1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Hongkong: Blizzard-Chef findet…

Es geht doch nicht nur um die Strafe...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: Fregin 14.10.19 - 11:21

    Zumindest mir ist der Kotau, den Blizzard vor China gemacht hat, deutlich saurer aufgestoßen. Dass die keine politischen Diskussionen in ihrem Event wollen - ok. Das gibts auch anderswo. Die Höhe der Strafe war ziemlich daneben, aber das Entschuldigungsschreiben an China war dann doch eine einzige Peinlichkeit. Wie kann man sich derart zum Bückling machen?

  2. Re: Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: Quantium40 14.10.19 - 11:41

    Fregin schrieb:
    > Zumindest mir ist der Kotau, den Blizzard vor China gemacht hat, deutlich
    > saurer aufgestoßen.
    Wäre er dir genauso sauer aufgestoßen, wenn Blizzard diesen Kotau vor Frankreich oder vor den USA oder vor Deutschland gemacht hätte, weil irgend ein Turnierteilnehmer unbedingt die Veranstaltung dazu missbrauchen musste, seine politische Agenda zu verbreiten?

    > Die Höhe der Strafe war ziemlich daneben,
    Die Höhe der Strafe war Ausschluss vom Turnier und damit natürlich auch Verlust aller damit verbundene Preise.
    Bei Olympia wurden auch schon Leuten die wertvollen Goldmedaillien wieder weggenommen, weil sie mal als Profis aktiv waren und damit gegen die Nur-Amateure-Regel verstoßen hatten.
    (Inzwischen ist das ja leider mehr oder weniger hinfällig, weil Olympia nur noch Kommerz ist)

    > aber das Entschuldigungsschreiben an China war dann doch eine
    > einzige Peinlichkeit. Wie kann man sich derart zum Bückling machen?
    Wenn es um Profite geht, dann muss man sich manchmal zum Bückling machen.

    Blizzards Geschäft besteht darin, Computerspiele und das drumrum dazu anzubieten. Die vertreiben nicht Demokratie oder Menschenrechte.

  3. Re: Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: derJimmy 14.10.19 - 14:10

    Quantium40 schrieb:
    > Wäre er dir genauso sauer aufgestoßen, wenn Blizzard diesen Kotau vor
    > Frankreich oder vor den USA oder vor Deutschland gemacht hätte, weil irgend
    > ein Turnierteilnehmer unbedingt die Veranstaltung dazu missbrauchen musste,
    > seine politische Agenda zu verbreiten?

    Ja! Und genau das ist der Punkt. Blizzard hätte tausend andere Möglichkeiten gehabt, Ihren Standpunkt klar zu machen, ohne die Community gegen sich aufzubringen. Aber sie haben sich für den einfachen Weg gewählt und ein Regime über Ihre Kunden gestellt. Und da istt auch schon der Denkfehler: Blizzard kann dadurch zu Grunde gehen - China eher nicht. Man beißt nicht die Hand die einen füttert. Solange Blizzard außerhalb Chinas mehr Umsatz macht, als in China, ist es schlecht eine betriebswirtschaftliche Fehlentscheidung, den gesamten Kundenkreis gegen sich aufzubringen und schlechte Presse dafür zu bekommen. Das ganze ist ein PR-Desaster für Blizzard.

  4. Re: Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: nachgefragt 14.10.19 - 16:05

    Ich möchte nicht grundsätzlich widersprechen, aber es ist ebenfalls ein sehr entscheidender Denkfehler zu glauben, Chinesen wären keine Kunden von Blizzard, gehören nicht zur Community und stehen ausnahmslos alle hinter der Demokratiebewegung.

    Der chinesische Markt ist innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten, auch für Blizzard, geworden. Ohne die Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen hätte Blizzard nichtmal Zugang zum chinesischen Markt bekommen. Letzten Endes müssen sie sich auf chinesischen Boden an chinesisches Recht halten.

    Blizzard (und andere Spiele- Film- etc Produzent), können ja auch auf dem deutschen Markt nicht machen was Sie wollen, obwohl das auf dem restlichen weltmarkt kein Problem ist; Auch wenn da vor kurzen ein paar Änderungen bezüglich bestimmter Symboliken eingetreten sind, aber das ist ja bei leibe nicht alles.

    Ich weiß schon dass ich nun auf Maul kriegen werden... das kann man ja alles nicht vergleichen.
    Aber ein paar werden schon verstehen was ich meine. Für den Zugang zu einem 80Mio Markt macht man das eine, für den Zugang zu einem Milliarden Markt halt noch ganz anderes.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.19 16:20 durch nachgefragt.

  5. Re: Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: quineloe 15.10.19 - 01:25

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fregin schrieb:
    > > Zumindest mir ist der Kotau, den Blizzard vor China gemacht hat,
    > deutlich
    > > saurer aufgestoßen.
    > Wäre er dir genauso sauer aufgestoßen, wenn Blizzard diesen Kotau vor
    > Frankreich oder vor den USA oder vor Deutschland gemacht hätte, weil irgend
    > ein Turnierteilnehmer unbedingt die Veranstaltung dazu missbrauchen musste,
    > seine politische Agenda zu verbreiten?

    Du erkennst es leider nicht, aber das ist eben der Unterschied zwischen einer totalitären Diktatur und einer liberalen Demokratie. China kann es nicht zulassen, dass es kritisiert wird. Das geht deren Grundsätzen zuwider. Jede Kritik ist eine Herausforderung an den Staat an sich, und muss geahndet werden.

    Was würde ich machen, was würde ich denken? Okay, nehmen wir ein fiktives Beispiel. Nach einem Turnier sagt ein deutscher Hearthstonespieler im Interview "DUH ist böse und von Toyota finanziert! Fridays for Hubraum! Klapsmühle für Autisten-Freak Thunberg!"
    Ich würde einen Teufel tun, von Blizzard hier Konsequenzen zu fordern. Ich würde über den Idioten nur ein bisschen lachen und dann den tab schließen.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  6. Marktkonforme Demokratie

    Autor: franzropen 16.10.19 - 06:04

    Du meinst zwischen einer Diktatur und einer marktkonformen Demokratie.
    Du darf bei uns sagen und wählen was du willst, denn am Ende bestimmt der Markt was getan wird.
    Sieht man ja gut in Griechenland und Italien.
    Und gegen Dikatatur haben wir ja auch nichts siehe Ägypten.
    Da war Europa ganz froh als die neue Demokratie von einer Militärdiktatur abgelöst wurde, hatten halt falsch gewählt die Ägypter.
    Was wurde eigentlich aus dem Blogger Raif Badawi in Saudi Arabien?
    Hat wohl nicht genug Fortnite gespielt.

  7. Re: Es geht doch nicht nur um die Strafe...

    Autor: Dwalinn 16.10.19 - 10:34

    Die Beleidigung wäre schon ein Grund für eine Strafe, der Rest ist seine Meinung und daher (mMn) egal.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Knauf Gips KG, Iphofen bei Würzburg
  2. Stadtverwaltung Eisenach, Eisenach
  3. Ganter Interior GmbH, Waldkirch
  4. Kliniken Schmieder, Allensbach

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,99€
  2. (-75%) 9,99€
  3. (-15%) 29,74€
  4. 39,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Autohersteller Maserati will Elektroautos mit besonderem Sound ausstatten
  2. Elektroauto-Prämie Regierung liefert Brüssel erste Daten zu neuem Umweltbonus
  3. Zulieferprobleme Audi will E-Tron-Produktion in Brüssel kürzen

Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

Computerlinguistik: Bordstein Sie Ihre Erwartung!
Computerlinguistik
"Bordstein Sie Ihre Erwartung!"

Ob Google, Microsoft oder Amazon: Unternehmen befinden sich im internationalen Wettlauf um die treffendsten Übersetzungen. Kontext-Integration, Datenmangel in kleinen Sprachen sowie fehlende Experten für Machine Learning und Sprachverarbeitung sind dabei immer noch die größten Hürden.
Ein Bericht von Maja Hoock

  1. OpenAI Roboterarm löst Zauberwürfel einhändig
  2. Faceapp Russische App liegt im Trend und entfacht Datenschutzdebatte

  1. Bundesverwaltungsgericht: Linksunten bleibt verboten
    Bundesverwaltungsgericht
    Linksunten bleibt verboten

    Die linke Medienplattform linksunten.indymedia.org bleibt verboten. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine entsprechende Klage gegen das Verbot als unbegründet abgewiesen.

  2. China: Huawei weist Bericht zu Geheimdienstzusammenarbeit zurück
    China
    Huawei weist Bericht zu Geheimdienstzusammenarbeit zurück

    Seit Dezember soll es ein geheimes Papier des Auswärtigen Amts geben, das mit US-Quellen eine Zusammenarbeit Huaweis mit dem chinesischen Staatsapparat belegt. Doch das passt nicht zu den Aussagen britischer Geheimdienste und der Bundesregierung.

  3. Zehntes Jubiläum: Auch Microsoft hat das erste iPad überrascht
    Zehntes Jubiläum
    Auch Microsoft hat das erste iPad überrascht

    In einem ausführlichen Bericht blickt der ehemalige Windows-Chef Steven Sinofsky auf das erste iPad zurück. Die Medien und die Branche selbst ahnten vor zehn Jahren nicht, was für ein Produkt es letztlich sein sollte und dass es überhaupt nicht den damaligen Vorstellungen entsprach.


  1. 20:51

  2. 18:07

  3. 17:52

  4. 17:07

  5. 14:59

  6. 14:41

  7. 14:22

  8. 14:01