Andenken. Klar macht man auch das ein oder andere mal bewusste Fotografie, aber der Urlaub soll ja im Vordergrund stehen. Bei einer Rundreise hat man da auch meistens gar nicht die Möglichkeit zu, da man div. Orte nur zu einem Zeitpunkt sehen kann.

    2. Mache ich eine Fototour? Da suche ich mir meistens 2- 3 Orte raus und habe dann auch Zeit an mehreren Tagen dahin zu kommen, eben weil ich dann >den< perfekten Moment erwischen kann. Da bekommt man natürlich deutlich bessere Fotos, allerdings hat man auch viel mehr Aufwand/Stress.

  11. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: theFiend 21.04.20 - 14:16

    7of9 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber die kreativen Aspekte, also Bildkomposition und co. ist halt doch sehr
    > stark subjektiv. Das was du magst, muss ich nicht mögen.

    Mögen spielt dabei nur in sehr geringen Maßstäben eine Rolle. Aber ist hier einfach garnicht das Thema, ich mag nur das Vorurteil nicht das sich Fotografie nicht objektiv beurteilen ließe. Das wird meist nur von denen versichert die versuchen ihre misslungenen Erzeugnisse als Kunst zu verkaufen ;)

  12. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: 7of9 21.04.20 - 14:24

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 7of9 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > aber die kreativen Aspekte, also Bildkomposition und co. ist halt doch
    > sehr
    > > stark subjektiv. Das was du magst, muss ich nicht mögen.
    >
    > Mögen spielt dabei nur in sehr geringen Maßstäben eine Rolle. Aber ist hier
    > einfach garnicht das Thema, ich mag nur das Vorurteil nicht das sich
    > Fotografie nicht objektiv beurteilen ließe. Das wird meist nur von denen
    > versichert die versuchen ihre misslungenen Erzeugnisse als Kunst zu
    > verkaufen ;)

    Du kannst die technischen Sachen wie "habe ich richtig belichtet" bewerten. Aber wie willst du den Kreativen Teil bewerten?

    Ein Foto, welches technisch nicht gut umgesetzt ist aber den Moment im richtigen Augenblick einfängt kann trotzdem ein gutes Foto sein (Beispielsweise ein Hochzeitsfoto mit ISO Rauschen).

    Ein Foto, welches zwar technisch perfekt umgesetzt ist, aber dafür der Moment nicht stimmt kann genauso extrem langweilig sein.... Emotionen kann man halt nicht bewerten.

  13. Re: Quantität statt Qualität

    Autor: t3st3rst3st 21.04.20 - 15:17

    Ich bin mal so frei. Bursts sind schon okay wenn sie denn Sinn machen. Z.b Blümchenmakro bei starkem Wind. Grimassen schneiden während dem Rumtoben bei Kids. Das die GoPro auch bursten muss um hier Ergebnisse zu liefern ist klar, geht ja alleine nicht anders.

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