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  5. › L.A. Noire: Entwickler klagen über miese…

kündigen?

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  1. kündigen?

    Autor: bantonov 29.06.11 - 17:53

    Wie wär's mit einer Kündigung seitens der Entwickler?

  2. Re: kündigen?

    Autor: Satan 29.06.11 - 17:55

    und dann spargel stechen oder was? die kriegen doch so schnell keinen neuen job.

  3. Re: kündigen?

    Autor: Lord Gamma 29.06.11 - 17:59

    Na so schlecht sieht das Spiel doch gar nicht aus. Wahrscheinlich suchen sich einige auch neue Jobs und kündigen dann. Den fiesen Chef abstrafen kann man aber möglicherweise trotzdem.

  4. Re: kündigen?

    Autor: Trolltreter 29.06.11 - 18:25

    Satan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und dann spargel stechen oder was? die kriegen doch so schnell keinen neuen
    > job.

    Wieso sollen die so schnell keinen Job kriegen? Gute Entwickler mit Erfahrung werden doch immer gebraucht.

  5. Re: kündigen?

    Autor: Guttroll 29.06.11 - 18:37

    Schwachsinn, gerade als Softwareentwickler oder überhaupt in der Softwarebranche bekommt man sehr schnell einen neuen Job. Sogar sehr viel schneller wenn man viel Erfahrung gesammelt hat (also oft den Job gewechselt hat).

    Das Problem ist, dass viele denken dass sie nichts besseres finden, also zu unkritisch sind.
    Mein Freund hat nebenbei immer sein Monster-Profil laufen, und bekommt regelmäßig Angebote, die er dann seinem derzeitigem Arbeitgeber vorlegt und fragt ob sie ihm das zumindest auch bieten können. Entweder der Arbeitgeber sagt dann ja oder er ist weg. So einfach ist das.

  6. Re: kündigen?

    Autor: Pukys 29.06.11 - 23:09

    Scheiß Idee.
    Vor allem wenn man bedenkt, daß nicht überall in der Welt Deutschland ist, wo man dann einfach in ein weiches Sozialnetz plumpst.
    Weißt du, die meisten Menschen haben ein soziales Umfeld. Verantwortung. Eine Familie. Nein, nicht die Eltern, die einen dann aushalten, wenn man keinen Bock auf die böse, ungerechte Arbeitswelt da draußen hat.

    Diese Leute müssen leider Steuern zahlen, eine Miete, Essen, müssen eine Frau und Kinder zumindest miternähren. Wenn nicht die, dann $FAVORITE_HOBBY finanzieren. Hoffentlich zumindest das. Wenn nicht, sinds eh arme Schweine. IMHO.

    Arbeit ist kein Selbstzweck, sondern in den allermeisten Fällen ein notwendiges Übel. In besseren Fällen: Ein gern in Kauf genommenes Übel. In Glücksfällen; Hobby. In Promilledosen: Reiner Spaß. Gerade im angelsächsischen Kulturkreis wird aber kritisch hinterfragt, warum jemand kündigt. "Die Arbeitsbelastung war zu hoch" oder "Der Scheff war Sch***e" disqualifiziert dich für Anschlußjobs. Erstes wirkt wie: "Kein Bock, oder nicht Leistungsbereit", zweiteres wie "kann sich nicht anpassen". Selbst wenn die Arbeitsbelastung im vorigen Jobs bei 169h/Woche lag, ist es im angelsächischen Raum ein No-Go deshalb zu kündigen. Das wird interpretiert wie Fahnenflucht und Desertation. Darauf steht beim Militär Todesstrafe. Im Privatsektor bedeutet das auch den Tod. Den der Karriere. Und damit meistens auch der Familie.

  7. Re: kündigen?

    Autor: sasquash 30.06.11 - 00:14

    dem ersten teil würde ich soweit absolut zustimmen ...

    Aber, dass das so schlecht gedeutet wird kann ich mir nicht vorstellen ^^
    Falls du ein Personaler bist und es besser weißt, dann nehme ich das selbstredend wieder zurück ;-D

  8. Re: kündigen?

    Autor: Sermon 30.06.11 - 01:01

    Ja Hallo....du kannst diese Bubis hier doch nicht so einfach
    mit der Realität des Berufslebens bzw. der normalen Welt
    eines Erwachsenen (der Verantwortung für sich, sein Leben
    und seine Familie trägt) konfrontieren.

    Das die Arbeitswelt eine weitestgehend spassfreie Zone ist
    (auch wenn man sich mit seinem Kollegen sehr gut versteht)...

    Das viele Arbeitnehmer Frust schieben und "innerlich gekündigt"
    haben....

    Das man als Erwachsener mit Verantwortung nicht einfach mal
    so den Bettel hinschmeisst, wenn einem der "Spassfaktor im
    Jobs" nicht hoch genug ist....

    Hast du aber noch vergessen zu erwähnen ;-)

  9. Re: kündigen?

    Autor: Erunno 30.06.11 - 07:20

    Pukys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scheiß Idee.
    > Vor allem wenn man bedenkt, daß nicht überall in der Welt Deutschland ist,
    > wo man dann einfach in ein weiches Sozialnetz plumpst.

    Manche Mitbürger scheinen die letzten 7 Jahre verschlafen zu haben. Man bekommt genau 1 Jahr 60 bzw. 67 Prozent seines letzten Gehalts (abhängig vom Familienstand), was schon beträchtliche Einschränkungen im Lebensstandard mit sich bringt, außer man kompensiert diese mit Ersparnissen. Und nach 12 Monaten kommt Arbeitslosengeld 2 (Hartz 4) und die komplette Zerstörung der sozialen Existenz.

    Für manche scheint alles "weiche, soziale Hängematte" zu sein, was nicht sofort zum Hungertod führt. :-/

  10. Re: kündigen?

    Autor: uwe.paetzold 30.06.11 - 09:05

    Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will - Solidarität zeigen, gemeinsam aufstehen und die Büroräume verlassen... - das ist daß einzige Mittel, daß in der Geschichte je Wirkung im Hinblick auf die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen gezeigt hat.

    @Puky und @Erunno: Eure Einschätzungen sind m.E. richtig, zeigen aber, wie die "Gegenseite" (und es ist ein Machtkampf, der da tobt), systematisch Angst erzeugt und panisch alles daran setzt, zu spalten und zu herrschen...

    (... ich habe selbst schon in spannenden Entwicklungsprojekten über einen endlichen Zeitraum "gekeult", aber ich war zu einem gewissen Teil auch beteiigt)

    Leute - organisiert Eure Arbeit in Genossenschaften!

  11. Re: kündigen?

    Autor: matok 30.06.11 - 13:21

    > Gerade im
    > angelsächsischen Kulturkreis wird aber kritisch hinterfragt, warum jemand
    > kündigt. "Die Arbeitsbelastung war zu hoch" oder "Der Scheff war Sch***e"
    > disqualifiziert dich für Anschlußjobs. Erstes wirkt wie: "Kein Bock, oder
    > nicht Leistungsbereit", zweiteres wie "kann sich nicht anpassen". Selbst
    > wenn die Arbeitsbelastung im vorigen Jobs bei 169h/Woche lag, ist es im
    > angelsächischen Raum ein No-Go deshalb zu kündigen. Das wird interpretiert
    > wie Fahnenflucht und Desertation. Darauf steht beim Militär Todesstrafe. Im
    > Privatsektor bedeutet das auch den Tod. Den der Karriere.

    Einer Softwarefirma, die sich aktuell solche Sentimentalitäten leisten kann, muss es sehr gut gehen. Als Softwareentwickler mit gewissen Skills in einer IT-Region kann Firma X sich ja vielleicht darüber beklagen, dass der Bewerber keinen Arbeitsvertrag mit seinem Blut unterschreibt. Nur blöd, wenn der Bewerber dann eben bei Arbeitgeber Y unterschreibt.
    Hintenrum wird dann aber wahrscheinlich doch beim Lobbypolitiker oder -verband der Wahl über Fachkräftemangel (die Definition in der IT ist: jung, Akademiker, jederzeit verfügbar, universelle Kenntnisse, sich selbstständig weiterbildend, billig, unbezahlte Überstunden, Bereitschaft zu Wochenenddienst) geklagt. Wird höchste Zeit, dass IT Leute mal etwas selbstbewußter auftreten. Aber das haben sie nie gelernt. Sind eben doch akademische Handwerker.

    Achso 100h Arbeit pro Woche (100/7 = über 14 h an 7 Tagen die Woche) würde ich nicht als Leben bezeichnen. Eher als Zombie-Dasein.

  12. Re: kündigen?

    Autor: .02 Cents 30.06.11 - 13:47

    Pukys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem wenn man bedenkt, daß nicht überall in der Welt Deutschland ist,
    > wo man dann einfach in ein weiches Sozialnetz plumpst.

    Das entwickelt sich mehr und mehr zur Urban Legend in Deutschland. Man ist immer noch überzeugt, Deutschland sei das gelobte Land der Gastarbeiter - Deutschland hat aber 10 Jahre Reallohn Rückgang hinter sich, und das mit der sozialen Hängematte funktioniert sicher nicht, wenn man den Lebenstil aus der Werbung anstrebt (und wenn man die Mär vom Goldenen Deutschland als Paradies immer noch glaubt, ist man wohl für Werbung / Propaganda recht empfänglich ...).

    > angelsächsischen Kulturkreis wird aber kritisch hinterfragt, warum jemand

    Blödsinn. Sicher kommt das auf den jeweiligen Arbeitgeber an, und dort auch darauf, mit wem man gerade spricht. Die Frage nach der Motivation für einen Jobwechsel ist eine typische Frage in deutschen Vorstellungsgesprächen. Ich habe in UK und USA Vorstellungsgespräche für Jobs geführt - da wird nach Qualifikationen gefragt. Was hat man gemacht, was kann man - und das nicht nur in der abstrakten Deutschen "dann erzähl mir doch mal deinen Lebenslauf" Form, sondern mit technisch-detailliertem Nachbohren.

    > kündigt. "Die Arbeitsbelastung war zu hoch" oder "Der Scheff war Sch***e"
    > disqualifiziert dich für Anschlußjobs. Erstes wirkt wie: "Kein Bock, oder
    > nicht Leistungsbereit", zweiteres wie "kann sich nicht anpassen". Selbst

    Wer soviel sozialkompetenz aufweist, sollte sich nicht wundern, wenns mit dem Job nicht klappt. Die Frage ist nach der persönlichen Motivation, und die kann dir keiner nachweisen. Das man bei den typischen Stress-Fragen im Interview wie zum Beispiel "Warum hatten sie denn im Halbjahrszeugnis der 6. Klasse eine 5 in Religion" nicht antwortet, das der Lehrer scheisse war sollte jedem klar sein - und das man nach dem gleichen Prinzip sich nicht hermacht, und nur Gülle über andere verspritzt, und sich selber als reines Opfer darstellt, das sollte jedem klar sein, der behauptet so viel Lebenserfahrung zu haben, wie du sie hier gerade raushängen lassen willst.

    > wie Fahnenflucht und Desertation. Darauf steht beim Militär Todesstrafe. Im
    > Privatsektor bedeutet das auch den Tod. Den der Karriere. Und damit
    > meistens auch der Familie.

    Satt solcher morbider Fantasien würde ich jedem, der für einen Stellenwechsel keine andere Motivation in sich selber finden kann, als "alle anderen waren Scheisse" empfehlen, wenigstens einen Bewerbungscoach aufzusuchen, vielleicht aber auch eine intensivere Behndlung zu erwägen ...

  13. Re: kündigen?

    Autor: .02 Cents 30.06.11 - 13:54

    uwe.paetzold schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > @Puky und @Erunno: Eure Einschätzungen sind m.E. richtig, zeigen aber, wie
    > die "Gegenseite" (und es ist ein Machtkampf, der da tobt), systematisch
    > Angst erzeugt und panisch alles daran setzt, zu spalten und zu
    > herrschen...

    Was Pukys behauptet ist, das man sich seinem aktuellen Job auf Gedeih und Verderb verschreiben muss, bis man rausgeschmissen wird. Was das anderes ist, als systematsches Erzeugen von Angst, scheint mir nicht offensichtlich. Kannst Du das mal erläutern?

    > Leute - organisiert Eure Arbeit in Genossenschaften!

    Eine Genossenschaft ist nichts anderes als eine juristische Person - sicher mit Unterschieden zu GmbH und AG, aber was genau die Rechtsform damit zu tun haben soll ... Ob da nun eine GmbH, AG, KG, Genossenschaft oder was auch immer als Gegenseite den Arbeitsvertrag unterschreibt (bzw. in deren Namen unterschrieben wird) - was soll das ändern?

  14. Re: kündigen?

    Autor: flasherle 30.06.11 - 15:15

    du solltest dir vll mal einen neuen Job suchen, wenn du so über die Arbeit denkst...

  15. Re: kündigen?

    Autor: Wirtschaftsmacht 04.07.11 - 09:59

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > > Leute - organisiert Eure Arbeit in Genossenschaften!
    >
    > Eine Genossenschaft ist nichts anderes als eine juristische Person - sicher
    > mit Unterschieden zu GmbH und AG, aber was genau die Rechtsform damit zu
    > tun haben soll ... Ob da nun eine GmbH, AG, KG, Genossenschaft oder was
    > auch immer als Gegenseite den Arbeitsvertrag unterschreibt (bzw. in deren
    > Namen unterschrieben wird) - was soll das ändern?

    Ich glaube, unser kleiner Jobcoach meinte "Gewerkschaften" ;-)

    Nichts desto trotz, ich bin Entwickler, habe vernünftige Arbeitsbedingungen und sehe in meiner Arbeit ein Hobby - ist also nicht alles ein schwarzer Peter und ich kenn auch Leute aus anderen Branchen, die mit Begeisterung zur Arbeit gehen.

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