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  5. › Munin: Nordische Mythen zum Drehen

Immer wieder erstaunlich

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  1. Immer wieder erstaunlich

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.14 - 11:17

    Welche Faszination von diesen alten germanischen Mythen
    ausgeht.Streng wissenschaftlich ist kaum etwas handfestes
    vorhanden. Das meiste Wissen um diese Mythen fiel dem
    Blutbad der Christianisierung zum Opfer und ist damit
    unwiederbringlich verloren. Und das was an schriftlichen
    Aufzeichnungen vorhanden ist, stammt von christlichen
    Mönchen...die man wohl kaum als objektive Geschichtsschreiber
    sehen kann.

    Seltsamerweise ist auch immer nur von den "Asen" die Rede.
    Obwohl diese eigentlich in einem Krieg gegen ein anderes
    germanisches Göttergeschlecht (die Vanen) vernichtend
    geschlagen worden sein sollen.

    Ebenso wird mittlerweile auch die Existenz von Loki angezweifelt.
    Ob es den in der germanischen Götterwelt überhaupt gegeben
    hat...oder ob er nicht nur eine Erfindung der christlichen Missionare
    ist.

    Oder der Donnergott "Thor".Hier weiss man mittlerweile sehr genau,das
    sich so zwischen 600-800 n. Chr. ein völliger Wandel dieser Gestalt und
    ihrer Rolle stattgefunden hat. Welche Rolle "Thor" aber vor dieser Zeit in
    der germanischen Götterwelt spielte, ist nur in Fragmenten bekannt.

    Das der Allvater und andere germanische Götter verschiedene Namen
    hatten (im Norden nannte man ihn "Odin"...im Süden "Wotan")
    Oder "Freya"auch als "Frigg" bekannt u.s.w. geht völlig unter.

    Aber vielleicht ist es ja gerade das,dass man nichts wirklich genaues weiss,
    was die alte germanische Götterwelt und ihre Mythen so faszinierend macht

    Na ja...zumindest stimmen die Namen der zwei Raben.Und das ist ja schon mal
    ein Fortschritt gegenüber Hollywood (die diese beiden Raben völlig unterschlagen).
    Dass diese beiden Raben nicht schwarz,sondern weiss gewesen sein sollen(daher
    die legendären "weissen Raben") nehmen wir mal so einfach zur Kenntnis.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.14 11:26 durch Pergamon.

  2. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: Mimus Polyglottos 01.03.14 - 13:22

    Interessant =) kannst du zu dem Thema ein Buch oder eine andere Quelle empfehlen? Also für Laien wie mich...

  3. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: korona 01.03.14 - 18:36

    Trotzdem haben sich aber die Namen bis in die heutige Zeit gerettet.

    Bestes Beispiel einige Wochentage:
    Dienstag: Es wird vermutet dass es von Tyrs Tag kommt.
    Donnerstag: Kommt von Donar ein weiterer Name für Thor
    Freitag: Wahrscheinlich von Frija

    Genauso findet man im englischen z.B.:
    Wednesday: Was wahrscheinlich von Wotan kommt
    Tuesday: Auch von Tyr
    Thursday: Natürlich Thor
    Friday: Auch von Frija

  4. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: Wave 01.03.14 - 21:07

    Mimus Polyglottos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant =) kannst du zu dem Thema ein Buch oder eine andere Quelle
    > empfehlen? Also für Laien wie mich...


    klar, die edda ;)

    @Pergamon: klar mag vielles der Christianisierung zum Opfer gefallen sein. Die
    Edda funktioniert als Buch und ist trotzdem spannend genug.

  5. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: rts 01.03.14 - 21:39

    Pergamon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ebenso wird mittlerweile auch die Existenz von Loki angezweifelt.
    > Ob es den in der germanischen Götterwelt überhaupt gegeben
    > hat...oder ob er nicht nur eine Erfindung der christlichen Missionare
    > ist.
    >
    > Oder der Donnergott "Thor".Hier weiss man mittlerweile sehr genau,das
    > sich so zwischen 600-800 n. Chr. ein völliger Wandel dieser Gestalt und
    > ihrer Rolle stattgefunden hat. Welche Rolle "Thor" aber vor dieser Zeit in
    > der germanischen Götterwelt spielte, ist nur in Fragmenten bekannt.

    Du weisst aber schon, dass die Wikinger in fruehen Zeiten oft und gerne den Sueden bis in das Mittelmeer hinein bereist und dort Handel, vornehmlich mit geraubten Jungfern, getrieben haben? Und, da diese alten Kulturen sehr traditionsbewusst waren, auch deren Vorvaeter dies bereits getan haben moegen? Und dass sie, in dem Zuge, auch gerne Mythen und Sagen anderer Voelker aufgegriffen und sich zueigen gemacht haben moegen? Und 600-800 AC sagt dir schon etwas, oder? War das nicht in etwa um die Zeit (ca. 570 bis 632), als Mohammed, siehe Wikipedia, den Glauben reformierte?

  6. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: Neko-chan 03.03.14 - 08:51

    Hmm.. also das mit den Asen und Vanen hab ich anders im Kopf. Wenn mich nicht alles täuscht ist ja auch Thors Mutter aus Vannaheim.

    Wobei das mit den 9 Welten auch sehr interessant ist.

    ----------------------------------
    Kopf -> Tisch -> Bumms

  7. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.14 - 09:34

    rts schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pergamon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ebenso wird mittlerweile auch die Existenz von Loki angezweifelt.
    > > Ob es den in der germanischen Götterwelt überhaupt gegeben
    > > hat...oder ob er nicht nur eine Erfindung der christlichen Missionare
    > > ist.
    > >
    > > Oder der Donnergott "Thor".Hier weiss man mittlerweile sehr genau,das
    > > sich so zwischen 600-800 n. Chr. ein völliger Wandel dieser Gestalt und
    > > ihrer Rolle stattgefunden hat. Welche Rolle "Thor" aber vor dieser Zeit
    > in
    > > der germanischen Götterwelt spielte, ist nur in Fragmenten bekannt.
    >
    > Du weisst aber schon, dass die Wikinger in fruehen Zeiten oft und gerne den
    > Sueden bis in das Mittelmeer hinein bereist und dort Handel, vornehmlich
    > mit geraubten Jungfern, getrieben haben? Und, da diese alten Kulturen sehr
    > traditionsbewusst waren, auch deren Vorvaeter dies bereits getan haben
    > moegen? Und dass sie, in dem Zuge, auch gerne Mythen und Sagen anderer
    > Voelker aufgegriffen und sich zueigen gemacht haben moegen? Und 600-800 AC
    > sagt dir schon etwas, oder? War das nicht in etwa um die Zeit (ca. 570 bis
    > 632), als Mohammed, siehe Wikipedia, den Glauben reformierte?

    Das ist jetzt aber schon sehr stark spekuliert.
    Zu mal zu dieser Zeit weit aus mehr Wandel im Gange war und Mohammed noch weit weg vom norden Europas.
    Zu mal ich keinen Zusammenhang erkennen mag zwischen dem Propheten eines monoteistischen Glaubens und dem Gott des Donners^^
    Bei einem Wandel hätte eher Völkerwanderung in romanische Gebiete, der Untertang des römischen Reiches und die weltlichen Veränderungen damit zu tun.

    Edit: Irgendwie liese sich Thor auch am meisten mit Jupiter oder Hercules vergleichen, einen christlichen Einfluss kann ich mir auch vorstellen in Sachen Errettung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.14 09:41 durch Kakiss.

  8. Re: Immer wieder erstaunlich

    Autor: Theta 03.03.14 - 10:44

    "Götter und Kulte der Germanen" von Rudolf Simek

    Das Buch ist ein guter Einstieg in das Thema, auch wenn's dort um die Germanen geht. Die Edda ist natürlich DIE Überlieferung schlechthin, aber man beachte trotzdem ihre Entstehungszeit (13 Jh.) und differenziere, wie groß der christliche Einfluss darauf letztlich gewesen sein könnte.

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