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"Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

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  1. "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Schattenwerk 07.01.19 - 12:30

    Man kann die Sache auch so künstlich aufblasen. Verstehe das ganze Drama wegen dem Geschlecht nicht.

    Die ganze Diskussion kam ja nur dadurch auf, dass Person "Ellie" sich nicht öffentlich gezeigt hat. Dabei ist das Geschlecht absolut sekundär und wird nun nur wieder als Grund vorgeschoben.

    Der Spieler bzw. die Spielerin hätte auch "ZOMFGxXx" heißen können und als Mann geführt werden. Dann wäre die Frage die gleiche: "Ist es ein professioneller Spieler oder nicht?" Und das war ja Kern der eigentlichen Diskussion.

    Keiner hat die Person "Ellie" jemals gesehen, die Person wurde an keiner Stelle mit echten Namen geführt und man konnte die Identität nicht prüfen. Das war das eigentliche Problem und ermöglichte, unabhängig vom Geschlecht, einen Betrug durch einen Pro-Spieler.

    Und das man sich nun so am Geschlecht und dem teilweise auf auftretendem Sexismus mit in dieses Thema mischt ist meiner Meinung nach nicht richtig. Das manche Personen sich natürlich direkt auf sexistischer Schiene äußern mussten ist - wie immer - traurig und sollte separat diskutiert werden.

    Auf der anderen Seite steht nun die Frage im Raum: Wie verifiziert man in Zukunft die reale Identität von Personen und stellt sicher, dass es nicht wirklich Pro-Spieler sind, die sich einen Spaß machen?

    Zwei unterschiedliche Paar Schuhe worüber man sprechen muss.

  2. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Anonymer Nutzer 07.01.19 - 12:35

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann die Sache auch so künstlich aufblasen. Verstehe das ganze Drama
    > wegen dem Geschlecht nicht.

    Weil sich diese Empörung gut verkaufen lässt. Dumm nur wenn es mal wieder ein Schuss in den Ofen war.

  3. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Seismoid 07.01.19 - 12:41

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf der anderen Seite steht nun die Frage im Raum: Wie verifiziert man in
    > Zukunft die reale Identität von Personen und stellt sicher, dass es nicht
    > wirklich Pro-Spieler sind, die sich einen Spaß machen?

    Blizzard scheint da ja tatsächlich zu prüfen; nur wurde "Ellie" eben - wie im Artikel erwähnt - nie und nirgends offiziell angemeldet.

    Artikel vorletzter Absatz:
    >Blizzard hat inzwischen gesagt, dass die Person nicht offiziell in der Liga angemeldet worden sei, weswegen auch die sonst üblichen Überprüfungen nicht stattgefunden hätten.

  4. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Herr Unterfahren 07.01.19 - 12:43

    Ich kenne die AGBs von diesem Overwatch- Spiel nicht.
    Aber wo drin besteht der "Betrug" der hier begangen worden sein soll?

    Das Einzige was ich sehen kann ist, daß ein (Pro-) Spieler sich einen Zweit- Acc angelegt hat, um bei einem Turnier ein paar N00bs aufzumischen.

    Abgesehen davon, daß vermutlich jeder Pro- Spieler mehrere Accs hat, um auch mal incognito zu üben oder sein ELo zu kaputten - ist das einzige "Verbrechen" dessen er sich schuldigt gemacht hat, das, daß er damit in eine offizielles Turnier gegangen ist.

    "Echte" Betrüger werden es sich künftig wohl dreimal überlegen, ob sie mit einem weiblich klingenden Nick in Turniere gehen wollen.

  5. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: a user 07.01.19 - 12:46

    Die Zweifel wurden teilweise mit ihrem Geschlecht begründet. Da wird nichts aufgebauscht.

  6. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: /mecki78 07.01.19 - 12:50

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das man sich nun so am Geschlecht und dem teilweise auf auftretendem
    > Sexismus mit in dieses Thema mischt ist meiner Meinung nach nicht richtig.

    Bei der Sexismus Debatte geht es ausschließlich darum, warum einer Frau, die gut in einem Computerspiel ist, sofort vorgeworfen wird, dass sie womöglich gar keine Frau ist, jedem aber einen guten Spieler sofort glaubt, dass er ein Mann ist. Damit wird letztlich nur gesagt "Frauen können in so etwas gar nicht gut sein" und das ist hier die Sexismusdebatte, die mit den von dir genannten Punkten, ob ein neuer, anonymer Spieler selber spielt oder nur ein verdeckter Profi ist, eigentlich nichts zu tun hat, bzw. nur in sofern etwas zu tun hat, dass dieser Vorwurf eben auch sofort fällt, wenn sich jemand als Frau ausgibt, aber so gut wie nie fällt, wenn sich jemand als Mann ausgibt und auch das ist dann letztlich Sexismus.

    Allerdings ist hier das Problem wie bei jeden Vorurteil: Sie haben einen wahren Kern. Ich meine, wenn es einen entsprechenden Frauenanteil in diesem Bereich gäbe, dann würden die Menschen dort auch anders denken. Das jemand eine Frau ist wird doch nur deswegen sofort in Zweifel gezogen, weil es eben so wenige Frauen gibt, die hier mit der Elite mithalten können und hier ist die Frage, woran liegt das? Weil das Frauen nicht so sehr interessiert? Oder weil Frauen vielleicht wirklich nicht so gut darin sind? Oder eine Kombination aus beiden? Vielleicht sind Frauen eben nicht so gut darin, weil es sie eben nicht so sehr interessiert und wer nicht übt, der wird auch kein Meister. Und darin sehe ich aber kein Problem. Warum müssen sich Frauen denn für alles interessieren was Männer interessiert und warum müssen Frauen in allen so gut sein wie Männer? Das Männer Dinge nicht interessieren, die die meisten Frauen gut finden und entsprechen sich damit dann nicht auskennen und hier Frauen in Wissen oder Fertigkeiten unterlegen ist, das war doch auch noch nie ein Problem gewesen in unserer Gesellschaft. Und wenn man das ganz kritisch sieht, dann ist auch das Sexismus und zwar Sexismus gegen Männer.

    /Mecki

  7. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Fushimi 07.01.19 - 12:57

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ganze Diskussion kam ja nur dadurch auf, dass Person "Ellie" sich nicht
    > öffentlich gezeigt hat. Dabei ist das Geschlecht absolut sekundär und wird
    > nun nur wieder als Grund vorgeschoben.

    Naja, es ist ja offenbar so (nur meine Beobachtung, nicht meine Meinung):
    - in E-Sport darf man nicht "anonym" antreten. Wer nicht streamt, ist "seltsam" und wird folglich negativ betrachtet
    - in E-Sport gibt es keine erfolgreiche Frauen, und falls doch, werden diese massiv belästigt, gemobbt, etc.

    In Folge dessen wurde der Erfolg einer erfolgreichen, gamenden Frau angezweifelt, weil diese eben erstmal "anonym" dargestellt wurde, was ja offenbar als "seltsam" erachtet wird. Warum auch immer.

    Die E-Sport-Szene gehört zu den sexistischen auf der Welt. Anonym kann eine Frau da nicht erfolgreich sein (weil das ja nicht akzeptiert wird) und offenbar sie sich, wird sie zermürbt.

    Das traurige an der Sache ist, dass man den ganzen Chauvinismus ja eigentlich den alten, weißen Männern zuschreibt, aber offenbar sind junge, "liberale" Menschen genauso mies wie die alten Säcke.

  8. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Umaru 07.01.19 - 13:10

    Und wieder wird die große schweigende Spielerschaft unter Chauvinismusverdacht gestellt, was vor allem Unsinn ist, weil man bei Overwatch ständig Mädchen spielt >.<
    Der große Teil fieser Kommentare kommt vermutlich erst seit diesen Versuchen, das Zocken politisch zu machen. Nein, es ist einfach nur zocken.

  9. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: captain_spaulding 07.01.19 - 13:28

    Was die meisten nicht verstehen:
    In diesem Fall gab es überhaupt keinen Sexismus. Es war nämlich keine Frau beteiligt.
    Dass man "Ellie" vorgeworfen hat, keine Frau zu sein, war die Wahrheit! Und wenn jetzt schon die Wahrheit sexistisch ist, wie ernst soll man dann das noch nehmen?

    Es scheint auch eine neue Entwicklung zu sein, dass im E-Sport Frauen und Männer gemischt werden dürfen. Früher gab es für Frauen und Männer getrennte Ligen. Wie beim Fußball oder sonstigem normalen Sport auch. Da gibt es dann auch keinen Sexismus.

  10. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Anonymer Nutzer 07.01.19 - 13:28

    Fushimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die ganze Diskussion kam ja nur dadurch auf, dass Person "Ellie" sich
    > nicht
    > > öffentlich gezeigt hat. Dabei ist das Geschlecht absolut sekundär und
    > wird
    > > nun nur wieder als Grund vorgeschoben.
    >
    > Naja, es ist ja offenbar so (nur meine Beobachtung, nicht meine Meinung):
    > - in E-Sport darf man nicht "anonym" antreten. Wer nicht streamt, ist
    > "seltsam" und wird folglich negativ betrachtet
    > - in E-Sport gibt es keine erfolgreiche Frauen, und falls doch, werden
    > diese massiv belästigt, gemobbt, etc.
    >
    > In Folge dessen wurde der Erfolg einer erfolgreichen, gamenden Frau
    > angezweifelt, weil diese eben erstmal "anonym" dargestellt wurde, was ja
    > offenbar als "seltsam" erachtet wird. Warum auch immer.
    >
    > Die E-Sport-Szene gehört zu den sexistischen auf der Welt. Anonym kann eine
    > Frau da nicht erfolgreich sein (weil das ja nicht akzeptiert wird) und
    > offenbar sie sich, wird sie zermürbt.
    >
    > Das traurige an der Sache ist, dass man den ganzen Chauvinismus ja
    > eigentlich den alten, weißen Männern zuschreibt, aber offenbar sind junge,
    > "liberale" Menschen genauso mies wie die alten Säcke.

    Das hat nichts mit Streamen oder nicht zu tun -es gibt genug die nicht streamen.
    Es geht darum, dass man auch auf Offline-Events, aka. LAN-Partys, beweist, dass man spielen kann, und nicht nur Online. Warum? Cheaten.
    Hat man super in CS:S gesehen damals.
    In der EPS/EMS (Deutsche/Europäische Liga) wurden die Spiele Offline gespielt, organisiert von der Liga (ESL) mit Sitz in Köln (Turtle Entertainment).

    Aus meiner Sicht geht es hier vielen um das Thema Cheating - Sie oder Er zeigt sich nicht in echt und spielt nur Online, was leider immer ein großes Indiz zum Betrug war.

    Dass die Szene Sexistisch ist, will ich dabei allerdings nicht bestreiten. Das ist leider so, finde ich auch schade.
    Allerdings war es zumindest in CS:S ebenfalls so, dass Frauenteams nicht mit männlichen Teams konkourieren konnten, ebenso wie Teams von älteren Spielern nicht mit den Teams “bis 25” mithalten konnten. Lag meiner Ansicht nach auch nicht daran dass es Frauen waren, sondern dass die männlichen jüngeren Teams teilweise 12h am Tag trainiert haben, und wer das eben nicht tat, konnte nicht mithalten. Und so wie es aussieht, hatten viele Frauen besseres zu tun als 12h ein Computerspiel zu spielen.
    Daran ist ja auch nichts verwerflich. Ist halt so.
    Ich kann ja auch nicht 2h Volleyball pro Woche spielen und dann fordern dass ich bitte ins beste Deutsche Frauenteam möchte.

  11. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: franzropen 07.01.19 - 13:34

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was die meisten nicht verstehen:
    > In diesem Fall gab es überhaupt keinen Sexismus. Es war nämlich keine Frau
    > beteiligt.
    > Dass man "Ellie" vorgeworfen hat, keine Frau zu sein, war die Wahrheit! Und
    > wenn jetzt schon die Wahrheit sexistisch ist, wie ernst soll man dann das
    > noch nehmen?
    >
    > Es scheint auch eine neue Entwicklung zu sein, dass im E-Sport Frauen und
    > Männer gemischt werden dürfen. Früher gab es für Frauen und Männer
    > getrennte Ligen. Wie beim Fußball oder sonstigem normalen Sport auch. Da
    > gibt es dann auch keinen Sexismus.

    Klar ist es Sexismus. Welche Rolle spielt den das Geschlecht eines Spielers?
    Ändert es etwas am Erbebnis wenn man gegen einen Mann verliert oder gegen eine Frau?

  12. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: captain_spaulding 07.01.19 - 13:37

    Wenn jemand sagt dass er eine Frau ist obwohl er ein Mann ist, ist es böse wenn man darüber meckert?
    Finde ich nicht, aber das ist natürlich Ansichtssache.

    Natürlich ist es aber egal gegen wen man verliert. Das ist davon aber unabhängig. Manche Leute fühlen sich eben verarscht von solchen Lügen. Das sollte man tolerieren.

    P.S.: Ellie hätte sich als Trans ausgeben sollen. Dann wäre es Sexismus gewesen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.19 13:39 durch captain_spaulding.

  13. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Kondratieff 07.01.19 - 13:44

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Männer Dinge nicht
    > interessieren, die die meisten Frauen gut finden und entsprechen sich damit
    > dann nicht auskennen und hier Frauen in Wissen oder Fertigkeiten unterlegen
    > ist, das war doch auch noch nie ein Problem gewesen in unserer
    > Gesellschaft.

    Ist das ein Fakt oder eine Meinung? Solltest du von ersterem ausgehen: Dass Frauen und Männer sich für unterschiedliche Dinge interessieren, ist - empirisch belegt - Sache der Erziehung, die wiederum Sache des soziokulturellen Hintergrunds ist.

    Je nach Land und Kultur interessieren sich Männer und Frauen zu einem größeren oder kleineren Anteil für gegensätzlich "gegenderte" Tätigkeiten, auch weil dieses Interesse mal mehr, mal weniger sozial sanktioniert wird (z.B. über bestimmte Sprüche, abfällige Blicke etc.). Dass Männer in Deutschland überhaupt darüber nachdenken können, Erzieher oder Altenpfleger zu werden, ist eine Sache unserer spezifischen Gesellschaft und sieht in anderen Gesellschaften, z.B. im mittleren Osten, gänzlich anders aus.

    Problematisch bzw. problematisiert wird der von dir oben angesprochene Umstand des "Nicht-Auskennens" bzw. "Unterlegenseins" in Zusammenhang mit Prestige und Verdienst: Die Dinge, für die Männer sich (sozial bedingt) mehr interessieren und in denen Männer dann auch durchschnittlich besser als Frauen sind, sind i.d.R. mit höherem Prestige versehen und werden besser vergütet als Dinge, die als weiblich gelten. Auch das ist empirisch belegt.

    Also, klär mich auf: War und ist der Umstand wirklich so unproblematisch? Oder erkennst du vielleicht aus deinem Bereich der Gesellschaft heraus nicht, wie es in anderen Bereichen aussieht? Streben Frauen umsonst seit Jahrzehnten an, in bestimmte Professionen, in bestimmte Hierarchieebenen zu gelangen?

  14. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Kondratieff 07.01.19 - 13:49

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was die meisten nicht verstehen:
    > In diesem Fall gab es überhaupt keinen Sexismus. Es war nämlich keine Frau
    > beteiligt.
    > Dass man "Ellie" vorgeworfen hat, keine Frau zu sein, war die Wahrheit! Und
    > wenn jetzt schon die Wahrheit sexistisch ist, wie ernst soll man dann das
    > noch nehmen?

    Aus meiner Sicht ist das Folgende sexistisch:
    Aus der guten Leistung eines Spielers davon auszugehen, dass dieser nicht weiblich sein kann, weil Frauen eine solche Leistung nicht hervorbringen könnten, ist sexistisch. Dass der Spieler tatsächlich keine Frau war, berührt meinen erstgenannten Punkt nicht, sorgt allerdings für ein trügerisches Gefühl der (Selbst-)Bestätigung bei denen, die eine wie auch immer geartete empirische Unwahrscheinlichkeit mit Unmöglichkeit gleichsetzen.

  15. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Shoopi 07.01.19 - 13:53

    Sage das auch noch mal klar: Ja, Sexismus is blöd. Und Frauen zu vergraueln keine tolle Idee. Wer gut spielen kann sollte auch seine Chancen haben. Und nicht von einem haufen Koreaner hinterfragt werden (wie schon einmal geschehen) weil der durchschnittliche Asiatische Pro-Spieler nicht fassen kann das es auch gut spielende Frauen gibt.

    ABER:
    Belästigung/Beleidigung etc in Videospielen ist ein allgemeines Problem und in meiner Erfahrung unabhängig vom Geschlecht. Wo genau ist jetzt der große Unterschied zwischen der Tatsache das man "bitte sterben gehen soll", "Bronze-Untermensch" ist, mein Mütterchen regelmäßig neue Bettpartner hat - oder "zeig mal die Brüste", "du kannst nicht spielen!"?

    Lösung bleibt: Dicke Haut haben oder raus. Beleidigungen im Internet werden sich nicht reduzieren. Die Frage ist eben, warum werden Briefe nicht im voraus von Deutsche Post-Moderatoren gelesen wenn diese Anonym rand voll mit Beleidigungen versendet werden können - aber jeder sowas einfach in die Tonne werfen würde? Was Trolle im Netz schreiben sollte einem einfach am Hintern vorbei segeln. Wer das nicht meinem Brief-Vergleich gleich setzt verliert wohl den Blick in die Realität, dem ist Internet-Nutzung am Smartphone wohl einfach über den Kopf gewachsen.

  16. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Gtifighter 07.01.19 - 13:54

    Fushimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In Folge dessen wurde der Erfolg einer erfolgreichen, gamenden Frau
    > angezweifelt, weil diese eben erstmal "anonym" dargestellt wurde, was ja
    > offenbar als "seltsam" erachtet wird. Warum auch immer.
    >
    Wenn ich über 3 Jahre lang ein Spiel professionell spiele, einer der top profis darin bin und mittlerweile sogar schon mein Geld damit verdiene und hauptberuflich 5h+ am Tag dieses Spiel spiele und erfahrungsgemäß noch so gut wie keiner guten weiblichen Spielerin begegnet bin und plötzlich jemand auftaucht von dem man nichts weiß, außer das vermeindliche Geschlecht und dieser Spieler dann auchnoch eine überdurchschnittlich gute Performance abliefert, würde ich auch stutzig werden und an der legitimität dieses Spielers zweifeln.
    Klar, dass die Reaktion dann von der Community eher negativ ist. Immerhin wurden sie belogen und betrogen.

    Das hat aber nichts mit der Mutmaßung zutun, dass die gesamte gamer community sexistisch ist, sondern eher damit, dass diese sich massiv in ihrer Ehre verletzt fühlt aufgrund der Tatsache dass sie dreist belogen und betrogen worden sind.

    > Die E-Sport-Szene gehört zu den sexistischen auf der Welt. Anonym kann eine
    > Frau da nicht erfolgreich sein (weil das ja nicht akzeptiert wird) und
    > offenbar sie sich, wird sie zermürbt.
    >
    Ich will die Tatsache nicht leugnen, dass es in der E-Sport Szene durchaus einzelfälle gibt, in denen Frauen weniger akzeptiert oder gar belästigt und verachtet werden.
    Ich selber kenne mich im E-Sport Gebiet kaum aus und kenne nur sehr wenige Teams und noch weniger Spieler von noch weniger E-Sport Titeln beim Namen.
    Dafür dass eine frau im E-Sport jedoch nicht erfolgreich werden können soll sehe ich persönlich zu wenige Anhaltspunkte. Beim E-Sport ist nämlich eigentlich vollkommen egal ob du Mann, Frau oder Kampfhelikopter bist, das einzige was zählt ist die pure Performance.
    Wenn eine Frau auf legitimen Weg besser performt als alle anderen Männer im Team, wird sie eben auch erfolgreicher.

    > Das traurige an der Sache ist, dass man den ganzen Chauvinismus ja
    > eigentlich den alten, weißen Männern zuschreibt, aber offenbar sind junge,
    > "liberale" Menschen genauso mies wie die alten Säcke.
    Das traurige an der Sache ist, dass in solchen Einzelfällen nicht differenziert und hinterfragt wird.
    Vielleicht ist das Problem ja die Frau selbst?
    Welches bild hat man denn im Kopf wenn man an weibliche Gamer/Streamer denkt? Genau, junge geschminkte Weiber mit fullHD Webcam, die keinen BH tragen und deren Ausschnitt so tief sitzt, dass man mehr sieht als in so manchen filmchen ab 18, während diese sich vor der Kamera besaufen und betatschen, nach Spenden geiern und abwechselnd ins mikrofon quietschen und stöhnen.
    Muss ich als gamer solche Frauen respektieren? nö.
    Muss ich mich als gamer gegenüber solch ausbeuterischen Menschen respektvoll verhalten? meiner Meinung nach nein.

    Es gibt viele weibliche Gamer vorallem außerhalb des E-Sports mit denen man ganz locker ohne Probleme zocken kann und plötzlich wird das Geschlecht aufeinmal uninteressant bis hin zu vollkommen irrelevant weil man sich als gamer vorallem im internationalen Raum sowieso immer duzt und zu Konflikten, welche lediglich auf das Geschlecht eines Mitspielers zurückzuführen ist, kommt es eigentlich nie, oder ist mir in über 10 Jahren online gaming noch nie untergekommen.

  17. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: captain_spaulding 07.01.19 - 13:54

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus meiner Sicht ist das Folgende sexistisch:
    > Aus der guten Leistung eines Spielers davon auszugehen, dass dieser nicht
    > weiblich sein kann, weil Frauen eine solche Leistung nicht hervorbringen
    > könnten, ist sexistisch. Dass der Spieler tatsächlich keine Frau war,
    > berührt meinen erstgenannten Punkt nicht, sorgt allerdings für ein
    > trügerisches Gefühl der (Selbst-)Bestätigung bei denen, die eine wie auch
    > immer geartete empirische Unwahrscheinlichkeit mit Unmöglichkeit
    > gleichsetzen.

    Das ist eben der Punkt an dem eine Ideologie mit der Realität kollidiert.
    Die Leistungsfähigkeit eines Spielers ist eben schon ein Indiz(kein Beweis) für das Geschlecht.
    Und gerade das hat man sich jetzt in diesen News rausgepickt. Es gab ja noch andere. (z.B. nicht sprechen, aber man könnte auch von der Stimme nicht auf das Geschlecht schließen, denn das wäre auch sexistisch)
    Es war eben bei Ellie so einiges seltsam.

  18. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: Anonymouse 07.01.19 - 14:00

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn jemand sagt dass er eine Frau ist obwohl er ein Mann ist, ist es böse
    > wenn man darüber meckert?
    > Finde ich nicht, aber das ist natürlich Ansichtssache.
    >

    Und wenn der Mann sich aber als Frau fühlt?

  19. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: ibsi 07.01.19 - 14:03

    Meine Meinung zu dem Thema:

    "Technisch" wird es wohl keine großen Unterschiede geben. Hier läuft das eher über die Masse.

    Beispiel:

    100.000 Menschen, davon 98.000 Männer. Das in diesen 98.000 Männern mehr gute Spieler dabei sind, als in den 2.000 Frauen, sollte logisch sein (außer man sagt das Frauen alles besser können als Männer, dann natürlich sind in den 2.000 Frauen deutlich mehr die gut spielen).

    Wenn wir dann von den beiden Gruppen, nochmal 90% rausnehmen, die einfach nur aus Spaß zocken, dann sind wir bei 9800 Männern und 200 Frauen. Also müssen sich 200 Frauen gegen 9800 Männer durchsetzen und besser als diese 9800 sein.

    Wenn man nun noch Vorteile für die Frauen rechnen möchte, kann man von den 200 Frauen auch nochmal 90% abziehen (das sind dann die die keine Lust darauf haben, sich mit anderen auseinander zu setzen und getrollt/beleidigt werden etc. (wie andere spielende Männer auch, aber das sind ganz bestimmt weniger).

    Natürlich KANN das sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering (und das nicht weil Frauen schlechter sind als Männer, sondern weil Männer und Frauen nun doch gleicher sind).

  20. Re: "Der Fall Ellie dürfte langfristige Auswirkungen auf den E-Sport haben"

    Autor: captain_spaulding 07.01.19 - 14:04

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und wenn der Mann sich aber als Frau fühlt?

    Du versuchst mich aufs Glatteis zu führen, das ist gut.:)
    In dem Fall wäre sie eine (Trans-)Frau. Das wäre ok!
    War in diesem Fall aber meines Wissens nach nicht so.

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