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Computerspielsucht

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  1. Computerspielsucht

    Autor: liquidsky 16.02.11 - 17:13

    ist ein ernst zu nehmendes Problem. Und leider gibt es nicht genug Beratungs und Behandlungsstellen in Deutschland.

    Ich kenne welche in meinem Bekanntenkreis die unter Computerspielsucht leiden oder gelitten haben. Und es ist ohne jeden Zweifel vergleichbar mit jeder Art von Sucht.
    Und Firmen wie Blizzard und Mythic sind in meinen Augen nichts anderes als Drogendealer, wenn ich sehe wie kaputt die Leute werden die das Spielen.

    Es ist schon sehr frustend wenn man sieht wie sich die Leute ihr Leben und Gesundheit am PC verzocken und die Firmen davon auch noch profitieren. Warum sind bei WOW nicht die gleichen Schutzsysteme wie in China auch in Deutschland angelegt? Das nach einer bestimmten Spielzeit die "Punkte" die man gewinnt so weit zurückgehen das das Spielen keinen Sinn mehr macht?

    Klar kommen jetzt wieder Leute die behaupten man kann das Spielen kontrolieren bla bla. Ich habe selbst mal EvE online und Warhammer Online angepsielt und mir das Bild gemacht das es zu viel Zeit in Anspruch nehmen wird so etwas zu spielen. Man muss die Spiele ja nicht verbieten, allerdings sollten Sie so gestaltet sein, wie schon oben geschrieben, das der Anreiz es zu spielen beschränkt ist.

    Denn die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich viel höher. Die Statistik ist so nichtssagend wie es nur geht. Alle Personen ab 14 Jahren.... Also zählt meine 76 Jahre alte Oma und Opa die Solitär einmal in der Woche spielen mit dazu.

  2. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 17:30

    Es reicht doch solche Spiele erst ab 18 anzubieten, danach ist jeder selbst verantwortlich! Ausserdem liegt das Suchtverhalten nicht am Spiel sondern am Spieler, genau wie bei alk oder anderen Drogen! Oder sag doch mal ganz praktisch wie man den "Suchtfaktor" eines Spiels messbar machen soll.. unmöglich!
    Ich persönlich finde z.B. wow ab 12 dennoch ein Unding

  3. Re: Computerspielsucht

    Autor: Sharra 16.02.11 - 17:32

    Firmen wie Blizzard und co leben aber dummerweise davon gute Spiele zu machen, die die Leute gerne spielen. Spiele mit Drogen zu vergleichen hinkt leider etwas arg. Natürlich können Spiele süchtig machen. Aber das kann Fernsehen auch. Und da ist der Denkanspruch an den Nutzer denkbar gering.

    Die Spiele sind mitnichten das Problem. Sie sind einzig und allein ein Symptom. Wäre das Spiel nicht der Suchtfaktor, wäre es irgend etwas anderes. Also bitte nach der Ursache suchen, und nicht sinnfrei auf ein Symptom einprügeln.

    Jeder ist selbst verantwortlich wieviel er spielt, und was er dann noch vom Leben um sich herum mitbekommt.

    Warum hierzulande in WoW nicht die gleichen "Schutzsysteme" wie in China eingebaut sind? Weil wir zum Glück immer noch nicht zur Volksrepublik China gehören, und uns die Politführung eben nicht vorschreiben kann, was ihrer Meinung nach für uns alle zusammen das Beste ist.

    Auch in China ist die Onlinesucht nur ein Symptom.
    Wenn ich mir täglich mit anschauen müsste, dass Personen aus meinem Umfeld inhaftiert werden, weil sie es wagen den Mund aufzumachen, würde ich mich vielleicht auch in eine Onlinewelt retten, in der alles besser erscheint.

    In diesem Sinne: Findet heraus, was den Leuten Probleme macht, aber macht nicht die Spiele, das Fernsehen oder sonst etwas dafür verantwortlich. Die Probleme liegen meist viel tiefer. Aber das will ja natürlich niemand wahrhaben.

  4. Re: Computerspielsucht

    Autor: Hanbo 16.02.11 - 17:35

    Regulieren, zensieren, verbieten... wenn du als erwachsener Mensch nicht in der Lage bist deinen Schutzbefohlenen begreifbar zu machen, was ein gesundes Maß an Selbskontrolle beinhaltet, solltest du an den Pranger gestellt werden und nicht der Entwickler. Was soll man den Menschen noch alles abnehmen? Keiner ist Schuld, immer nur die anderen. Ich bekomme bei dieser Abwälzung von Verantwortung immer das kalte Kotzen.

    Ekelhaft.

  5. Re: Computerspielsucht

    Autor: Atrocity 16.02.11 - 17:48

    Ach, du willst anderen Leuten also vorschreiben wie sie zu spielen haben?

    Wenn ich 4 von 7 Abenden die Woche mit 6h oder mehr Computerspielen verbringen möchte ist das meine Sache. Das geht gut, das habe ich schon gemacht, das macht ne zeitlang oder noch länger Spaß. Ich habe trotzdem meinen Job und alle meine Freunde noch. Ich bin auch nicht verhungert oder habe zu- oder abgenommen.

    Es gibt einfach Leute die spielen gern und viel. Solange sie ihr restliches Leben auf die Reihe bekommen sollte ihnen niemand vorschreiben wie sie selbiges nutzen.

    Anders sieht es wohl aus wenn irgendetwas zu kurz kommt. Aber mal ehrlich: Solang es die Leute nicht belastet oder Gesundheitlich beeinträchtigt... ich will nicht darüber Urteilen was gut für andere ist. Manch einer ist froh wenn er wenig Zwischenmenschliche Kontakte hat. Oder nicht den ganzen Abend TV sehen muss weil er sonst nichts hat.

    Das ist das tolle am erwachsen sein. Ich darf mich auch jeden 2. Abend besaufen, bis um 3 uhr wach bleiben obwohl ich um 7 wieder aufstehen muss zum Arbeiten, oder das ganze Wochenende bei irgendwelchen Freunden rum hängen, oder in ne Disko gehen und eine komplett Unbekannte mit heim nehmen und am nächsten Morgen wieder vor die Tür setzen (nach nem Frühstück, versteht sich!)

    Jeder definiert für sich selbst wie ein erfülltes Leben aussieht.

    Und Regularien wie lang er was Spielen darf sind sicher nicht im Interesse einer freien Selbstbestimmung.

  6. Re: Computerspielsucht

    Autor: Kelteseth 16.02.11 - 17:59

    json schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es reicht doch solche Spiele erst ab 18 anzubieten, danach ist jeder selbst
    > verantwortlich! Ausserdem liegt das Suchtverhalten nicht am Spiel sondern
    > am Spieler, genau wie bei alk oder anderen Drogen! Oder sag doch mal ganz
    > praktisch wie man den "Suchtfaktor" eines Spiels messbar machen soll..
    > unmöglich!
    > Ich persönlich finde z.B. wow ab 12 dennoch ein Unding


    Wieso?!? Also ich kann euch einfach mit eure Forderungen nicht verstehen <.<. Lasst es doch jeden selbst bestimmten was er mit seiner Freizeit anfängt. Ob das jetzt Computerspiele sind oder Fußballspielen. Und ich wette ihr alle die hier so schön Posten: Ja diese Ballerspiele, die braucht doch keiner etc. Da kann ich nur den Kopfschütteln wie Ignorant man sein kann. Ihr solltet euch doch mal lieber selbst mit dem Thema richtig befassen und nicht nach 2 min Spielen jetzt sagen: Ich habe selbst mal EvE online und Warhammer Online angepsielt...

  7. Re: Computerspielsucht

    Autor: Dinh 16.02.11 - 18:06

    Ich denke auch, dass jede Sucht eine andere Ursache hat, als die Sucht selbst. Meiner Meinung ist Sucht _das_ Paradebeispiel für eine Kompensation.
    Nur was wird kompensiert? Ich glaube, das kann jeder nur für sich selbst herausfinden (mit oder ohne Hilfe von Anderen).
    Darum ist meiner Meinung das Kontrollieren einer Sucht auch keine abschliessende Lösung, sondern höchstens ein Anfang :)

    Eine seltsame oder sogar paradoxe Eigenschaft von Süchten finde ich, dass man in der Sucht die Befriedigung der Sucht als angenehm empfindet. Paradox finde ich das, weil einem diese Befriedigung objektiv betrachtet nicht gut tut - und das gilt m.M. für fast alle Süchte (Alkohol/Drogen-Süchte genau so wie für Arbeits- oder Game-Süchte...).

    Daher macht es meiner Meinung auch wenig Sinn, einige Süchte schlimmer/schlechter/böser/gemeiner/was auch immer als andere zu werten.

  8. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 18:11

    Kelteseth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > json schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es reicht doch solche Spiele erst ab 18 anzubieten, danach ist jeder
    > selbst
    > > verantwortlich! Ausserdem liegt das Suchtverhalten nicht am Spiel
    > sondern
    > > am Spieler, genau wie bei alk oder anderen Drogen! Oder sag doch mal
    > ganz
    > > praktisch wie man den "Suchtfaktor" eines Spiels messbar machen soll..
    > > unmöglich!
    > > Ich persönlich finde z.B. wow ab 12 dennoch ein Unding
    >
    > Wieso?!? Also ich kann euch einfach mit eure Forderungen nicht verstehen
    > <.<. Lasst es doch jeden selbst bestimmten was er mit seiner Freizeit
    > anfängt. Ob das jetzt Computerspiele sind oder Fußballspielen. Und ich
    > wette ihr alle die hier so schön Posten: Ja diese Ballerspiele, die braucht
    > doch keiner etc. Da kann ich nur den Kopfschütteln wie Ignorant man sein
    > kann. Ihr solltet euch doch mal lieber selbst mit dem Thema richtig
    > befassen und nicht nach 2 min Spielen jetzt sagen: Ich habe selbst mal EvE
    > online und Warhammer Online angepsielt...

    Aha, ich war bestimmt über 15 jahre hardcore Zocker (wow incl.) und hab mich wohl SEHR ausführlich mit dem Thema befasst! Ich hab gesagt AB 18 wegen dem Suchtpotenzial, weil Kinder eben nicht reif sind zu entscheiden was gut für sie ist (meistens) und schnell sowas verfallen. Warum nach deiner Logik nicht auch Pornos, Splatter und Gewaltspiele ab 12? "Lasst doch jeden selbst bestimmen was er mit seiner Freizeit macht" *facepalm*

  9. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 18:16

    "Eine seltsame oder sogar paradoxe Eigenschaft von Süchten finde ich, dass man in der Sucht die Befriedigung der Sucht als angenehm empfindet. Paradox finde ich das, weil einem diese Befriedigung objektiv betrachtet nicht gut tut"

    Das was du paradox nennst ist die Definition von Sucht an sich.. Ohne angenehme Suchtbefriedigung gäbe es keine Sucht, deshalb verstehe ich nicht was daran seltsam sein soll

  10. Re: Computerspielsucht

    Autor: liquidsky 16.02.11 - 18:32

    Ich denke du kannst dir davon keine anständige Meinung bilden. Meinst du ab 18 ist man erwachsen und weiss alles? Denke ich nicht. Ich reden hier von Menschen die mitte 20 sind. In manchen Dingen muss halt eine übergeordnete Instanz entscheiden um die Person zu schützen. Da dies die Eltern nicht mehr können liegt der Publisher hier in der sozialen Pflicht!

    Wenn du dich anekeln willst schau in die Wohnung eines Hardcorezockers.

  11. Re: Computerspielsucht

    Autor: JTR 16.02.11 - 18:34

    Bei 0.5% entbehren deine Wünsche jeglicher Logik. Würde man alles so kontrollieren wo 0.5% der Konsumenten süchtig sind, dann würden wir in einem Polizeistaat leben. Nehmen wir euch Deutsche und Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen. Wieso gibt es so etwas nicht durchgehend?

  12. Re: Computerspielsucht

    Autor: C. Stubbe 16.02.11 - 18:43

    Warum muss WoW eigentlich immer als Beispiel herhalten? Ich finde gerade WoW hat sich in eine Richtung entwickelt, in der man nicht mehr so viel Zeit investieren muss und auch gar nicht kann.

    Der Content wird immer schön in Häppchen serviert und mit entsprechenden IDs zeitlich gestreckt. Es gibt zwar immer die Hardcore Phasen direkt nach einem neuen Content Release, aber das sind nur wenige Wochen im Jahr.

    Der "Suchtspieler" muss hier schon mit mehreren Charaktern oder Accounts arbeiten. Und das ist etwas, was man eigentlich nicht mehr von Firmenseite aus kontrollieren kann.

    Ich finde da Konzepte wie Shooter oder RTS im Multiplayer viel Krasser. Die Motivation ist da nicht irgendwelche vordefinierten Items zu farmen, was man ja tatsächlich auch erreichen kann, sondern der Sieg über den ebenbürtigen Gegner im Multiplayer Match. Und das kann man wirklich 24/7/365 durchziehen.

    Chris

  13. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 18:48

    liquidsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke du kannst dir davon keine anständige Meinung bilden. Meinst du ab
    > 18 ist man erwachsen und weiss alles? Denke ich nicht. Ich reden hier von
    > Menschen die mitte 20 sind. In manchen Dingen muss halt eine übergeordnete
    > Instanz entscheiden um die Person zu schützen. Da dies die Eltern nicht
    > mehr können liegt der Publisher hier in der sozialen Pflicht!
    >
    > Wenn du dich anekeln willst schau in die Wohnung eines Hardcorezockers.

    Da hätte ich früher in meine eigene schauen können.. geschadet hat es mir aber dennoch nicht und ausgemacht hat es mir damals auch nichts! Ich denke Alkohol ist ein größeres Problem als Spiel- oder Mediensucht! willst du das dann auch verbieten? Deine Argumentation ist leider einfach banane weil du die Eigenschaft "Suchtpotenzial" eines Computerspiels nicht messbar machen kannst. Wenn jemand einer Spielsucht verfällt muss er eben eine Therapie antreten, wie bei jeder anderen Sucht auch! Sollen die Publisher ihre Spiele jetzt alle ein "bisschen weniger süchtigmachend" gestalten?
    Versuch doch mal konstruktive Vorschläge zu machen anstatt nur allgemein daher zu reden, dass kann nämlich jeder!

  14. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 18:51

    C. Stubbe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum muss WoW eigentlich immer als Beispiel herhalten? Ich finde gerade
    > WoW hat sich in eine Richtung entwickelt, in der man nicht mehr so viel
    > Zeit investieren muss und auch gar nicht kann.
    >
    > Der Content wird immer schön in Häppchen serviert und mit entsprechenden
    > IDs zeitlich gestreckt. Es gibt zwar immer die Hardcore Phasen direkt nach
    > einem neuen Content Release, aber das sind nur wenige Wochen im Jahr.
    >
    > Der "Suchtspieler" muss hier schon mit mehreren Charaktern oder Accounts
    > arbeiten. Und das ist etwas, was man eigentlich nicht mehr von Firmenseite
    > aus kontrollieren kann.
    >
    > Ich finde da Konzepte wie Shooter oder RTS im Multiplayer viel Krasser. Die
    > Motivation ist da nicht irgendwelche vordefinierten Items zu farmen, was
    > man ja tatsächlich auch erreichen kann, sondern der Sieg über den
    > ebenbürtigen Gegner im Multiplayer Match. Und das kann man wirklich
    > 24/7/365 durchziehen.

    ok ich beziehe mich da auf wow in den ersten Jahren und habe es als Beispiel wegen des Bekanntheitsgrads angeführt. Natürlich kann man Shootern oder rts mindestens genauso schlimm verfallen, mich hat nur immer gestört wie wow künstlich als Zeitfresser (früher) entwickelt wurde und man sich unter 2-3 Stunden gar nicht hinsetzen brauchte

  15. Re: Computerspielsucht

    Autor: json 16.02.11 - 18:57

    "Und leider gibt es nicht genug Beratungs und Behandlungsstellen in Deutschland. "

    Sry, da bist du aber sehr schlecht informiert! wer einen Therapieplatz beantragt bekommt auch einen! Das Problembewusstsein der Süchtigen ist einfach nicht ausgeprägt genug

  16. Re: Computerspielsucht

    Autor: Muhaha 16.02.11 - 22:40

    Atrocity schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, du willst anderen Leuten also vorschreiben wie sie zu spielen haben?

    Nein, er will nur total langweilig rumtrollen :)

  17. Re: Computerspielsucht

    Autor: ipwnmorons 16.02.11 - 23:53

    Also ich weiss ja nicht ob ich dann als Obernerd der Süchtigen gelte wenn ich mit meinen 12 Stunden am Tag vor der Kiste hocke und mich in spielen wie WoW und LoL aufgeile in dem ich die ganzen Morons pwne die hier gerade von der Studie mit (90 Minuten Daddlern bezeichnet wurden). Aus diesem Grund finde ich solche Studien unnötig da man es nicht genau bestimmen kann den nicht nur 0.5 Prozent der Spieler sind süchtig. Alleinschon nur in WoW wird exzessiv gespielt da man zurzeit 2 Stunden für eine Instanz braucht und da locker mehrere am Tag machen muss damit man auf einem gewissen Gear Standart bleiben muss. Ich denke die Studie bezog sich auf solche Spieler die noch auf die Strasse gehen oder einen anstrengenden Job verfolgen jedoch nicht auf die Hartz 4 Spieler (Mich) sowie die Obergeeks-Nerds die dies nicht mehr tun sowie auch nicht auf die Spieler die sind gar nicht auf solch eine Studie einlassen da sie lieber vor der Kiste hocken?

    Hoffe auf eine Antwort :)

  18. Re: Computerspielsucht

    Autor: Sentis 16.02.11 - 23:56

    Sucht ist eine Krankheit, die "UNABHÄNGIG" vom Suchtmittel, dann auftritt wen ein Mensch versucht, seinen Problemen zu entfliehen in dem er sich Befriedigung in anderen Bereichen sucht. Da er seine Probleme so aber nicht löst, kann das "Suchtmittel" diese nicht auf Dauer befriedigen, und es kommt zu einem Kontrollverlust in dem man immer mehr und immer öfter auf das Suchtmittel zurückgreift.

    Prinzipell kann ALLES süchtig machen. Auch Arbeiten gehn, oder joggen.

    Die Gefahr, also das "Potential" bei Aktivitäten die einen hohen "Glücksgewinn" beinhalten ist halt höher als bei Dingen die keinen "Spaß" machen. Deshalb sind Drogen da auch sehr stark vertreten, eben wegen dem hohen Glücksgefühl.

    Hier der Spielebrance das Verhalten von Dealern anzuhängen, ist sowas von absurt, da diese nur versuchen den "Spaßfaktor" so hoch wie möglich zu halten.

    lg Sentis

  19. Re: Computerspielsucht

    Autor: Freepascal 17.02.11 - 09:16

    > Firmen wie Blizzard und co leben aber dummerweise davon gute Spiele zu
    > machen, die die Leute gerne spielen. Spiele mit Drogen zu vergleichen hinkt
    > leider etwas arg. Natürlich können Spiele süchtig machen. Aber das kann
    > Fernsehen auch. Und da ist der Denkanspruch an den Nutzer denkbar gering.

    Vieles kann süchtig machen, da hast du Recht, man unterscheidet zwischen körperlicher und geistiger Abhängigkeit. Viele Drogen machen körperlich abhängig, geistig abhängig werden kann man nach vielem. Die Mechanismen sind aber in den meisten Fällen die gleichen, es geht um eine Stimulation des Belohnungszentrums. Insofern kann man schon Spiele mit Drogen wie z.B. Nikotin vergleichen.

    >
    > Die Spiele sind mitnichten das Problem. Sie sind einzig und allein ein
    > Symptom. Wäre das Spiel nicht der Suchtfaktor, wäre es irgend etwas
    > anderes. Also bitte nach der Ursache suchen, und nicht sinnfrei auf ein
    > Symptom einprügeln.

    Das ist ein bisschen zu einfach gedacht und könnte prinzipiell zur Legalisierung aller Drogen herangezogen werden. Ich übertreibe mal bewusst: "Wäre kein Kokain da, wären die Leute halt nach etwas anderem süchtig, also kann man es auch legalisieren." So einfach ist die Sache aber nicht. Man sollte schon die Dinge kennen, die Süchte auslösen können (z.B. Alkohol, Nikotin, Zucker, Koffein, harte Drogen lasse ich mal außen vor). Das heißt dann nicht, dass man darauf komplett verzichten muss, aber man muss ein Auge darauf haben, ob man selbst noch die Kontrolle hat oder man schon kontrolliert wird. Bei harten Drogen passiert dieser Kontrollverlust üblicherweise recht schnell, bei weichen dauert es länger, aber immer tritt der Kontrollverlust ein, bevor es der Betroffene selbst merkt.

    >
    > Jeder ist selbst verantwortlich wieviel er spielt, und was er dann noch vom
    > Leben um sich herum mitbekommt.

    Kinder und Jugendliche sind nur zu einem Teil für sich selbst verantwortlich.

    >
    > Warum hierzulande in WoW nicht die gleichen "Schutzsysteme" wie in China
    > eingebaut sind? Weil wir zum Glück immer noch nicht zur Volksrepublik China
    > gehören, und uns die Politführung eben nicht vorschreiben kann, was ihrer
    > Meinung nach für uns alle zusammen das Beste ist.
    >
    > Auch in China ist die Onlinesucht nur ein Symptom.
    > Wenn ich mir täglich mit anschauen müsste, dass Personen aus meinem Umfeld
    > inhaftiert werden, weil sie es wagen den Mund aufzumachen, würde ich mich
    > vielleicht auch in eine Onlinewelt retten, in der alles besser erscheint.
    >
    Sowas muss man sich in China nicht täglich anschauen, die Lebenswirklichkeit der Chinesen unterscheidet sich dramatisch von dem, was uns hier präsentiert wird. Aber das ist ein anderes Thema. Wenn du davon überzeugt bist, dass übermäßiges Computerspielen nur eine Flucht ist: Wovor fliehen die Spieler in Deutschland?

  20. Re: Computerspielsucht

    Autor: Trollfeeder 17.02.11 - 09:18

    liquidsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sind bei WOW nicht die gleichen Schutzsysteme wie in China auch in
    > Deutschland angelegt? Das nach einer bestimmten Spielzeit die "Punkte" die
    > man gewinnt so weit zurückgehen das das Spielen keinen Sinn mehr macht?

    Sowas gibt es. Bei Herr der Ringe Online baut sich in Zeiten in denen du nicht spielst ein Bonus auf Erfahrungspunkte auf, der dir über eine bestimmte Menge doppelte EPunkte gewährt. Ich glaube das gibt es auch bei anderen Spielen.

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
    ----------------------------------------

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