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Um der Zensur zu entgehen ...

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Tiles 09.02.11 - 09:03

    Bah, ich krieg schon wieder nen Hals wenn ich sowas lese. Schnitt IST Zensur. Und dazu haben diese selbsternannten Volkswächer eigentlich kein Recht. Schlimm genug dass sie es trotzdem machen. Dann nennt das Kind aber auch beim Namen:

    Um einem totalen Verbot durch die staatlichen Überwachungsorgane zu entgehen wurde das Spiel stark zensiert.

  2. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Youssarian 09.02.11 - 09:13

    Tiles schrieb:

    > Bah, ich krieg schon wieder nen Hals wenn ich sowas lese.

    Schade. Es wäre sinnvoller, wenn Du "nen Kopf" bekommen hättest.

    > Schnitt IST Zensur.

    Nicht im eigentlichen Sinne, aber nun gut: Diese "Zensur" hat der Hersteller vorgenommen.

    > Und dazu haben diese selbsternannten Volkswächer eigentlich
    > kein Recht.

    Indizierung ist allerdings keine Zensur, da damit kein Verkaufsverbot einhergeht. Wer "Zerteilungs- und Zerstückelungseffekte von Gegnern sowie Blut- und Splattereffekte" braucht, der kann sich die Droge für sei"nen "Hals" durchaus beschaffen. Im Übrigen sind die "Volkswächter" nicht selbsternannt, sondern von gewählten Volksvertretern ernannt.

    > Schlimm genug dass sie es trotzdem machen. Dann nennt das Kind aber
    > auch beim Namen:

    Gern: Wer perverse Tötungsriten virtuell begehen möchte, soll das abseits der Öffentlichkeit und vor allem aller Kinder und Jugendlichen tun.

  3. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: flasherle 09.02.11 - 09:15

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gern: Wer perverse Tötungsriten virtuell begehen möchte, soll das abseits
    > der Öffentlichkeit und vor allem aller Kinder und Jugendlichen tun.


    richtig deswegen ist das spiel ab 18, erklärt trotzdem nicht die einschränkung für mündige bürger...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.11 09:15 durch flasherle.

  4. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Youssarian 09.02.11 - 09:26

    flasherle schrieb:

    >> Gern: Wer perverse Tötungsriten virtuell begehen möchte, soll das
    >> abseits der Öffentlichkeit und vor allem aller Kinder und
    >> Jugendlichen tun.

    > richtig deswegen ist das spiel ab 18, erklärt trotzdem nicht die
    > einschränkung für mündige bürger...

    Die Einschränkung hat der Hersteller vorgenommen, weil er das Spiel bewerben können möchte. Mundpropaganda genügt offenbar nicht, um einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

  5. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: flasherle 09.02.11 - 09:28

    ja eben, da ist doch die krux im system. wenn ein spiel ab 18 soll es halt nur in bestimmten bereichen bzw zu bestimmten zeit beworben werden dürfen wieso ein komplettes verbot?

  6. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Tiles 09.02.11 - 09:35

    Och danke. Wenn nen Kopf zu kriegen bedeutet so wie du zu denken verzichte ich gerne drauf ;)

    Mag sein dass die USK früher mal eine freiwillige Selbstkontrolle war. Inzwischen ist sie zu einem öffentlich rechtlichen Zensurapparat verkommen. Spätestens seit dem Jugendschutzgesetz von 2003, als die "Empfehlungen" der USK zu rechlich verpflichtenden Alterseinstufungen wurden. Das ist schon lang keine Sache des Herstellers mehr. Sondern da sitzt ein Gemium von Moralaposteln die mir vorschreiben wollen was ich zu sehen und zu denken habe. Rechtlich verpflichtend ist hier das Stichwort. Also vom Staat ausgehend.

    >Gern: Wer perverse Tötungsriten virtuell begehen möchte, soll das abseits der Öffentlichkeit und vor allem aller Kinder und Jugendlichen tun.

    Dass das Spiel nicht in die Hände von Kindern gehört, da sind wir uns hoffentlich einig. Das Ding IST aber schon ab 18. Und TROTZDEM wird es noch zensiert, pardon, geschnitten. Wenn ab 18 dann bitte unzensiert, ungeschnitten, unverstümmelt.

  7. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Youssarian 09.02.11 - 09:46

    flasherle schrieb:

    > wieso ein komplettes verbot?

    Von einem Verbot war nie die Rede, sondern der Hersteller wollte lediglich der "Indizierung" des Spiels entgehen:

    "In Deutschland versteht man unter Indizierung die Einschränkung von Abgabe und Verbreitung bestimmter als jugendgefährdend eingestufter Medien."

    Wie diese Einschränkung funktioniert, siehst Du an dem Angebot von Pornos: Du darfst sie nicht bewerben, Du darfst sie nicht einmal initiativ jemanden anbieten.

  8. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Youssarian 09.02.11 - 09:55

    Tiles schrieb:

    > Mag sein dass die USK früher mal eine freiwillige Selbstkontrolle war.

    "Freiwilliger Zwang" würde besser passen, denn ohne FSK/USK hätte der Staat das eben in die Hand nehmen müssen. (Tat er bisweilen ja auch.)

    > Inzwischen ist sie zu einem öffentlich rechtlichen Zensurapparat verkommen.

    Zensur erfordert ein Verbreitungsverbot bzw. ersatzweise ein Schneiden (bei einem Film oder einem Spiel) zu zensierender Passagen, um einem Verbreitungsverbot zu entgehen. Es steht und stand aber kein Verbreitungsverbot zur Debatte, sondern lediglich die Indizierung.

    > Sondern da sitzt ein Gemium von Moralaposteln die mir vorschreiben
    > wollen was ich zu sehen und zu denken habe.

    Das ist falsch. Hardcore-Pornos sind indiziert, dennoch kannst Du sie sehen und Dir dabei denken, was Du willst. Die "Moralapostel" achten auf das, was Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich sein soll, und sie bewahren die Öffentlichkeit vor der (ungewollten) Konfrontation mit zu beanstandeten Inhalteen. Niemand aber hindert das (erwachsene)Individuum daran, sich Pornos und Splatterspiele zu beschaffen.

    > Rechtlich verpflichtend ist hier das Stichwort. Also vom Staat
    > ausgehend.

    Das ist gelogen, soviel Unwissenheit nehme ich Dir nicht ab.

    > Das Ding IST aber schon ab 18. Und TROTZDEM wird es noch
    > zensiert, pardon, geschnitten.

    Ja, vom Hersteller. Es steht ihm allerdings frei, eine ungeschnittene Version über die Infrastruktur der Pornoläden zu vertreiben.

  9. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Vradash 09.02.11 - 10:17

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, vom Hersteller. Es steht ihm allerdings frei, eine ungeschnittene
    > Version über die Infrastruktur der Pornoläden zu vertreiben.


    Was ist denn das für ein Argument? Das soll jetzt alles rechtfertigen?

    Wir wären wieder bei der Frage wie viel Verantwortung Eltern und Verkäufer (im Sinne von "darauf achten, was die Kinder machen") zu übernehmen haben. Es ist traurig dass der Staat bzw. diese Institution das übernehmen muss.

    Wie auch immer. Mein Bulletstorm kommt aus England und kostet selbst mit Porto noch weniger als in Deutschland.

  10. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Freepascal 09.02.11 - 10:18

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ja eben, da ist doch die krux im system. wenn ein spiel ab 18 soll es halt
    > nur in bestimmten bereichen bzw zu bestimmten zeit beworben werden dürfen
    > wieso ein komplettes verbot?

    Weil das quasi nicht durchsetzbar ist. Aber mal ein Tipp an die Spieleszene, falls ihr euch fragt, warum ihr in Diskussionen um Jugendschutz oft nicht ernst genommen werdet: Es ist, weil ihr euch selbst nicht wie Erwachsene benehmt, selbst wenn ihr es lt. Gesetz sein mögt. In dem Zusammenhang von Zensur und staatlicher Unterdrückung zu reden ist schlicht lächerlich, denn es geht hier nicht etwa um die Unterdrückung abweichender politischer Meinungen (diese Unterdrückung gibt es in De übrigens, aber das ist ein anderes Thema). Man kann doch nicht ernsthaft fordern, dass es zur Freiheit in einem Rechtsstaat gehört, virtuell Menschen zu zerstückeln oder ähnliches.

    Gerade die brutalen Spiele sind an Kinder bzw. Jugendliche gerichtet, auch wenn die Hersteller gerne von Erwachsenenspielen reden. Das hat auch nichts mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern ist wirtschaftliches Denken der Hersteller. Warum kannte vor ein paar Jahren jeder Postal 2 oder Manhunt, obwohl die Spiele selbst eher mäßig waren? Weil extreme Gewaltdarstllungen Publicity bringen.

    Vielleicht mal ein paar Fragen, die man sich selbst stellen kann: Was bleibt von einem Spiel übrig, wenn man die Gewaltszenen entfernt? Oder auch die Umkehrung: Was bringt mir die Gewalt zusätzlich für das Spielerlebnis? Und wenn ein Spiel wirklich gut ist, und es um Teamgeist, Taktik und ähnliches geht, wozu dann noch ausufernde Gewaltdarstellungen?

    Ich bin übrigens weit weg davon, dass nur Nintendogs oder Schach gespielt werden sollte. Nein, Actionspiele sind völlig in Ordnung und da darf auch jemand sterben, aber exzessive Gewaltdarstellungen werden in der Mitte der Gesellschaft nie ankommen und so sollte man sich entscheiden: Will man Computerspielen als ein durchgängig akzeptiertes Hobby etablieren oder will man der "coole" Außenseiter sein, der die ganzen brutelen und "verbotenen" Sachen spielt.

    Die meisten der Generation C64 bzw. Amiga haben es geschafft, erwachsen zu werden. Trotz Familie und Beruf sind Spiele noch präsent und man sieht immer öfter auch Anzugträger im Zug spielen. Aber abgetrennte Gliedmaßen findet man eben mit zunehmender geistiger Reife nicht mehr so witzig. Und daher ist der Jugendschutz im Bereich Spiele gesellschaftlich durchaus akzeptiert.

  11. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: flasherle 09.02.11 - 10:23

    das nennt man realtität, wenn ich in echt nun mal jmd mit der kättensäge attackiere fallen nun mal beine und arme ab und es spritzt immens viel blut...

  12. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Prypjat 09.02.11 - 10:32

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > flasherle schrieb:
    >
    > > wieso ein komplettes verbot?
    >
    > Von einem Verbot war nie die Rede, sondern der Hersteller wollte lediglich
    > der "Indizierung" des Spiels entgehen:
    >
    > "In Deutschland versteht man unter Indizierung die Einschränkung von Abgabe
    > und Verbreitung bestimmter als jugendgefährdend eingestufter Medien."
    >
    > Wie diese Einschränkung funktioniert, siehst Du an dem Angebot von Pornos:
    > Du darfst sie nicht bewerben, Du darfst sie nicht einmal initiativ jemanden
    > anbieten.

    Deine Vorredner meinten ein anderes Szeanrio.
    Angenommen der Publisher hätte nicht von selbst Änderungen am Spiel vorgenommen, so wäre dieses Spiel mit Sicherheit Indiziert worden. Es wäre somit Verboten gewesen dieses Produkt Öffentlich zu Bewerben.

  13. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: irata 09.02.11 - 10:34

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Indizierung ist allerdings keine Zensur, da damit kein Verkaufsverbot
    > einhergeht.

    Volkommen richtig, es sind ja auch zwei unterschiedliche Wörter.

    Die Indizierung bewirkt nur, dass ein Werk (Spiel, Film, Buch) "tabuisiert" und in der Öffentlichkeit ausgeblendet wird.
    Was aber dem eigentlichen Zweck einer Zensur (Informationskontrolle) entspricht.
    Allein die Wahl des Begriffes "Indizierung" - etwas in das Inhaltsverzeichnis einer "schwarzen Liste" aufnehmen - zeigt, dass man versucht war einen allgemeineren Begriff zu verwenden, um etwaige Konflikte zu vermeiden.

  14. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Freepascal 09.02.11 - 10:44

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das nennt man realtität, wenn ich in echt nun mal jmd mit der kättensäge
    > attackiere fallen nun mal beine und arme ab und es spritzt immens viel
    > blut...

    Und genau solche Kommentare meinte ich. Danach wirst du mit keinem offiziellen Vertreter mehr über Jugendschutz diskutieren können, ganz einfach weil er dir nicht die notwendige geistige Reife unterstellt.

  15. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Tiles 09.02.11 - 10:47

    Sorry, aber mit deiner Argumentation dass Gewaltspiele sich angeblich an Kinder richten kann und will ich nicht mitgehen. Das wäre das Gleiche als zu behaupten dass Pornos nur für Kinder gedreht werden. Nein. Produkte ab 18 sind für die Erwachsenen gemacht. Das ist Erwachsenenunterhaltung.

    >Man kann doch nicht ernsthaft fordern, dass es zur Freiheit in einem Rechtsstaat gehört, virtuell Menschen zu zerstückeln oder ähnliches.

    Doch, kann man. Genau da fängt die Freiheit an. Was ich virtuell privat anstelle hat niemanden etwas anzugehen solange ich damit kein Verbrechen begehe.

    Ich schreibe dir doch auch nicht vor welches Buch du zu lesen hast. Liebesszenen, iiieh. Man kann doch nicht ernsthaft fordern dass man lesen kann wie jemand jemandem anderen eine Zunge in den Hals schiebt. Wie pervers! Das gehört rausgeschnitten! Also das geht ja nun wirklich nicht.

  16. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Gargamel 09.02.11 - 11:11

    Hey endlich mal jemand der eine ordentliche, intelligente Diskussion anstösst :)
    Dann versuch ich dir mal ordentlich zu antworten.

    Freepascal schrieb:
    > Weil das quasi nicht durchsetzbar ist. Aber mal ein Tipp an die
    > Spieleszene, falls ihr euch fragt, warum ihr in Diskussionen um
    > Jugendschutz oft nicht ernst genommen werdet: Es ist, weil ihr euch selbst
    > nicht wie Erwachsene benehmt, selbst wenn ihr es lt. Gesetz sein mögt. In
    > dem Zusammenhang von Zensur und staatlicher Unterdrückung zu reden ist
    > schlicht lächerlich, denn es geht hier nicht etwa um die Unterdrückung
    > abweichender politischer Meinungen (diese Unterdrückung gibt es in De
    > übrigens, aber das ist ein anderes Thema). Man kann doch nicht ernsthaft
    > fordern, dass es zur Freiheit in einem Rechtsstaat gehört, virtuell
    > Menschen zu zerstückeln oder ähnliches.

    Ich finde dein Argument "weil das quasi nicht durchsetzbar ist" ziemlich schwach. No offense, aber auch die Indizierung oder sogar die Beschlagnahmung hält heutzutage keinen einzigen Jugendlichen davon ab vom Spiel zu erfahren, das Spiel zu erwerben oder illegal zu beziehen. Vor allem aus dem Grund weil Deutschland hier die "moralische Insel" ist und solche Spiele "rundherum" (England, Schweiz, Österreich, Frankreich, Niederlande,...) einfach zu beziehen und dort eben nicht einem Werbeverbot unterworfen sind. Das System hat früher mit den Pornoheftchen und Horrorfilmen schon nicht funktioniert, das funktioniert auch heutzutage mit den Spielen nicht.

    "Man kann doch nicht ernsthaft fordern, dass es zur Freiheit in einem Rechtsstaat gehört, virtuell Menschen zu zerstückeln oder ähnliches."
    Doch kann man. Auch wenn ich das so nicht formulieren würde.

    > Gerade die brutalen Spiele sind an Kinder bzw. Jugendliche gerichtet, auch
    > wenn die Hersteller gerne von Erwachsenenspielen reden. Das hat auch nichts
    > mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern ist wirtschaftliches Denken der
    > Hersteller. Warum kannte vor ein paar Jahren jeder Postal 2 oder Manhunt,
    > obwohl die Spiele selbst eher mäßig waren? Weil extreme Gewaltdarstllungen
    > Publicity bringen.
    Und wie du siehst - das Werbungsverbot hat nicht funktioniert. Manhunt war ein extrem schlechtes Spiel und hat sich meiner Meinung nach nur wegen dem Riesenaufruhr der darum gemacht wurde überhaupt so oft verkauft.

    > Vielleicht mal ein paar Fragen, die man sich selbst stellen kann: Was
    > bleibt von einem Spiel übrig, wenn man die Gewaltszenen entfernt? Oder auch
    > die Umkehrung: Was bringt mir die Gewalt zusätzlich für das Spielerlebnis?
    > Und wenn ein Spiel wirklich gut ist, und es um Teamgeist, Taktik und
    > ähnliches geht, wozu dann noch ausufernde Gewaltdarstellungen?
    Die Frage finde ich gar nicht so schlecht und ich denke ich kann sie dir beantworten. Das kommt ganz auf das Genre an. Wenn ich ein realistisches Horrorspiel will dann bringt die Gewalt einiges an Spielerlebnis. Resident Evil z.B. wäre nie so ein Schocker gewesen, wenn es nicht so blutig zugegangen wäre.
    Und du kannst das ganze auch wunderbar portieren: Was bleibt von Klassikern wie Pulp Fiction oder Scarface übrig wenn man alle Gewaltszenen entfernt?
    Gewalt ist schon immer ein Bestandteil der Menschheit gewesen. Und wenn man solche Teile einfach weglässt, da sie das moralische Empfinden stören, dann ist man nur unehrlich. Genauso albern wie die Empörung in Amerika wenn ein Star einen Nippel blitzen lässt finde ich die Empörung über Gewalttdarstellung von wirklich guten Spielen hier. Wie "Borderlands", das geschnitten hier ab 18 ist und in England ungeschnitten ab 15. Comicstil und Humor den alle 15-16 jährigen auf der Welt verstehen, nur hier in Deutschland haben die Jugendlichen scheinbar ein so schwaches Gemüt das das Spiel sie kaputt macht...

    > Ich bin übrigens weit weg davon, dass nur Nintendogs oder Schach gespielt
    > werden sollte. Nein, Actionspiele sind völlig in Ordnung und da darf auch
    > jemand sterben, aber exzessive Gewaltdarstellungen werden in der Mitte der
    > Gesellschaft nie ankommen und so sollte man sich entscheiden: Will man
    > Computerspielen als ein durchgängig akzeptiertes Hobby etablieren oder will
    > man der "coole" Außenseiter sein, der die ganzen brutelen und "verbotenen"
    > Sachen spielt.
    Das ist eine Frage die umformuliert meiner Auffassung nach so lautet: "Willst du endlich zum Mainstream gehören oder zu den uncoolen Arthousekids gehören?"
    Weder noch. Ich lasse mich nicht einkategoresieren und ich mag sowohl exzessive Gewaltdarstellungen als auch komplett gewaltfreie Spiele. Es muss einfach passen.
    Jedoch muss ich dir wiedersprechen das exzessive Gewaltdarstellungen nicht in "der Mitte der Gesellschaft" ankommen werden. Siehe Kill Bill 1 - war das nicht ein Mainstreamfilm? Unrealistische Gewalt - ja. Aber exzessiv war sie.
    Oder die Saw Reihe (gut, alles nach dem ersten Teil ist Rotz), auch die ist bereits Mainstream.

    > Die meisten der Generation C64 bzw. Amiga haben es geschafft, erwachsen zu
    > werden. Trotz Familie und Beruf sind Spiele noch präsent und man sieht
    > immer öfter auch Anzugträger im Zug spielen. Aber abgetrennte Gliedmaßen
    > findet man eben mit zunehmender geistiger Reife nicht mehr so witzig. Und
    > daher ist der Jugendschutz im Bereich Spiele gesellschaftlich durchaus
    > akzeptiert.
    Auch da muss ich dir widersprechen. Kommt ganz auf die Person an.
    Das kann man nicht verallgemeinern.
    Zum Ende hin noch ein dazu passendes Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=-jC-PlmTUf4&feature=player_embedded

    Natürlich augenzwinkernd gemeint ;)

  17. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Gladiac782 09.02.11 - 11:23

    Ist schon kurios in Deutschland, dass ein Spiel dass es von der USK "KEINE JUGENDFREIGABE" bekommt, zensiert werden muss.

    Gibt es eigentlich in Großbritannien oder in Österreich Indizierungen von
    Computerspielen? Da bekomm ich ja sogar im Onlineshop problemlos bei uns
    indizierte Spiele.

    Wen es interessiert, kann mal auf http://www.schnittberichte.com/ gehen
    und sich mal die teilweise hanebüchenen Zensuren ansehen.

  18. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: DaScorp 09.02.11 - 11:57

    Kurzum:

    Die Zensierungsbefürworter werden sehen das die Gameindustrie sich aus Deutschland verabschiedet(Siehe Crytek, etc.).

    Die Gegner kaufen in Zukunft alles in Österreich, Schweiz oder in England.

    FU Deutschland!

  19. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: shakeer 09.02.11 - 12:05

    Freepascal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber mal ein Tipp an die
    > Spieleszene, falls ihr euch fragt, warum ihr in Diskussionen um
    > Jugendschutz oft nicht ernst genommen werdet: Es ist, weil ihr euch selbst
    > nicht wie Erwachsene benehmt, selbst wenn ihr es lt. Gesetz sein mögt.

    Jau, das ist mal eine wirklich gelungene Aussage. Respekt.

    Mhhh mal überlegen, wie benehmen sich eigentlich Erwachsene im realen Leben? Mord, Vergewaltigung, Raub, Krieg, Unterdrückung usw. usf. Also nach diesem Satz, muß ich was tun um Erwachsen zu sein? Ich hoffe doch wohl das du Pixelschubserei nicht mit dem was auf dieser Welt real passiert gleichsetzt. Diese Geistige Reife hast du doch wohl. Vergiss nicht, das Leben ist 1000. mal schlimmer als es ein Spiel, Film, Buch je darstellen kann.

    Ansonsten schönen Tag noch

  20. Re: Um der Zensur zu entgehen ...

    Autor: Youssarian 09.02.11 - 12:37

    irata schrieb:

    > Die Indizierung bewirkt nur, dass ein Werk (Spiel, Film, Buch) "tabuisiert"
    > und in der Öffentlichkeit ausgeblendet wird.
    > Was aber dem eigentlichen Zweck einer Zensur (Informationskontrolle)
    > entspricht.

    "Zerteilungs- und Zerstückelungseffekte von Gegnern sowie Blut- und Splattereffekte" sind aber keine Informationen, die "den Herrschern" gefährlich werden könnten.

    > Allein die Wahl des Begriffes "Indizierung" - etwas in das
    > Inhaltsverzeichnis einer "schwarzen Liste" aufnehmen - zeigt,

    ... dass sich aus alten Begriffen wie "Index Librorum Prohibitorum" neue Begriffe mit anderen Bedeutungsinhalten bilden.

    > dass man versucht war einen allgemeineren Begriff zu verwenden,
    > um etwaige Konflikte zu vermeiden.

    Konflikt ist wirklich ein schönes Wort. Die vermeidet man auch nicht, man blendet sie auch nicht aus. Aber "Zerteilungs- und Zerstückelungseffekte von Gegnern sowie Blut- und Splattereffekte", die vermeidet man, die blendet man aus. Wer so etwas will, soll sich halt dahin begeben, wo er so etwas bekommt. Dafür wird aber nicht geworben und es wird auch nicht öffentlich aufgeführt. Punkt.

    Gesetze sind teilweise sehr einfach zu verstehen, wenn man wenigstens für einen kleinen Moment das ständige "ich, Ich, ICH" hintanstellt

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