Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Oculus Rift: "Am liebsten würde ich die…

Falsche Denkweise

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Falsche Denkweise

    Autor: MartinMcFly 02.03.17 - 14:04

    > "Auflösung der Displays erhöhen. Davon würde jedes einzelne Spiel profitieren"

    m.E. typische (falsche) Sicht eines Technikers/Entwicklers. Die Qualität ist "gut genug", den Durchschnittsgamer interessiert eine noch höhere Auflösung kaum. Sicher nice to have aber kein Muss aktuell.

    Es muss was sein, wovon jeder Spieler profitiert, also der Mensch. Und da gibt's genau drei Dinge die aktuell den Massenerfolg behindern (potentielle Übelkeit mal aussen vor gelassen):

    - Kabel/Komfort. Ausser die üblichen Early Adopter und Hardcore Gamer will doch niemand das Gekabel durch das halbe Zimmer rumliegen haben. Das ist unpraktisch und unschön. Und im blödsten Fall gefährlich. Die Verbindung zu PC/Konsole muss also drahtlos werden (ohne Qualitätseinbusse, ohne Gewichtserhöhung durch schweren Akku, ohne kurze Akkulaufzeiten). Das ist ein Problem und bis das technisch kompromisslos lösbar ist, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Wie bei vielem heutzutage ist das grösste Problem der (fehlende) Fortschritt von Akkutechnologien... das bremst unglaublich. Da muss endlich was passieren.

    - Preis. Ich bin ja keiner der irgendwas einfach billig will, aber es gibt nun mal ein Limit wo sowas nicht mehr interessant ist und sich nie im Massenmarkt durchsetzen kann. Oculus und Vive sind über diesem Limit, sicher kein Problem für zwei oben bereits genannten Kundengruppen sowie für professionelle Anwendungen (Architektur, etc.) - für letztere ist es nun lächerlich günstig geworden. Nur PS VR hat den richtigen Preispunkt erwischt für normale Gamer, mehr geht einfach nicht um auch nur ansatzweise Erfolg zu haben über einen winzigen Nischenmarkt hinaus. Ich wundere mich immer noch sehr, das Facebook die Rift nicht agressiver quersubventioniert (könnten sie ja locker).

    - Games. Natürlich braucht es auch vernünftige Spiele, die eine gute Balance bieten für den Durchschnittsgamer... also nicht nur was für Hardcore Gamer, aber vor allem nicht nur - wie es noch zu gefühlten 99% der Fall ist - irgendwelche lahmen Casual Games / Demos. Aber ich denke das kommt langsam, ein halbwegs interessantes Grundrauschen ist schon mal da.

    Ob VR allerdings überhaupt jemals über die Nische herauskommen wird, halte ich weiterhin für höchst fraglich. Also in dem Sinne dass ich mir sicher bin, dass VR Spiele niemals (mindestens in den nächsten 25 Jahren) eine Mehrheit bei den Marktanteilen erlangen werden. Wenn sie sich einen Fünftel des Gesamtmarkts sichern könnten, wäre das schon sehr ansehnlich. Und ich behaupte mal sie werden sicher niemals (zu unseren Lebzeiten) klassische Games komplett ersetzen.

    Ich seh das ein wenig so wie die Motion Games (Nintendo Wii)... die haben absolut ihre Berechtigung aber nach dem Hype ist das Interesse wieder stark abgeflaut, es ist und bleibt eine Nische. Ich schätze dasselbe Schicksal wird auch VR noch vor sich haben.

    Weil es ist nun halt mal was ganz anderes. Es ist anstregender und umständlicher. Es ist eine komplett neue Unterhaltungsform. Viele können und wollen sich auch nicht komplett von der Realität abschotten. Weder zuhause noch unterwegs. Ich seh das im Prinzip fast so ähnlich wie den Unterschied von Radio zu TV. Sind in vielerlei Hinsicht völlig unterschiedlich und das eine ersetzt das andere nicht. Es ist nicht nur einfach eine andere Art Monitor. Und das gilt auch für AR.

    Mich reizt es aktuell (noch?) überhaupt nicht. Aber ich find's trotzdem gut, wird in diese Richtung entwickelt. Irgendwann muss man ja mal anfangen und es profitieren vom Geldfluss viele der verwendenten Technologien (die wiederum woanders sinnvoll eingesetzt werden können) und es tut sicher auch der Gamingbranche gut, wenn sie zwischendurch wieder mal genötigt wird, was Neues zu wagen und richtig kreativ zu sein. So profitieren früher oder später trotzdem viele davon. Es werden aber sicher auch einige Firmen nach dem Hype wieder verschwinden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.17 14:06 durch MartinMcFly.

  2. Re: Falsche Denkweise

    Autor: Dwalinn 02.03.17 - 14:48

    Die Auflösung ist wichtig für den Fliegengitter Effekt.

    Das spiel kann ja gerne weiterhin mit FHD laufen.... nur müssen die Abstände zwischen den Pixel kleiner werden...

    Die Linsen wirken wie Lupen dadurch reichen FHD oder WQHD bei weitem nicht aus.

    Das mit der Übelkeit ist relativ, der eine hats mehr der andere weniger, der Kabel ist je nach Spiel auch mehr oder weniger störend... aber die Fliegengitter kann jeder sehen, besonders nervend wird das wie im Artikel stand bei kleinen Objekten (oder auch Schrift)

  3. Re: Falsche Denkweise

    Autor: Hotohori 02.03.17 - 15:08

    Dem Entwickler vorzuwerfen falsch zu denken, dann aber als Konsument kommen und genau diesen Fehler zu machen, finde ich schon lustig.

    Die Frage muss nicht lauten "was ist für den Konsumenten am wichtigsten" sondern "was ist für VR am wichtigsten", das Produkt sollte ganz oben stehen. Und genau da kommt dann oft genug der Konsument und stellt sich über das Produkt und warum? Weil der Mensch nun mal egoistisch ist und daran denkt das er JETZT das best mögliche VR will und nicht noch warten will bis die Technik über die Jahre selbst reif genug ist. Und dann kommt eine solche Aussage bei raus.

    Aktuell ist eines der wichtigsten Dinge mit Abstand das Display. Warum?

    Eine höhere Auflösung:

    - bessere Detailsicht, man kann kleinere Dinge leichter erkennen
    - schärfere Grafik
    - höhere Weitsicht, je höher die Pixeldichte ist desto weiter kann man sehen
    - mehr Immersion, näher an Präsenz ran
    - weniger Übelkeit, auch das Display ist ein Faktor der es verstärkt

    Und vor allem ist das etwas, was sehr leicht umzusetzen ist.

    Alles Andere sind Kinderkrankheiten der VR, weil sie noch in den Kinderschuhen steckt und das wird sie auch weiterhin noch ein paar Jahre, von daher brauchen wir über den Preis überhaupt nicht zu reden, der wird auch in der 2. Generation hoch bleiben.

    Dem typischen Konsumenten kann man daher nur sagen: ihr seit aktuell nicht die Zielgruppe, akzeptiert das, sonst seid ihr nur noch am rumnörgeln und schlecht reden. ;)

  4. Re: Falsche Denkweise

    Autor: Sebbi 02.03.17 - 17:03

    Als Anwender und Entwickler kann ich dir sagen, dass die Displayauflösung das A und O ist. Der Rest ist bei Vorführungen beinahe egal, aber die schwammige Auflösung von kleinen oder weit entfernten Objekten, fällt jedem Tester sofort auf. Man gewöhnt sich daran zwar schnell, aber es schränkt die Möglichkeiten doch sehr stark ein.

  5. Re: Falsche Denkweise

    Autor: booyakasha 02.03.17 - 21:50

    Stimmt schon.
    Nur löst allein ein besseres Display diese Probleme nicht.
    4K wäre schon einmal viel besser, doch dafür wäre dann auch eine extrem starke Grafikkarte von Nöten. Noch wichtiger als die Auflösung ist die Bildrate, 120 Bilder sind anzustreben.
    Ich glaube mit der aktuellen Entwicklung der Grafikkartenhersteller, DX12, Vulkan und auch der Entwicklungsgeschwindigkeit von Smartphonedisplays werden die gewünschten Produkte in absehbarer Zeit auf den Markt kommen - Allerdings gehe ich davona us, dass ein 4K-120fps VR-Headset selbst in zwei Jahren noch deutlich teuerer sein wird, als derzeit die aktuellen VR-Headsets.
    Womöglich hat Sony mit der PS VR den besten Weg gewählt. Sie hohlen offensichtlich das beste aus der PS4 und der PS4 Pro. Sollte das Produkt auf ausreichend Interesse stossen ist es anzunehmen, dass in wenigen Jahren eine neue PS sowie eine neue PSVR auf den Markt kommen wird - Womöglich erneut zum Kampfpreis.

  6. Re: Falsche Denkweise

    Autor: |=H 03.03.17 - 09:27

    4K ist gar kein Problem, auch nicht für schwächere Grafikkarten. Man muss nur die Grafik simpel halten. Man hat trotzdem die höhere Schärfe und weniger Fliegengittereffekt und kann z.B. Schriften vernünftig, bzw. überhaupt erst richtig lesbar darstellen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Landkreis Märkisch-Oderland, Seelow
  2. Porsche Consulting GmbH, Stuttgart, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München
  3. NTI Kailer GmbH, Villingen-Schwenningen, Wendlingen, Lahr
  4. DATAGROUP Köln GmbH, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 279,90€
  2. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  3. mit Gutschein: NBBX570


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

  1. FTTC: Telekom-Vectoring für rund 82.000 Haushalte
    FTTC
    Telekom-Vectoring für rund 82.000 Haushalte

    Die Telekom hat erneut viele Haushalte mit FTTC (Fiber To The Curb) versorgt. Die Ausbaugebiete für das einfache Vectoring sind weit über Deutschland verstreut.

  2. Hamburg: Bundesrat soll gegen gewollte Obsoleszenz vorgehen
    Hamburg
    Bundesrat soll gegen gewollte Obsoleszenz vorgehen

    Auf Kosten der Verbraucher und der Umwelt würden Geräte so gebaut, dass sie nicht lange hielten und nicht repariert werden könnten, kritisiert der Hamburger Justizsenator. Der Bundesrat soll geplante Obsoleszenz erschweren.

  3. Pixel 4 XL im Test: Da geht noch mehr
    Pixel 4 XL im Test
    Da geht noch mehr

    Mit dem Pixel 4 XL adaptiert Google als einer der letzten Hersteller eine Dualkamera, die Bilder des neuen Smartphones profitieren weiterhin auch von guten Algorithmen. Aushängeschild des neuen Pixel-Gerätes bleibt generell die Software, Googles Hardware-Entscheidungen finden wir zum Teil aber nicht sinnvoll.


  1. 16:39

  2. 15:47

  3. 15:00

  4. 13:27

  5. 12:55

  6. 12:40

  7. 12:03

  8. 11:31