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Blizzard macht es richtig/falsch
Autor: tomate.salat.inc 06.02.18 - 11:37
Ich find Blizzard hat da zwei Spiele, die zeigen wie es falsch geht und wie richtig.
Hearthstone:
Spiele es seit langem nicht mehr, aber ich fand Kartenpacks waren zu schwer zu bekommen. Vor allem, weil man immer entscheiden musste: Kaufe ich mir einen Pack oder riskiere ich die Arena? Was soll ich sagen, hat bei mir funktioniert - denn ich hatte mir dort dann auch mal Kartenpacks gekauft.
Heroes of the Storm:
Da find ich das System wirklich fair gestaltet. Lootboxen kann man sich erspielen. Es gibt immer wieder neue Helden und als es neu reingekommen ist, hab ich Helden gespielt die ich sonst nie gespielt hab - einfach um schneller an die Boxen zu kommen (low-level-bereich = nach jeder Runde konnte ich eine Truhe öffnen). Für Gegenstände und Helden gibt es jeweils nochmal eigene Währungen (Gold/Splitter) - die man auch in einer Vertretbaren Zeit bekommen kann. Ich habe absolut nicht das Bedürfnis Lootboxen zu kaufen. Das einzige was ich mir gegönnt hab war ein Jahr das Stimpack (während einer Rabattaktion) - was sich durch einige Lootboxen mitlerweile auch um gut ne Woche verlängert haben dürfte.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.18 11:43 durch tomate.salat.inc. -
Re: Blizzard macht es richtig/falsch
Autor: Dwalinn 06.02.18 - 12:02
Ich selbst spiele Overwatch und habe schon eine menge für Lootboxen ausgegeben.
Neue Skins sind oftmals nur Zeitlich begrenzt und dann Juckt es mich schon in den Fingern einfach mal die Börse zu zücken statt zu zocken... sich nur übers zocken alles Freizuschalten ist ohnehin nur möglich wenn man täglich viel zockt. -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: Muhaha 06.02.18 - 12:24
tomate.salat.inc schrieb:
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> Ich habe absolut nicht das Bedürfnis
> Lootboxen zu kaufen.
Du bist auch nicht die Zielgruppe dieser Geschäftmodelle. Es geht hier nicht um die Mehrheit aller Spieler, die sich im Griff haben oder die kein Bedürfnis verspüren Geld auszugeben. Wegen denen macht man das alles auch nicht.
Es geht bei diesen Geschäftsmodellen AUSSCHLISSLICH um die Leute, die anfällig für solche Mechanismen sind. Die Monat für Monat hunderte von Euro ausgeben, weil sie ... süchtig gemacht wurden. Diese Geschäftsmodelle funktionieren NUR mit diesen Walen, mit dieser süchtigen Minderheit, die aber für den überwiegenden Großteil der Umsätze verantwortlich ist.
Sprich, was Blizzard macht ist nicht fair, sondern genau der gleiche Dreck, den alle tun, wenn sie über diese Art und Weise Geld machen wollen. Dafür anfällige Spieler anfixen und dann ausnehmen!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.18 12:25 durch Muhaha. -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: theonlyone 06.02.18 - 15:32
Wäre am Ende alles legitim wenn die Ausgaben schlichtweg ein Maximum hätten, genau das könnte auch einfach Gesetzlich festgelegt werden.
Pro Account Summe X pro Monat, mehr ist nicht.
Wer dann immer noch unbedingt mehr ausgeben will, muss sich schon aktiv darum bemühen sich selbst zu bescheißen (sprich mehrere Accounts, usw.) , was wiederum legitim wäre.
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Aufklärung ist hier eben auch wichtig.
Den das Spiel wird dir nicht unter die Nase halten das es versucht dich süchtig zu machen und dir erst recht nicht sagen wie viel zu ausgibst , sondern will das kaufen positiv unterstreichen und das du so viel Geld ausgibst muss als etwas positives dargestellt werden ; dadurch entsteht und wird der Eindruck gefördert das es etwas gutes ist so viel Geld auszugeben ; genau hier müsste eine Aufklärung anpacken, gerade Kinder davor zu schützen hier unbegrenzt Geld auszugeben.
Der normal denkende reale Mensch wird ohnehin wenig bis gar nichts in solchen Shops ausgeben.
Wer lange dabei bleibt und mal etwas kauft, das spielt auch keine Rolle.
Aber alles was exzessiv wird, genau dafür ist das Glücksspiel-Gesetz da, um sicherzustellen das sich oder anderen hier Menschen nicht an einem "Spiel" wirtschaftlich und/oder persönlich Schaden zufügen.
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Lass es mal rein beispielhaft 100¤ sein die pro Account pro Monat ausgegeben werden dürfen.
Wäre auch sinnvoll von diesen zu verlangen eine Monats-Auskunft an diesen Account zu schicken mit seinen Ausgaben als Auflistung, wenn es z.B. sehr viele kleine Zahlungen sind , ähnlich wie eine Telefon-Rechnung eben.
Damit ist ganz fair und klar was ausgegeben wird. Transparenz ist hier am wichtigsten, den wem die Kosten ganz offen vor die Nase gehalten werden und man weiterhin sein Geld reinsteckt, der macht das dann auch bewusst und durch ein Maximum pro Monat ist man vor einem wirtschaftlichen großen Schaden auch geschützt (erst recht wenn es einmalig ein Rausch wäre, oder das Kind kauft 1 Monat lang munter mit dem Smartphone ein, auch davor schützt ein Maximum sehr gut).
Würde an sich schon reichen. -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: Muhaha 06.02.18 - 15:37
theonlyone schrieb:
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> Wäre am Ende alles legitim wenn die Ausgaben schlichtweg ein Maximum
> hätten, genau das könnte auch einfach Gesetzlich festgelegt werden.
>
> Pro Account Summe X pro Monat, mehr ist nicht.
Wäre ein Möglichkeit, ja.
Ich halte hier auch nix von Totalverboten, weil man es Erwachsenen schon überlassen sollte, welche Laster sie verfolgen, aber eine gewisse Regulierung zu ihrem und dem Schutz der Angehörigen ist wirklich nicht verkehrt. Gerade weil es nicht darum sich Tierkostüme anzuziehen und in Hotelzimmern mit wildfremden Leuten Furry-Sex zu haben, sondern um massive finanzielle Schäden, welche sich diese Leute selbst und ihrer Umgebung antun können. Wie gesagt, das traditionelle Geldglücksspiel ist ja auch nicht verboten, nur entsprechend reguliert. -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: 0xDEADC0DE 06.02.18 - 17:27
Muhaha schrieb:
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> Sprich, was Blizzard macht ist nicht fair, sondern genau der gleiche Dreck,
> den alle tun, wenn sie über diese Art und Weise Geld machen wollen. Dafür
> anfällige Spieler anfixen und dann ausnehmen!
Das Spiel selbst ist kostenlos, niemand zwingt Kinder, dass sie es spielen. Außerdem sollten die Eltern auch in die Pflicht genommen werden, es gibt im Internet sicher schlimmeren "Dreck" als so was.
BTW: Blizzard hat das nicht erfunden, wetterst du gegen Pokemon, Digimon & Co. und den Urvater Magic The Gathering genauso? -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: Muhaha 06.02.18 - 19:50
0xDEADC0DE schrieb:
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> Das Spiel selbst ist kostenlos, niemand zwingt Kinder, dass sie es spielen.
Der erste Fix ist kostenlos. Niemand zwingt Kinder Drogen zu nehmen.
> Außerdem sollten die Eltern auch in die Pflicht genommen werden, es gibt im
> Internet sicher schlimmeren "Dreck" als so was.
Was ist denn das für eine Rechtfertigung für Mechanismen, mit denen Menschen gezielt abhängig gemacht werden sollen?
> BTW: Blizzard hat das nicht erfunden, wetterst du gegen Pokemon, Digimon &
> Co. und den Urvater Magic The Gathering genauso?
Zocken die WÄHREND des Spieles ZUSÄTZLICH die Kunden ab? -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: becherhalter 07.02.18 - 00:49
theonlyone schrieb:
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> Wäre am Ende alles legitim wenn die Ausgaben schlichtweg ein Maximum
> hätten, genau das könnte auch einfach Gesetzlich festgelegt werden.
Lol. Du hast das Thema Sucht nicht verstanden. -
Re: Blizzard macht es richtig/falsch
Autor: Umaru 07.02.18 - 01:35
Dwalinn schrieb:
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> Ich selbst spiele Overwatch und habe schon eine menge für Lootboxen
> ausgegeben.
>
> Neue Skins sind oftmals nur Zeitlich begrenzt und dann Juckt es mich schon
> in den Fingern einfach mal die Börse zu zücken statt zu zocken... sich nur
> übers zocken alles Freizuschalten ist ohnehin nur möglich wenn man täglich
> viel zockt.
Du kannst auch einfach sparen und dir die Skins das nächste Jahr holen.
Ich halte vor solchen Events immer ~3000 auf Lager nach Möglichkeit (und alte Skins kosten nur 1000).
Kann man mit etwas Arcadezocken immer gut hinkriegen. Ich weiß, dass einige Charaktere besonders hinreißend sind, aber es ist nur ein verdammtes Spiel. Wenn du wirklich Geld raushauen willst, kauf dir die echte D.VA für 450 $!
Dieser Anblick wird dir in 50 Jahren noch Freude bereiten ^_° -
Re: Blizzard macht es falsch
Autor: Muhaha 07.02.18 - 07:56
becherhalter schrieb:
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> Lol. Du hast das Thema Sucht nicht verstanden.
An Deiner Stelle würde ich nicht so sehr die Klappe aufreissen. GENAU DAS wird teilweise in Casinos gemacht. Da gibt es Grenzen, wieviel Chips Du täglich einlösen kannst, sofern das Casino Dich nicht kennt und weiß, dass Du entsprechend Kohle hast, die Du sinnlos verprassen kannst.
Denn hier geht es nicht um Suchtprävention oder gar Suchtbekämpfung, mein Lieber, sondern ganz schnöde nur um Folgenbegrenzung im Suchtfall. Das mindeste, was man hier tun kann. -
Re: Blizzard macht es richtig/falsch
Autor: Dwalinn 07.02.18 - 13:50
Die Geduld habe ich dann schlicht nicht. Meistens möchte ich ja nur 2-3 der Skins/Emotions haben und warte mit den Lootboxen möglichst lange in der Hoffnung sie doch noch durchs Spielen freischalten zu können.
Ich versuche mich dann immer damit zu trösten das das Game das Geld wert ist und das andere mehr für ihr WoW Abo oder die Tägliche/Wöchentliche Schachtel Zigaretten ausgeben ... aber im inneren weis ich genau das ich Blizzard schlicht ins Netz gegangen bin.



