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  5. › Hype auf Steam: Warum ist Valheim…

Es nervt einen nicht

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Es nervt einen nicht

    Autor: Eisklaue 17.02.21 - 16:16

    Ich spiele es aktuell mit einem Freund zusammen auf einem Server und für uns ist es sehr angenehm weil es einen nicht so extremst mit Dingen nervt wie andere Survival Spiele dabei aber nicht weniger komplex ist. Ressourcenverbrauch ist aktuell noch sehr am unteren Limit was ich so von Survival Spielen kenne und somit geht das Bauen von Siedlungen, Gegenständen und Nahrung flott von der Hand. Das reparieren von Tools und Gegenständen kostet keine Ressourcen, muss also nicht ständig Zeug Farmen um zum Beispiel meine Axt zu reparieren. Der Nahrungsverbrauch ist auch moderat so das ich nicht ewig nach Nahrung suchen muss. Ne Himbeere hält ne ganze Weile an aber steigert die Gesundheit nicht extremst. Generell die Sache mit der Kopplung von Nahrung und Höchstand der Gesundheit ist ganz gut gelungen und mal was anderes. Esse ich hochwertige Nahrung, hab ich mehr leben, esse ich nur Himbeeren, bleibe ich am unteren Ende des Gesundheitsbalken.

    Hinzukommt, das wir den Grafik Stil ganz ansprechend finden. Die Texturen sind zwar grobschlächtig aber dafür sieht es mit den Licht und Partikeleffekten ganz stimmig aus. Auch die Wasseranimation finden wir ganz gelungen und es kommt schon sehr gut rüber ob gerade ein Sturm ist oder ein laues Lüftchen.

    Kurz um es ist eines der enspannteren Vertreter der Survival Spiele.

  2. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 17.02.21 - 23:57

    Ah, ok, jetzt verstehe ich den Hype. Das Spiel ist also für die breite Masse gemacht mit ihrem wenigen Anspruch und bloß kein Grind, alles klar, also kein Spiel für mich. :D

  3. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: xSureface 18.02.21 - 00:03

    breite Masse ohne Anspruch? Da arbeitet nen Team weniger als 10 Leuten dran, die den Hauptfokus erst mal auf die Gameplaymechanik und die Physik richtet. Texturen sind schnell Ausgetauscht, wenn man jemanden hat, der da Zeit reininvestiert. Die Mechaniken sind Teils sehr aufwendig gestaltet. Alleine die Berechnung von Wasser, in Verbindung mit Wind oder Sturm. Dazu die Lichteffekte etc. Versuch mal mitm Boot dort von Insel zu Insel zu kommen. Ist nicht einfach W drücken und man ist in 5min da. Wenn Pech hast musst einige Minuten warten bis der Wind mal ne Richtung hat, die dich zu der gewünschten Insel bringen könnte.

  4. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 18.02.21 - 00:40

    Nur in Bezug auf das geschriebene oben was die Sache mit Ressourcen etc. angeht. Das klingt für mich so als würde man alles viel zu leicht aufbauen können. Zugegeben getriggert durch die Überschrift.

    Ich hab kein Problem damit, wenn ein Spiel mich auf diese Weise nervt. Für mich gehören alle Arten von Emotionen zu einem Spiel dazu, besonders zu einem Survival Spiel.

  5. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Dystopinator 18.02.21 - 04:13

    auch sterben durch durch repetitive monotonie?

  6. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Sharra 18.02.21 - 05:34

    Du hockst also lieber 10 Stunden am PC, klickst die Maus in den Hardwaretod, während du an einem einzigen Baum herum nagst, um sage und schreibe 2 Bretter daraus zu bekommen. Für eine einfache Hütte brauchst du dann 50 Bretter.... Naja, wenns dir Spass macht.

  7. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 18.02.21 - 06:41

    Dystopinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > auch sterben durch durch repetitive monotonie?

    Wenn du damit meinst das ich durch Unachtsamkeit deswegen drauf gehe. Ja, auch das gehört für mich dazu und manchmal braucht man einen Weckruf um wieder mehr aufzupassen. ;)

  8. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 18.02.21 - 06:49

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hockst also lieber 10 Stunden am PC, klickst die Maus in den
    > Hardwaretod, während du an einem einzigen Baum herum nagst, um sage und
    > schreibe 2 Bretter daraus zu bekommen. Für eine einfache Hütte brauchst du
    > dann 50 Bretter.... Naja, wenns dir Spass macht.

    Ja, wenn man keine Argumente hat zieht man es halt einfach ins übertriebene lächerliche.

    Ersteres ist definitiv völlig übertrieben, zweiteres ist schon wieder etwas anderes. Es liegt an den Spielern und ihrer Spielart, dass sie dann unbedingt 50 Bretter auf einmal ergrinden wollen.

    Nirgendwo steht geschrieben das man das tun muss, Niemand wird daran gehindert hier mal 10 Bretter zu sammeln, dann was anderes zu tun und dort dann mal wieder 5 Bretter zu sammeln, bis man irgendwann die 50 Bretter hat.

    Leider denken zu viele Spieler beim spielen nach Checklisten und leider sind diese oft eher mit direkten Zielen bestückt als mit Teilzielen. "Ich baue mir jetzt ein Haus", "Ich will jetzt Mob X jagen und killen" etc. Lockeres spielen macht so viel mehr Spaß, dazu sind doch Sandbox und Open World da, nicht dazu das ganze Konzept mit Checklisten wieder kaputt zu machen in dem man sich selbst wieder in den Freiheiten einschränkt.

    Ob mein Haus nun heute steht oder in eine paar Tagen, völlig egal, ich mache das worauf ich gerade Lust habe, außer natürlich bei Dingen die erledigt werden müssen wie eben für Nahrung zu sorgen, wenn ich verhungert bin ist es zu spät dafür. ;)

  9. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: LH 18.02.21 - 09:05

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du damit meinst das ich durch Unachtsamkeit deswegen drauf gehe. Ja,
    > auch das gehört für mich dazu und manchmal braucht man einen Weckruf um
    > wieder mehr aufzupassen. ;)

    Oftmals führt dies aber nur dazu, dass man sich als Spieler dann stundenlang auf eine relativ banale Aufgabe vorbereitet, nur um keinen Resourcenverlust zu erleiden. Das empfinde ich nicht als Spaß, sondern als Arbeit, und für solche möchte ich eher bezahlt werden, als zu bezahlen ;)

    Es ist gut, dass nicht alle Spiele diese aus meiner Sicht unsinnigen Prinzip folgen, und auch die Leute ansprechen, für die Spielspaß im Vordergrund steht.

  10. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Prypjat 18.02.21 - 09:56

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ah, ok, jetzt verstehe ich den Hype. Das Spiel ist also für die breite
    > Masse gemacht mit ihrem wenigen Anspruch und bloß kein Grind, alles klar,
    > also kein Spiel für mich. :D

    Keine Angst. Es gibt genügend Grind im Spiel, aber eben nicht so übertrieben wie in anderen Spielen.
    Du hast zum Beispiel mehrere Arten von Bauholz die Du aus den Bäumen gewinnen kannst.
    Normales Holz, Kernholz und Edles Holz. Jedes deckt damit unterschiedliche Craftingbereiche ab.
    Möchtest Du Kernholz, musst Du Kiefern fällen, aber die Drop Rate ist nicht zu 100% Kernholz, sondern eher 60 bis 70% normales und der Rest ist Kernholz.
    Edles Holz bekommst Du nur von Eichen und Birken und diese können mit der normalen Steinaxt oder der Feuersteinaxt nicht gefällt werden. Dazu benötigt man eine Bronzeaxt und um diese zu bekommen, muss man Erze abbauen, aber das geht nur mit einer Spitzhacke und die bekommt man nur, wenn man den ersten Bossgegner plättet.
    Um diesen zu plätten, muss man aber schon etwas Rüstung und Waffen gecraftet haben und diese am besten auch schon upgraden, aber das geht nur, wenn man seine Werkbank aufgelevelt hat.

    Essen ist bei Valheim auch so eine Sache für sich.
    Man kann zwar nicht verhungern, aber wenn man nicht isst hat man nur 25% Gesundheit und kaum Ausdauer. Da werden selbst Kämpfe gegen die kleinen Greylinge zu einer Herausforderung, wenn diese in einer Gruppe auftreten. Also muss man sich recht schnell um Nahrung kümmern. Dabei reicht es aber nicht sich stumpf eine gebratene Fleischkeule nach der anderen hinter die Kiemen zu schieben. Man hat neben der Gesundheitsanzeige 3 zusätzliche Balken und diese werden mit der Nahrung gefüllt. Man kann nicht drei Mal das gleiche Essen zu sich nehmen, also muss man auch Beeren oder Pilze sammeln, kleinere Echsen jagen, Honig essen oder Angeln gehen. Nur bei einer Abwechslungsreichen Ernährung kann man seine Gesundheit auf 100% oder mehr bringen. Die Nahrung hat dabei unterschiedliche Eigenschaften und kann auch zusätzliche Ausdauerbalken bringen.

    Ist man dann gut ausgerüstet und auf Achse, kann das Wetter den Wikinger echt zusetzen. Kälte und Nässe verbrennen zusätzliche Kalorien und somit hält das Essen nicht mehr so lange an. Die Ausdauer geht schneller runter und wenn es dann noch Nacht ist und man im Dunkelwald unterwegs ist, kann es schnell aus sein mit dem Wikingerleben.
    Nachts rennen stärkere Zwerge rum, als noch am Tag und das Spiel geht auf die Erfahrung des Spielers ein und serviert zunehmend stärkere Gegner in der Erkundbaren Welt.
    Im Wald auf einen Haushohen Troll zu stoßen, der als Waffe einen Baumstamm in den Händen hält, kann schon mal schnell den Tod bedeuten.
    Hat man keinen Unterschlupf mit Feuer und Bett gebaut, hat man auch keinen Spawnpunkt und muss nach dem Ableben den ganzen Weg bis zum Grabstein zurücklegen. Ohne zusätzliche Ausrüstung rennt man Quasi fast Nackt durch die Pampa.

    Es gibt in Valheim keine Vorschriften was man wann, wie und wo erledigen muss.
    Man kann sich für alles Zeit nehmen. Kein Bock zu bauen? Geh grinden. Kein Bock aufs Grinden? Geh Dungeons machen. Kein Bock aufs grinden oder Dungeons clearen? Geh die Welt erkunden.
    Aber Vorsicht! Die Welt ist wirklich tödlich. Zu weit mit dem Floß rausgefahren? Tod durch Seemonster. In ein neues Gebiet gewagt ohne passende Ausrüstung? Tod durch giftige Gegner.
    Beim Bäume fällen nicht aufgepasst? Tod durch Baum.

    Valheim erfindet das Rad nicht neu. Muss es aber auch nicht. Es ist durchweg motivierend, denn man kommt Stück für Stück in der Welt voran und wird nicht gleich mit Crafting zugeschissen. Der Fortschritt bestimmt das Spieltempo und das kann jeder für sich selbst festlegen.
    Die Werkzeuge und Geräte sind gut im Spiel integriert und haben auch alle einen Sinn. Viel Automatismus gibt es nicht. Es gibt eine Schmelze, die nach dem Befüllen mit Rohstoffen die Erze zu Barren schmelzt, aber die landen nicht automatisch in der Kiste. Das selbe gilt für alle anderen Gerätschaften.

    Sein Eigenheim sollte man auch gut schützen, denn es gibt immer mal wieder Gegner die Nachts vorbeischauen und auch das Hab und Gut zerstören.

    Valheim ist zwar nicht der Grafische Wundertitel, aber in Sachen Stimmung macht es allen anderen Survival Titeln etwas vor. Stürme, Gewitter, Nebel, tosende See ... aber auch schöne Sonnenauf- und Untergänge, leichter Nebel oder sonniges Sommerwetter. Es ist für jeden etwas dabei.
    Dazu kommt noch die gute Physik im Spiel, die dem Spieler auch mal echt nerven kann. :D
    Aber cool ist es trotzdem, denn es ist wirklich sinnvoll eingebaut.

    Jetzt müsste ich noch aufzählen, was mich am Spiel stört, aber das ist gar nicht so leicht, denn es gibt für mich kaum etwas zu bemängeln.

    Die Performance ist recht gut und hängt teilweise auch vom Server ab.
    Das Spiel läuft mit 45 bis 60 FPS auf meiner Vega64 und meinem Xeon e3 bei 32GB RAM in 1080p auf höchsten Grafikeinstellung. Im Solo läuft es teilweise noch besser.
    Die Animationen sind nicht schlecht, aber auch nicht gut. Sie liegen irgendwo dazwischen und sind für ein Early Access Spiel annehmbar. Der Sound ist Klasse und die Musik ist stimmig.

    Mich stört eigentlich nur eines. Es gibt eine maximale Höhe für Bauwerke aus Holz. Die ist aber nicht im Spiel ersichtlich und man merkt es erst, wenn trotz guter Bauweise die Balken wegbrechen. Im späteren Spiel gibt es zwar dann neue Baustoffe (Stein), aber einen Indikator für die maximale Bauhöhe hätte ich schon gut gefunden.
    Die Stabilität wird in Farben angegeben. Das geht von Grün - alles okay auf'm Bau, bis Rot - fuck wir werden alle sterben. Rote Balken kann man dann zusätzlich abstützen und dann haben sie wieder zusätzliche Tragkraft.
    Das ist sehr intuitiv und macht auch Sinn. Aber wenn man nicht weiß, dass es eine Höhenbeschränkung für diesen Baustoff gibt, dann zweifelt man an seinen eigenen Baufähigkeiten, denn man bekommt die Balken trotz Stützen und Querbalken nicht mehr stabilisiert.
    Ich hatte mir dann schon gedacht, dass es wohl ein Limit geben muss, aber erst Google hat mich dann vollends erhellen können.

    Und das war es auch schon mit der Kritik.
    Für 17 Euro kann man bei dem Game nichts falsch machen.
    Videos oder Screenshots reichen nicht, um sich einen Eindruck vom Spiel zu machen. Man muss es aktiv ausprobieren, denn erst dann zeigt sich der Charme und die Raffinesse des Spiels.

  11. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 18.02.21 - 14:39

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn du damit meinst das ich durch Unachtsamkeit deswegen drauf gehe.
    > Ja,
    > > auch das gehört für mich dazu und manchmal braucht man einen Weckruf um
    > > wieder mehr aufzupassen. ;)
    >
    > Oftmals führt dies aber nur dazu, dass man sich als Spieler dann
    > stundenlang auf eine relativ banale Aufgabe vorbereitet, nur um keinen
    > Resourcenverlust zu erleiden. Das empfinde ich nicht als Spaß, sondern als
    > Arbeit, und für solche möchte ich eher bezahlt werden, als zu bezahlen ;)
    >
    > Es ist gut, dass nicht alle Spiele diese aus meiner Sicht unsinnigen
    > Prinzip folgen, und auch die Leute ansprechen, für die Spielspaß im
    > Vordergrund steht.

    Ich finde es inzwischen echt fast schon trollig wie sehr Spieler wie du ernsthaft glauben, dass Spielern, die ja quasi laut dir arbeiten, keinerlei Spielspaß hätten. Ganz im Gegenteil, diese Spieler haben zum Teil sogar mehr Spaß an einem Spiel als ihr. Warum? Weil für sie das Spiel nicht selten viel intensiver ist. :D

    Es gibt einfach nichts schöneres als eine Belohnung zu kriegen für die man wirklich etwas getan hat. Und für viele ist nichts nerviger als ständig Belohnungen zu kriegen für quasi nichts, diese Belohnungen sind absolut wertlos. Und viele wollen sich Belohnung ... ja, richtig ... erarbeiten!

  12. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Greys0n 18.02.21 - 15:15

    Es gibt Leute die Fahren gerne am PC Linienbusse. Sei Ihnen gegönnt. Ist aber nichts für mich. Und andere Spielen gerne Survival games mit langen monotonen grinde Sektionen im gameplay. Ist auch nichts für mich. Aber mir fällt es jetzt nicht ein über diese Leute lustig zu machen..

    Valheim macht für mich, als jemanden der nicht so auf survival/minecraft games steht, vieles richtig. Kann man paar Wochen spielen bevor man sich wieder den Lieblings Genre widmen kann. Für 16¤ ein guter Deal für uns.

  13. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 18.02.21 - 15:50

    Greys0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt Leute die Fahren gerne am PC Linienbusse. Sei Ihnen gegönnt. Ist
    > aber nichts für mich. Und andere Spielen gerne Survival games mit langen
    > monotonen grinde Sektionen im gameplay. Ist auch nichts für mich. Aber mir
    > fällt es jetzt nicht ein über diese Leute lustig zu machen..

    Ich hab aber nicht immer den Eindruck als sei das diesen Spielern gegönnt, viel eher hab ich öfters den Eindruck das an deren Geisteszustand gezweifelt wird, nur weil man deren Motivation absolut null nachvollziehen kann.

    > Valheim macht für mich, als jemanden der nicht so auf survival/minecraft
    > games steht, vieles richtig. Kann man paar Wochen spielen bevor man sich
    > wieder den Lieblings Genre widmen kann. Für 16¤ ein guter Deal für uns.

    Sehe ich auch so, bis wieder den Lieblings Genre zu wenden, weil das ist eines meiner Lieblings Genre. Und ich werde es auch spielen, wenn es fertig ist.

  14. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Greys0n 18.02.21 - 16:40

    Das ist ein anderes Thema. Letztlich schafft es die Beschäftigung mit einem Videospiel wohl nie in die Top five der Dinge mit denen man bei einem Date jemanden beeindrucken kann. Und jeder der versucht sein Game als DIE Erfahrung zu verkaufen, labert ohnehin nur Sülze. Ich habe CS früher schon fast Fantisch über mehrere Tausend Stunden auf Public Servern gespielt. Und auch wenn mir das offensichtlich Spaß gemacht hat. War es doch nur vergeudete Zeit. Die mir nicht das Recht gibt mich über Leute zu erheben die in der Zeit mit WoW oder sowas Glücklich wurden. Auch wenn letzteres nicht meiner persönlichen Präferenz entspricht.

    Auch wenn es nicht viel bedeutet.
    Aber als Alter Zocker macht mir Valheim Spaß, und 16¤ kann man verschmerzen.

  15. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Hotohori 19.02.21 - 01:06

    Greys0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ein anderes Thema. Letztlich schafft es die Beschäftigung mit
    > einem Videospiel wohl nie in die Top five der Dinge mit denen man bei einem
    > Date jemanden beeindrucken kann. Und jeder der versucht sein Game als DIE
    > Erfahrung zu verkaufen, labert ohnehin nur Sülze. Ich habe CS früher schon
    > fast Fantisch über mehrere Tausend Stunden auf Public Servern gespielt. Und
    > auch wenn mir das offensichtlich Spaß gemacht hat. War es doch nur
    > vergeudete Zeit. Die mir nicht das Recht gibt mich über Leute zu erheben
    > die in der Zeit mit WoW oder sowas Glücklich wurden. Auch wenn letzteres
    > nicht meiner persönlichen Präferenz entspricht.

    Das sehe ich eben ein wenig anders, so lange man damit Spaß hat empfinde ich Spiele nicht als Zeitverschwendung, denn Spaß zu haben ist auch gut für die Psyche und damit generell das eigene Wohlempfinden. Wie kann so etwas Zeitverschwendung sein? Und egal was man sonst macht, es gibt auch immer andere Dinge die man auch noch machen könnte und je nach dem wie man sie selbst einordnet könnte man auch wieder vieles als Zeitverschwendung ansehen. Obwohl ich zum Beispiel gerne mal eine Serie gucke, ist es für mich definitiv mehr Zeitverschwendung als ein Spiel, weil Spiele bei mir einfach höher stehen, sie geben mir mehr.

    > Auch wenn es nicht viel bedeutet.
    > Aber als Alter Zocker macht mir Valheim Spaß, und 16¤ kann man
    > verschmerzen.

    Ich bin mir sicher mir wird es irgendwann, wenn es mal fertig ist, auch Spaß machen. So lange es nicht viel zu viel Potential verschwendet, wonach es nicht klingt, kann ich mich da sehr gut anpassen.

  16. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Wakarimasen 19.02.21 - 10:39

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > breite Masse ohne Anspruch? Da arbeitet nen Team weniger als 10 Leuten
    > dran, die den Hauptfokus erst mal auf die Gameplaymechanik und die Physik
    > richtet. Texturen sind schnell Ausgetauscht, wenn man jemanden hat, der da
    > Zeit reininvestiert. Die Mechaniken sind Teils sehr aufwendig gestaltet.
    > Alleine die Berechnung von Wasser, in Verbindung mit Wind oder Sturm. Dazu
    > die Lichteffekte etc. Versuch mal mitm Boot dort von Insel zu Insel zu
    > kommen. Ist nicht einfach W drücken und man ist in 5min da. Wenn Pech hast
    > musst einige Minuten warten bis der Wind mal ne Richtung hat, die dich zu
    > der gewünschten Insel bringen könnte.

    Texturen schnell ausgetauscht? Das sind nicht nur texturen auch die 3D modelle sehen ziemlich mies aus. Außerdem sind heute Texturen nicht einfach ein bild das du auf ein objekt klatscht, du hast hochkomplexe normal maps die den leichteinfall faken, Specular oder Roughness welche die reflexionsstärke des lichtes bestimmen um glaubwürdig zu wirken, Ambient occlusion für schatten in den ritzen. Das ist heute standard in fast jedem spiel, nennt sich PBR (physical based rendering) und dabei muss man auch noch unterscheiden ob das material Metall oder nicht Metall ist weil metalle nochmal anders funktionieren.
    Simuliert ist hier btw ein scheiß das werden höchstwahrscheinlich partikel sein so wie in jedem anderen spiel auch. Wohlgemerkt in diesem bereich spricht man bei simulationen wenn man echte physikalische bewegung simuliert, das haben weder high end games noch schaffen das high end computer ohne stundenlang zu rendern.
    Die wind änderung ist auch ziemlich easy, setze eine random zeit wie lang der wind in diese richtung bläst dann änder random die richtung für erneute random zeit fertig.

  17. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: \pub\bash0r 19.02.21 - 11:22

    Wakarimasen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die wind änderung ist auch ziemlich easy, setze eine random zeit wie lang
    > der wind in diese richtung bläst dann änder random die richtung für erneute
    > random zeit fertig.

    Wind hat auch Einfluss darauf, welche Tiere einen wie wittern, wie und ob der Rauch abzieht, etc.

    Ist das ne krasse Simulation? Nö. Aber die vielen Nebeneffekte dieser Spielmechanik sind schon toll und machen das Spiel interessanter.

  18. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: dx1 19.02.21 - 20:03

    Wakarimasen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ambient occlusion für schatten in den ritzen.

    In den Grafikmenüs kann man einen Punkt an- und abwählen, neben dem "SSAO" geschrieben steht. Wahrscheinlich ist das aber nur Deko, weil über der Ritze der Spielfigur immer eine niedrig aufgelöste Kleidungstextur ist.

  19. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Tango 20.02.21 - 09:16

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ah, ok, jetzt verstehe ich den Hype. Das Spiel ist also für die breite
    > > Masse gemacht mit ihrem wenigen Anspruch und bloß kein Grind, alles
    > klar,
    > > also kein Spiel für mich. :D
    >
    > Keine Angst. Es gibt genügend Grind im Spiel, aber eben nicht so
    > übertrieben wie in anderen Spielen.
    > Du hast zum Beispiel mehrere Arten von Bauholz die Du aus den Bäumen
    > gewinnen kannst.
    > Normales Holz, Kernholz und Edles Holz. Jedes deckt damit unterschiedliche
    > Craftingbereiche ab.
    > Möchtest Du Kernholz, musst Du Kiefern fällen, aber die Drop Rate ist nicht
    > zu 100% Kernholz, sondern eher 60 bis 70% normales und der Rest ist
    > Kernholz.
    > Edles Holz bekommst Du nur von Eichen und Birken und diese können mit der
    > normalen Steinaxt oder der Feuersteinaxt nicht gefällt werden. Dazu
    > benötigt man eine Bronzeaxt und um diese zu bekommen, muss man Erze
    > abbauen, aber das geht nur mit einer Spitzhacke und die bekommt man nur,
    > wenn man den ersten Bossgegner plättet.
    > Um diesen zu plätten, muss man aber schon etwas Rüstung und Waffen
    > gecraftet haben und diese am besten auch schon upgraden, aber das geht nur,
    > wenn man seine Werkbank aufgelevelt hat.
    >
    > Essen ist bei Valheim auch so eine Sache für sich.
    > Man kann zwar nicht verhungern, aber wenn man nicht isst hat man nur 25%
    > Gesundheit und kaum Ausdauer. Da werden selbst Kämpfe gegen die kleinen
    > Greylinge zu einer Herausforderung, wenn diese in einer Gruppe auftreten.
    > Also muss man sich recht schnell um Nahrung kümmern. Dabei reicht es aber
    > nicht sich stumpf eine gebratene Fleischkeule nach der anderen hinter die
    > Kiemen zu schieben. Man hat neben der Gesundheitsanzeige 3 zusätzliche
    > Balken und diese werden mit der Nahrung gefüllt. Man kann nicht drei Mal
    > das gleiche Essen zu sich nehmen, also muss man auch Beeren oder Pilze
    > sammeln, kleinere Echsen jagen, Honig essen oder Angeln gehen. Nur bei
    > einer Abwechslungsreichen Ernährung kann man seine Gesundheit auf 100% oder
    > mehr bringen. Die Nahrung hat dabei unterschiedliche Eigenschaften und kann
    > auch zusätzliche Ausdauerbalken bringen.
    >
    > Ist man dann gut ausgerüstet und auf Achse, kann das Wetter den Wikinger
    > echt zusetzen. Kälte und Nässe verbrennen zusätzliche Kalorien und somit
    > hält das Essen nicht mehr so lange an. Die Ausdauer geht schneller runter
    > und wenn es dann noch Nacht ist und man im Dunkelwald unterwegs ist, kann
    > es schnell aus sein mit dem Wikingerleben.
    > Nachts rennen stärkere Zwerge rum, als noch am Tag und das Spiel geht auf
    > die Erfahrung des Spielers ein und serviert zunehmend stärkere Gegner in
    > der Erkundbaren Welt.
    > Im Wald auf einen Haushohen Troll zu stoßen, der als Waffe einen Baumstamm
    > in den Händen hält, kann schon mal schnell den Tod bedeuten.
    > Hat man keinen Unterschlupf mit Feuer und Bett gebaut, hat man auch keinen
    > Spawnpunkt und muss nach dem Ableben den ganzen Weg bis zum Grabstein
    > zurücklegen. Ohne zusätzliche Ausrüstung rennt man Quasi fast Nackt durch
    > die Pampa.
    >
    > Es gibt in Valheim keine Vorschriften was man wann, wie und wo erledigen
    > muss.
    > Man kann sich für alles Zeit nehmen. Kein Bock zu bauen? Geh grinden. Kein
    > Bock aufs Grinden? Geh Dungeons machen. Kein Bock aufs grinden oder
    > Dungeons clearen? Geh die Welt erkunden.
    > Aber Vorsicht! Die Welt ist wirklich tödlich. Zu weit mit dem Floß
    > rausgefahren? Tod durch Seemonster. In ein neues Gebiet gewagt ohne
    > passende Ausrüstung? Tod durch giftige Gegner.
    > Beim Bäume fällen nicht aufgepasst? Tod durch Baum.
    >
    > Valheim erfindet das Rad nicht neu. Muss es aber auch nicht. Es ist
    > durchweg motivierend, denn man kommt Stück für Stück in der Welt voran und
    > wird nicht gleich mit Crafting zugeschissen. Der Fortschritt bestimmt das
    > Spieltempo und das kann jeder für sich selbst festlegen.
    > Die Werkzeuge und Geräte sind gut im Spiel integriert und haben auch alle
    > einen Sinn. Viel Automatismus gibt es nicht. Es gibt eine Schmelze, die
    > nach dem Befüllen mit Rohstoffen die Erze zu Barren schmelzt, aber die
    > landen nicht automatisch in der Kiste. Das selbe gilt für alle anderen
    > Gerätschaften.
    >
    > Sein Eigenheim sollte man auch gut schützen, denn es gibt immer mal wieder
    > Gegner die Nachts vorbeischauen und auch das Hab und Gut zerstören.
    >
    > Valheim ist zwar nicht der Grafische Wundertitel, aber in Sachen Stimmung
    > macht es allen anderen Survival Titeln etwas vor. Stürme, Gewitter, Nebel,
    > tosende See ... aber auch schöne Sonnenauf- und Untergänge, leichter Nebel
    > oder sonniges Sommerwetter. Es ist für jeden etwas dabei.
    > Dazu kommt noch die gute Physik im Spiel, die dem Spieler auch mal echt
    > nerven kann. :D
    > Aber cool ist es trotzdem, denn es ist wirklich sinnvoll eingebaut.
    >
    > Jetzt müsste ich noch aufzählen, was mich am Spiel stört, aber das ist gar
    > nicht so leicht, denn es gibt für mich kaum etwas zu bemängeln.
    >
    > Die Performance ist recht gut und hängt teilweise auch vom Server ab.
    > Das Spiel läuft mit 45 bis 60 FPS auf meiner Vega64 und meinem Xeon e3 bei
    > 32GB RAM in 1080p auf höchsten Grafikeinstellung. Im Solo läuft es
    > teilweise noch besser.
    > Die Animationen sind nicht schlecht, aber auch nicht gut. Sie liegen
    > irgendwo dazwischen und sind für ein Early Access Spiel annehmbar. Der
    > Sound ist Klasse und die Musik ist stimmig.
    >
    > Mich stört eigentlich nur eines. Es gibt eine maximale Höhe für Bauwerke
    > aus Holz. Die ist aber nicht im Spiel ersichtlich und man merkt es erst,
    > wenn trotz guter Bauweise die Balken wegbrechen. Im späteren Spiel gibt es
    > zwar dann neue Baustoffe (Stein), aber einen Indikator für die maximale
    > Bauhöhe hätte ich schon gut gefunden.
    > Die Stabilität wird in Farben angegeben. Das geht von Grün - alles okay
    > auf'm Bau, bis Rot - fuck wir werden alle sterben. Rote Balken kann man
    > dann zusätzlich abstützen und dann haben sie wieder zusätzliche Tragkraft.
    >
    > Das ist sehr intuitiv und macht auch Sinn. Aber wenn man nicht weiß, dass
    > es eine Höhenbeschränkung für diesen Baustoff gibt, dann zweifelt man an
    > seinen eigenen Baufähigkeiten, denn man bekommt die Balken trotz Stützen
    > und Querbalken nicht mehr stabilisiert.
    > Ich hatte mir dann schon gedacht, dass es wohl ein Limit geben muss, aber
    > erst Google hat mich dann vollends erhellen können.
    >
    > Und das war es auch schon mit der Kritik.
    > Für 17 Euro kann man bei dem Game nichts falsch machen.
    > Videos oder Screenshots reichen nicht, um sich einen Eindruck vom Spiel zu
    > machen. Man muss es aktiv ausprobieren, denn erst dann zeigt sich der
    > Charme und die Raffinesse des Spiels.

    +1 Beschreibt das Spiel präzise.

    Denke der springende Punkt ist "Sinn". Es ist ein Spiel, wo die Aufgaben nachvollziehbar sinnig sind.

  20. Re: Es nervt einen nicht

    Autor: Prypjat 22.02.21 - 09:06

    Der Schwierigkeitsgrad steigt jetzt ordentlich an.
    Anscheinend passt sich das Spiel dem Fortschritt der Spieler an.
    Die Zufallsangriffe auf die Siedlung werden auch schwieriger, aber sind dabei nicht unfair.

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