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Warum keine echten Preise?

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  1. Warum keine echten Preise?

    Autor: jeegeek 10.04.17 - 19:19

    Wenn ein Anbieter Dinge verkaufen will, dann ist das grundsätzlich seine Sache. Was mich da aber immer stark nervt ist die Tatsache das man keine echten Preise hinschreibt was etwas kostet, sondern irgendeine andere Währung...

    Haben die Anbieter Angst das man die echten Wucherpreise für irgendwelchen Unsinn sofort sieht ohne irgendwelche Coins in Euro umrechnen zu müssen? Meiner Meinung nach sollte so was verboten werden, wenn etwas Geld kostet, dann soll auch dastehen was es tatsächlich kostet.

  2. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: Buddhisto 10.04.17 - 19:39

    Marketing Tricks....

    Man will wissen wieviel etwas tatsächlich Wert ist und schaut nach was ein Packet Pseudo Währung kostet. Damit hat man schon mal eine Psychologische Grenze überschritten. Man hat sich damit auseinander gesetzt....und Zeit investiert. Gleichzeitig wird man mit Super Sonderangeboten Konfrontiert.... Dann ist natürlich ein Packet Währung nicht genug oder zuviel und man schaut was man sich noch so gönnen könnte.

    Ich nenne das das "Hotdog" Prinzip. Würstchen gibt es in einem 6er Pack die dazugehörigen Brötchen im vierer Pack. Also kauft man entweder die Brötchen zweimal und hat welche übrig oder kauft jeweils nur eine Packung und hat zuviele Würstchen.
    Wenn man dann ein wenig rechnet, findet man raus das wenn man zwei mal Würstchen und dreimal Brötchen kauft, es genau aufgeht. Stolz wie Oscar das selbst ausgerechnet zu haben und aufgrund der Zeit die man investiert hat, fällt die Hemmschwelle und die Wahrscheinlichkeit steigt das man etwas kauft.

    Ausserdem kann ich mir vorstellen das es auch steuerliche Vorteile haben könnte. Aber da bin ich kein Spezi drin...

    edit:
    Dann noch die Kundenbindung. Man hat ein paar coins übrig und ist somit anfällig für spätere Sonderangebote... Man will ja nichts verschwenden.

    Gibt bestimmt noch weitere Aspekte die ich jetzt übersehe. Traurig wieviel Geld, Zeit und Energie aufgewendet wird nur um seines Gleichens zu Manipulieren. Nicht zu vergessen die Zeit, Nerven und Energie den Spaß zu verstehen, ignorieren und sich damit abzufinden.

    Und ja der schice nervt ;)

    so long



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.17 19:47 durch Buddhisto.

  3. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: HerrWolken 10.04.17 - 20:18

    Buddhisto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Marketing Tricks....
    >
    > Man will wissen wieviel etwas tatsächlich Wert ist und schaut nach was ein
    > Packet Pseudo Währung kostet. Damit hat man schon mal eine Psychologische
    > Grenze überschritten. Man hat sich damit auseinander gesetzt....und Zeit
    > investiert. Gleichzeitig wird man mit Super Sonderangeboten
    > Konfrontiert.... Dann ist natürlich ein Packet Währung nicht genug oder
    > zuviel und man schaut was man sich noch so gönnen könnte.
    >
    > Ich nenne das das "Hotdog" Prinzip. Würstchen gibt es in einem 6er Pack die
    > dazugehörigen Brötchen im vierer Pack. Also kauft man entweder die Brötchen
    > zweimal und hat welche übrig oder kauft jeweils nur eine Packung und hat
    > zuviele Würstchen.
    > Wenn man dann ein wenig rechnet, findet man raus das wenn man zwei mal
    > Würstchen und dreimal Brötchen kauft, es genau aufgeht. Stolz wie Oscar
    > das selbst ausgerechnet zu haben und aufgrund der Zeit die man investiert
    > hat, fällt die Hemmschwelle und die Wahrscheinlichkeit steigt das man etwas
    > kauft.
    >
    > Ausserdem kann ich mir vorstellen das es auch steuerliche Vorteile haben
    > könnte. Aber da bin ich kein Spezi drin...
    >
    > edit:
    > Dann noch die Kundenbindung. Man hat ein paar coins übrig und ist somit
    > anfällig für spätere Sonderangebote... Man will ja nichts verschwenden.
    >
    > Gibt bestimmt noch weitere Aspekte die ich jetzt übersehe. Traurig wieviel
    > Geld, Zeit und Energie aufgewendet wird nur um seines Gleichens zu
    > Manipulieren. Nicht zu vergessen die Zeit, Nerven und Energie den Spaß zu
    > verstehen, ignorieren und sich damit abzufinden.
    >
    > Und ja der schice nervt ;)
    >
    > so long

    Vielleicht funktioniert das ja nur bei mir so, aber ich kaufe NICHT, wenn ich erst eine Zwischenwährung kaufen muss. Das schreckt mich immer ab. Bei Echtgeld bin ich offen, aber vorsichtig. Funktioniert das bei anderen Leuten anders? Naja, muss ja, oder?

  4. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: dEEkAy 10.04.17 - 20:45

    jeegeek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Anbieter Dinge verkaufen will, dann ist das grundsätzlich seine
    > Sache. Was mich da aber immer stark nervt ist die Tatsache das man keine
    > echten Preise hinschreibt was etwas kostet, sondern irgendeine andere
    > Währung...
    >
    > Haben die Anbieter Angst das man die echten Wucherpreise für irgendwelchen
    > Unsinn sofort sieht ohne irgendwelche Coins in Euro umrechnen zu müssen?
    > Meiner Meinung nach sollte so was verboten werden, wenn etwas Geld kostet,
    > dann soll auch dastehen was es tatsächlich kostet.


    Soweit ich das noch weiß, hatte das auch rechtliche Hintergründe.
    Hatte mal gelesen, dass bei angaben in Echtwährung andere Bedingungen gelten, wenn was schief geht. Sollte ein Gegenstand nicht geliefert werden bzw. geklaut werden. Ich weiß leider nicht mehr genau was dort drin stand.

  5. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: GPUPower 10.04.17 - 20:52

    dEEkAy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jeegeek schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ein Anbieter Dinge verkaufen will, dann ist das grundsätzlich seine
    > > Sache. Was mich da aber immer stark nervt ist die Tatsache das man keine
    > > echten Preise hinschreibt was etwas kostet, sondern irgendeine andere
    > > Währung...
    > >
    > > Haben die Anbieter Angst das man die echten Wucherpreise für
    > irgendwelchen
    > > Unsinn sofort sieht ohne irgendwelche Coins in Euro umrechnen zu müssen?
    > > Meiner Meinung nach sollte so was verboten werden, wenn etwas Geld
    > kostet,
    > > dann soll auch dastehen was es tatsächlich kostet.
    >
    > Soweit ich das noch weiß, hatte das auch rechtliche Hintergründe.
    > Hatte mal gelesen, dass bei angaben in Echtwährung andere Bedingungen
    > gelten, wenn was schief geht. Sollte ein Gegenstand nicht geliefert werden
    > bzw. geklaut werden. Ich weiß leider nicht mehr genau was dort drin stand.

    Nein, man hat daran sowieso kein Eigentum - rechtlich.
    Von daher egal, siehe: Steam. Währung ist kein Steam-Cash, sondern Euro - in Europa z.B. Es ist tatsächlich egal wie sie heißt, rechtlich gesehen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.17 20:54 durch GPUPower.

  6. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: TC 10.04.17 - 22:07

    Buddhisto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich nenne das das "Hotdog" Prinzip. Würstchen gibt es in einem 6er Pack die
    > dazugehörigen Brötchen im vierer Pack. Also kauft man entweder die Brötchen
    > zweimal und hat welche übrig oder kauft jeweils nur eine Packung und hat
    > zuviele Würstchen.

    Ich ess immer die übrigen Würstchen einfach so, Problem solved ;)

  7. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: Sharra 11.04.17 - 04:15

    Klar, nur darum geht es. Kosten verschleiern.
    Wenn jemand 1000 Punkte auf dem Konto hat, dann mögen das (jetzt mal rein fiktiv, ich mache mir jetzt nicht die Mühe exakte Werte zu ermitteln), 100¤ sein.
    Kostet dann ein Item 100 Punkte, wären das 10¤.
    Der User sieht aber erstmal nur: 100 Punkte.

    Ist das Punktepaket erst einmal gekauft, wird sowieso kaum mehr umgerechnet, sondern ausgegeben, was da ist. Nicht genutzte Punkte sind ja nichts wert.
    Dazu gibts dann immer wieder Rabattaktionen, bei denen man für ordentlich Schotter, nochmal einen kleinen Obolus bekommt. (die Angebote lohnen sich meist erst ab 100¤ aufwärts).

    Würden in den Märkten ¤ (oder zumindest Dollar) stehen, wüsste der User ja sofort, was er da ausgibt. Die Hemmschwelle steigt also.
    Die Konzerne rechnen also direkt mit der Faulheit der User, bzw. der Unfähigkeit 2 Währungen gegeneinander aufzurechnen.

  8. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: gehtjanx 11.04.17 - 04:48

    @Buddhisto:
    Das ist ja mal Humbug... Ist doch egal ob ich 50 Cent oder 127 Coins übrig habe, wenn das Produkt 70 Cent oder 150 Coins kostet, habe ich ja so und so zu wenig und es ist offensichtlich - wozu soll dein Würstchenvergleich denn dienen bitte? Das hat absolut NICHTS mit der angezeigten Währung zu tun.

  9. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: gehtjanx 11.04.17 - 04:51

    Ich könnte mir vorstellen, dass es einfach nach mehr klingt. Wenn man für 2 Euro 500 Punkte bekommt - wer will das bitte nicht?

    Ich jedenfalls habe noch nie gesehen, dass man z.B. für 50 Euro nur 10 Punkte erhält, also gefühlt weniger.

  10. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: nakamura 11.04.17 - 06:46

    gehtjanx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Buddhisto:
    > Das ist ja mal Humbug... Ist doch egal ob ich 50 Cent oder 127 Coins übrig
    > habe, wenn das Produkt 70 Cent oder 150 Coins kostet, habe ich ja so und so
    > zu wenig und es ist offensichtlich - wozu soll dein Würstchenvergleich denn
    > dienen bitte? Das hat absolut NICHTS mit der angezeigten Währung zu tun.


    Natürlich macht das Sinn. In den meisten Fällen kannst du nämlich nicht die 129,99 Punkte kaufen sondern musst direkt Geld für 200 investieren.

  11. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: chefin 11.04.17 - 07:17

    Ich glaube nicht, ausser bei einigen sehr jungen spielern, das man sich über die Kosten nicht im Klaren ist.

    Unabhängig davon, ein Euro-Konto hat auch einiges an rechtlichen Problemen. Zum einen die Produkthaftung. Kaufe ich etwas und der zum Item gehörende Produkttext beschreibt es falsch, muss es eine Rückgabemöglichkeit geben. Ja...dank unserer 14 Tage Widerruf ohne Begründung Regel würde ich mir ein Item kaufen, nach 13 Tagen zurück geben und ein anderes Item erwerben. usw. Wäre rein rechtlich nicht zu beanstanden und ein kündigen würde wohl auch nicht weiter helfen. Es würden zuviele machen als das man noch kündigen kann, es würden kaum welche über bleiben.

    Dann kommt die Rückzahlung von Restguthaben. Es ist nun nicht so, das Überweisungen kostenfrei sind. Bleiben da also 90ct stehen und man will die zurück überweisen haben, kostet das Rückabwicklungsgebühren. Was meinst du welcher Buchungsaufwand da dahinter steckt. Selbst so hochcomputerisiert kommt da schnell 1 Euro zusammen.

    Kauft man aber Credit - Coins - Himbeeren, ist der Kauf abgeschlossen. Man kann die Zurück geben 14 Tage lang, aber nur wenn man sie nicht benutzt hat. Danach verfallen sie, weil es ein Tausch-Item und kein Geld ist.

    Ich kenne genug Spiele die hinter ihre Ingamewährung sogar den Europreis schreiben. Sind allerdings bei meinem Junior installiert. Ist also nicht so, als ob die Firmen da kein Gespür für hätten. Und mein Junior freut sich, wenn da 99ct steht, weil er nun von seinen 3 Euro Taschengeld sich das leisten kann. Wir freuen uns weniger, weil man kein 1 Euro Paket holen kann, minimum sind 2,50 via telefon oder 5 Euro auf allen anderen Wegen.

    Fast alles was hier im Thread steht ist also reine Spekulation und hat mit der Realität nichts zu tun. Die Wale sind Menschen die völlig problemlos umrechen können. Die Stückelung dient lediglich dazu, das fehlen von Ct zu kompensieren. Für 1 Euro 100 oder 200 Einheiten heist das man 0,5 - 1Ct weise Preise variieren kann. 1 Euro sind schliesslich 100ct, ich kenne nur wenige Läden die ihre Preise nur Euroweise steigern und da kosten die Produkte mindestens 3, meist 4 oder 5 Stellige Summen. Möbel, Autos, Schmuck. Und bei Schmuck auch nur die Oberklasse. Modeschmuck wird schon wieder für 8,99 angeboten. Also wir sind es durchaus gewohnt solche großen Zahlen zu managen und zu vergleichen.

  12. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: Voutare 11.04.17 - 09:04

    Es gibt schon Problemen mit echte Währung im Spiel.

    Wichtigste ist vermutlich der Frage welche Währung. Es muss dann immer der lokale sein, wann willst du umrechnen und nach welche Kurs?

  13. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: dalvis 11.04.17 - 09:07

    Preise ändern sich ebenso wie die Marktveränderungen, wenn man nicht mehr über den Markt wissen kann, dann finden Sie nicht die richtigen Plätze für die Produkte Preise

  14. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: Andrej553 11.04.17 - 10:23

    Sehr schöner Beitrag, danke chefin!

    Zudem lässt es die Hersteller auch viel einfacher Aktionen fahren.
    Technische Probleme? Hier wir schenken dir 1000 Punkte als Entschädigung.
    Ein Exploit gemeldet? Hier noch 5000 Punkte.
    Es ist Weihnachten und überall gibt es Angebote. Ich kann mich aber momentan nicht entscheiden ob ich lieber den Skin oder jenen nehme. Ach aber beim Coin-Paket gibt es 20% umsonst dazu? Ja dann kaufe ich mir das und kann noch in ruhe überlegen welchen Skin ich mir hole....


    Dass es auch zur Verschleierung dienen kann möchte ich nicht abstreiten, es hat jedoch für den Hersteller auch noch andere Vorteile.

  15. Re: Warum keine echten Preise?

    Autor: Menplant 11.04.17 - 14:55

    Ich finde den Vergleich ganz nett (passt so halb), allerdings glaube ich nicht das allzu viele Leute darauf reinfallen. Der Gewinn liegt eher im Überschuss der zurückbleibt wie bei Paysafe. Meistens bleiben ein paar Cents übrig, die man nicht mehr praktisch verwenden kann (ganz besonders seitdem man Paysafeguthaben nicht mehr kombinieren kann).
    Mit dem Überschuss kann man wirtschaften wie eine Bank (immerhin besitzt man das übrige Geld nicht, Guthaben aber sehr wohl, da es im Ökosystem von MS bleibt, selbst wenn der Spieler es später noch verwendet) oder bzw. und der Spieler wird durch Restguthaben eventuell dazu animiert nochmal etwas zu kaufen.

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