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Spiegel der Gesellschaft

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  1. Spiegel der Gesellschaft

    Autor: McWiesel 02.07.19 - 17:24

    > ... in den Foren des Actionspiels Mordhau geben zunehmend Rassisten und Frauenhasser den Ton an

    Das ist nicht nur in den Foren des Actionspiels Mordhau so, sondern alltäglich in der realen Welt. Und da gibt es auch fast niemand, der Einhalt gebietet, denn sonst kommt gleich ein #Ichbinhier - Zugehöriger gelaufen und findet es wieder rassistisch gegen Rassisten zu sein.

    Es ist wirklich traurig, dass heutzutage keine Plattform und keine reale Veranstaltung mehr ohne massive Kontrolle funktioniert. Und ja, das wurde schlimmer. Ich kenne von früher noch Foren, die haben komplett ohne Moderation funktioniert, weil für jeden ein grundsätzlicher Anstand normal war.

  2. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Hotohori 02.07.19 - 18:11

    Anscheint versagt da unsere Gesellschaft schon länger der Jugend Anstand beizubringen. So lange, dass eben auch inzwischen 30+ Jährige davon betroffen sind.

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass in den über 20 Jahren Internet bei mir, das Verhalten auch auf mich teilweise abgefärbt hat. Man muss schon bei intensiverer Internet Nutzung aufpassen nicht den gleichen Ton zu verfallen. Entweder man legt sich da ein sehr dickes Fell zu oder man wird sehr dünnhäutig.

  3. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Astorek 02.07.19 - 18:38

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings muss ich auch zugeben, dass in den über 20 Jahren Internet bei mir, das Verhalten auch auf mich teilweise abgefärbt hat. Man muss schon bei intensiverer Internet Nutzung aufpassen nicht den gleichen Ton zu verfallen. Entweder man legt sich da ein sehr dickes Fell zu oder man wird sehr dünnhäutig.

    Für mich wär mir die Zeit zu schade, jemandem mehr Aufmerksamkeit als nötig zu schenken, der mit Begriffen der Marke "Nazi", "B_tch" und "A___och" nur so um sich wirft und beleidigend wird. Also werden alle Leute, die sich so verhalten*, nach spätestens zwei Sätzen auf eine Ignore-Liste gesetzt (falls das Spiel diese anbietet), Voice-Chat deaktiviert und ggf. über eine "Report"-Funktion gemeldet. Hab sogar schon eine Morddrohung erhalten, weil ich so jemanden in Rocket League gemeldet hatte; dank mir ist mittlerweile sein Steam-Account (vermutlich mindestens) nicht mehr öffentlich auffindbar...

    Gradmesser? So wie ich im Spiel behandelt werden möchte, so verhalte ich mich auch gegenüber anderen. Unter Freunden zu spielen und auch mal "rauer" im Ton werden ist völlig normal. Dass mal ein Schimpfwort fällt, wenn der Spieler mal verloren hat, ist auch völlig klar, solange der Spaß an der Sache nicht verlorengeht. Ob man allerdings einmal "Ass" schreibt oder drei Zeilen lang sowas wie "Du gottverdammter H___" und einfach nur pure Frustration rauslässt, da weiß ich, wo ich die Prioritäten setze...

  4. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Kakiss 02.07.19 - 18:41

    Ich will mich da als knapp über dreißigjähriger mal irgendwie wehren.

    Als ich jugendlich war, gab es keine pauschalen Hexenjagten gegenüber Gruppen, das kam alles die letzten paar Jahre hoch.

    Ich will mal behaupten, es liegt an kleinen, eher extremeren Gruppen und deren Anhang, dessen Ansicht flüssig vom extremen zu moderat geht und man somit oft nicht genau unterscheiden kann.

    Ohne größer darüber nachzudenken bin herangewachsen mit der Ansicht, dass unabhängig von Geschlecht und Nationalität, jeder Mensch werden kann was er will, rein abhängig von dessen Interessen und Fähigkeiten.
    Sowas wie: "Frauen können kein Auto fahren" , war in meinem Kopf schon immer humbug.

    Dennoch habe ich eine Abneigung gegenüber den meisten feministischen Gruppen in den letzten Jahren entwickelt.

    Dies geschah aufgrund der oben genannten Gruppen, da diese pauschalisierend jeden Mann angreifen, sei aktiv oder passiv.

    Wenn ich als Person, die eher diplomatisch und moderat im Leben vorgeht, eine Abneigung entwickelt, dann werden andere Menschen viel stärkere Beissreflexe generieren.

    Dies generiert natürlich ein Echo auf der anderen Seite und das ganze schaukelt sich hinauf, bis wir nur noch extrem dumm denkende Gruppen haben, die ein Benehmen und "Denkweise" an den Tag bringen, dass man sich fragt, was überhaupt abgeht.

    Das hat alles mit Gleichberechtigung überhaupt nichts mehr zu tun, wir haben es mit stupiden Herden an Hardlinern zu tun.

  5. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: McWiesel 02.07.19 - 19:09

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Als ich jugendlich war, gab es keine pauschalen Hexenjagten gegenüber
    > Gruppen, das kam alles die letzten paar Jahre hoch.
    >
    > Ich will mal behaupten, es liegt an kleinen, eher extremeren Gruppen und
    > deren Anhang, dessen Ansicht flüssig vom extremen zu moderat geht und man
    > somit oft nicht genau unterscheiden kann.

    Die Zusammenrottung und regelrechte Organisation von Internettrollen ist das Schlimme und Neue, allen voran die #Ichbinhier & Wirsindmehr-Fraktion begannen gezielt Threads und Foren mit vorgefertigter Einheitsmeinung zu sabotieren und damit Leute auf der anderen Seite zu provizieren, die sich dann ebenfalls in Gruppen zusammenrotten. Und das hat leider nun mittlerweile Schule gemacht.. sich irgendwo in einer FB-Gruppe zu organisieren und dann gezielt Trollangriffe auf Foren und Threads zu starten.
    Früher waren es mal einige wenige Streithähne und Provozierer, die man mit administrativen Maßnahmen notfalls ausgesperrt hat und damit Ruhe erzeugte. Heute sind es durch die Gruppenbildung einfach zu viele, da kommt man als Betreiber nunmal kaum noch nach und schaltet irgendwann die Plattform ab, weil aus einem "Freizeit-Foren-Admin" irgendwann ein Ganztages-Job wurde.

    Es fällt schon extrem auf, dass wenn man zu irgendwelchen Themen noch Diskussionen sucht, man fast nur noch tote Foren aus den 2010er Jahren oder gar nichts mehr findet. So manche Spieleforum existiert nicht mehr, weil man der Sache nicht mehr Herr wurde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.19 19:09 durch McWiesel.

  6. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Hotohori 02.07.19 - 19:35

    In Bezug darauf mag das stimmen, allerdings auch abseits von diesem Themen war die Stimmung schon davor immer wieder recht toxisch online, auch gerade in Online Spielen.

    Es scheint heutzutage allerdings wirklich immer Salonfähiger zu werden Gruppierungen anzugreifen. Vermutlich weil das mehr Leute tun trauen sich das nun auch mehr das selbst auszusprechen und nicht bloß zu denken.

    Wir sind aber auch zum Teil überempfindlich geworden. Wo wir früher noch Witze drüber gemacht haben, gehen heute gleich etliche auf die Barrikaden.

    Feministen kann ich auch nicht ernst nehmen, die haben oft genug gezeigt das es ihnen nicht um Gleichberechtigung geht. Viele davon würde ich schon als Männerhasser betiteln, die sähen also selbst diese toxische Stimmung.

  7. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Mohrhuhn 02.07.19 - 20:02

    Ich finde es eher gut, wenn sich sämtlicher Rassismus und Sexismus in die online Welt verschiebt. Ist da nämlich deutlich erträglicher als im Real Life. Irgend ein Ventil braucht der Mensch ja. Reicht ja wenn man den Rest des Tages im echten Leben politisch korrekt ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.19 20:03 durch Mohrhuhn.

  8. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: McWiesel 02.07.19 - 20:14

    Mohrhuhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es eher gut, wenn sich sämtlicher Rassismus und Sexismus in die
    > online Welt verschiebt. Ist da nämlich deutlich erträglicher als im Real
    > Life. Irgend ein Ventil braucht der Mensch ja. Reicht ja wenn man den Rest
    > des Tages im echten Leben politisch korrekt ist.

    Dann sollen die Leute ein Ego-Shooter ihrer Wahl starten, sich das dickste MG aussuchen, eine Horde KI-Gegner einstellen und genüsslich die Aggressionen auslassen. Oder wenn das zu virtuell ist, sich in nem Boxclub oder von mir aus auch Paintball-Team anmelden.

    Aber andere Menschen online oder offline zu bedrängen ist asozial.

  9. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: petet 02.07.19 - 20:22

    @Morhuhn Schade, dass man im echten Leben niemanden mehr rassistisch beleidigen und Frauen belästigen darf :'(

    So liest sich dein Post für mich.

    Solltest mal über andere Ventile nachdenken, oder versuchen das aus deinem Leben zu entfernen was deinen Kessel ständig zum dampfen bringt.

  10. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: throgh 03.07.19 - 00:34

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man mitnichten nur in Hashtags schreiben respektive derlei anordnen muss sondern auch direkt benennen kann was stört. Und wenn du Mitmenschen meinst, die sich gegen die Zunahme von Vorurteilen, Diskriminierung, Hass und darunter angesiedelter Hetze wehren: Die Frage ist was zuvor anwesend gewesen ist und zwar als oberster Bestandteil der gesellschaftlichen Basis. Die Antwort darauf ist simpel: Rassismus, Sexismus, Ableismus sind breit gestreut in der Gesellschaft vertreten und fester Bestandteil diverser Haltungen und Ausdrucksweisen. Eben gerade weil das nun hinterfragt wird, tritt das so hervor und nein: Eine Gesellschaft muss das Alles weder tolerieren noch dulden was scharf rechts abgebogene Demagogen, Meinungsmacher und Möchtegern-Satiriker in den digitalen Äther meinen zu pusten.

    Eine klare Haltung gegenüber Intoleranz und in Worte gefestigte Vorurteile ist mehr denn je wichtig und erforderlich. Insofern waren Diskriminierung, ekelhafte Ausschlussverfahren und Diffamierungen lange vorher da und werden nun hinterfragt. Wichtig und richtig. Und ob ich persönlich das gut finde nur in Hashtags zu argumentieren? Wohlweislich nicht. Ich finde es aber gut, dass dies hinterfragt wird und menschenfeindliche Gedankenmuster deutlichen Gegenwind erfahren.

  11. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: throgh 03.07.19 - 00:39

    Gegenvorschlag: Wie wäre es mit überhaupt keinem Rassismus? Kein Speziesismus? Kein Sexismus? Kein Ableismus? Keine Homophobie? Keine Transphobie? Kein Antisemitismus? Allesamt ekelhaft wie auch gleichermaßen menschenfeindlich. Suchst du ein Ventil? Fein, dann such dir ein Hobby aus. Und durch die Übernahme vom Framing Anderer (Stichwort "politisch korrekt") wird deine Argumentation und Herleitung auch nicht wirklich besser. Im Gegenteil: Mach dir einmal Gedanken über den Ursprung von so mancher Ausdrucksweise (Link). Das bedeutet nämlich, sich gleichermaßen einem entgleisten Jargon und Sprachgebrauch unterzuordnen statt einen deutlichen Gegenpol zu setzen!

    Sich selbst zu reflektieren, den eigenen Sprachgebrauch auch zu bewerten, immanent wichtig und keine reine Pflichtveranstaltung, um dann je nach Lage mal eben eine andere Maske aufzusetzen. Denn genau das ist das Problem und damit verbleibt die Einsicht wie eine demokratische Gesellschaft mit Minderheiten umgehen sollte, also die Aufgabe des Schutzes beispielsweise, komplett weiter unbearbeitet oder noch schlimmer ... ignoriert. Und eine politisch als "Mitte" einzuordnende Position wird genau dann zu einem Teil des Gesamtproblems, wenn sie um ihrer selbst Willen Scharade spielt, besagte Maske trägt und dann Minderheiten bei Gelegenheit ebenso diffamiert und diskriminiert. Nennt man auch: Extremismus der Mitte



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.19 00:44 durch throgh.

  12. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Crass Spektakel 03.07.19 - 03:59

    Normale Reports helfen exakt garnichts. Das sind meistens nur automatische Zähler und geahndet wird nur wer XY Reports in Zeitraum ABC sammelt. Und oft nichteinmal das.

    Tickets muß man öffnen, so daß sich ein Mensch damit befaßt. Natürlich nicht wegen Kleinigkeiten sondern wenn es richtig stinkt.

  13. Andere Formen der Moderation

    Autor: Crass Spektakel 03.07.19 - 04:13

    Ich stimme zu daß heute oft Foren regelrecht überfallen werden. Imho sind das oftmals nichteinmal Menschen sondern irgendwelche Eliza-Hate-Bots oder Copypasta-Automaten. Ein einziger User kann ja heute mit etwas Javascript problemlos pro Minute zehn neue Accounts anlegen und 100 sinnfreie Beiträge posten (ein harmloses Beispiel http://www.purpurhain.de/batzenraub.htm)

    Früher wurden Foren "klassisch" moderiert. Jeder konnte sich anmelden und losschreiben. Heute rate ich eher zu "alle Beiträge von neuen Usern werden moderiert und erst wenn sie eine Weile und über mehrere Postings brav sind bekommen sie volle Schreibrechte welche aber jederzeit wieder zu moderiert umgestellt werden selbst bei kleinen Anlässen.

    Gerade bei Heise ist es inzwischen albern, da liest man auf der ersten Kommentarseite zehn themenfremde Haßbeiträge von zehn verschiedenen Accounts die erst wenige Stunden alt sind und sonst nichts geschrieben haben. Moderiert wird da so gut wie nichts egal welche brutalen Drohungen oder Volksverhetzungslügen in den Raum gestellt werden. Aber wehe man erwähnt daß das frisch angelegte Accounts oder Trolle sind, da springt die Moderation sofort ein. So züchtet man sich zuverlässig eine richtig miese Community und vergrault die letzten moderaten Teilnehmer.

  14. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Mohrhuhn 03.07.19 - 10:09

    Im echten Leben ist es für alle Beteiligten halt nervend.
    Wenn man den Chat anmacht hat man sich ja freiwillig dazu entschieden. Im echten Leben entscheidet sich eigentlich kaum jemand dafür beleidigt zu werden.

    Nein. Im echten Leben begleite ich keinen. Die Leute machen mich aber auch nicht so Aggro wie die "mates" in spielen

  15. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: redmord 03.07.19 - 10:26

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will mich da als knapp über dreißigjähriger mal irgendwie wehren.
    >
    > Als ich jugendlich war, gab es keine pauschalen Hexenjagten gegenüber
    > Gruppen, das kam alles die letzten paar Jahre hoch.
    >
    > Ich will mal behaupten, es liegt an kleinen, eher extremeren Gruppen und
    > deren Anhang, dessen Ansicht flüssig vom extremen zu moderat geht und man
    > somit oft nicht genau unterscheiden kann.
    >
    > Ohne größer darüber nachzudenken bin herangewachsen mit der Ansicht, dass
    > unabhängig von Geschlecht und Nationalität, jeder Mensch werden kann was er
    > will, rein abhängig von dessen Interessen und Fähigkeiten.
    > Sowas wie: "Frauen können kein Auto fahren" , war in meinem Kopf schon
    > immer humbug.
    >
    > Dennoch habe ich eine Abneigung gegenüber den meisten feministischen
    > Gruppen in den letzten Jahren entwickelt.
    >
    > Dies geschah aufgrund der oben genannten Gruppen, da diese pauschalisierend
    > jeden Mann angreifen, sei aktiv oder passiv.
    >
    > Wenn ich als Person, die eher diplomatisch und moderat im Leben vorgeht,
    > eine Abneigung entwickelt, dann werden andere Menschen viel stärkere
    > Beissreflexe generieren.
    >
    > Dies generiert natürlich ein Echo auf der anderen Seite und das ganze
    > schaukelt sich hinauf, bis wir nur noch extrem dumm denkende Gruppen haben,
    > die ein Benehmen und "Denkweise" an den Tag bringen, dass man sich fragt,
    > was überhaupt abgeht.
    >
    > Das hat alles mit Gleichberechtigung überhaupt nichts mehr zu tun, wir
    > haben es mit stupiden Herden an Hardlinern zu tun.

    Was du beschreibst nenne ich verbale Aufrüstung. Hier gibt's seit Jahren eine Gewaltspirale.

    Dazu gehören auch die jenigen, die bei jeder Gelegenheit die Ausweitung von Begriffen fordern und sich ständig neue ausdenken, um Dinge möglichst negativ zu konnotieren, und ihr Handeln in Gänze legitimiert sehen, weil sie sich auf der richtigen Seite wähnen.

    Beispiel: toxische Männlichkeit.
    Diese Kategorie von Begrifflichkeit haben Frauen und Bürgerrechtler seit >50 Jahren zurecht stark kritisiert. Nun führt man im Namen der Gerechtigkeit eigene ein.

    Die Triggerschwelle wird immer niedriger angesetzt und das Aggressionspotenzial nimmt ständig zu. Ein Wort, eine Geste reicht dann schon.

    Ideologie ist ein Monster. Und bei Gamern muss man sich immer vor Augen halten, dass hier auch 12jährige dazwischen sitzen, die jetzt ihre neuen Schimpf- und Tabu-Wörter überall ausreizen müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.19 10:37 durch redmord.

  16. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: Gunslinger Gary 03.07.19 - 11:10

    > Als ich jugendlich war, gab es keine pauschalen Hexenjagten gegenüber Gruppen, das kam alles die letzten paar Jahre hoch.
    Da kann ich nur vollstens zustimmen.

    Verifizierter Top 500 Poster!

    Signatur von quineloe geklaut!

  17. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: throgh 03.07.19 - 11:15

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was du beschreibst nenne ich verbale Aufrüstung. Hier gibt's seit Jahren
    > eine Gewaltspirale.
    >
    > Dazu gehören auch die jenigen, die bei jeder Gelegenheit die Ausweitung von
    > Begriffen fordern und sich ständig neue ausdenken, um Dinge möglichst
    > negativ zu konnotieren, und ihr Handeln in Gänze legitimiert sehen, weil
    > sie sich auf der richtigen Seite wähnen.
    >
    > Beispiel: toxische Männlichkeit.
    > Diese Kategorie von Begrifflichkeit haben Frauen und Bürgerrechtler seit
    > >50 Jahren zurecht stark kritisiert. Nun führt man im Namen der
    > Gerechtigkeit eigene ein.
    >
    > Die Triggerschwelle wird immer niedriger angesetzt und das
    > Aggressionspotenzial nimmt ständig zu. Ein Wort, eine Geste reicht dann
    > schon.
    >
    > Ideologie ist ein Monster. Und bei Gamern muss man sich immer vor Augen
    > halten, dass hier auch 12jährige dazwischen sitzen, die jetzt ihre neuen
    > Schimpf- und Tabu-Wörter überall ausreizen müssen.

    Um keine Ausrede verlegen zu sein sich nicht mit negativen Strömungen und Wortgebräuchlichkeiten befassen zu müssen und das eigene Verhalten, die eigene Ausdrucksweise dahingehend auch in Relation zu setzen, das ist ein großes Thema dieser Tage und es bleibt immer gleich. Auch wenn es neue Begrifflichkeiten gibt ... man ist immer selbst gefordert sich selbst zu hinterfragen und mitnichten Andere für das eigene Verhalten, eigene Aggressionspotenziale verantwortlich zu machen. Vor allem nicht dann, wenn sie darauf aufmerksam machen.

    Sich stetig beschimpfen und abwerten zu lassen, ist nun einmal keine schöne Angelegenheit. Man kann fluchen und schimpfen, gemeinsam lachen. Aber das sind zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen und das Aggressionspotenzial nimmt wegen vollkommen anderer Gründe zu, mitnicht durch die Bezeichnung wirklich ekelhafter, menschenfeindlicher Verhaltens- und Ausdrucksweisen. Vielsagend dabei: Ideologie ist mitnichten ein "Monster" / "Monstrum" und man selbst ist niemals frei von einer Ideologie, selbst wenn man meint nur mit Ablehnung zu agieren. Auch das ist nämlich bereits eine Form von Ideologie!

  18. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: redmord 03.07.19 - 12:24

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sich stetig beschimpfen und abwerten zu lassen, ist nun einmal keine schöne
    > Angelegenheit.

    Was machst du denn?

  19. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: throgh 03.07.19 - 12:36

    Einmal davon abgesehen, dass ich mich von Spielen mit dem sog. "kompetitiven Inhalt" fernhalte und wenn überhaupt nur auf den guten, alten Netzwerk-Parties derlei machen würde - weil man sich dort auch wirklich gegenüber sitzt? Vorzugsweise Gemeinsamkeiten betonen und dann auch Unterhaltungssoftware verwenden, die genau das transportiert.

    Aber natürlich besteht auch immer die Möglichkeit, dass eine Gemeinschaft sich selbst reflektieren kann und das auch will. Worte können fallen, aber die Größe zu besitzen sich im Anschluss zu entschuldigen oder zumindest darüber zu sprechen? Das wäre dann auch schön und dann bräuchte es auch derlei Berichte hier nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.19 12:37 durch throgh.

  20. Re: Spiegel der Gesellschaft

    Autor: slemme 03.07.19 - 12:44

    > Gradmesser? So wie ich im Spiel behandelt werden möchte, so verhalte ich
    > mich auch gegenüber anderen.

    Geht mir ähnlich.
    Genau deswegen reporte ich aber nicht, ich hatte auch schon Tage an denen ich einfach die Schnauze voll hatte und dann am Ende vom Tag einfach im Textchat meiner Frustration freien Lauf gelassen habe.
    Bin froh dass da bisher nicht so Hardliner mit in der Lobby waren.

    R.I.P. - Game of Thrones
    17.04.11 - 28.04.19
    "The fight was dark and full of errors"

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