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  5. › Krieg: Vom Modder zum Marine

Spieler wollen keinen Krieg

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  1. Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: TrollNo1 21.03.18 - 10:50

    Ich denke mal, dass kein Mensch "echten" Krieg "spielen" will. Man will das Gefühl, dass man alles alleine packt bzw. im Koop mit seinen Kumpels. Wenn einer draufgeht ist es halb so schlimm, in spätestens 5 Minuten (je nach Spielart) ist man ja eh wieder dabei. Solange kann man ne neue Cola holen oder aufs Klo oder sonstwas.

    Ballerspiele sind Unterhaltung.
    Keiner will 3 Stunden lang Minen suchen oder mit Zivilisten reden. Die Leute wollen ballern, gegen anonyme Gegner, um die keiner weint.

    Im gegenzug sollten sich die Spielehersteller nicht "authentisch" auf die Fahnen schreiben. Denn die Spiele sind nicht authentisch. Zum Glück.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  2. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: sebboer 21.03.18 - 11:05

    Schon mal Arma gespielt?

  3. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Gurumeditation87 21.03.18 - 11:13

    ArmA ist eine "Simulation" die nicht viel mit Realismus und echten Einsätzen am Hut hat.

    Militärische Einsätze beinhalten wohl 98 % mehr als nur herumfahren und schießen.

    Wer eine militärische Ausbildung "genießen" konnte weiß dies eigentlich auch.

  4. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: happymeal 21.03.18 - 11:19

    Man spielt ja Shooter eher weil sie NICHT wie Krieg sind.

  5. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: TrollNo1 21.03.18 - 11:23

    Richtig, wie Paintball, Lasertag etc.

    Konsenquenzenlos rumballern, im Wettstreit gegen andere oder gegen sich selbst.
    Das ist kein Krieg. Wenn ich eine Session gezockt hab, ist davon keiner gestorben oder hat sonstwie einen Nachteil davon.

    Wäre aber mal was, wer im Shooter verliert, hat eine Woche kein Internet. Oder das Gehalt wird halbiert.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  6. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Yash 21.03.18 - 11:48

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ballerspiele sind Unterhaltung.
    > Keiner will 3 Stunden lang Minen suchen oder mit Zivilisten reden. Die
    > Leute wollen ballern, gegen anonyme Gegner, um die keiner weint.
    Es gibt Leute, die wollen genau das möglichst realitätsnah (die Betonung liegt dabei auf möglichst).

    Das ist auch der Unterschied zwischen Leuten die Need for Speed oder iRacing spielen.

  7. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: TrollNo1 21.03.18 - 12:00

    Dann sollen sie ein Spiel suchen, bei denen sie mit ein paar hundert Kameraden gegen 20 in zivilen Häusern verschanzten Guerillakriegern vorgehen und dabei evtl. diverse Zivilisten zum Kollateralschaden werden.

    Weiß nicht, wieviel "Spaß" das macht.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  8. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Axido 21.03.18 - 12:01

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke mal, dass kein Mensch "echten" Krieg "spielen" will. Man will das
    > Gefühl, dass man alles alleine packt bzw. im Koop mit seinen Kumpels. Wenn
    > einer draufgeht ist es halb so schlimm, in spätestens 5 Minuten (je nach
    > Spielart) ist man ja eh wieder dabei. Solange kann man ne neue Cola holen
    > oder aufs Klo oder sonstwas.
    >
    > Ballerspiele sind Unterhaltung.
    > Keiner will 3 Stunden lang Minen suchen oder mit Zivilisten reden. Die
    > Leute wollen ballern, gegen anonyme Gegner, um die keiner weint.
    >
    > Im gegenzug sollten sich die Spielehersteller nicht "authentisch" auf die
    > Fahnen schreiben. Denn die Spiele sind nicht authentisch. Zum Glück.

    Sie sollten das vielleicht nicht so verallgemeinern. Natürlich kommt Action statt Realismus sehr gut an, aber das heißt nicht, dass es keinen Markt für realitätsnahe Simulationen gibt. Andere Berufsgruppen (Landwirte, Fernfahrer, Polizisten) kriegen auch Simulationen, bei denen der Eine oder Andere sich fragt, wer freiwillig dafür bezahlt, am PC solche Jobs zu machen. Wieso soll es das für den Alltag eines Soldaten nicht geben?

  9. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Abstragento 21.03.18 - 12:03

    Die Idee mit dem Internet ausschalten bzw Gehalt halbieren ist spitze vielleicht was übertrieben aber ne Möglichkeit den Einsatz zu erhöhen wäre schon was wie beim Poker Mollys Game...

  10. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: DeathMD 21.03.18 - 12:11

    ArmA ist jetzt bestimmt keine Hardcore Simulation, aber ich glaube es kommt ganz darauf an wie es gespielt wird und da muss man sich eben den passenden Server (mit Mods) und die passenden Teamkameraden suchen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  11. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Vollstrecker 21.03.18 - 12:26

    Ist das dann genauso (öde) wie im echten Krieg? Wenn ich sterbe darf ich nie wieder einen Server joinen?

  12. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: Sharra 21.03.18 - 12:34

    sebboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon mal Arma gespielt?


    Liegt man bei Arma stunden- oder gar tagelang in einem selbstgebuddelten Loch, friert sich den Arsch ab, und wartet auf einen Feind, der längst weiss, dass du da liegst, und woanders lang ist? Nein? Also vergiss es.

  13. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: DeathMD 21.03.18 - 12:40

    Ich sagte doch, keine Hardcoresimulation und es bleibt eben immer noch ein Spiel. Jeder hat eben andere Vorlieben, nicht umsonst gibt es Arcaderacer und etwas wie iRacing. Bedienen eben andere Zielgruppen und ich glaube jeder Gamer sollte selbst am Besten wissen was seine Präferenzen sind.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  14. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: DeathMD 21.03.18 - 12:43

    Gott es ist immer noch ein Spiel... Die beste Militärsimulation (nicht Spiele, sondern die fürs Militär) werden in absehbarer Zeit die Realität nicht wirklich abbilden können und Spiele noch weniger.

    Es gibt da draußen Menschen die gerne simulationslastigere Spiele spielen und ich glaube das wollte er damit ausdrücken. Holodecks gibt es eben noch keine...

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  15. Re: Spieler wollen keinen Krieg

    Autor: theFiend 21.03.18 - 12:52

    Naja, der hier und da geforderte "realismusgrad" bezieht sich oft garnicht auf reale Abläufe im Krieg, sondern geht meist darum das Zielen, Bewegungsabläufe und die Anwendung militärischen Gerätes mehr sind als reine Ballerbuden.

    Das find ich ok, mit einer realisitischen Kriegsdarstellung hat das aber alles wenig zu tun. Und auch das Untergraben der eigenen moralischen Standpunkte kommt bei Spielern wohl nicht wirklich gut an. Ich mochte Spec Ops the Line wirklich gerne, und sowohl technisch als auch inhaltlich war es ein sehr ausgereiftes Spiel.
    Kommerziell war es aber wohl nicht sehr erfolgreich, was schon auch andeutet das spieler sich nicht unbedingt mit den Konsequenzen des Kriegs auseinander setzen möchten.

    Andererseits tragen die vielen Kriegsspiele schon auch dazu bei, das pseudomäßige "Heldengefühl" in einigen Menschen zu verankern, und erhöhen sicher durchaus die Bereitschaft sich tatsächlich für das Militär zu melden...

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