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Er WAR mal

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  1. Er WAR mal

    Autor: Sharra 13.12.21 - 12:22

    wegweisend, gut, inspirierend.
    Heute ist der gute Peter leider nur noch panisch auf der Suche nach dem Weg aus der Bedeutungslosigkeit, und programmiert jetzt eher Esoterik denn Spiele.

    Für seine Produkte gilt inzwischen: Finger weg.

  2. Re: Er WAR mal

    Autor: Wolverine1974 13.12.21 - 12:45

    ich weiß nicht wie du früher definierst aber seit Black and White(2001) und, spätestens, Fable (2004) gilt nicht auf sein Gelaber hören und sich das fertige Produkt anschauen (falls am Ende eins entsteht)

  3. Re: Er WAR mal

    Autor: Der schwarze Ritter 13.12.21 - 12:58

    Nicht nur bei ihm gilt das leider. Auch Leute wie Lord British, John Romero und David Braben haben früher mal großes geleistet, aber irgendwann extrem stark nachgelassen, so dass ihre späteren Werke kaum mehr einen Schatten der früheren darstellte. Und das sage ich als jemand, der genau diese früheren Werke wie Ultima (ja, auch den etwas missglückten 9. Teil!), Quake, Elite und eben Theme Park und Dungeon Keeper vergöttert.

    Aber das später Zeug?
    Daikatana? Zu viel gewollt, zu wenig gemacht.
    Tabula Rasa bzw. Shroud of the Avatar? Himmel...
    Elite Dangerous? Grafik schaut gut aus, Inhalt ist bestenfalls meh.
    Curiosity bzw. Godus? Pffff... selbst Black & White hat sich dermaßen schnell abgenutzt...

    Zu Brabens Verteidigung: Das alte Elite hat auch größtenteils im Kopf stattgefunden, von daher wars ein Remake und das ist heute halt weniger zeitgemäß, okay. Dafür macht er mit dem Raspberry Pi viel richtig. Die anderen haben da weniger Ausreden :D

  4. Re: Er WAR mal

    Autor: bananensaft 13.12.21 - 13:06

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur bei ihm gilt das leider. Auch Leute wie Lord British, John Romero
    > und David Braben haben früher mal großes geleistet, aber irgendwann extrem
    > stark nachgelassen, so dass ihre späteren Werke kaum mehr einen Schatten
    > der früheren darstellte. Und das sage ich als jemand, der genau diese
    > früheren Werke wie Ultima (ja, auch den etwas missglückten 9. Teil!),
    > Quake, Elite und eben Theme Park und Dungeon Keeper vergöttert.
    >
    > Aber das später Zeug?
    > Daikatana? Zu viel gewollt, zu wenig gemacht.
    > Tabula Rasa bzw. Shroud of the Avatar? Himmel...
    > Elite Dangerous? Grafik schaut gut aus, Inhalt ist bestenfalls meh.
    > Curiosity bzw. Godus? Pffff... selbst Black & White hat sich dermaßen
    > schnell abgenutzt...
    >
    > Zu Brabens Verteidigung: Das alte Elite hat auch größtenteils im Kopf
    > stattgefunden, von daher wars ein Remake und das ist heute halt weniger
    > zeitgemäß, okay. Dafür macht er mit dem Raspberry Pi viel richtig. Die
    > anderen haben da weniger Ausreden :D

    Aber immerhin kann man den anderen zu Gute halten, dass sie noch was abgeliefert haben oder zumindest es nicht mehr versucht haben. Ich habe keine Ahnung was Lord British aktuell macht, ist mir nicht mehr untergekommen seit Ultima zu Ende gegangen ist. Peter hat mit diesem Gewinn Ding ja, imho, schon arg am Betrug gekratzt
    Das die anderen schlechte Spiele entwickelt haben, geschenkt. Der Sprung von kleinen Teams und überschaubarer Entwicklung zu den großen Mannschaften die es heute braucht, setzt natürlich auch vorraus das man das eigene Ego zurückschraubt.

  5. Re: Er WAR mal

    Autor: Muhaha 13.12.21 - 13:14

    bananensaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das die anderen schlechte Spiele entwickelt haben, geschenkt.

    Romero bastelt in seiner Freizeit wieder Doom-Maps. Fiese, gemeine, hinterhältige Drecksmaps, wo man ständig am fluchen und quickloaden ist :)

  6. Re: Er WAR mal

    Autor: Trockenobst 13.12.21 - 13:32

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur bei ihm gilt das leider. Auch Leute wie Lord British, John Romero
    > und David Braben haben früher mal großes geleistet, aber irgendwann extrem
    > stark nachgelassen, so dass ihre späteren Werke kaum mehr einen Schatten
    > der früheren darstellte.

    Leuten wie Lord British geht es irgendwann nur noch darum ihren Namen "zu pflegen", statt ihn weiterzuentwickeln. John Romero bastelt an Original Doom Extensions, das wirkt auch irgendwie "klein". Sid Meier dagegen baut mit Civ VI seine Position als König der Strategie aus.

    Letztendlich sind das auch nur Menschen und einige hatten vielleicht eine sehr spezifische Umgebung gehabt um die Erfolge zu erreichen. Heute ist sind die Projekte viel komplexer und globaler, ein Team von 20 schafft bestenfalls AA+ wenn mehr sehr gut und stark finanziert ist.

    Da ist auch viel Romantisierung der Spielehistorie. Ich wollte letztens ein PS3 Rollenspiel im Emu spielen und die Handhabung der Kämpfe ist unmöglich viel Stick gerudere. Das wäre heute alles nicht mehr so möglich. Beim Film schaffen es auch nur wenige Indy Filmer zu Marvel.

  7. Re: Er WAR mal

    Autor: Muhaha 13.12.21 - 13:38

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sid Meier dagegen baut
    > mit Civ VI seine Position als König der Strategie aus.

    Sid Meier macht da nicht viel, ausser seinen Namen zu leihen. Er selbst hat sich Ende der 1990er aus der aktiven Entwicklung zurückgezogen. Allenfalls hier und da als Consultant tätig.

  8. Re: Er WAR mal

    Autor: Kakiss 13.12.21 - 13:48

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bananensaft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Das die anderen schlechte Spiele entwickelt haben, geschenkt.
    >
    > Romero bastelt in seiner Freizeit wieder Doom-Maps. Fiese, gemeine,
    > hinterhältige Drecksmaps, wo man ständig am fluchen und quickloaden ist :)

    Sigil ist sogar garnicht so schlecht, bockt sich.
    Spaßiges Level Design hat der drauf.

    Er ist da wohl durchaus bodenständiger geworden und betreibt einfach Fan Service.
    Spielt auch regelmäßig gegen Fans und schreibt in Foren und anderen Medien mit.
    Es heisst schon, man hat Doom erst richtig durchgeschafft, wenn man Romero im Death Match besiegt^^


    Ansonsten, Black and White und Fable waren keine Heilsbringer und Revolution, aber ich hatte ziemlich viel Spaß mit den Titeln.
    Black and White 2 hat mir dann sogar besser gefallen, die Tiere waren lernfähiger und unabhängiger, Aufbau hat Spaß gemacht, war leider nur recht kurz das Spiel.

    Fand es dann recht lustig zuzusehen wie der Feind regelmäßig eine Armee vor meine Stadtmauern geschickt hat, mein Tierchen hingerannt ist, einen Feuerball über die Mauer geschmissen hat und dem Auflauf ein Ende bereitet hat :P

  9. Re: Er WAR mal

    Autor: Der schwarze Ritter 13.12.21 - 14:25

    Klar wird viel romantisiert und doch gibt es alte Spiele, die sich auch heute noch überraschend gut spielen lassen. Als ich bei GoG Dungeon Keeper entdeckt hatte, war das gleich gekauft und direkt nochmal durchgespielt. Klar, da gabs ein paar miese Maps, aber die waren auch damals schon mies. Der Großteil des Spiels war auch beim letzten Durchgang (vor 1-2 Jahren) noch sehr gut und hat mir viel Spaß gemacht.

    Auch sehr viele RPGs auf dem SNES sind heute immer noch wirklich gut. Noch gar nicht lange her habe ich mal wieder Illusion of Time, Terranigma und Final Fantasy 4 gespielt. Die ersten beiden durch, am letzten noch dabei. Die ersten beiden waren immer noch absolut spielenswert und auch bei FF4 sitz ich immer wieder dran und freue mich über die kleinen Dinge. Natürlich, Zufallskämpfe auf eigenem Kampfbildschirm etc. locken heute keinen mehr hinterm Ofen vor, aber erzählerisch und rein spielmechanisch ist das immer noch ziemlich gut. Von den absoluten Meisterwerken wie Chrono Trigger, FF6, Secret of Mana/Evermore oder Earthbound mal ganz abgesehen. Damals war Squaresoft und Enix (noch getrennt) eine absolute Bank für hochklassige RPGs. Seit der Fusion sucht man die mit der Lupe, sprich, auch dort sind die ehemals guten Leute entweder weg oder können nicht mehr an ihre Hochzeiten anknüpfen. Hironobu Sakaguchi hat mit "The Last Story" nochmal ein wirklich tolles Spiel nachgelegt auf der Wii (auf dessen ReRelease, gerne völlig unverändert, auf der Switch ich noch immer warte), aber seitdem ist es da auch still geworden.

    Der Gigantismus scheint den Spielen nicht gut zu tun. Da mag es ausnahmen geben, aber der Gigantismus der früheren Tage war glaube ich der bessere.

  10. Re: Er WAR mal

    Autor: Muhaha 13.12.21 - 14:35

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Gigantismus scheint den Spielen nicht gut zu tun. Da mag es ausnahmen
    > geben, aber der Gigantismus der früheren Tage war glaube ich der bessere.

    Der Gigantismus der früheren Tage war nicht besser, sondern auf Grund damaliger, massiver Hardware-Beschränkungen nicht so ausufernd wie heute. Hätten die Entwickler damals schon ...

    Früher™ ist in erster Linie die Nostalgiebrille, die man sich selbst aufsetzt, ohne es zu merken :)

  11. Re: Er WAR mal

    Autor: Der schwarze Ritter 13.12.21 - 14:51

    Jein, ich bin mir der Nostalgiebrille durchaus bewusst und versuche, diese grundsätzlich auszublenden. Es gibt sehr viele Spiele und Filme von damals(tm), die ich damals großartig fand, heute aber absolut nichts mehr damit anfangen kann. "Das war früher irgendwie cooler" rauscht mir nicht selten durch den Kopf, wenn ich gefeiertes von damals heute anschaue. Aber eben nicht bei allen Dingen. So manches Spiel habe ich überhaupt erst in der Zeit ab ~2005 entdeckt und gespielt, gerade vom SNES. Denn erst ab da hatte ich über eine gewisse Grauzone *hust*roms*hust* Zugriff auf das eine oder andere. Da war die PS3 mit ihren grafischen Möglichkeiten gar nicht mehr so weit entfernt und doch war ich gebannt von "altem Kram", den ich davor nie gespielt hatte. Gerade aufgrund der fehlenden Hardwaremöglichkeiten haben wohl diverse Entwickler alternative Möglichkeiten gesucht, ein Spiel wirklich interessant zu machen.

    Oder wann war das letzte Mal, dass man nach einem Spiel sich selbst sagte "Wow, wirklich großartige Story, toll erzählt"? Müsste ich jetzt ne Weile überlegen, aber die Schlagzahl hat über die letzten 20 Jahre deutlich abgenommen. Das mag damit zusammenhängen, dass meine Spielzeit ebenfalls abgenommen hat und man vieles einfach schonmal gesehen hatte, aber dann geht es halt vielleicht eben mir persönlich so.

    Aber es ist auch heute noch zu beobachten, dass bewusste Einschränkungen auf der einen Seite, die Stärken der anderen Seite massiv vorkehren. Beispielsweise Disco Elysium oder Pathfinder: Kingmaker. Beide haben bei der Grafik ihre Schwächen (und auch bei manchen Spielelementen, keine Frage), aber beide packen mich einfach deutlich mehr als ein ultra-Hochglanz-null-inhalt-Spiel.

    Aber ok, wir driften etwas ab ;)

  12. Re: Er WAR mal

    Autor: Muhaha 13.12.21 - 15:08

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Oder wann war das letzte Mal, dass man nach einem Spiel sich selbst sagte
    > "Wow, wirklich großartige Story, toll erzählt"? Müsste ich jetzt ne Weile
    > überlegen, aber die Schlagzahl hat über die letzten 20 Jahre deutlich
    > abgenommen. Das mag damit zusammenhängen, dass meine Spielzeit ebenfalls
    > abgenommen hat und man vieles einfach schonmal gesehen hatte, aber dann
    > geht es halt vielleicht eben mir persönlich so.

    Das hat einen ganz einfachen Grund: Du selbst bist älter geworden, hast Dich weiterentwickelt, Deine Ansprüche und Geschmäcker haben sich verändert. Spiele treten aber mehrheitlich auf der Stelle. Es gibt nur technische Fortschritte, aber in Sachen interaktives Story-Telling haben sich in den letzten 20 Jahren nur einige Indies daran versucht die Dinge ein wenig nach vorne zu bringen.

    Ich langweile mich in der Hinsicht genauso wie Du. Ausnahmen wie Disco Elysium bestätigen diese Regel. Deswegen verbringe ich die meiste Zeit, wenn ich etwas zocke, mit Spielen, die keine oder fast keine Story haben. Wie zum Beispiel Factorio. Ich verliere mich dort regelmäßig beim Aufbauen von surrealen Fabrikanlagen. Dieses Gameplay motiviert und packt mich.

    Stories nicht mehr. Weil Spiele bis auf wenige Ausnahmen hier auf der Stelle treten. Vor allem die Titel der Majors interessieren mich inzwischen so wenig, dass ich gar nicht mehr aktiv verzichten muss :)

    > Aber ok, wir driften etwas ab ;)

    Passt schon. Gehört ja auch zu einer Retrospektive. Dass man zurückschaut und Vergleiche zieht.

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