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Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

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  1. Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 30.12.17 - 11:15

    Kann Frankreich da nicht was machen?

  2. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: motzerator 30.12.17 - 17:41

    __destruct() schrieb:
    ---------------------------------
    > Kann Frankreich da nicht was machen?

    Das wäre mal eine Massnahme! Das würde mir gefallen!

  3. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Anonymer Nutzer 30.12.17 - 17:47

    Hm, der Sarkasmus-Detektor zeigt keine eindeutigen Werte an. Nicht sicher, ob ernst gemeint oder gut getrollt....

  4. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 30.12.17 - 18:00

    Ernst gemeint. Ich setze grundsätzlich keine Software ein, die mir weggenommen werden kann. Das ist für mich ein großer Punkt in Sachen Freiheit, Kontrolle, Besitztum, und wessen Gnade ich unterworfen bin. Ich finde, dass Software immer frei sein sollte. Dadurch, dass man Hersteller zwingt, die Software die auf den Servern läuft, herauszugeben, erreicht man das zwar nicht, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung (Freiheit der Nutzer).

  5. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Anonymer Nutzer 30.12.17 - 18:16

    > Ernst gemeint. Ich setze grundsätzlich keine Software ein, die mir
    > weggenommen werden kann.

    Der Onlinemodus ist zum größeren Teil eine Dienstleistung, die laufende Kosten verursacht, welche vom Kunden nicht getragen werden. Woraus leitet man da das Recht ab, (Server-) Software oder gar Quelltexte ausgehändigt zu bekommen, um diese Dienstleitung dann irgendwann selbst anbieten zu können.
    Spiele mit einer (teilweisen) Serveranbindung haben nun mal eine Art Ablaufdatum, da man lediglich Besitzer der Clientsoftware ist. Den Server hat doch niemand bezahlt.

    Nochmal: für 1,25 Euro im Monat ist man die vier Jahre lang doch hoffentlich gut unterhalten worden.

  6. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 30.12.17 - 18:39

    In Frankreich ist geplante Obsoleszenz aber illegal. Die erworbene Lizenz wird für viele durch das Abschalten des Services weniger wert, für manche komplett unbrauchbar, denn sie haben nur ein Interesse daran, im Multiplayer Mode zu spielen.

    Mit Hardware würdest du dir das auch nicht gefallen lassen wollen. Da werden wir aber auch noch hinkommen. Beispiel:

    Dein Kühlschrank bekommt einen Modus, durch den er anstelle der normalen 8 °C weiter abkühlt, auf bis zu -2 °C runter, wenn du mehr als 36 h nicht zu Hause bist (d.h. weder dein Telefon noch deine Uhr sich als zu Hause gemeldet haben). Das Feature ist dafür gut, dass das Essen noch frisch ist, wenn man von einer kurzen Reise kommt. Eingestellt werden kann die Temperatur über das Web Interface des Herstellers. Für dieses Feature ist aber ein Web Service notwendig. Nach 5 Jahren wird dieser eingestellt. Bis dahin hast du für deinen Kühlschrank gerade mal 2.50 ¤ pro Monat gezahlt, inklusive diesem Service. 36 h nach Abschalten des Services kühlt sich dein Kühlschrank auf -2 °C herunter. Das Web Interface zum Konfigurieren steht nicht mehr zur Verfügung. Also muss eben ein neuer gekauft werden. Aber hey, nur 2.50 ¤ pro Monat, das ist nicht schlecht, oder?

  7. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Anonymer Nutzer 30.12.17 - 19:05

    > In Frankreich ist geplante Obsoleszenz aber illegal. Die erworbene Lizenz
    > wird für viele durch das Abschalten des Services weniger wert, für manche
    > komplett unbrauchbar, denn sie haben nur ein Interesse daran, im
    > Multiplayer Mode zu spielen.

    Dann wird es schlicht keine Onlinespiele mehr geben, soll das das Ziel sein?

  8. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 30.12.17 - 19:40

    Wieso sollte es deswegen keine Online-Spiele mehr geben?

  9. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: PhilSt 30.12.17 - 22:33

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte es deswegen keine Online-Spiele mehr geben?

    Weil kein Anbieter es wirtschaftlich leisten kann und will, die Server für seine Spiele ewig laufen zu lassen, nur weil anno 2134 vielleicht irgendein Retro-Knecht seine PS3 nochmal auspackt. Wird man als Anbieter dazu gezwungen, das doch zu tun muss man anders kalkulieren. In dem Moment werden Online-Spiele auf einmal wahlweise sehr, sehr teuer oder sehr sehr unrentabel.

  10. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 30.12.17 - 23:17

    Muss man nicht. Man kann einfach die Server Software herausgeben.

  11. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Lord Gamma 31.12.17 - 00:16

    PhilSt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > __destruct() schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso sollte es deswegen keine Online-Spiele mehr geben?
    >
    > Weil kein Anbieter es wirtschaftlich leisten kann und will, die Server für
    > seine Spiele ewig laufen zu lassen, nur weil anno 2134 vielleicht irgendein
    > Retro-Knecht seine PS3 nochmal auspackt. Wird man als Anbieter dazu
    > gezwungen, das doch zu tun muss man anders kalkulieren. In dem Moment
    > werden Online-Spiele auf einmal wahlweise sehr, sehr teuer oder sehr sehr
    > unrentabel.

    Dedizierte Server, kennste? Kann Hinz und Kunz privat betreiben.

  12. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Smincke 31.12.17 - 04:34

    Das werden viele ganz sicher nicht gerne machen. Vielleicht beinhaltet die Serversoftware Code, den sie in anderen stellen noch verwenden und nicht in der Öffentlichkeit haben wollen.

  13. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: eXXogene 31.12.17 - 09:26

    Welchen Sinn hat es lautstark den Betrieb von Servern einzufordern auf denen keine nennenswerten Spielerzahlen mehr unterwegs sind weil alle den Nachfolger spielen?

    Multiplayer ohne Mitspieler ergibt nicht so wirklich Sinn.

  14. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: dumdideidum 31.12.17 - 10:59

    Das war such mein erster Gedanke, wieso fällt das nicht unter die Obsoleszenzfrage?

    Wieso muss man den Code offenlegen um eigene Server zu betreiben? Noch vor 10 Jahren war das gang und gebe, dass man in Spielen eigene Server starten konnte. Unreal, C&C, Enemy Territory (reinee Onlinespiel von RtCW). Da ließen sich im Lan die Server auf der lokalen Maschine starten. Das kann ich sogar heute noch spielen und im multiplayer mit Freunden Capture the Flag zocken. Ich brauch dafür keinen Code. Für CS oder ET gab oder gibt es riesige Communities mit eigenen Foren, Mods etc. Die Server wurden von Clans betrieben und waren z.T. frei zugänglich.

    Seit es diese Spiele nicht mehr gibt, ist das Gaming für mich uninteressant geworden. Ich hab keine Lust, wie schon geschrieben, abhängig zu sein. Will ich kein Update meiner PS3 Firmware machen, kann ich nicht mehr online spielen.

    Dann muss ich für jeden Scheiss einzeln zahlen, Scheiss den keiner braucht oder der überteuert ist, man aber ohne nicht weiterkommt oder unendlich Lebenszeit opfern muss. Früher gab es durchdachte Zusatzpakete, heute gibt es Battlefront2, wo man für einen einzigen Charakter soviel bezahlt wie für ein ganzes Spiel.

    Btw...wer IoT Geräte mit zwanghafter Cloudanbindung kauft, ist selber Schuld. Entweder die Software läuft lokal oder es ist Elektroschrott vom Feinsten. Ich lass mir doch nicht meine Thermostate von einem Server kontrollieren, nur damit ich vom Büro aus die Temperatur kontrollieren kann. Bullshit, das braucht absolut niemand. Das redet man uns ein. Wer sowas benutzt, hat auch einen Amazonspion zu Hause stehen.

  15. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: User_x 31.12.17 - 11:30

    Überlegenswert ist auch, ob es nicht Irreführend und Illegal wäre, diese Onlinedienstleistung nicht separat von einem Offlineprodukt zu trennen. Also das es verboten wäre - eine abschaltbare Dienstleistung in ein Produkt zu integrieren von diesem man sowas nicht erwartet. Dann kann man sehr wohl zwischen Einzelplayer und Onlinedienst unterscheiden.

    Aber die Entwicklung geht in eine andere Richtung. Man wird erzogen, dass der eigene Rechner unsicher wäre und alles nur in einer Cloud bzw. Dienstleister sicher wäre - ja und vorallem hier bei Golem gibt es viele Schreihälse die das (bezahlt? aufgrund verhältnis zum arbeitgeber? oder anderen intentionen) propagieren.

  16. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: zenker_bln 31.12.17 - 14:50

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ernst gemeint. Ich setze grundsätzlich keine Software ein, die mir
    > > weggenommen werden kann.
    >
    > Der Onlinemodus ist zum größeren Teil eine Dienstleistung, die laufende
    > Kosten verursacht, welche vom Kunden nicht getragen werden.

    Das stimmt ja so nun auch nicht!
    Die Mitgliedschaft bei PSN kostet und muss bezahlt werden durch den User, wenner Netzwerkspiele im Netzwerk auf der PS4 spielen will.
    Hier stellt sich aber die Frage, ob ein Beitrag (zur netzwerkfunktion) nicht an das Spiel gebunden werden kann, die man sich z.B. erkauft durch sein Guthaben bei Sony.
    Kommen genügend Nutzer zusammen, die für den Server des jeweiligen Spiels bezahlen würden, würde es sich auch lohnen eine Server weiterhin zur Verfügung zu stellen.
    Das jetzige Prozedere mit einer ungerichteten Bezahlung an Sony lässt aber dieses Randgutppennutzen von veralteten Software-Server-Kombinationen nicht zu, da hier die monetären Mittel immer nur in Server gesteckt werden, die aktuell gerade am meisten frequentiert werden.

    Also Sony, bietet bei den alten Spielen die Möglichkeit an PSN-Guthaben in Server für alte Spiele zu investieren.

  17. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Anonymer Nutzer 31.12.17 - 15:36

    > Wieso sollte es deswegen keine Online-Spiele mehr geben?

    Weil es eine Zusage bräuchte, wie lange das Spiel garantiert "offen" gehalten wird. Sowas hat der Publisher von GT ja offensichtlich nicht gegeben und nach vier Jahren einseitig entschieden, den Stecker zu ziehen.
    Wie sonst sollte es möglich sein, bei (Teil-) Onlinespielen nicht den "Tatbestand" der geplanten Obsoleszenz zu erfüllen?

  18. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 31.12.17 - 16:00

    Es wurde hier schon an 10 mal ein Vorschlag gegeben. Dabei haben sich 3 Optionen herausgestellt:

    • Serverbetrieb wie früher in das Spiel einbauen.
    • Server-Software herausgeben.
    • Server weiterbetreiben. Kostet nicht viel Geld, wenn kaum einer mehr die Server nutzt, und über Netzwerkgebühren kann man Geld dafür eintreiben.

  19. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: Anonymer Nutzer 31.12.17 - 16:18

    > • Serverbetrieb wie früher in das Spiel einbauen.

    Also kein Online-Spiel, sondern höchstens lokaler Multiplayer mit wie vielen Leuten?

    > • Server-Software herausgeben.

    Kein Problem, 2.500 Euro sollten für einen 1.000-Spieler-Server reichen.

    > • Server weiterbetreiben.

    Damit subventioniert dann die Gemeinschaft mit den PSN-Beiträgen drei Hanseln, die um die Wette fahren.

    > Kostet nicht viel Geld, wenn kaum einer
    > mehr die Server nutzt,

    Bringt auch kein Geld, wenn sie keiner nutzt.

  20. Re: Wieso zählt das eigentlich nicht als geplante Obsoleszenz?

    Autor: __destruct() 31.12.17 - 18:05

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > • Serverbetrieb wie früher in das Spiel einbauen.
    >
    > Also kein Online-Spiel, sondern höchstens lokaler Multiplayer mit wie
    > vielen Leuten?

    Wieso die Beschränkung auf LAN? Ich sehe keinen Grund dafür.


    > > • Server-Software herausgeben.
    >
    > Kein Problem, 2.500 Euro sollten für einen 1.000-Spieler-Server reichen.

    Keine Ahnung, was du damit sagen willst. Etwa, dass man es sich als Privatperson angeblich nicht leisten kann, einen Spielserver zu betreiben? Wieso muss man da auch gleich 1000 Leute drauf lassen? Reichen je nach Spiel 2 bis 24 nicht aus?


    > > • Server weiterbetreiben.
    >
    > Damit subventioniert dann die Gemeinschaft mit den PSN-Beiträgen drei
    > Hanseln, die um die Wette fahren.

    Denkst du, man könne immer nur 1 Spiel pro Rack unterstützen?


    > > Kostet nicht viel Geld, wenn kaum einer
    > > mehr die Server nutzt,
    >
    > Bringt auch kein Geld, wenn sie keiner nutzt.

    Ähm, doch: Netzwerkgebühren

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