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  5. › Mobile-Games-Auslese: Games-Kunstwerke…

Wie bitte?

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  1. Wie bitte?

    Autor: Fregin 13.05.19 - 09:20

    "Was auf den ersten iPhones (und iPods!) begonnen hat, nämlich das weltweite Spielen ganz unterschiedlicher Menschen auf unzähligen Hosentaschenkonsolen"

    Schreiben wir mal wieder die Geschichte um, um Apple als Heilsbringer von Gottes Gnaden hinstellen zu können? Denn das, was da oben geschrieben steht, trifft wohl eher auf den Game Boy oder auch das Game Gear und den Lynx zu, die lange vor iPod und iPhone mobiles Spielen ermöglichten. Selbst davor gab es schon einfachere LCD-Spielchen zum Mitnehmen, da die aber jeweils nur das eine Spiel konnten, nehmen wir die mal großzügig raus. Später konnte man auch auf den Handys ein bisschen zocken. Angesichts schwacher Hardware waren das zwar nur einfache Spiele wie z.B. Snake, aber immerhin. Bei den Prä-Apple-Smartphones gabs dann auch aufwendigere Spiele.

    Das Einzige, was Apple sich auf die Fahnen schreiben kann, ist der zentrale Shop, den es so davor m.W. noch nicht gab. Da zeigt sich aber mal wieder, dass Jobs keineswegs der Visionär war, als der er immer hingestellt wird - er war lediglich ein (sehr) guter Verkäufer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.19 09:21 durch Fregin.

  2. Re: Wie bitte?

    Autor: Schleichfahrt 13.05.19 - 09:35

    Dem Artikel kann man schon zustimmen. Alle Gameboys und LCD-Spielchen waren Nischenprodukte für eine ganz bestimmte Altersgruppe, klar gabs auch den coolen Vater mit Gameboy, aber es war eher die Ausnahme.

    Der App Store brachte Mobile Spiele auf ein Gerät was eh schon jeder hatte oder haben wollte, Smartphone.

    Heute Spielen alle Altersgruppen durchweg Mobil.

    Und Steve Jobs war ein Visionär da er immer vor der Zeit wusste was die Menschen wollen werden. Er war kein Erfinder, er hat bestehende Technologien verbessert und auf eine neue Art kombiniert. Dazu kommt noch der Mut und Drang zur Perfektion. Beispiel iPad hielt erstmal jeder für ein Witz, jetzt sind Tablets ganz normal. Man merkt es auch daran das nichts neues mehr kommt, es fehlt der Kopf dahinter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.19 09:36 durch Schleichfahrt.

  3. Re: Wie bitte?

    Autor: RienSte 13.05.19 - 09:42

    Nischenprodukte?

    Der Nintendo Gameboy hat sich (inkl. GB Color) rund 119 Mio. mal verkauft. Zum Vergleich: die PS4 hat sich bislang ca. 97 Mio. mal verkauft.

    Quelle(n): Wikipedia.

  4. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 13.05.19 - 09:43

    >Das Einzige, was Apple sich auf die Fahnen schreiben kann, ist der zentrale Shop, den es so davor m.W. noch nicht gab. Da zeigt sich aber mal wieder, dass Jobs keineswegs der Visionär war, als der er immer hingestellt wird - er war lediglich ein (sehr) guter Verkäufer.

    Ein (sehr) guter Verkäufer reicht da nicht aus, einen Visionär macht ja gerade das aus; Trends frühzeitig zu erkennen und sie vor der Konkurrenz so gut umzusetzen, dass ein langfristiger Erfolg daraus wird. Und das hat er sowohl beim iPhone (ein von allen intuitiv und flüssig zu bedienendes Smartphone) als auch mit dem kurz danach eingeführten AppStore gemacht. Die Zeit dafür war reif, aber die Konkurrenz hat entweder nicht begriffen oder war nicht in der Lage die Wünsche der Kunden zu erkennen und vor allem befriedigend umzusetzen. Da braucht es eben einen Visionär, der die Zeichen der Zeit erkennt und konsequent handelt. Ein guter Verkäufer braucht auch ein gutes Produkt, das er verkaufen kann.

  5. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 13.05.19 - 09:53

    >Nischenprodukte?

    >Der Nintendo Gameboy hat sich (inkl. GB Color) rund 119 Mio. mal verkauft. Zum Vergleich: die PS4 hat sich bislang ca. 97 Mio. mal verkauft.

    >Quelle(n): Wikipedia.

    Selbst heute, wo das iPhone längst nur noch eines unter vielen Smartphones ist, verkauft Apple alleine in einem einzigen Quartal beinahe so viele Geräte (ca 80 Mio), und wenn man alle älteren Geräte im Umlauf und vor allem sämtliche gaming fähigen Smartphones aus der Android-Welt hinzu nimmt, sind die Mobilkonsolen dagegen tatsächlich ein Nischenprodukt.
    Den Gameboy hat man sich angeschafft, um gezielt damit zu spielen, aber ein Smartphone besitzt heute *jeder*, und es hat das Thema Gaming tatsächlich ganz neuen Benutzergruppen geöffnet - auch wenn es dann in der Regel nur simple Spielchen a la Angry Birds, Clash of Clans und Candy Crush sind - die werden von einem breiten Publikum über alle Alters- und Geschlechtsgrenzen hinweg gespielt, das vor 10-15 Jahren noch gar keinen Zugang zum Thema Gaming hatte. Von daher kann ich die Aussage im Artikel durchaus nachvollziehen.

  6. Re: Wie bitte?

    Autor: Schleichfahrt 13.05.19 - 09:58

    RienSte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nischenprodukte?
    >
    > Der Nintendo Gameboy hat sich (inkl. GB Color) rund 119 Mio. mal verkauft.
    > Zum Vergleich: die PS4 hat sich bislang ca. 97 Mio. mal verkauft.
    >
    > Quelle(n): Wikipedia.


    Ja ein Nischenprodukt.

    Smartphone Verkäufe:
    - 2010 : 300 Millionen
    - 2018: 1,4 Milliarden

    PS4 ist auch eine Nische, Konsolen eben. Hab noch keinen bei mir gesehen der an meine PS4 geht, aber jeder hat ein Smartphone in der Hand und min. ein Spiel drauf welches auch genutzt wird.

    Quelle: https://de.statista.com/themen/581/smartphones/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.19 09:59 durch Schleichfahrt.

  7. Re: Wie bitte?

    Autor: Fregin 13.05.19 - 10:34

    Schleichfahrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dem Artikel kann man schon zustimmen. Alle Gameboys und LCD-Spielchen waren
    > Nischenprodukte für eine ganz bestimmte Altersgruppe, klar gabs auch den
    > coolen Vater mit Gameboy, aber es war eher die Ausnahme.

    Die "coolen Väter" von heute sind genau die, die damals mit dem Game Boy gedaddelt haben. Man kann das IMHO nicht an reinen Zahlen festmachen und die Mobilkonsolen von früher als Nische abstempeln. Es waren andere Zeiten, dennoch waren genau diese Geräte die Wegbereiter, die den heutigen Erfolg mobiler Spiele erst ermöglicht haben.

  8. Re: Wie bitte?

    Autor: Anonymouse 13.05.19 - 10:42

    Nein, trotzdem kein Nischenprodukt. Weder der Gameboy noch die PS4 bzw Konsolen generell.

  9. Re: Wie bitte?

    Autor: Fregin 13.05.19 - 10:43

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein (sehr) guter Verkäufer reicht da nicht aus, einen Visionär macht ja
    > gerade das aus; Trends frühzeitig zu erkennen und sie vor der Konkurrenz
    > so gut umzusetzen, dass ein langfristiger Erfolg daraus wird. Und das hat
    > er sowohl beim iPhone (ein von allen intuitiv und flüssig zu bedienendes
    > Smartphone) als auch mit dem kurz danach eingeführten AppStore gemacht. Die
    > Zeit dafür war reif, aber die Konkurrenz hat entweder nicht begriffen oder
    > war nicht in der Lage die Wünsche der Kunden zu erkennen und vor allem
    > befriedigend umzusetzen. Da braucht es eben einen Visionär, der die Zeichen
    > der Zeit erkennt und konsequent handelt. Ein guter Verkäufer braucht auch
    > ein gutes Produkt, das er verkaufen kann.

    Das seh ich halt anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ein Gerät mit Windows Mobile. Frag mich nicht mehr wie das Ding hieß... Auf jeden Fall hatte auch das Touchbedienung, "Apps", etc. Es gab solche Dinger also durchaus, Apple hats lediglich geschafft, das Ganze so zu hypen, dass plötzlich jeder eins wollte. Guter Verkäufer eben.

    Btw., um ein gutes Produkt zu verkaufen, muss man kein guter Verkäufer sein. Genug Wirbel zu machen, um genau sein Produkt von allen anderen abzuheben dagegen schon. Warum sich alle auf Apples MP3-Player und die ersten Smartphones gestürzt haben versteh ich bis heute nicht. Es gab solche Geräte davor schon und auch durchaus gute. Denen fehlte wohl lediglich dieses "Lifestyle-Attribut".

  10. Re: Wie bitte?

    Autor: Fregin 13.05.19 - 10:48

    Schleichfahrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Beispiel iPad hielt erstmal jeder für ein
    > Witz, jetzt sind Tablets ganz normal. Man merkt es auch daran das nichts
    > neues mehr kommt, es fehlt der Kopf dahinter.

    Bereits zu Anfang wurde Tablets kein langfristiger Erfolg vorausgesagt. Und wenn man sich die Verkaufstrends ansieht, gehts da seit Jahren nur bergab. Da hast du dein Beispiel eher schlecht gewählt.

    Bei mir in der Familie liegen übrigens auch zwei Tablets rum. Genutzt werden die praktisch nie. Wenn ich mich so im weiteren Bekanntenkreis umsehe, ist das dort ähnlich. Ich finde die Witze also durchaus gerechtfertigt :)

  11. Re: Wie bitte?

    Autor: Der Kewle 13.05.19 - 11:34

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das seh ich halt anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ein Gerät mit Windows
    > Mobile. Frag mich nicht mehr wie das Ding hieß... Auf jeden Fall hatte auch
    > das Touchbedienung, "Apps", etc. Es gab solche Dinger also durchaus, Apple
    > hats lediglich geschafft, das Ganze so zu hypen, dass plötzlich jeder eins
    > wollte. Guter Verkäufer eben.
    >
    > Btw., um ein gutes Produkt zu verkaufen, muss man kein guter Verkäufer
    > sein. Genug Wirbel zu machen, um genau sein Produkt von allen anderen
    > abzuheben dagegen schon. Warum sich alle auf Apples MP3-Player und die
    > ersten Smartphones gestürzt haben versteh ich bis heute nicht. Es gab
    > solche Geräte davor schon und auch durchaus gute. Denen fehlte wohl
    > lediglich dieses "Lifestyle-Attribut".


    Ich kenn kein Windows Mobile Gerät mit kapazitiven Display. Auch gab es keinen zentralen Store. Und Win Mobile Entwickler abseits von B2B gab es quasi nicht. Ich mochte Windows Mobile, aber die Usability war teilweise jenseits des Zumutbarens.

  12. Re: Wie bitte?

    Autor: Schleichfahrt 13.05.19 - 11:56

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trollversteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ein (sehr) guter Verkäufer reicht da nicht aus, einen Visionär macht ja
    > > gerade das aus; Trends frühzeitig zu erkennen und sie vor der Konkurrenz
    >
    > > so gut umzusetzen, dass ein langfristiger Erfolg daraus wird. Und das
    > hat
    > > er sowohl beim iPhone (ein von allen intuitiv und flüssig zu bedienendes
    > > Smartphone) als auch mit dem kurz danach eingeführten AppStore gemacht.
    > Die
    > > Zeit dafür war reif, aber die Konkurrenz hat entweder nicht begriffen
    > oder
    > > war nicht in der Lage die Wünsche der Kunden zu erkennen und vor allem
    > > befriedigend umzusetzen. Da braucht es eben einen Visionär, der die
    > Zeichen
    > > der Zeit erkennt und konsequent handelt. Ein guter Verkäufer braucht
    > auch
    > > ein gutes Produkt, das er verkaufen kann.
    >
    > Das seh ich halt anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ein Gerät mit Windows
    > Mobile. Frag mich nicht mehr wie das Ding hieß... Auf jeden Fall hatte auch
    > das Touchbedienung, "Apps", etc. Es gab solche Dinger also durchaus, Apple
    > hats lediglich geschafft, das Ganze so zu hypen, dass plötzlich jeder eins
    > wollte. Guter Verkäufer eben.
    >
    > Btw., um ein gutes Produkt zu verkaufen, muss man kein guter Verkäufer
    > sein. Genug Wirbel zu machen, um genau sein Produkt von allen anderen
    > abzuheben dagegen schon. Warum sich alle auf Apples MP3-Player und die
    > ersten Smartphones gestürzt haben versteh ich bis heute nicht. Es gab
    > solche Geräte davor schon und auch durchaus gute. Denen fehlte wohl
    > lediglich dieses "Lifestyle-Attribut".

    Das hat mit Hype nichts zu tun. Apple hat es geschafft alle vorhandenen Technologien so zu verbessern, dass die Benutzerfreundlichkeit um ein vielfaches gestiegen ist. Dadurch gab es eine sehr hohe Akzeptanz. Wäre es nur ein Hype würde sich nur ein sehr kurzfristiger Erfolg einstellen. Hier aber und dazu gehören jetzt alle Smartphones, läuft das Geschäft bestens und wird es auch bleiben.

    Es ist ein Alltagsgegenstand geworden ohne den viele nicht mehr leben wollen, weil er vieles viel praktischer macht und sehr viele Geräte ersetzt.

    Diese Vision von einem Smartphone muss man erstmal haben obwohl man doch nur Computer herstellt. Wir reden hier nicht von einem Upgrade oder sowas. Klar hatten andere die Idee aber niemand hat diese so konsequent und gekonnt zur Marktreife gebracht und weil man ein gutes Produkt in Szene setzen muss, entsteht bei dir der Eindruck einer Show. Ist auch, nur eben mit einem guten Produkt.

    Schau dir Tesla an, überholen mal eben die NASA. Da gibts auch ne Show aber die Raketen sind prima.

    Was diesen ollen Windows PDAs angeht, sehr schlechtes Benutzererlebnis mehr ein Alptraum. Alles reagiert träge und langsam, ein Bildschirm der irgendwie weich ist, kaum Apps, schrecklich. Deswegen hatte ich so spät ein iPhone weil ich eben dachte es wäre das gleiche in grün.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.19 12:07 durch Schleichfahrt.

  13. Re: Wie bitte?

    Autor: Schleichfahrt 13.05.19 - 11:58

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schleichfahrt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Beispiel iPad hielt erstmal jeder für ein
    > > Witz, jetzt sind Tablets ganz normal. Man merkt es auch daran das nichts
    > > neues mehr kommt, es fehlt der Kopf dahinter.
    >
    > Bereits zu Anfang wurde Tablets kein langfristiger Erfolg vorausgesagt. Und
    > wenn man sich die Verkaufstrends ansieht, gehts da seit Jahren nur bergab.
    > Da hast du dein Beispiel eher schlecht gewählt.
    >
    > Bei mir in der Familie liegen übrigens auch zwei Tablets rum. Genutzt
    > werden die praktisch nie. Wenn ich mich so im weiteren Bekanntenkreis
    > umsehe, ist das dort ähnlich. Ich finde die Witze also durchaus
    > gerechtfertigt :)

    Hmm schon lustig, zwei Tablets obwohl man diese nicht braucht und dann behaupten schlechtes Beispiel?!

    Aktuelle Anzahl ungenutzter Tablets in der Ecke:0

  14. Re: Wie bitte?

    Autor: Janquar 13.05.19 - 13:31

    Mal ehrlich, wer vergleicht Smartphoneverkäufe von 2018 mit Elektronikverkäufen von vor 2000?

    Internet war auch ein Nieschenprodukt ...

  15. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 13.05.19 - 16:54

    >Das seh ich halt anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ein Gerät mit Windows Mobile. Frag mich nicht mehr wie das Ding hieß... Auf jeden Fall hatte auch das Touchbedienung, "Apps", etc. Es gab solche Dinger also durchaus, Apple hats lediglich geschafft, das Ganze so zu hypen, dass plötzlich jeder eins wollte. Guter Verkäufer eben.

    Erstens: Das hat nichts mit "hype" zu tun (die meisten verstehen diesen Begriff offenbar falsch, nämlich "etwas, was nicht meinem persönlichen Konsumverhalten entspricht") - ein "Hype" ist eine extrem kurzfristige Mode, die in der nächsten Saison meistens schon wieder komplett vergessen ist - und das kann man bei einem Produkt, das nach mittlerweile 12 Jahren immer noch Milliardengewinne abwirft nicht sagen. Das ist, als würde man Madonna als "One Hit Wonder" bezeichnen...

    Zweitens: Ich habe damals, in der "prä iPhone Ära" Handyspiele entwickelt, und hatte daher Zugriff auf sämtliche damals hier erhältliche Geräte - von den typischen gängigen Mainstream Geräten bis hin zu diversen Exoten, und natürlich auch die Smartphones der damaligen Zeit - und *keines* konnte auch nur ansatzweise mit der Bedienbarkeit und der "gefühlten Performance" eines iPhones mithalten - die Win Mobile Geräte hatten zB noch keinen kapazitiven Touchscreen und waren auch von der Größe der GUI auf Stiftbedienung ausgelegt. Das waren Nischengeräte für Nerds/Gadget-Freaks und Geschäftsleute, die damals schon unterwegs Zugriff auf ihre Mails benötigten, aber absolut nichts, was sich der 08/15-"DAU" angeschafft hätte. Sonst wäre das iPhone damals auch nicht so eingeschlagen, denn die Vorstellung, man bräuchte nur einen guten Verkäufer und etwas Marketing um erfolgreich weltweit ein vollkommen neues Produkt zu platzieren, ist ziemlich naiv und weit an der Realität vorbei. Da klingt imho doch ein wenig das alte Fanboy/Hater-Unverständnis dafür durch, dass andere offenbar ein anderes Kaufverhalten/einen anderen Geschmack bei der Wahl ihrer Geräte an den Tag legen, als man selbst (und man selbst hält sich ja sowieso immer für den Schlausten ;-) ).


    >Btw., um ein gutes Produkt zu verkaufen, muss man kein guter Verkäufer sein.

    Doch, genau das muss man. In der Vergangenheit sind unzählige gute Produkte gegen schlechtere Bewerber gescheitert und untergegangen, weil sie entweder nicht bekannt genug waren oder gegenüber einem schlechteren "Platzhirsch" mit dem besseren Markenimage untergegangen sind. Ein gutes Produkt alleine ist noch lange kein Garant für Erfolg.

    >Genug Wirbel zu machen, um genau sein Produkt von allen anderen abzuheben dagegen schon. Warum sich alle auf Apples MP3-Player und die ersten Smartphones gestürzt haben versteh ich bis heute nicht.

    Ganz einfach: Weil Apple damals die Kundenwünsche verstanden hat, und nicht nur hippes, schickes Design (was sicherlich dazu beigetragen hat), sondern eben auch eine leichte, intuitive Bedienung, und, ganz besonders mit dem iTunes-Store und diversen Verträgen mit der Musikindustrie ein komplettes Ökosystem um den Player angeboten hat. Der "faule" User musste weder seine CD Sammlung rippen, noch auf illegalen Seiten nach Schwarzkopien suchen, sondern konnte sich seine Musik legal in einem leicht zugänglichen Online-Store kaufen.

    >Es gab solche Geräte davor schon und auch durchaus gute. Denen fehlte wohl lediglich dieses "Lifestyle-Attribut".

    Da fehlte auch die intuitive Bedienung und vor allem, wie oben beschrieben, das legale Musikangebot.

  16. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 13.05.19 - 17:00

    >Bereits zu Anfang wurde Tablets kein langfristiger Erfolg vorausgesagt. Und wenn man sich die Verkaufstrends ansieht, gehts da seit Jahren nur bergab. Da hast du dein Beispiel eher schlecht gewählt.

    Ähem, das Beispiel war sogar exzellent, denn es geht erst bergab, seit dem der Markt vollkommen übersättigt ist, und in vielen Haushalten gleich mehrere Tablets herumliegen.
    Der Verkaufstrends bei PCs geht aus den gleichen Gründen seit Jahren bergab: Wer vor 10 Jahren einen i7 Rechner gekauft hat, kann damit (Gamer vielleicht ausgenommen) heute immer noch alles machen, was man eben an einem PC so macht...

    >Bei mir in der Familie liegen übrigens auch zwei Tablets rum. Genutzt werden die praktisch nie. Wenn ich mich so im weiteren Bekanntenkreis umsehe, ist das dort ähnlich. Ich finde die Witze also durchaus gerechtfertigt :)

    Siehst Du, aber gekauft wurden sie. Und bei uns ist das Tablet zB. als alternativer Netflix-Player, wenn alle großen Bildschirme im Haus "besetzt" sind, immer noch ein wichtiges Gerät. Und meine Frau hat ihren Laptop längst gegen ein Tablet mit anclipbarer Tastatur eingetauscht...

  17. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 13.05.19 - 17:03

    >Ich kenn kein Windows Mobile Gerät mit kapazitiven Display. Auch gab es keinen zentralen Store. Und Win Mobile Entwickler abseits von B2B gab es quasi nicht. Ich mochte Windows Mobile, aber die Usability war teilweise jenseits des Zumutbarens.

    Richtig, bei Gadget-Nerds und Geschäftsleuten, die damals schon mobilen Zugriff auf ihre E-Mails benötigten hatten die Geräte schon eine gewisse Verbreitung, aber für ein "Mainstreamgerät", wie es das Smartphone heute darstellt, war die Alltags-usability noch deutlich zu schlecht.

  18. Re: Wie bitte?

    Autor: MrAnderson 13.05.19 - 21:33

    Was streitet ihr? Ihr habt alle im Prinzip recht.

    Gameboy war eine Nische, weil eben nur zockende Jugendliche Anwender/Zielgruppe waren. Und selbst 119 Mio Jugendliche, bei wie vielen auf der Erde? sind noch ne Nische.

    Mit dem Handy haben plötzlich aber alle Gernerationen, alle Bevölkerungsschichten eine "Konsole" in der Tasche ... und nach und nach wird von immer mehr Leuten entdeckt: Hey ich hab ja ne Konsole und kann Zocken. Ich kenn duzende Leute, die nie gezockt haben ... und jetzt plötzlich ü40 fangen sie auf dem Handy an ... weils halt nur ein Klick vom Telefonat mit der Tochter entfernt ist.

    Heute hat der ärmste Bauer in Bangladesh die "gleiche" Konsole wie der UN-Vorsitzende.

    Aber Ja ... ich hätte auch "Mobiltelefone" geschrieben, anstatt "iPhone"
    Denn die wiederum iPhone-Nische, haben Handyspiele erst verlassen, als es weltweit auch billige Android gab.

  19. Re: Wie bitte?

    Autor: Schleichfahrt 13.05.19 - 23:56

    Wir streiten doch gar nicht. Ich finde es nur nicht in Ordnung wenn einige Leute die Leistung eines Steve Jobs am liebsten aberkennen wollen weil ihnen die Firmenpolitik nicht passt.

    Warum hier mein alter Freund der Gameboy aus der Tasche gezogen wird um dies zu untermauern hat sich mir nicht in voller Gänze erschlossen. Evtl. wegen dem Gewicht ;)

    Auch verstehe ich nicht warum immer wieder wenn irgendwas mit Apple in einem Artikel auftaucht immer einer daherkommen muss und alle bekehren möchte.

  20. Re: Wie bitte?

    Autor: Trollversteher 14.05.19 - 09:55

    >Aber Ja ... ich hätte auch "Mobiltelefone" geschrieben, anstatt "iPhone"
    >Denn die wiederum iPhone-Nische, haben Handyspiele erst verlassen, als es weltweit auch billige >Android gab.

    Naja, aber mit dem iPhone fing halt alles an, die haben das moderne Smartphone mit AppStore, Mobilkonsolen-ähnlicher Hardware und entsprechenden Games nun mal geprägt. Und verkaufen fast immer noch so viele iPhones pro Quartal, wie GameBoys insgesamt, über die gesamte "Lebenszeit" verkauft wurden...

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