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Geschieht den Lemmingen recht

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  1. Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: Thug 04.06.19 - 17:48

    Wer jedes Jahr aufs neue für sowas echtgeld ausgibt ist selbst schuld..

    Das man jedes Jahr für einige wenige Anpassungen 60 ¤ ausgibt ist nochmal eine andere Geschichte..

  2. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: jhonnydoe 04.06.19 - 18:04

    Ein Hauptproblem ist, dass die Gesetzgebung es erlaubt, dass EA einfach die Online-Server ersatzlos abschalten darf. Damit wird man quasi gezwungen sich eine neue Version zu kaufen, wenn man online spielen möchte. Ich meine für PES gibt es auch keine Dedicated Server. Die sollten gezwungen werden sowas mitzuliefern, wenn sie auf dem deutschen Markt agieren wollen. Dann müssten sie auch mit neuen Versionen was substantielles liefern, damit sich ein Upgrade auch lohnt.

  3. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: Scalarprodukt 04.06.19 - 19:47

    Ich spiele seit Jahren ein mobile Spiel und hatte ähnliche Erfahrungswerte wenn ich mal etwas Geld ausgegeben habe. Evtl sollten sollten die Algorithmen von einer zentralen Stelle, ähnlich wie lotto, geprüft werden. Oder man schreibt halt gleich "gaming experience can be changed with money paid" ;)

  4. Re: Geschieht den Lemmingen recht ... unerwartet?

    Autor: platoxG 04.06.19 - 23:49

    Kommt so etwas wirklich unerwartet? Auch wenn es in diesem konkreten Beispiel noch nicht eindeutig bewiesen ist und wahrscheinlich auch niemals werden wird, weil EA in diesem Fall zweifelsfrei schon entsprechende Anweisungen gegeben hätte (oder hat).

    Das Szenario ist doch relativ einfach. Auf der einen Seite große AGs, die immer mehr Gewinn erwirtschaften müssen, weil sie es wollen und weil die Anteilseigner es von ihnen erwarten. Es geht hier längst nicht mehr darum tolle (oder gar innovative) Games zu entwickeln, es geht schlicht nur noch ums Geldverdienen.
    Auf der anderen Seite ein Stück völlig intransparente Software, in der man tun und lassen kann was man will und wenn man behutsam ist, fällt es nicht einmal auf.

    Wenn ich es schon geschafft habe, in einem Titel einen In-Game-Shop oder Lootboxen unterzubringen inkl. der Schaffung einer zugehörigen Akzeptanz, dann stellen sich mir doch folgende Möglichkeiten, so bspw. zu den Lootboxen:

    A) Beim Ausspielen einer Lootbox (zu vielleicht einer bestimmten Box-Kategorie wie "Waffenmodifikationen") kommen 3 Items in die Box aus einem möglichen Set von insgesamt 50 mehr oder weniger schönen oder (un)wichtigen Items. Mit einem einwandfreien Zufallsgenerator kann ich nun aus diesem Set tatsächlich 3 zufällige Items auswählen und in die Lootbox packen.

    Der Spieler wird über die Zeit einige Items doppelt erhalten, vielleicht bietet das Spiel ja eine Tauschmöglichkeit im Shop oder mit anderen Spielern, begehrtere Items aus diesem Set werden im Mittel über viele Spieler aber gleichmäßig ausgegeben. Dies führt zur ersten Modifkation, um Seltenheit und Begehrlichkeit des realen Lebens wiederzuspiegeln:

    B) Die 50 Items in dem Set werden mit einem Seltenheitsfaktor ausgestattet, der den Zufallswert zur Ermittlung der Box-Items modifiziert.

    Es werden sich etwas mehr doppelte und unnützere Items bei Spielern ansammeln, während seltenere Items grundsätzlich weniger oft in den Lootboxen aufzufinden sein werden. Die Herabsetzung der Wahrscheinlichkeit für begehrte Items wird tendenziell den Lootbox-Konsum erhöhen (und wahrscheinlich verlängert sich die absolute Spieldauer bei behutsamer Anwendung des Mechanismus).
    Da es sich hierbei um Closed-Source handelt und keiner nachvollziehen kann, was der Code (im Client oder gar eher auf dem Server) in diesen Fällen tatsächlich macht, ergeben sich noch weitere Eingriffsmöglichkeiten:

    C) Anstatt die Items aus dem Set frei zufällig auszuwählen, könnte man diverse Parameter des Spielers wie Spielzeit (insgesamt und pro Session als Ableitung für Enthusiasmus und "Ernsthaftigkeit"), bereits verfügbare Items im Inventar, häufig genutzte Waffen, an die diese Waffenmodifikations-Items passen, den Spieltyp (HauDrauf oder eher zurückhaltender Sniper) u. v. m. in die Item-"Zufalls"-Auswahl mit einfließen lassen.

    Dies würde es ermöglichen, den Lootbox-Konsum weiter zu steigern indem man seltene Items noch seltener macht. Gleichzeitig teasert man den Konsum weiter an, indem man bspw. ein wertvolles Item für einen Waffentyp dann und wann gezielt in die Box packt, den der Spieler aber gar nicht so häufig benutzt, sodass er sieht, dass er durchaus etwas wertvolles erhalten kann, wenn er auch dieses Mal nicht allzu viel damit anfangen kann, weil er bspw. Shotguns kaum benutzt.
    Ein Spieler, der bspw. seit 3 Wochen keine Partie mehr gespielt hat, kann vielleicht wieder "eingefangen" werden, indem man ihm frühzeitig ein wertvolles Item, das er noch nicht hat, zuschanzt.
    Das Szenario könnte zu einer weiteren Modifikation führen:

    D) Nicht nur spielereigene Parameter werden zur gezielten Ausgabe der Items herangezogen, sondern bspw. die gemittelten Ausgaben einer ganzen Partie oder von VIP-Spielern.

    Beispielsweise geht der Spieler zwar seit den letzten fünf oder sechs Partien quasi leer aus, weil er immer nur unnützes Zeug erhält, sieht in seiner Partie, entweder direkt im Spiel selbst oder erfährt es über den Teamchat oder weil es in einer öffentlichen Statusanzeige partieweit angezeigt wird, dass einige Spieler in seiner Partie durchaus wertvolle Items erhalten.
    Entsprechendes Szenario kann natürlich noch auf eine grundsätzlich besondere Handhabung von VIP-Spielern oder Influencern erweitert werden, die beim Streaming die Mega-Super-Magazinerweiterung mit panzerbrechenden Geschossen werbetauglich auf dem Twitch- oder Youtube-Stream erhalten.

    Weitere Ideen, die in entsprechend dunklen Kämmerlein ausgeheckt werden könnten:

    E) Die Wirksamkeit oder Usability von Items könnte verkettet werden, sodass die Komplexität und auch Anzahl der sammelbaren Items steigt. Das Erhalten eines wertvollen Items für einen neuen und besonders starken Waffentyp kann weiteren Konsum teasern, denn die volle Wirksamkeit dieser neuen Waffe eröffnet sich schlussendlich nur, wenn man auch Item 2, 3 und 4 zu dieser Waffe hat.

    F) Das Handling doppelter oder mehrfacher, unnützer Items im Inventar kann optimiert werden. Eine freie Tauschmöglichkeit unter Spielern ist suboptimal, da man den Fluss wertvoller Items nur ungenügend kontrollieren kann, denn einige Spieler werden auch dann und wann wertvolle Items mehrfach erhalten, was man nicht vermeiden kann, wenn die Eingriffe in den "Zufall" unbemerkt bleiben sollen. Besser wäre eine Verkaufsmöglichkeit von Items in einem NPC-Shop gegen eine verhältnismäßig kleine Summe in In-Game-Währung. Will man den Anschein von Offenheit erwecken, könnte man zumindest auch einige der wertvolleren Items direkt zum Kauf anbieten, dann jedoch natürlich gegen eine vielfach höhere Summe in In-Game-Währung, wobei auch die Auswahl dieser kaufbaren Items sehr wohgl überlegt sein will, denn gerade mit verketteten bzw. voneinander abhängigen Items sollte man immer darauf achten, dass zwecks längerer Spielzeit niemals die ganze Item-Kette direkt käuflich erwerbbar ist.

    G) Und abschließend das Sahenhäubchen für ungeduldige Spieler mit wenig Zeit, wenig Talent oder schlicht zu viel Geld: Der direkte Tausch von Echtgeld gegen In-Game-Währung.
    Anmerkung: Auch hier zahlt es sich aus, wenn es keine direkte Tauschmöglichkeit unter Spielern gibt, da entsprechende Spieler ansonsten ihres zugekauften Inventars eines Tages überdrüssig werden könnten und einen Teil davon unter Wert mit anderen Spielern tauschen (es droht erneut ein Kontrollverlust über den Handel und die Verfügbarkeit wertvoller Items).

    Dank der Psychologie sind der Manipulation unseres Limbischen Systems keine Grenzen gesetzt und da niemand nachvollziehen kann, was hier wie ausgespielt wird, ganz im Gegensatz zu regulärem Glücksspiel wie Lotto oder größeren Preis­aus­schrei­ben etc., ist die Versuchung hier besonders groß und die Hemmschwelle besonders gering. Wer da der Meinung ist, dass es so etwas tatsächlich noch nicht gibt, bei all den Online-, Mobile- und Browser-Games, dürfte recht naiv sein. Verwunderlich, aber vielleicht auch symptomatisch ist die geringe Resonanz zu einem solchen Thema in den Kommentaren hier, denn immerhin wird hier ein vielgespielter Titel wie Fifa 19 besprochen.

  5. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: teenriot* 05.06.19 - 11:02

    "Lemmingen" - Ist das die IT-Hipster-Sprache?
    Obacht, für echte Hipster sind Hipster Lemminge.
    Der echte Hipster ist kein Hipster.

  6. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: Thug 05.06.19 - 11:29

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Lemmingen" - Ist das die IT-Hipster-Sprache?
    > Obacht, für echte Hipster sind Hipster Lemminge.
    > Der echte Hipster ist kein Hipster.


    Keine Ahnung wovon du redest. Weißt du nicht was Lemminge sind?

    Wiki hilft

  7. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: teenriot* 05.06.19 - 12:45

    Ja, Leute die sich für Auserwählte halten und andere als Lemminge bezeichnen um ihre Individualismus zu beweisen. Ein Massenphänomen, Lemminge also, natürlich nur in der beschränkten Welt der Nicht-Lemminge-Lemminge.

  8. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: Balion 05.06.19 - 13:40

    Meinst du die FUT Server? Werden die mit jeder neuen FIFA variante abgeschaltet? Ich weiß nur, dass die Online Server generell erst in ein paar Jahren abgeschaltet werden.

  9. Mit Individualismus hat das nichts zu tun.

    Autor: Herricht 05.06.19 - 15:21

    Solange die offensichtlich selbstzerstörerische Komponente fehlt, kann man zu einer Menschenmenge gehören, ohne Lemming zu sein.

  10. Re: Geschieht den Lemmingen recht

    Autor: plastikschaufel 06.06.19 - 09:56

    jhonnydoe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Hauptproblem ist, dass die Gesetzgebung es erlaubt, dass EA einfach die
    > Online-Server ersatzlos abschalten darf. Damit wird man quasi gezwungen
    > sich eine neue Version zu kaufen, wenn man online spielen möchte. Ich meine
    > für PES gibt es auch keine Dedicated Server. Die sollten gezwungen werden
    > sowas mitzuliefern, wenn sie auf dem deutschen Markt agieren wollen. Dann
    > müssten sie auch mit neuen Versionen was substantielles liefern, damit sich
    > ein Upgrade auch lohnt.

    Als ob die deutsche Regierung es hinbringen würde, solch Gesetze auch nur zu entwerfen.
    Die wissen doch nicht mal, was Internet ist...

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