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Es geht nicht um den Verdienst

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  1. Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: /mecki78 08.08.20 - 23:03

    Es geht darum, dass alle Anwendungen durch Apples Prüfung laufen müssen, bevor er auf ein Endgerät ausgeführt werden dürfen, denn diese Prüfung stellt sicher, dass der Code und App Inhalt sich an alle Regeln hält und kein Sicherheitsrisiko für den Endanwender darstellt.

    Wenn eine App Code nachlädt, dann ist dieser Code nicht von Apple geprüft worden. Daher durften vor Jahren schon Emulatoren nur mit einer festen Anzahl Programme/Spiele ausgeliefert werden und auf keinen Fall neue Spiele nachladen, auch nicht durch den Nutzer, der z.B. irgendwie ausführbare Inhalte nachladen kann, denn dieser Code wäre dann nicht geprüft und wenn der Emulator eine Lücke hat, könnte Schadcode ggf. direkt das System angreifen und dann vielleicht auch Apples Sandbox irgendwie aushebeln.

    Und auch wenn eine App nur Spiele streamed, dann wird hier zwar kein Code nachgeladen, aber die Inhalte der App (sie zeigt jetzt andere App Inhalte als beim Review durch Apple) und es gibt auch Regeln für Inhalte, die eingehalten werden müssen. Die App selber verletzt sie nicht, aber die gestreamten Spiele verletzen sie vielleicht, was Apple aber vorab nicht hat prüfen können. Um ein Beispiel zu nennen: Apple verbietet z.B., dass "Gegner" in Spielen ausschließlich Menschen einer bestimmten Rasse, Kultur oder real existierenden Regierung sind, denn damit würde das Spiele diese Menschen oder diese Regierung diskriminierend darstellen und Apple erlaubt keine Diskriminierung in Apps. Tatsächlich kommen aber viele Spiele mit dieser Regel in Konflikt.

    Von der Inhaltsregel sind Medieninhalte ausgenommen, also z.B. ein Videoplayer darf natürlich jeglichen Film abspielen, denn der Film ist nicht Teil der App, denn er ist nicht interaktiv. Der Nutzer interagiert nicht mit dem Inhalt, er schaut den Inhalt nur an. Aber sobald er damit interagiert spielt es keine Rolle, ob das lokal in der App oder Remote auf einen Server erfolgt, für den Nutzer ist da kein Unterschied erkennbar, der weiß oft nicht einmal, wo der Inhalt entsteht und wer jetzt seine Eingabe verarbeitet, für den ist diese Grenze fließend und daher spielt der technische Ablauf für Apple hier keine Rolle. Wenn der Inhalt genauso gut auch direkt von der App kommen können, dann unterliegt er den Store Regeln.

    Ginge es nur um den Verdienst, dann könnten Facebook, Microsoft und Google einfach verlangen, dass Inhalte als in App Kauf über Apple erworben werden müssen und schon würde Apple mit verdienen. Aber auch dann würde Apple diese App Funktion nicht zulassen, denn auch das haben Anbieter schon versucht in der Vergangenheit und Apple hat sie trotzdem nicht in den Store gelassen mit obiger Begründung.

    /Mecki

  2. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: Analysator 08.08.20 - 23:55

    Korrekt.

    Von Apple trotzdem arg konstruiert.

  3. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: cry88 09.08.20 - 06:17

    Wir sprechen von Apple und Facebook. Zwei Giganten, die auf Augenhöhe miteinander sprechen. Wenn Facebook Apple die Einhaltung der Regeln garantiert, dann passt das Apple schon. Gescheitert ist das ganze eher beim Finanziellen, wie so oft

  4. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: Lord Gamma 09.08.20 - 09:22

    Und warum hat Apple dann nach ewigen Verhandlungen erlaubt, dass man Spiele aus seiner Steam-Bibliothek via Streaming nutzen darf? Siehe https://www.golem.de/news/valve-steam-link-ohne-store-fuer-apple-geraete-verfuegbar-1905-141284.html

  5. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: Tuxgamer12 09.08.20 - 10:57

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum hat Apple dann nach ewigen Verhandlungen erlaubt, dass man Spiele
    > aus seiner Steam-Bibliothek via Streaming nutzen darf? Siehe www.golem.de

    Nicht nur das. Der Grund für die ewigen Verhandlungen war expliziet "fehlende Provision", der Grund, wieso die App dann doch zugelassen wurde, der entfernte Steam-Shop.

    Man kann sicherlich irgendwelche Argumentationen aus dem Ärmel schütteln, aber am Ende ists bei der Streaming-Geschichte dann doch nur, dass Apple nichts dran verdient.

  6. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: Zeiram 10.08.20 - 01:06

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn eine App Code nachlädt, dann ist dieser Code nicht von Apple geprüft
    > worden. Daher durften vor Jahren schon Emulatoren nur mit einer festen
    > Anzahl Programme/Spiele ausgeliefert werden und auf keinen Fall neue Spiele
    > nachladen, auch nicht durch den Nutzer, der z.B. irgendwie ausführbare
    > Inhalte nachladen kann, denn dieser Code wäre dann nicht geprüft und wenn
    > der Emulator eine Lücke hat, könnte Schadcode ggf. direkt das System
    > angreifen und dann vielleicht auch Apples Sandbox irgendwie aushebeln.

    Ich kenn mich jetzt mit IOS und/oder iPhone nicht so aus. Aber nach deinem Text zu urteilen dürfte es für das iPhone keinen einzigen Basic-Interpreter oder anderen Interpreter für irgendeine Programmiersprache geben. Aus dem einfachen Grund da Apple ja nicht prüfen kann was der Anwender gerade auf seinem Gerät programmiert. Wo kommen wir denn hin wenn ein Schadcode abgetippt wird?

    Ist dem so? Gibt es keine Interpreter wo man eigene Programme schreiben kann?

  7. Re: Es geht nicht um den Verdienst

    Autor: chefin 10.08.20 - 08:39

    aber hallo Mecki

    Da wird doch garkein Gamecode ausgeführt auf dem Handy. Sondern es sind Streaminggames. Sonst könnte man einfach die Gameapp im Store sich holen.

    Diese App ist nichts anderes als ein spezieller Videoplayer mit Feedback für Interaktionen. Für alle Spiele der selbe Code. Folglich ist deine Erklärung voll für die Katz. Apple will nicht, das man Spiele bzw Ingameitems kaufen kann am Store vorbei. Und da sie den Kauf nicht mitbekommen, weil es quasi nur ein Videostream ist den man überträgt, sie also auch nicht kontrollieren können ob irgendwie aussen herum gekauft wird, fliegt das raus.

    Sicherheit spielt da keine Rolle. Nur das Geld. Es geht ausschliesslich drum, seine Herde gewinnbringend zu vermarkten und alle rauszuwerfen, die nicht genug Ertrag bringen.

    Deine Vorstellungen von Gaming sind so uralt und PC-designed. Streaminggames sind was völlig anderes. Deswegen kann die App ja nun so easy Streams wiedergeben, solange es eben keine Gamestreams sind mit Interaktion.

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