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Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: BlindSeer 02.12.22 - 14:27
Das Problem ist, dass heutzutage die Skala an sich nicht mehr voll genutzt oder betrachtet wird. Wenn man bedenkt, dass 75/100 dreiviertel sind, dann ist das eine gute Bewertung. 50 wäre nur Durchschnitt. Aber leider wird heutzutage alles unter 90 irgendwie als Flop gesehen. Auch auf 10er Skalen fangen viele mit 7 als "Soll erfüllt" an, anstatt die 5 zu nehmen.
An sich würden vierer oder vierziger Skalen reichem, so wie sie benutzt werden. -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: keböb 02.12.22 - 15:08
Ja das beobachte ich schon länger. Es gibt keine Differenzierung mehr. Wenn es nicht die Maximalwertung kriegt, ist es schlecht. 4 von 5 Sterne, da wird man gefragt was so schlecht war (z.B. Essenslieferung) - ja mein Gott es war halt kein Gourmetessen aber 4 Sterne ist GUT.
Oder wie jemand vor einer Weile sagte: Wir freuen uns über eine Google Bewertung aber bitte nur 5 Sterne, mit 4 Sternen schadet ihr uns. Das ist echt tragisch. -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: mibbio 02.12.22 - 15:38
Kommt auch mit daher, dass bei entsprechend guten Spielen auch viel zu schnell von "Meisterwerk" oder ähnlichem geredet wird und es Wertung zwischen 9,x und 10 gibt. Da geht dann auch bei guten Spielen der Spielraum verloren, um da noch zu differenzieren.
Da bekommt dann auch Spiel in Jahr X ein 10/10 und schon kann man keine Steigerung durch nachfolgende, bessere Spiele mehr in der Wertung abbilden - mehr als 10/10 geht halt nicht. -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: BlindSeer 02.12.22 - 15:39
Aber selbst bei 100er Skalen siehst du diese Effekte. Damals in der PowerPlay gab es durchaus auch Mal eine 0 für Schrott, oder mittelmäßige Bewertungen.
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: mibbio 02.12.22 - 17:26
Ja, das Problem hat man bei jeder Skala, sobald man einem Spiel mal die Maximalwertung gegeben hat. Dann kann man effektiv keine besseren Spiele mehr davon differenzieren.
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: Keto 02.12.22 - 19:49
BlindSeer schrieb:
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> Das Problem ist, dass heutzutage die Skala an sich nicht mehr voll genutzt
> oder betrachtet wird. Wenn man bedenkt, dass 75/100 dreiviertel sind, dann
> ist das eine gute Bewertung. 50 wäre nur Durchschnitt.
Nehmen wir mal an, Ihr absolutes Lieblingsspiel ist eine 10/10 und ein billiger Steam Asset Flip ohne richtiges Gameplay/Story/Soundtrack und billiger Grafik mit regelmäßigen Crashes ist eine 0/10. Ist dann ein solches, mit Problemen geplagtes aber grundsätzlich funktionierendes und gut aussehendes AAA Release nicht deutlich näher an Ihrem Lieblingsspiel als an dem Asset Flip?
Die schlechten Spiele mit 50 Metascore und weniger sind so unwichtig, dass sie in der Regel überhaupt nicht reviewed werden und fallen deshalb nicht auf. Und da mittlerweile so viele (bessere) Spiele pro Jahr rauskommen, macht es eben meist keinen Sinn sich nur mit „annehmbarer Qualtität“ (~70 Metascore) zu beschäftigen.
Daher passt die Skala im großen ganzen schon.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.12.22 19:49 durch Keto. -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: Kakiss 02.12.22 - 23:10
Ich mag oft die 75er Spiele mehr als die drüber.
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: postemi 05.12.22 - 08:24
Kakiss schrieb:
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> Ich mag oft die 75er Spiele mehr als die drüber.
70% ist für mich meistens ein für Genrefans gutes Spiel. Ich würde ja auch generell sagen eine 100% 10/10 dürfte es nie geben. -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: Dwalinn 05.12.22 - 10:44
Da hat halt jeder seine eigene Bewertung. Der eine sagt 100 Punkte kann es (so gut wie) nicht geben weil das dann Perfekt sein müsste, der andere gibt die häufiger sobald eine gewisse güte gegeben ist.
Ich sehe das beispielsweise gerne in Schulnoten, wenn alles richtig ist gibt es halt eine 1 auch wenn der eine vielleicht besser gearbeitet hat als der andere.
Bewerten ist heutzutage ohnehin schwierig bei Games, gerade bei der Performance kann sich das schnell verbessern. -
Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: Mnt 05.12.22 - 11:01
BlindSeer schrieb:
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> Das Problem ist, dass heutzutage die Skala an sich nicht mehr voll genutzt
> oder betrachtet wird. Wenn man bedenkt, dass 75/100 dreiviertel sind, dann
> ist das eine gute Bewertung. 50 wäre nur Durchschnitt. Aber leider wird
> heutzutage alles unter 90 irgendwie als Flop gesehen. Auch auf 10er Skalen
> fangen viele mit 7 als "Soll erfüllt" an, anstatt die 5 zu nehmen.
Das ist doch logisch, es gibt einen Haufen Basics, die ein gutes Spiel an grundlegender Technik und Mechanik einfach grundsätzlich erfüllen muss. Die Pflicht muss sitzen, man kann kein gutes Spiel in der Kür bauen wenn man die Pflicht schon verhunzt hat. Ist im Sport und grundsätzlich im wahren Leben auch nicht anders.
Und so beziehen sich eben die ersten 7 Punkte praktisch immer rein auf die Pflicht - ist ja immerhin ein extrem umfangreiches Feld. Nur die folgenden 3 Punkte kann man dann überhaupt noch zur freien Verfügung nutzen. Von daher ja, das engt die Skala ein, garantiert dafür aber die korrekten Prioritäten.
Und im Übrigen hilft es oft, sich auch einfach die Bewertungen zu schlechten Spielen durchzulesen und die Skala für sich selbst in Relation zu bringen, ob man nämlich in der 8-10 Blase gefangen bleibt hängt ja immernoch an einem selbst... -
Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: JTR 05.12.22 - 13:09
Bei Steam gibt es darum genau keine Skala Bewertung, um die es aber im Artikel geht. Wo genau ist nun dein Anbindungspunkt zum Artikel?
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: BlindSeer 05.12.22 - 13:21
So unterschiedlich ist es halt. "Standards erfüllt" wäre für mich eher durchschnittlich (sind ja Standards) und damit eine 5/10.
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: BlindSeer 05.12.22 - 13:22
Umm, wieso bringst du Steam nun ins Spiel? So ganz verstehe ich nicht, was du sagen willst.
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Re: Versch(r)obene Bewertungsskala
Autor: dx1 06.12.22 - 00:14
Keto schrieb:
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> Die schlechten Spiele mit 50 Metascore und weniger sind so unwichtig, dass
> sie in der Regel überhaupt nicht reviewed werden und fallen deshalb nicht
> auf. Und da mittlerweile so viele (bessere) Spiele pro Jahr rauskommen,
> macht es eben meist keinen Sinn sich nur mit „annehmbarer
> Qualtität“ (~70 Metascore) zu beschäftigen.
>
> Daher passt die Skala im großen ganzen schon.
Das hab ich doch schon mal irgendwo so gehört. Ist nicht mal acht Jahre her:
[youtu.be]
> Das Wertungssystem ist das prominente Aushängeschild eines Spielemagazins.



