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Rechtliche Lage?

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  1. Rechtliche Lage?

    Autor: stardestroyer 31.03.21 - 14:08

    Ein Artikel / Aufklärung über die rechtliche Lage (in Deutschland) würde mich noch sehr interessieren - Bossland wurde ja im Artikel angeschnitten.

    Bei Spielen, die mit Werbung Geld verdienen, kann ich das zumindest aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehen und könnte mir vorstellen, dass es dadurch juristische Hebel gibt. Aber bei WoW und andere kostenpflichtige Spiele?

  2. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Randalmaker 31.03.21 - 14:32

    Die verstoßen alle gegen die Nutzungsbedingungen der Hersteller. Alleine auf dieser Grundlage können die dagegen wohl vorgehen.

  3. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Hotohori 31.03.21 - 14:35

    Solche Online Cheater richten schon generell genug Schaden an, da sie viele Spieler vertreiben und das Spiel teilweise kaputt machen. Also dürfte allein schon wegen dem entstehenden Schaden eine rechtliche Grundlage für ein Vorgehen dagegen vorhanden sein. Wie diese bei uns aber aussieht, keine Ahnung.

    So etwas wie in China wird bei uns aber kaum möglich sein.

  4. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Hotohori 31.03.21 - 14:36

    Wenn dann dabei so viel Geld im Spiel ist, wird die Reaktion dann um so stärker, wie immer.

  5. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Muhaha 31.03.21 - 14:41

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Artikel / Aufklärung über die rechtliche Lage (in Deutschland) würde
    > mich noch sehr interessieren - Bossland wurde ja im Artikel angeschnitten.

    Mich würde eher interessieren, was man den Chinesen konkret vorwirft. Denn Fälscherbanden für westliche Marken operieren dort ungebremst. Aber wehe, wenn es um die potentielle Kohle von Tencent oder anderen chin. Anbietern geht?

  6. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Pepega259 31.03.21 - 14:44

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stardestroyer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Artikel / Aufklärung über die rechtliche Lage (in Deutschland) würde
    > > mich noch sehr interessieren - Bossland wurde ja im Artikel
    > angeschnitten.
    >
    > Mich würde eher interessieren, was man den Chinesen konkret vorwirft. Denn
    > Fälscherbanden für westliche Marken operieren dort ungebremst. Aber wehe,
    > wenn es um die potentielle Kohle von Tencent oder anderen chin. Anbietern
    > geht?


    Dir ist aber schon bewusst, dass die Demokratische Volksrepublik China so demokratisch ist, wie Dr. Oetker wirklich Doktor ist?

  7. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Gucky 31.03.21 - 14:52

    Meinst du hierzulande interessiert es irgendjemanden ob solche Cheats vertrieben werden? NEIN.
    Erst wenn jemand rechtliche Schritte einleitet passiert was. Genau das ist auch in China passiert.

  8. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: xSureface 31.03.21 - 15:08

    Das Problem ist, dass die Leute die Cheats verkaufen, Software für ein Produkt vertreiben, wofür sie keine Lizenzrechte haben. Somit verdienen sie indirekt mit WoW Geld. Die Software die sie vertreiben ist nämlich kein eigenständig lauffähiges Programm.
    Es gibt Spiele da sind AddOns erlaubt. Diese dürfen jedoch in den meisten Fällen keinen kommerziellen Zweck besitzen. AddOns die frei verfügbar sind, besitzen dann eine entsprechende Lizenz. Da gibt es dann jedoch auch Lizenzbestimmungen die bestimmte Inhalte verbieten etc.
    Und es macht eben ein Unterschied ob ich gegen Nutzungsbedingungen verstoße "User nutzt Cheats" oder eben gegen Lizenzvereinbarungen verstoße.

  9. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Vincenco 31.03.21 - 15:52

    Pepega259 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > wie Dr. Oetker wirklich Doktor ist?

    Der August Oetker hat seine Dissertation erfolgreich beendet und hatte dementsprechend einen Doktortitel. Er war zwar kein Arzt, aber ein Doktor.
    (nur mal so am Rande erwähnt)

  10. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: Puschie 31.03.21 - 17:13

    Vincenco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pepega259 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Muhaha schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > wie Dr. Oetker wirklich Doktor ist?
    >
    > Der August Oetker hat seine Dissertation erfolgreich beendet und hatte
    > dementsprechend einen Doktortitel. Er war zwar kein Arzt, aber ein Doktor.
    > (nur mal so am Rande erwähnt)

    Danke, wollt ich auch gerade schreiben.

  11. In Deutschland schwierig

    Autor: Berlinlowa 31.03.21 - 17:15

    In Deutschland die die rechtliche Lage anders aus.

    Strafrechtlich sieht es mau aus
    Vielleicht StGB § 202a Ausspähen von Daten
    Die Daten sind "besonders gesichert", also nicht ohne weiteres von außen manipulierbar, meist laufen Watchdogs, Kopierschutz und Anti-Cheat Programme. Diese Sicherung wird überwunden
    Das in Verbindung mit § 303a Datenveränderung

    Lässt sich ein Schaden der Spieleanbieter nachweisen, kommt noch § 263a Computerbetrug hinzu

    Ggf. klappt auch Urkundenfälschung, bzw. § 274
    Urkundenunterdrückung; Veränderung einer Grenzbezeichnung
    Dort steht: "Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer .. eine technische Aufzeichnung, welche ihm entweder überhaupt nicht oder nicht ausschließlich gehört, in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, vernichtet, beschädigt oder unterdrückt,

    Zivilrechtlich ist es nicht viel leichter:
    Die Nutzungsbedingungen (EULA) der Hersteller sind für Endkunden in der Regel in Deutschland nicht anwendbar, da diese vor dem Kauf vorliegen müssen (und nicht erst bei der Installation angezeigt werden) und zudem in einer Sprache verfasst sein müssen, dass sie von einem durchschnittlichen Bürger problemlos verstanden werden können (meist sind sie zu lang/umständlich formuliert, haben LAUTER GROSSBUCHSTABEN, sind nur auf großen Monitoren lesbar, oder sind schlicht nicht auf Deutsch verfügbar)

    Dann kommt hinzu, dass ja nicht der Anbieter solcher Produkte gegen eine Eula verstößt, sondern allenfalls der Käufer.

    Man könnte sich aber auf den Standpunkt begeben, dass die Anbieter ein Spiel reverse-engineeren müssen, um ihr eigenes Cheat Tool anbieten zu können. Und das kann man wirksam in einer Eula verbieten, der Anbieter handelt ja gewerblich.

    Letztlich läuft es aber immer darauf hinaus, dass die Spieleentwickler Klage einreichen, weil denen Gewinn entgangen ist.

    Und was das Urheberrecht betrifft, das nennt der Artikel ja den korrekten Verweis auf Bossland



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.21 17:17 durch Berlinlowa.

  12. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: x2k 31.03.21 - 20:04

    Ich frag mich aber auch wie durch man sein muss um geld dafür zu bezahlen das eigene spiel langweilig zu machen und dann noch Gefahr zu laufen den Account zu verlieren??

    Soll ja spiele geben bei denen die hardware id vom Mainboard gesperrt wird. Die kosten wären mir viel zu hoch.
    (Besser wäre noch die Grafikkarten mit zu sperren, die bekommt man grade nicht mehr so schnell)

  13. Re: In Deutschland schwierig

    Autor: stardestroyer 31.03.21 - 21:18

    Danke für einen Erklärungsansatz !

  14. Re: Rechtliche Lage?

    Autor: ikhaya 01.04.21 - 07:49

    Keines dieser Tools behauptet das Original zu sein, insofern frag ich mich schon wie man da Markenrecht und Lizenz verletzen soll?

  15. Re: In Deutschland schwierig

    Autor: ikhaya 01.04.21 - 07:52

    Ich halte die Begründung ergangenen Gewinns für wackelig.
    Da ohne das Spiel für das gezahlt wird auch das Cheat Tool nicht hilft.
    Der Schummler zahlt ja für beides.
    Wenn er erwischt wird, sogar mehrfach.

  16. Re: In Deutschland schwierig

    Autor: xSureface 01.04.21 - 08:21

    Ein Cheat verkürzt aber die Dauer des, die ein Spieler benötigt um Dinge zu erreichen. Somit ist der Spieler evtl. nicht so lange am Spiel gebunden. Normal würde er 6 Monate spielen danach aufhören, mit Cheats evtl. nur 4.

  17. Re: In Deutschland schwierig

    Autor: ikhaya 01.04.21 - 08:29

    Wenn ich von mir ausgehe, ist ein Spiel nicht da um "durchgespielt" zu werden.
    Zumindest nicht die, wo gerne geschummelt wird im Zusammenhang mit Mehrspielermodus.
    Das ist Zeitvertreib und Wettbewerb, je nach Spiel.
    Wenn ich jetzt also eine Zielhilfe habe um im Shooter schnell auf Rang 1 zu sein und dann aufhöre, ist den ehrlichen Spielern geholfen und dem Hersteller auch.

  18. Re: In Deutschland schwierig

    Autor: chefin 01.04.21 - 12:32

    Hier gehts nur nebenbei um Strafrecht. Strafrechtlich sind die Anklagen mangels geeigneter Gesetze schwierig. Zivilrechtlich aber kann man wohl sehr sicher sagen, das die Cheats Verluste bescheren. Ich war selbst lange Zeit in verschiedenen Onlinegames unterwegs und Cheats haben viele Spielmechanismen so gestört, das für reguläre Spieler das ganze uninteressant wurde.

    Und damit spielt man sowas nicht mehr, was bedeutet, finanzielle Verluste. Und dabei kommt der Vorsatz ins Spiel. Vorsätzlich Schaden zu verursachen ist wiederum Strafrechtlich relevant. Nur ein genau dazu passendes Gesetz gibts noch nicht. Man benutzt daher vergleichbare Gesetze aus anderen Bereichen von Konsum.

    Solange Cheats noch so ein Nebenbei von Privatleuten war ohne finanzielle Interessen war es schwer, hier wirklich einen Hebel zu finden. Aber wenn man dann mal sieht, wieviel Geld verdient wird damit, anderen ein Spiel zu versauen, verstehe ich das voll und ganz.

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