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Unpolitischer Sport

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  1. Unpolitischer Sport

    Autor: wanneut 08.10.19 - 18:58

    Hier wird immer erklärt, dass politische Äußerungen im Sport tabu wären.
    Könnt ihr dann bitte den Neuer sperren, wenn er das nächste mal "Einigkeit und Recht und Freiheit" fordert?!
    Oder wenn Arnd Peiffer gegen Geld die "beste Imagepflege für unser Land" betreibt?!

  2. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Oktavian 08.10.19 - 19:29

    > Hier wird immer erklärt, dass politische Äußerungen im Sport tabu wären.
    > Könnt ihr dann bitte den Neuer sperren, wenn er das nächste mal "Einigkeit
    > und Recht und Freiheit" fordert?!

    Die Hymnen der Länder gelten als Zeichen eines gesunden Patriotismus, nicht als politische Äußerung. Schließlich treten die Sportler im Auftrage ihres Landes an, da ist das schon okay.

    > Oder wenn Arnd Peiffer gegen Geld die "beste Imagepflege für unser Land"
    > betreibt?!

    Worauf willst du hinaus?

  3. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: demon driver 08.10.19 - 19:53

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Hier wird immer erklärt, dass politische Äußerungen im Sport tabu wären.
    > > Könnt ihr dann bitte den Neuer sperren, wenn er das nächste mal "Einigkeit
    > > und Recht und Freiheit" fordert?!
    >
    > Die Hymnen der Länder gelten als Zeichen eines gesunden Patriotismus, nicht
    > als politische Äußerung.

    Gut, die Nationalhymne abzusingen muss man nicht als politische Äußerung interpretieren, aber "gelten"? Allgemein? Nö. Überhaupt kennen nur Patrioten einen "gesunden Patriotismus", und Patriot zu sein ist schon eine konkrete politische Haltung.

    > Schließlich treten die Sportler im Auftrage ihres Landes an, da ist das schon okay.

    Man könnte auch sagen, dass das Land sie dazu zwingt, in seinem Auftrag anzutreten, weil es keine andere Möglichkeit gibt, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen.

  4. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: wanneut 08.10.19 - 20:43

    > Gut, die Nationalhymne abzusingen muss man nicht als politische Äußerung interpretieren,
    Wenn man das jemand machen lässt der gar nicht Teil des Staates sein will ist das jetzt schon relativ eindeutig eine politische Äußerung.
    Aber auch ansonsten. Nein! Politischer als die eigene Fahne Hoch halten geht nicht.

  5. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: demon driver 08.10.19 - 22:30

    wanneut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Gut, die Nationalhymne abzusingen muss man nicht als politische Äußerung interpretieren,
    > Wenn man das jemand machen lässt der gar nicht Teil des Staates sein will
    > ist das jetzt schon relativ eindeutig eine politische Äußerung.
    > Aber auch ansonsten. Nein! Politischer als die eigene Fahne Hoch halten
    > geht nicht.

    Ich verstehe die Meinung, und mich würde auch niemand dazu bekommen, eine deutsche Flagge zu schwenken. Aber was genau ist denn daran im Sport politisch? Welche politische Aussage ist das? Ich meine, die wenigsten, die das tun, sehen es als politisches Statement. Im internationalen Sportwettbewerb ist die Nationalflagge halt wie die Fahne des Fußballclubs, dessen Fan man ist...

  6. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Oktavian 08.10.19 - 22:41

    > Überhaupt kennen nur
    > Patrioten einen "gesunden Patriotismus", und Patriot zu sein ist schon eine
    > konkrete politische Haltung.

    Ich setze den gesunden Patriotismus als Kontrast zum Nationalismus, in den er schnell kippt, wenn es ungesund wird. Seine Heimat und sein Vaterland zu mögen halte ich für ein ganz normales Gefühl. Anrüchig wird es, wenn man der Meinung ist, es sei besser als die anderen, das beste, oder die anderen seien schlechter.

    Aber dieses etwas verkrampfte Verhältnis zum eigenen Staat, zur Flagge und zur Hymne ist wohl eine deutsche Eigenart. Das kann man sonst kaum irgendwo nachvollziehen.

    > Man könnte auch sagen, dass das Land sie dazu zwingt, in seinem Auftrag
    > anzutreten, weil es keine andere Möglichkeit gibt, an internationalen
    > Wettkämpfen teilzunehmen.

    In aller Regel subventionier der Staat das auch. Und wer nicht im Auftrage seines Landes antreten möchte, hat zum einen die Option, dies im Auftrage eines anderen Landes zu tun oder im Zweifelsfall auch einfach einer anderen Profession nachzugehen.

  7. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: demon driver 08.10.19 - 23:26

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Überhaupt kennen nur
    > > Patrioten einen "gesunden Patriotismus", und Patriot zu sein ist schon eine
    > > konkrete politische Haltung.
    >
    > Ich setze den gesunden Patriotismus als Kontrast zum Nationalismus, in den
    > er schnell kippt, wenn es ungesund wird.

    Ja, das ist die übliche "Definition" derer, die an einen Patriotismus ohne Nationalismus glauben (allerdings auch derer, die Nationalisten sind und es nur nicht wahrhaben und/oder zugeben wollen). Bis zu einem gewissen Grad kann ich die sogar nachvollziehen.

    > Seine Heimat und sein Vaterland zu mögen halte ich für ein ganz normales Gefühl.

    "Normal" ist es sicherlich, aber deswegen ist es nicht automatisch "gut". Oh, ich mag meine Heimat auch. Als Heimat verstehe ich aber nicht ausgerechnet und exakt die Landfläche, die sich innnerhalb der von den Zufällen der Geschichte gezeichneten Grenzen des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit ich ebenfalls nur qua Zufall des Hineingeborenseins besitze. Und ich wurde von einer Mutter geboren und von einem Vater gezeugt, aber ein "Vaterland" kenne ich nicht, was soll das sein? In dem Wort steckt doch schon mehr "Patriotismus" drin, als viele noch "gesund" nennen würden.

    > Anrüchig wird es, wenn man
    > der Meinung ist, es sei besser als die anderen, das beste, oder die anderen
    > seien schlechter.

    Sicher. Und wer es als Patriot schafft, völlig frei von solcher Meinung zu sein, den würde auch ich keinen Nationalchauvinisten nennen.

    > Aber dieses etwas verkrampfte Verhältnis zum eigenen Staat, zur Flagge und
    > zur Hymne ist wohl eine deutsche Eigenart. Das kann man sonst kaum irgendwo
    > nachvollziehen.

    Oh, ich denke, da irrst du, Antinationalisten gibt es überall, und das ist erfreulich. Allerdings haben sie nur in wenigen anderen Ländern schon in ihrer eigenen Geschichte soviel Anlass, welche zu sein. Deswegen ist es auch nachvollziehbar, wenn deutsche Antinationalisten vielleicht irgendwie deutlicher auffallen als andere. Ob es auch mehr sind? Es wäre Deutschland zu wünschen, aber das bezweifle ich.

    > > Man könnte auch sagen, dass das Land sie dazu zwingt, in seinem Auftrag
    > > anzutreten, weil es keine andere Möglichkeit gibt, an internationalen
    > > Wettkämpfen teilzunehmen.
    >
    > In aller Regel subventionier der Staat das auch. Und wer nicht im Auftrage
    > seines Landes antreten möchte, hat zum einen die Option, dies im Auftrage
    > eines anderen Landes zu tun

    Das ist ja nun auch nicht unbedingt besser.

    > oder im Zweifelsfall auch einfach einer anderen Profession nachzugehen.

    Und das ist das Geh-doch-nach-drüben-"Argument". Warum sollte ein Sportler, der nun mal das Glück hat, wenn man es denn als eines sehen will, die körperlichen Voraussetzungen von der Genetik mitgegeben bekommen zu haben, "einer anderen Profession" nachgehen müssen, nur weil er mit seinem Sport keine Werbung für eine Nation machen will? Nein, das Ganze hat schon ganz objektive Zwangsaspekte.

  8. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Huanglong 09.10.19 - 10:24

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Man könnte auch sagen, dass das Land sie dazu zwingt, in seinem Auftrag
    > anzutreten, weil es keine andere Möglichkeit gibt, an internationalen
    > Wettkämpfen teilzunehmen.

    Kann man nicht sagen. Oder sind mir die Zwangslager mit Fußballspielern für die Nationalmannschaft entgangen? Im Namen eines Landes anzutreten ist auch nicht anders als wenn du für irgendeinen Verein oder dich selbst antrittst. Letztlich geht es nur darum sich zu einer Gruppe zusammen zu finden, zumindest bei Teamsport, und dass basiert meist auf irgendeinem gemeinsamen Merkmal, beispielsweise man wohnt halt zufällig in Deutschland. Damit ist längst nicht die Aussage verbunden, dass man das auch gut findet. Und das ganze geschieht vollkommen freiwillig. Zwingt dich ja keiner bei der Veranstaltung mitzumachen und es hindert dich auch keiner dein eigenes Internationales Turnier zu organisieren und dabei die Menschen nicht nach Ländern, sondern nach der Farbe Ihrer Kleidung in Teams einzuteilen oder ähnliches.

  9. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: redmord 09.10.19 - 10:54

    wanneut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier wird immer erklärt, dass politische Äußerungen im Sport tabu wären.
    > Könnt ihr dann bitte den Neuer sperren, wenn er das nächste mal "Einigkeit
    > und Recht und Freiheit" fordert?!
    > Oder wenn Arnd Peiffer gegen Geld die "beste Imagepflege für unser Land"
    > betreibt?!

    Gegenfrage: willst du beim nächsten Titel für einen chinesischen Leichtathleten im Interview hören, dass sein Sieg der großen Überlegenheit seiner Nation geschuldet sei?
    Oder doch lieber ein paar Sätze darüber wie sehr er sich für die Mühen des Trainings belohnt fühlt und manchmal einfach alles passt.

    Und wie wären hier die Reaktionen, wenn sich ein amerikanischer Sportler für die Wiederwahl trumps geäußert hätte?

  10. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Dino13 09.10.19 - 10:59

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gegenfrage: willst du beim nächsten Titel für einen chinesischen
    > Leichtathleten im Interview hören, dass sein Sieg der großen Überlegenheit
    > seiner Nation geschuldet sei?
    > Oder doch lieber ein paar Sätze darüber wie sehr er sich für die Mühen des
    > Trainings belohnt fühlt und manchmal einfach alles passt.

    Erst einmal wäre das nicht sonderlich politisch, das machen schon recht viele Sportler. Gerade Amis sind dafür bekannt dem Land und dem Gott zu danken.

    > Und wie wären hier die Reaktionen, wenn sich ein amerikanischer Sportler
    > für die Wiederwahl trumps geäußert hätte?

    Es gibt eh Sportler die Trump unterstützen oder es auch nicht tun. Und beide Seiten sagen das ganz öffentlich

  11. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: wanneut 09.10.19 - 11:29

    > Ich setze den gesunden Patriotismus als Kontrast zum Nationalismus, in den er schnell kippt, wenn es ungesund wird.
    Sorry, genau anders herum wird ein Schuh draus Nationalismus ist wie Libertarismus oder Konservatismus ein objektiver Begriff, der eine politische Richtung beschreibt, der man mehr oder weniger folgt.
    Im Normalfall stimmt man den Grundideen aller großen Strömungen zu, man gewichtet sie nur anders wenn sie im Widerspruch stehen.
    Patriotismus ist die Verherrlichung einer politischen Richtung ohne andere gelten zu lassen.


    > sein Vaterland zu mögen halte ich für ein ganz normales Gefühl.
    Das werden die aller meisten in Hong Kong oder eine Mehreheit in Katalonien anders sehen.
    Am Ende verkörpert jeder Staat irgend welche politischen Ideale. Die Schreibt er sich in die Hymne und auf die Fahnen.
    Deswegen ändern die sich auch wenn die Politische Richtung sich ändert. Das beste Beispiel ist die Chinesische.
    Wenn deine politischen Ansichten völlig konträr zu denen eines Staates sind ist es IMHO reichlich absurd dem Trotzdem zu folgen. Seperation ist die sinnvolle Möglichkeit das Dilemma zu beenden.
    Und am Ende gibt mir die Geschichte Recht:
    Die Staaten die Bevölkerungsgruppen mit völlig unterschiedlichen politischen Einstellungen beherrscht haben sind fast außnahmslos kaputt gegangen.
    Das hat nichts damit zu tun, dass jeder weil er mit irgend einer Kleinigkeit unzufrieden ist, einen eigenen Staat gründen soll. In sofern gebe ich den Nationalisten absolut recht: Es ist sinnvoll verschiedene größere Staaten zu haben. Ich halte es nur nicht für sinnvoll deren Grenzen in Stein zu Meißeln.
    Briten und Australier haben da finde ich sehr sinnvolle Ansätze gefunden zwischen Seperatismus und Nationalismus abzuwägen.

    > Aber dieses etwas verkrampfte Verhältnis zum eigenen Staat, zur Flagge und zur Hymne ist wohl eine deutsche Eigenart.
    Nein. Gerade in Deutschland gibt es recht wenige die wirklich ein Problem mit dem derzeitigen Staat haben. Deswegen sehen es die Leute hier oft als Wunderlich an.

    > In aller Regel subventionier der Staat das auch. Und wer nicht im Auftrage seines Landes antreten möchte, hat zum einen die Option, dies im Auftrage eines anderen Landes zu tun
    Ich nehme an der genannte würde gerne als freies Hong Kong antreten. Verbietet ihm Blizzard aber.

  12. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Eheran 09.10.19 - 12:54

    >Und ich wurde von einer Mutter geboren und von einem Vater gezeugt, aber ein "Vaterland" kenne ich nicht, was soll das sein? In dem Wort steckt doch schon mehr "Patriotismus" drin, als viele noch "gesund" nennen würden.

    Da bin ich ausgestiegen.

  13. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: mnementh 09.10.19 - 13:24

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Und ich wurde von einer Mutter geboren und von einem Vater gezeugt, aber
    > ein "Vaterland" kenne ich nicht, was soll das sein? In dem Wort steckt doch
    > schon mehr "Patriotismus" drin, als viele noch "gesund" nennen würden.
    >
    > Da bin ich ausgestiegen.
    Die Zugehörigkeit zur nation wird statt rational auf die emotionale Ebene verlagert, wenn man den Vater oder die Mutter (ins russische übersetzt sich Vaterland zu Mutterland) ins Spiel bringt. Man kann argumentieren, dass rational Ansichten zur Nationalität gesund, und emotionale ungesund sind, da die Emotionen in der geschichte sehr oft dazu genutzt wurden um die Leute zur Kriegsteilnahme zu bewegen (fürs Vaterland).

  14. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Eheran 09.10.19 - 13:46

    Sport ohne Emotionen geht aber nicht, oder...?

    Ohne Emotionen, rein rational, ist es völlig wurscht wer wie schnell 100m läuft und ob X nun 0,0x Sekunden schneller war als Y.
    Mir ist (vielleicht aus dem Grund?) Sport völlig egal. Aber ohne Emotionen wäre er wohl so ziemlich jedem egal. Kein vorm TV rumbrüllen, was der Fußballer gefälligst tun soll usw. usf. und damit gibt dafür auch niemand mehr Geld aus, weil es nunmal rational irrelevant ist ob A oder B gewinnt.

  15. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Elgareth 09.10.19 - 16:00

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Zugehörigkeit zur nation wird statt rational auf die emotionale Ebene
    > verlagert, wenn man den Vater oder die Mutter (ins russische übersetzt sich
    > Vaterland zu Mutterland) ins Spiel bringt. Man kann argumentieren, dass
    > rational Ansichten zur Nationalität gesund, und emotionale ungesund sind,
    > da die Emotionen in der geschichte sehr oft dazu genutzt wurden um die
    > Leute zur Kriegsteilnahme zu bewegen (fürs Vaterland).

    Und schwupps war meine Antwort weg :-D
    In der wurde an sich aber eben genau das gesagt, was durch die Entfernung nun empirisch bewiesen wurde:
    "Rationale Ansichten" sind nicht weniger Emotional als "Emotionale Ansichten". Deine gesamte Art zu Denken stützt sich auf deine emotionale Entwicklung in der westlichen Welt.
    Du kannst die fiesesten, menschenverachtendsten Dinge rational begründen (hab ich in meiner ersten Antwort exemplarisch gemacht um zu zeigen, dass rational eben nicht = gesund bedeutet), was du als rational ansiehst beruht rein auf dem, wohinter du emotional stehen kannst.
    WIRKLICH ungeschönte, harte Objektivität ist gesellschaftlich dermaßen verpönt dass sie nichtmals als Negativbeispiel aufgeführt werden dürfen. Weil für die meisten emotional verstörend.

  16. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: demon driver 09.10.19 - 16:18

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und ich wurde von einer Mutter geboren und von einem Vater gezeugt, aber
    > > ein "Vaterland" kenne ich nicht, was soll das sein? In dem Wort steckt doch
    > > schon mehr "Patriotismus" drin, als viele noch "gesund" nennen würden.
    >
    > Da bin ich ausgestiegen.

    Danke für die Selbstauskunft! Wer im deutschsprachigen Raum nur siebzig Jahre danach schon wieder oder immer noch vom "Vaterland" spricht, der hat entweder die Bedeutung nationalistischer Sprache für die nationalistische Ideologie nicht verstanden, oder es ist nationalistische Absicht.

  17. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Huanglong 09.10.19 - 16:30

    Land und Gott zu danken ist schon was anderes als über die Überlegenheit der eigenen Nation zu fabulieren.

    Aber eben nicht bei Sportveranstaltungen. Die dürfen dass ja auch sein, und das auch sagen, aber eben nicht bei den Veranstaltungen.

  18. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: mnementh 09.10.19 - 16:44

    Elgareth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mnementh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Zugehörigkeit zur nation wird statt rational auf die emotionale
    > Ebene
    > > verlagert, wenn man den Vater oder die Mutter (ins russische übersetzt
    > sich
    > > Vaterland zu Mutterland) ins Spiel bringt. Man kann argumentieren, dass
    > > rational Ansichten zur Nationalität gesund, und emotionale ungesund
    > sind,
    > > da die Emotionen in der geschichte sehr oft dazu genutzt wurden um die
    > > Leute zur Kriegsteilnahme zu bewegen (fürs Vaterland).
    >
    > Und schwupps war meine Antwort weg :-D
    > In der wurde an sich aber eben genau das gesagt, was durch die Entfernung
    > nun empirisch bewiesen wurde:
    > "Rationale Ansichten" sind nicht weniger Emotional als "Emotionale
    > Ansichten". Deine gesamte Art zu Denken stützt sich auf deine emotionale
    > Entwicklung in der westlichen Welt.
    > Du kannst die fiesesten, menschenverachtendsten Dinge rational begründen
    > (hab ich in meiner ersten Antwort exemplarisch gemacht um zu zeigen, dass
    > rational eben nicht = gesund bedeutet), was du als rational ansiehst beruht
    > rein auf dem, wohinter du emotional stehen kannst.
    > WIRKLICH ungeschönte, harte Objektivität ist gesellschaftlich dermaßen
    > verpönt dass sie nichtmals als Negativbeispiel aufgeführt werden dürfen.
    > Weil für die meisten emotional verstörend.
    Du folgst meinem Argument nicht. Natürlich kann man mit rationalen Argumenten auch menschenverachtende Ideologien unterstützen. Das ist nicht im Geringsten der Punkt. Der Punkt ist, dass emotionale Argumentation wie Vaterland, Lebensraum, die bösen XYZ, die Heiden usw. im politischen Raum nie hilfreich ist. Ich argumentiere nicht, dass alle rationalen Argumente zu unterstützen sind, sondern dass emotionale Argumente für politische Dinge ein Problem sind. Ich verlange also als ein Minimum rationale Argumente. Darüberhinaus aber auch mehr, beispielsweise in den Grundwerten die Menschenrechte.

  19. Re: Unpolitischer Sport

    Autor: Eheran 11.10.19 - 08:39

    Es geht um diesen Satz, den ich nicht ohne Kontext stehen lassen wollte:
    >In dem Wort steckt doch schon mehr "Patriotismus" drin, als viele noch "gesund" nennen würden.

    Wer sich einfach irgendwelche Zahlen (und seien sie mit "viele" nur impliziert) aus dem Arsch zieht, wie es ihm passt, dem brauch ich nicht meine Aufmerksamkeit schenken.

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