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  5. › Ingress: Googles Gedankenkontrolle

Sehr schlechter Bericht

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  1. Sehr schlechter Bericht

    Autor: Shorari 27.02.13 - 13:40

    Hat ja schon fast "Bild" Niveau.
    Bezüglich der Background Story empfehle ich ein wenig Recherche.
    Dann wird nämlich klar, dass da noch ein großes Unbekanntes existiert und die Rätsel auf der Ingress Seite spielen da mit rein.
    Von daher passt "kämpfen" und "Schlacht" nun wirklich nicht zu Ingress.
    Das ist kein Shooter.

    Das orakeln, was Google damit anstellen will, ist schon eher lächerlich.
    Bewegungsdaten bekommt Google auch durch Latitude und in-App Werbung. Und das wären dann auch brauchbare Daten.
    Nämlich wie sich die jeweilige Person wirklich bewegt.
    Bei Ingress geht es sowieso nur von Portal zu Portal.
    Diese werden wiederum von den Spielern eingereicht und brauchen ca 4-6 Wochen bis diese freigeschaltet (oder abgelehnt) werden.
    Da werden keine Portale an irgendeiner Pommesbude oä aufgemacht weil dieser dafür Geld bezahlt.
    Wäre auch ziemlich unsinning. Man macht bei Ingress keinen Stopp an einer Pommesbude.
    Schon alleine weil die App zu viel Akku zieht: ~1 % pro Minute beim Nexus 4. (Daher auch die kurze Erwähnung auf Reserveakkus im "Bericht").
    Die Resonatoren eines Portals können außerdem bis zu 78 Meter auseinander stehen, was einen Besuch in einem konkreten Laden quasi ausschließt.

    Das Ingress im späteren Spielverlauf ein gutes Teamplay über ein paar hundert Kilometer erfordert, kommt überhaupt nicht zur Sprache.
    Denn das im Bericht erwähnte "Drei benachbarte Portale können verlinkt werden" ist so nicht ganz korrekt: Die Portale müssen nicht benachbart sein.

  2. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: Tamashii 27.02.13 - 13:49

    Trotzdem wirst Du evtl. nachvollziehen können, dass wir uns alle Fragen, was Google damit vor hat?
    Es ist ja wohl allen klar, dass Google ein Konzern ist, der Geld verdienen will, und sowas nicht "kostenlos" auf den Markt schmeißt, nur damit wir alle Spaß haben können.
    Natürlich werden da Daten erhoben, die Google für irgend etwas nutzen wird.

    Und das ist genau der Punkt: Google weiß alles über uns, wir aber fast nichts über Google.
    Und das stört mich gewaltig.
    Sie sollten einfach kommunizieren, was mit den Daten passiert.

  3. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: yoyoyo 27.02.13 - 14:21

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem wirst Du evtl. nachvollziehen können, dass wir uns alle Fragen,
    > was Google damit vor hat?
    > Es ist ja wohl allen klar, dass Google ein Konzern ist, der Geld verdienen
    > will, und sowas nicht "kostenlos" auf den Markt schmeißt, nur damit wir
    > alle Spaß haben können.

    Stimmt natuerlich, Google ist aber dafuer bekannt, dass es durchaus langfristig ohne unmittelbaren finanziellen Vorteil investiert. Autonome Autos mal als Beispiel. Um also zu deiner Frage zu kommen, Google will im Bereich AR ganz vorne mitspielen, s. Google Glass, da sind Erfahrungen aus dem erfolgreichsten AR Spiel aller Zeiten schon mal nicht hinderlich.

  4. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: diablo77 27.02.13 - 14:27

    yoyoyo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tamashii schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Trotzdem wirst Du evtl. nachvollziehen können, dass wir uns alle Fragen,
    > > was Google damit vor hat?
    > > Es ist ja wohl allen klar, dass Google ein Konzern ist, der Geld
    > verdienen
    > > will, und sowas nicht "kostenlos" auf den Markt schmeißt, nur damit wir
    > > alle Spaß haben können.

    > Stimmt natuerlich, Google ist aber dafuer bekannt, dass es durchaus
    > langfristig ohne unmittelbaren finanziellen Vorteil investiert. Autonome
    > Autos mal als Beispiel. Um also zu deiner Frage zu kommen, Google will im
    > Bereich AR ganz vorne mitspielen, s. Google Glass, da sind Erfahrungen aus
    > dem erfolgreichsten AR Spiel aller Zeiten schon mal nicht hinderlich.


    +1
    Kann ich so unterschreiben!

    Man will Erfahrungswerte sammeln und wissen wie sowas ankommt! Gleich von Anfang an Geld zu nehmen würde potentielles Clientel abschrecken - kostenlos...kann man ja mal probieren...

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't.

  5. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: cryptic 27.02.13 - 14:33

    Ich finde den Artikel sehr gut gelungen. Vor allem die Passage:

    "Warum dabei nicht auf die (bezahlten) Wünsche von beispielsweise Fast-Food-Ketten Rücksicht nehmen? Egal ob man sich im Spiel also für oder gegen die Nutzung der Gedankenkontrolle einsetzt: Unter Umständen verhilft man Google durch seine Teilnahme dazu, genau diese aufzubauen, ganz real. Wer hätte den Google-Entwicklern so viel Selbstironie zugetraut?"

    Vielleicht ist das momentan nicht praktikabel, aber in die Richtung geht doch Vieles, was Google macht. Eric Schmidt (glaube damals Google-Chef) hat einmal gesagt: "Die Leute wollen nicht, dass Google ihnen Antworten auf ihre Fragen gibt, sondern dass Google ihnen sagt, was sie als Nächstes tun sollen."
    Auch wenn Google jetzt noch mit unseren Daten (möglicherweise) vorbildlich umgeht, wer weiß unter welcher Führung das wann wie sein wird?

  6. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: titus 27.02.13 - 15:08

    Die werden schon noch genug Kohle machen mit gewissen Kooperationen.
    Hat ja schon längst angefangen: http://www.theverge.com/2013/2/5/3954598/google-ingress-augmented-reality-game-partners-with-duane-reade

  7. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: gloeckle 27.02.13 - 15:20

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das ist genau der Punkt: Google weiß alles über uns, wir aber fast
    > nichts über Google.
    > Und das stört mich gewaltig.
    > Sie sollten einfach kommunizieren, was mit den Daten passiert.

    Warum stört dich das?

    Mal abgesehen, dass es gar nicht möglich ist so viele Daten personenspezifisch zu archivieren - wüssten die Firmen nur das von dir was du auch preis gegeben hast.

    Oder hat Facebook (Beispiel) dein Geburtsdatum erraten?

    Wenn man Cloudservices (MSN, Yahoo, Google, Apple, etc...) über einen Kamm schert und Angst davor hat was mit den Daten - die man selbst dort eingetragen hat - passiert helfen dir folgende Schritte:
    - AGB lesen
    - Datenschutzbestimmungen lesen
    - Updates der AGB und Datenschutzbestimmungen lesen
    - einen Bericht über Datenbank Klassifikatoren lesen
    -> nicht nutzen

    Wenn ich einen Vertrag nicht verstehe oder Angst habe was danach passiert - dann sollte ich diesen nicht unterschreiben. Solchen Leuten rate ich Ihren DSL-Anschluss und Smartphonetarif zu kündigen ;)

    Viel Spass noch im WorldWideWeb.


    @Golemartikel
    Bin ich ähnlicher Meinung wie Shorari.
    Der Artikel enthält viel zu viel Spekulation auf die verängstigte Leser wieder anspringen = Bildniveau

  8. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: Heho 27.02.13 - 18:26

    An sich ist der Artikel nicht schlecht. interessant geschrieben stellt Fragen, wenn auch vielleicht hauptsächlich in die Richtung: "Was wird das böse google mit meinen Daten machen?"

    Daher Golem: Sowas sollte mit dem Gütesiegel IMHO ausgezeichnet werden

  9. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: Nebucatnetzer 27.02.13 - 18:44

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem wirst Du evtl. nachvollziehen können, dass wir uns alle Fragen,
    > was Google damit vor hat?
    > Es ist ja wohl allen klar, dass Google ein Konzern ist, der Geld verdienen
    > will, und sowas nicht "kostenlos" auf den Markt schmeißt, nur damit wir
    > alle Spaß haben können.
    > Natürlich werden da Daten erhoben, die Google für irgend etwas nutzen
    > wird.

    Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel verbesserte Navigation für Fussgänger in Maps.

    Ansonsten finde ich auch dass, man den Artikel wesentlich besser hätte schreiben können.
    Er muss ja nicht gerade keine Kritik enthalten aber in der momentanen Fassung ist das Ganze schon ein bisschen reiserisch.
    Ist vor allem schade weil man weiss das Golem es besser könnte.

  10. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: tomate.salat.inc 28.02.13 - 14:43

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja wohl allen klar, dass Google ein Konzern ist, der Geld verdienen
    > will, und sowas nicht "kostenlos" auf den Markt schmeißt, nur damit wir
    > alle Spaß haben können.

    Würde ich für nichmal abwegig halten. Ein schönes Beispiel: WindowBuilder Pro. War ursprünglich ein kostenpflichtiges Tool, die Firma wurde von Google aufgekauft und deren Tools stehen nun allen Entwicklern kostenfrei zur Verfügung.

    Google könnte es auch einfach als Verkaufsargument für die Google-Glasses verwenden und damit werben.

    Ich sehe das wie einige hier: die Nachricht ist zu sehr Panikmache.

  11. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: Hazamel 28.02.13 - 18:57

    Sehe ich auch so und habe ich auf jetzt.de auch so schon in den Kommentaren zum Ausdruck gebracht.
    Der Autor selber scheint keinen Plan vom Spiel zu haben, sich auf Hören-sagen zu verlassen und nicht einmal selber gespielt zu haben.
    Letztlich läuft das ganze darauf hinaus "es ist kostenlos, es ist von Google... Es MUSS böse sein"
    Mein Einwurf, dass jeder der Google Maps auf dem Handy verwendet und WLAN dabei an hat um schneller eine Position zu bekommen wesentlich mehr Daten sammelt und Menschen durch Payback wesentlich mehr gesteuert werden, wird da fleißig ignoriert.

  12. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: oborgers 01.03.13 - 10:06

    Sehe ich nicht so.....

    Der Autor beschreibt das Spiel ob Hoerensagen oder nicht sei mal dahingestellt, weist gleichzeitig aber auf moegliche "Gefahren" hin.
    Nirgendwo steht boese.....aber wir reden hier von einem gewinnorientierten Unternehmen......Unternehmen dieser Art wollen nur eine Sache Geld verdienen.
    Und wie wird Google mit solch einem kostenlosen Spiel wohl Geld verdienen....ich sehe da 3 Moeglichkeiten:

    1) Ich verkaufe Werbung - wie im Bericht beschrieben
    2) Ich verkaufe die gesammelten Daten - oder nutze Sie selbst um zB Premiuminhalte oder -dienste anzubieten
    3) Ich nutze das Produkt als Bauernfaenger um "Kunden" an mich zu binden

    Das sollte den Spielern bewusst sein - und im Google Umfeld kann man gar nicht oft genug darauf hinweisen.

    Heutzutage gibts nichts geschenkt...von Unternehmen schon gar nicht...ist leider so

    Kapitalismus ist auch nur eine Idee kein Ideal



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.13 10:08 durch oborgers.

  13. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: Schnapsbrenner 01.03.13 - 18:51

    Sehe da gar keine Panikmache! Denke es ist einfach nur gesagt, dass man mit Vorsicht rangehen sollte. Der Durchschnittsuser erlaubt nunmal jeder dahergelaufenen app Zugriff auf alles Moegliche, da ist es immer gut, wenn zur Vorsicht aufgerufen wird. Es gibt schon genug Leute, die total gehirngewaschen sind.

    Das kommt einem in Deutschland noch nicht so schlimm vor, in den USA sieht das meiner Meinung nach aber schon ganz anders aus.

    Diese Vorsicht ist eine generelle Einstellung, die man bei so Kleinigkeiten wie einem solchen Spiel schon waren sollte.

    Auch Google maps mit irgendeinem eingeloggten Konto zu verwenden und WLan/gps laufen zu lassen sollte ueberdacht werden, aber wie man allein an den Kommentaren hier sieht: "Is doch Wurschd, ein bisschen weniger selbst denken und Konzerne fuer mich denken lassen is viel einfacher"

  14. Re: Sehr schlechter Bericht

    Autor: metty76 02.03.13 - 23:57

    Shorari schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei Ingress geht es sowieso nur von Portal zu Portal.
    > Diese werden wiederum von den Spielern eingereicht und brauchen ca 4-6
    > Wochen bis diese freigeschaltet (oder abgelehnt) werden.
    > Da werden keine Portale an irgendeiner Pommesbude oä aufgemacht weil dieser
    > dafür Geld bezahlt.
    > Wäre auch ziemlich unsinning. Man macht bei Ingress keinen Stopp an einer
    > Pommesbude.

    Du spielst nicht, oder?

    Sonst hättest du z.B. die ZipCar Aktion mitbekommen.
    Portale an den Stationen der Car Sharing Firma und die Nummernschilder als Passcodes für Items.
    Ging daneben, da die Nummernschilder, wie bei einer Massenzulassung zu erwarten, fortlaufend waren.
    Ähnliche Aktion mit einem Drogeriemarkt.

    Aber, so verdient Google damit zukünftig Geld.
    Ein Unternehmen mit vielen Niederlassungen, das denkt ihre Zielgruppe passt zu den Ingress Spielern bezahlt Google damit Portale an den Filialen sind.
    Die Spieler gehen hin wegen dem Portal, und stellen dann z.B. fest das sie ja gerne mal Car Sharing ausprobieren würden, oder die Preise in der Drogerie ja ganz okay sind und es nur ein kleiner Umweg ist.

    Für bestimmte Produkte und Firmen also durchaus ein neuer Weg Werbung zu machen!

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