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Marktsituation und Nintendo

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Marktsituation und Nintendo

    Autor: mnementh 28.06.22 - 10:05

    Man kann ausrechnen wie gut das Modell Game Pass hält. Aktuell hat der Dienst 25 Millionen Abbonenten (laut Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Xbox_Game_Pass ). Wenn wir annehmen dass jeder im Schnitt 100 ¤/$ im Jahr zahlt, dann hat MS 2,5 Milliarden Einnahmen im Jahr. AssCreed Valhalla soll 500 Millionen gekostet haben, Cyberpunk etwas mehr als 300 Millionen, Red Dead Redemption 2 hat sehr variable Angaben von 100 Millionen bis 500 Millionen. Nehmen wir mal an, dass die Entwicklung eines aktuellen AAA-Spiels im Schnitt 500 Millionen kostet (Starfield vermutlich etwas mehr, Grounded weniger), dann kann Game Pass allein 5 solcher Spiele pro Jahr unterstützen. Das ist schon nicht schlecht. Man sollte nicht vergessen, dass die Spiele dennoch sich weiterhin an Nicht-Abbonenten verkaufen. Ob das mit In-House-Entwicklung passiert oder weil MS Dritthersteller bezahlt ihre Spiele in den Dienst zu tun spielt für diese Betrachtung keine Rolle.

    Also in dieser Betrachtung lohnt sich Game Pass. Die Frage die ich mir stelle, wie groß ist das Wachstumspotential. Können drei, vier, fünf solcher Dienste koexistieren? Ich habe da Zweifel. Vielleicht zwei. Aber vielleicht hat MS dadurch dass sie frühzeitig sich sehr stark bei Game Pass reingehängt haben den Markt auch komplett und nimmt den Großteil der potentiellen Kunden auf, was keinen Platz lässt für andere. Ich nehme hier die Abos für Mobilspiele explizit aus, da deren Entwicklungskosten geringer sind und man daher auch mit geringeren Einnahmen durchkommt.

    Das erklärt den Sony-Schlingerkurs. Sony-Manager haben sich mehrfach negativ über Game Pass geäußert und gesagt dies ist kein Modell für AAA-Gaming. Sony setzt erklärterweise in Zukunft stärker auf Games as a Service, also langlaufende Spiele die immer wieder Einnahmen durch Mikrotransaktionen generieren. Dass sie dann plötzlich doch ein Game Pass ähnliches Modell veröffentlichten sehe ich als Angst vom Markt überrollt zu werden. Aber ihr PS-Plus-Modell wirkt im Vergleich mit Game Pass halbherzig, ich glaube nicht dass sie ernsthaft mit MS hier konkurrieren können, wenn sie nicht vollen Einsatz zeigen, also wie MS alle Eigenproduktionen sofort in den Dienst setzen. Sie unterstützen auch bisher zu wenig Plattformen, auch wenn sie zur Zeit ihr Angebot auf PC ausbauen.

    Und Nintendo? In einem Markt in dem nur ein, zwei große Player den Mainstreammarkt unter sich ausmachen gibt es oft die Möglichkeit in Nischen gut zu existieren, die durch die großen konzeptionell nicht abgedeckt werden. Damit ist Nintendo bereits in den letzten Jahren recht gut gefahren. Das letzte Mal wo sie versucht haben direkt im Mainstream zu konkurrieren war der Gamecube, und das lief nicht gut. Nintendo wäre heute nicht mehr existent, hätten sie das weiter versucht. Ich denke nicht, dass Nintendo auch nur versucht dem Trend hinterherzulaufen. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. MS hat erkannt dass Nintendo hier in einer eigenen Nische ist, und in der Vergangenheit durchaus eigene Spiele - wenn auch kleinere - auf Nintendos Plattform anzubieten. Ich denke also Nintendo wird dem weiter zusehen.

    Und das umreißt die Zukunft des Spielemarktes in meinen Augen recht gut. MS haben ihren Platz gefunden, sie setzen 100% auf Game Pass, werden das auf mehr Geräte bringen mit Streaming oder eventuell auch anderen Verträgen und alle ihre Spiele dafür veröffentlichen. Daher sehe ich kaum eine Chance für jemand anderem in den Spiele-Abo-Diensten Game Pass niederzukonkurrieren. Nintendo wird weiterhin nach der lukrativen Nische suchen und etwas ganz anderes machen. Sony's Kurs ist derzeit am Unklarsten, aber ich denke auch sie werden ihre Position im Markt finden.

  2. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: John2k 28.06.22 - 10:55

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das umreißt die Zukunft des Spielemarktes in meinen Augen recht gut. MS
    > haben ihren Platz gefunden, sie setzen 100% auf Game Pass, werden das auf
    > mehr Geräte bringen mit Streaming oder eventuell auch anderen Verträgen und
    > alle ihre Spiele dafür veröffentlichen. Daher sehe ich kaum eine Chance für
    > jemand anderem in den Spiele-Abo-Diensten Game Pass niederzukonkurrieren.
    > Nintendo wird weiterhin nach der lukrativen Nische suchen und etwas ganz
    > anderes machen. Sony's Kurs ist derzeit am Unklarsten, aber ich denke auch
    > sie werden ihre Position im Markt finden.


    Was heute in ist, kann in 10 Jahren schon obsolet sein. Dann kommt eine neue Technologie oder Bedürfnisse und wenn man es nicht schafft sich anzupassen kommt jemand anders daher. Zumal Konsolenhardware zunehmend beliebig austauschbar wird.

  3. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: debunix 28.06.22 - 11:23

    Die Analyse scheint mir ziemlich punktgenau zu sein. Respekt dafür.

  4. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Pecker 28.06.22 - 11:38

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann ausrechnen wie gut das Modell Game Pass hält. Aktuell hat der
    > Dienst 25 Millionen Abbonenten (laut Wikipedia: de.wikipedia.org ). Wenn
    > wir annehmen dass jeder im Schnitt 100 ¤/$ im Jahr zahlt, dann hat MS 2,5
    > Milliarden Einnahmen im Jahr. AssCreed Valhalla soll 500 Millionen gekostet
    > haben, Cyberpunk etwas mehr als 300 Millionen, Red Dead Redemption 2 hat
    > sehr variable Angaben von 100 Millionen bis 500 Millionen. Nehmen wir mal
    > an, dass die Entwicklung eines aktuellen AAA-Spiels im Schnitt 500
    > Millionen kostet (Starfield vermutlich etwas mehr, Grounded weniger), dann
    > kann Game Pass allein 5 solcher Spiele pro Jahr unterstützen. Das ist schon
    > nicht schlecht. Man sollte nicht vergessen, dass die Spiele dennoch sich
    > weiterhin an Nicht-Abbonenten verkaufen. Ob das mit In-House-Entwicklung
    > passiert oder weil MS Dritthersteller bezahlt ihre Spiele in den Dienst zu
    > tun spielt für diese Betrachtung keine Rolle.

    Die verkaufszahlen an nicht Abonnenten dürfte hoch sein. Auch weil es andere Plattformen betrifft.

    > Also in dieser Betrachtung lohnt sich Game Pass. Die Frage die ich mir
    > stelle, wie groß ist das Wachstumspotential. Können drei, vier, fünf
    > solcher Dienste koexistieren? Ich habe da Zweifel.

    Es wird auf der Xbox bzw. Playstation maximal 2 solcher Dienste geben, wenn überhaupt.
    Bei Sony wird man kaum andere Anbieter rein lassen. Also Pro Plattform eigentlich nur ein Dienst. Wer sowohl PS als auch Xbox hat, der dürfte eh Hardcoregamer sein.

    > Und Nintendo? In einem Markt in dem nur ein, zwei große Player den
    > Mainstreammarkt unter sich ausmachen gibt es oft die Möglichkeit in Nischen
    > gut zu existieren, die durch die großen konzeptionell nicht abgedeckt
    > werden. Damit ist Nintendo bereits in den letzten Jahren recht gut
    > gefahren.

    Also zu behaupten, Nintendo wäre aktuell in einer Nische ist mutig. Solange Xbox und PS ihre Lieferschwierigkeiten nicht in den Griff bekommen, ist Nintendo aktuell eher auf Platz 1, was man an die Spieleverkäufen sehen kann.

    >Das letzte Mal wo sie versucht haben direkt im Mainstream zu
    > konkurrieren war der Gamecube, und das lief nicht gut. Nintendo wäre heute
    > nicht mehr existent, hätten sie das weiter versucht. Ich denke nicht, dass
    > Nintendo auch nur versucht dem Trend hinterherzulaufen. Und das ist
    > wahrscheinlich auch gut so. MS hat erkannt dass Nintendo hier in einer
    > eigenen Nische ist, und in der Vergangenheit durchaus eigene Spiele - wenn
    > auch kleinere - auf Nintendos Plattform anzubieten. Ich denke also Nintendo
    > wird dem weiter zusehen.

    Wo ich dir zustimme, Nintendo wird so ein Abo in absehbarer Zeit nicht bringen. Passt nicht zu denen.

    > Und das umreißt die Zukunft des Spielemarktes in meinen Augen recht gut. MS
    > haben ihren Platz gefunden, sie setzen 100% auf Game Pass, werden das auf
    > mehr Geräte bringen mit Streaming oder eventuell auch anderen Verträgen und
    > alle ihre Spiele dafür veröffentlichen. Daher sehe ich kaum eine Chance für
    > jemand anderem in den Spiele-Abo-Diensten Game Pass niederzukonkurrieren.
    > Nintendo wird weiterhin nach der lukrativen Nische suchen und etwas ganz
    > anderes machen. Sony's Kurs ist derzeit am Unklarsten, aber ich denke auch
    > sie werden ihre Position im Markt finden.

    Ich tue mir immer noch schwer Nintendo in einer Nische zu sehen ^^

  5. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: forenuser 28.06.22 - 11:39

    Stimmt, niemand weiß was in 10 Jahren ist.

    Dennoch kann MS jetzt 9 gut laufende Game-Pass-Jahre haben, den Markt beobachten und dann ggf. den Kurs ändern. Das sollten die Hersteller ohnehin machen.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  6. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Prypjat 28.06.22 - 11:43

    Nintendo ist Nische. Das sind sie schon seit Jahren. Das heißt aber nicht, dass sie keine Relevanz haben. Eigentlich kann man sagen, dass Nintendo ein eigenes Biotop besitzt in dem niemand anderes räubert.
    Für Nintendo ist das eine super Situation. Kein Druck von außen und immer schön Kohle scheffeln.
    Da wird auch das Steam Deck nichts dran ändern.

  7. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: forenuser 28.06.22 - 11:46

    IMHO bedient Nintendo sogar zwei Nischen

    a) Die mobile Nische.
    Ja, es gibt Mob.-Tel. und Tablets und ja, dort werden auch teilweise gute Umsätze erzeugt. Aber die Spiele unterscheiden sich konzeptionell von klassischen PC- und Konsolenspielen.

    b) Die "Spiele-nicht-Technik"-Nische.
    Die Switch ist schwächer als eine PS4/5 oder XBO/S. Aber dennoch findet sie ihren Markt, was neben "a" auch damit zu tun hat, das eben nicht wenige das Spiel und nicht die Technik im Vordergrund sehen. Und nein, ich will damit nicht sagen, dass es keine spielerisch guten Titel bei MS oder Sony gibt.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  8. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Prypjat 28.06.22 - 11:51

    +1

  9. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: mnementh 28.06.22 - 11:55

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also zu behaupten, Nintendo wäre aktuell in einer Nische ist mutig. Solange
    > Xbox und PS ihre Lieferschwierigkeiten nicht in den Griff bekommen, ist
    > Nintendo aktuell eher auf Platz 1, was man an die Spieleverkäufen sehen
    > kann.
    > [...]
    > Ich tue mir immer noch schwer Nintendo in einer Nische zu sehen ^^
    :-)
    hast schon recht. Hmm, wie beschreiben wir das. Praktisch alle Spielehersteller folgen einem (oder mit mobile Games) zwei Hauptschienen. Nintendo fährt da irgendwie auf einem eigenen Gleis. Das meine ich.

  10. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Pecker 28.06.22 - 11:58

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nintendo ist Nische. Das sind sie schon seit Jahren. Das heißt aber nicht,
    > dass sie keine Relevanz haben. Eigentlich kann man sagen, dass Nintendo ein
    > eigenes Biotop besitzt in dem niemand anderes räubert.
    > Für Nintendo ist das eine super Situation. Kein Druck von außen und immer
    > schön Kohle scheffeln.
    > Da wird auch das Steam Deck nichts dran ändern.

    Ich weiß schon was du meinst. Aber per Definition ist eine Nische ein Segment eines größeren Marktes. Es gibt bzw. gab aber keinen größeren Markt in der Videospielebranche in den letzten 2-3 Jahren als den von Nintendo. Das wird sich wieder ändern. Aber die Installationsbasis von Switch Konsolen ist mit 110 Einheiten riesig. Tendenz weiter steigend. Xbox und PS holen jetzt zwar auf, aber bis die bei 100 Millionen Einheiten sind, das dauert. Und schaut man sich dann die Top Listen der Videospieleverkäufe an, findet man da extrem viele Nintendotitel. Geschlagen oft nur von Multiplattform Titeln, die ja oft ebenfalls auf der Switch verkauft werden. Fifa, Minecraft und der Landwirtschaftssimulator zum Beispiel.

  11. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Pecker 28.06.22 - 12:01

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IMHO bedient Nintendo sogar zwei Nischen
    >
    > a) Die mobile Nische.
    > Ja, es gibt Mob.-Tel. und Tablets und ja, dort werden auch teilweise gute
    > Umsätze erzeugt. Aber die Spiele unterscheiden sich konzeptionell von
    > klassischen PC- und Konsolenspielen.

    Also da bedient Nintendo wirklich eine Nische.

    > b) Die "Spiele-nicht-Technik"-Nische.
    > Die Switch ist schwächer als eine PS4/5 oder XBO/S. Aber dennoch findet sie
    > ihren Markt, was neben "a" auch damit zu tun hat, das eben nicht wenige das
    > Spiel und nicht die Technik im Vordergrund sehen. Und nein, ich will damit
    > nicht sagen, dass es keine spielerisch guten Titel bei MS oder Sony gibt.

    Was hat denn die Leistung jetzt mit der Marktmacht zu tun? Ist jetzt ein Ferrari kein Nischenfahrzeug, weil es viel Leistung hat?
    Und was heißt, die Switch findet ihren Markt? Die Switch bedient den größten Teil des Videospielemarktes aktuell. Das dreht sich jetzt zwar wieder, aber die Verkaufszahlen von Konsolen und Spielen waren in den letzten 2 Jahren bei Nintendo am höchsten bei den Konsolen. Das nennt sich Marktführer und nicht Nische.

  12. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Pecker 28.06.22 - 12:06

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also zu behaupten, Nintendo wäre aktuell in einer Nische ist mutig.
    > Solange
    > > Xbox und PS ihre Lieferschwierigkeiten nicht in den Griff bekommen, ist
    > > Nintendo aktuell eher auf Platz 1, was man an die Spieleverkäufen sehen
    > > kann.
    > > [...]
    > > Ich tue mir immer noch schwer Nintendo in einer Nische zu sehen ^^
    > :-)
    > hast schon recht. Hmm, wie beschreiben wir das. Praktisch alle
    > Spielehersteller folgen einem (oder mit mobile Games) zwei Hauptschienen.
    > Nintendo fährt da irgendwie auf einem eigenen Gleis. Das meine ich.

    Ich weiß ja, was du meinst und es ist ja auch nicht böse gemeint. Aber der Videospielemarkt ist eben groß und aktuell scheint es halt eher so, dass der Erwachsenenbereich die Nische ist. Ja Nintendo hat eine andere Hauptzielgruppe. Kinder eben. Das heißt aber nicht, dass Erwachsene keinen Spaß an Mario Kart und Co haben. Und wenn es eben mit der Zielgruppe Kinder funktioniert mehr Spiele und Konsolen abzusetzen als die Konkurrenz, dann ist man Marktführer. Eine Nische bestimmt sich nicht dadurch, ob Kinder die Zielgruppe sind oder man selber sich nicht angesprochen fühlt.
    Und das wird sich wieder ändern. Nintendo ist jetzt am Ende des Switch Zyklus angelangt und Microsoft und Sony werden mit großer Anstrengung versuchen, den Markt bis Weihnachten mit Konsolen zu fluten. So gut es eben geht.

  13. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: forenuser 28.06.22 - 12:10

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > forenuser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    (...)

    > > b) Die "Spiele-nicht-Technik"-Nische.
    > > Die Switch ist schwächer als eine PS4/5 oder XBO/S. Aber dennoch findet
    > sie
    > > ihren Markt, was neben "a" auch damit zu tun hat, das eben nicht wenige
    > das
    > > Spiel und nicht die Technik im Vordergrund sehen. Und nein, ich will
    > damit
    > > nicht sagen, dass es keine spielerisch guten Titel bei MS oder Sony
    > gibt.

    > Was hat denn die Leistung jetzt mit der Marktmacht zu tun? Ist jetzt ein
    > Ferrari kein Nischenfahrzeug, weil es viel Leistung hat?

    Es bedeutet vor allem, dass die Spielehersteller die "schwache" Plattform verschmähen, weil deren Titel darauf ggf. nicht sinnvoll umzusetzen sind.


    > Und was heißt, die Switch findet ihren Markt? Die Switch bedient den
    > größten Teil des Videospielemarktes aktuell. Das dreht sich jetzt zwar
    > wieder, aber die Verkaufszahlen von Konsolen und Spielen waren in den
    > letzten 2 Jahren bei Nintendo am höchsten bei den Konsolen. Das nennt sich
    > Marktführer und nicht Nische.

    Das lag vor allem, aber nicht nur, daran, dass MS und Sony ihre neuen Plattformen zu Beginn der Pandemie mit den entsprechenden Folgen auf den Markt brachten. Ja, auch Nintendo hat(te) mit den Folgen zu kämpfen, hatte aber eben eine etablierte, nicht zur Ablösung anstehende Basis. Im Gegensatz zu MS und Sony. Damit hat Nintendo schon fast eine dritte Nische besetzt - sofern man "Corona-Gewinner" als Nische definieren möchte.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  14. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: genussge 28.06.22 - 12:10

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann ausrechnen wie gut das Modell Game Pass hält. Aktuell hat der
    > Dienst 25 Millionen Abbonenten (laut Wikipedia: de.wikipedia.org ). Wenn
    > wir annehmen dass jeder im Schnitt 100 ¤/$ im Jahr zahlt, dann hat MS 2,5
    > Milliarden Einnahmen im Jahr. AssCreed Valhalla soll 500 Millionen gekostet
    > haben, Cyberpunk etwas mehr als 300 Millionen, Red Dead Redemption 2 hat
    > sehr variable Angaben von 100 Millionen bis 500 Millionen. Nehmen wir mal
    > an, dass die Entwicklung eines aktuellen AAA-Spiels im Schnitt 500
    > Millionen kostet (Starfield vermutlich etwas mehr, Grounded weniger), dann
    > kann Game Pass allein 5 solcher Spiele pro Jahr unterstützen. Das ist schon
    > nicht schlecht. Man sollte nicht vergessen, dass die Spiele dennoch sich
    > weiterhin an Nicht-Abbonenten verkaufen. Ob das mit In-House-Entwicklung
    > passiert oder weil MS Dritthersteller bezahlt ihre Spiele in den Dienst zu
    > tun spielt für diese Betrachtung keine Rolle.


    Ich glaube so kann man das nicht rechnen. Server/Supportkosten müssen abgezogen werden inkl. der Server-Struktur für das Cloud-Gaming. Zudem weiß man nicht, was zum Beispiel EA bekommt, da die auch einen Teil ihres Portfolios im Game Pass Ultimate anbieten. Square Enix ist auch mit mehreren Titeln vertreten.

    Es ist wahrscheinlicher, dass Microsoft den Game Pass querfinanziert, derzeit auf Abo-Jagd ist und wenn man ein Ziel von Summe X erreicht hat, werden die Preise angehoben. Aktuell ist es eher ein Verlustgeschäft. Zumal es ja auch immer wieder 1-Euro Aktionen gibt - weltweit sicherlich ähnliche Angebote.

  15. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Astorek 28.06.22 - 12:15

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hast schon recht. Hmm, wie beschreiben wir das. Praktisch alle Spielehersteller folgen einem (oder mit mobile Games) zwei Hauptschienen. Nintendo fährt da irgendwie auf einem eigenen Gleis. Das meine ich.

    Offiziell soll die Switch ja die Verschmelzung des Handheld-Bereichs (in dem Nintendo schon immer praktisch konkurrenzlos war) und des Konsolen-Bereichs sein. Mir kommts eher so vor: Inoffiziell hat Nintendo die stationäre Konsole nach dem WiiU-Flop beerdigt, während die Switch zu einer Zeit in den Handel trat, bei der man einigermaßen aktuelle Technik in immer kleineren Formfaktoren unterbringen konnte.

    Leistungsmäßig ist die Switch - spätestens jetzt, nach 5 Jahren - natürlich hoffnungslos veraltet und für die großen AAA-Studios lohnt es sich kaum, diese soweit herunterzubrechen, damit diese auf der Switch laufen. Aber die Switch hat als vermutlich erste Handheld-Konsole genug Leistung gehabt, dass darauf auch Indie-Produktionen ohne viel Optimierung lauffähig wurden zu einer Zeit, in dem der Indie-Markt immer größer und größer wurde.

    Natürlich kommt dann auch das ganze Ökosystem der Exklusivtitel noch dazu. Familien mit Kindern, die zuhause zocken wollen, haben fast immer die Switch... Weil ein Großteil der Titel von Nintendo einerseits kinderfreundlich und altersgerecht genug sind, andererseits aber genug "spielerische Tiefe" besitzen, um auch Eltern mit den Kindern gemeinsam zu begeistern. Weder Sony noch Microsoft haben so eine große Bibliothek anzubieten, die praktisch beide Geschmäcker gleichzeitig erfüllt...

  16. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Prypjat 28.06.22 - 12:20

    Ja gut. Per definition. ^^
    Nintendo ist einfach der Player der alleine Spielt. Die brauchen sich keine Kopf machen.
    Schon alleine die Marken die Nintendo hat verschafft einen unglaublich hohen Vorsprung zu den anderen Herstellern.

    Ab heute heißt Nintendo bei mir Nischtendo. ^^

  17. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: most 28.06.22 - 12:22

    Ich glaube nicht, dass der Gamepass sich schon trägt, eher buttert MS da immer noch viel Geld rein.
    Aber die Strategie geht wohl auf, das sehe ich auch so.

    Sony gerät zur Zeit ins Hintertreffen, sie können nicht die Menge an Konsolen absetzen, die sie und die potentiellen Kunden gerne hätten und es fehlt ihnen imho an richtig großen Systemsellern.

    Uncharted war eine der wichtigsten Reihen, da scheint es erst mal nichts vergleichbares zu geben. Rachted&Clank war das auch, aber ich bin mir nicht sicher, ob Rift Apart wirklich die Bedeutung der alten Titel erreichen kann (unabhängig wie gut das Spiel sein mag)

    Ich habe einen Gaming PC, brauche also keine Xbox, aber wenn ich vor der Wahl zwischen Xbox und PS5 stünde, ich würde mich für die Xbox entscheiden.
    Für die exklusiven Titel steht hier noch eine PS4 rum (und staubt zu), ob ich mir irgendwann im Sale für die Exlusives mal eine PS5 zulege? Sieht nicht so aus.

  18. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: Valanx 28.06.22 - 12:34

    Weiteres Beispiel:

    GTA 5 verbrauchte~ 200 Millionen Entwicklungskosten auf 5 Jahre.
    Also ca. 40 Millionen im Jahr.

    Bei geschätzten 3.000.000.000 Einnahmen durch denn Gamepass könnte man laut dieser Milchmädchenrechnung ~75 Produktionen dieser Größe gleichzeit vorantreiben ;-)

  19. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: mnementh 28.06.22 - 13:28

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > forenuser schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > (...)
    >
    > > > b) Die "Spiele-nicht-Technik"-Nische.
    > > > Die Switch ist schwächer als eine PS4/5 oder XBO/S. Aber dennoch
    > findet
    > > sie
    > > > ihren Markt, was neben "a" auch damit zu tun hat, das eben nicht
    > wenige
    > > das
    > > > Spiel und nicht die Technik im Vordergrund sehen. Und nein, ich will
    > > damit
    > > > nicht sagen, dass es keine spielerisch guten Titel bei MS oder Sony
    > > gibt.
    >
    > > Was hat denn die Leistung jetzt mit der Marktmacht zu tun? Ist jetzt ein
    > > Ferrari kein Nischenfahrzeug, weil es viel Leistung hat?
    >
    > Es bedeutet vor allem, dass die Spielehersteller die "schwache" Plattform
    > verschmähen, weil deren Titel darauf ggf. nicht sinnvoll umzusetzen sind.
    >
    > > Und was heißt, die Switch findet ihren Markt? Die Switch bedient den
    > > größten Teil des Videospielemarktes aktuell. Das dreht sich jetzt zwar
    > > wieder, aber die Verkaufszahlen von Konsolen und Spielen waren in den
    > > letzten 2 Jahren bei Nintendo am höchsten bei den Konsolen. Das nennt
    > sich
    > > Marktführer und nicht Nische.
    >
    > Das lag vor allem, aber nicht nur, daran, dass MS und Sony ihre neuen
    > Plattformen zu Beginn der Pandemie mit den entsprechenden Folgen auf den
    > Markt brachten. Ja, auch Nintendo hat(te) mit den Folgen zu kämpfen, hatte
    > aber eben eine etablierte, nicht zur Ablösung anstehende Basis. Im
    > Gegensatz zu MS und Sony. Damit hat Nintendo schon fast eine dritte Nische
    > besetzt - sofern man "Corona-Gewinner" als Nische definieren möchte.
    Sorry, aber Switch hat sich auch vor der Pandemie schon gut verkauft und hat auch schon zuvor auf die Aktionen der Konkurrenz unbeeindruckt sich verkauft. Ich denke nicht dass die Lieferschwierigkeiten von PS5 und XSX einen massgeblichen Einfluss auf Switch-Verkäufe hatte.

  20. Re: Marktsituation und Nintendo

    Autor: mnementh 28.06.22 - 13:38

    genussge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mnementh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann ausrechnen wie gut das Modell Game Pass hält. Aktuell hat der
    > > Dienst 25 Millionen Abbonenten (laut Wikipedia: de.wikipedia.org ). Wenn
    > > wir annehmen dass jeder im Schnitt 100 ¤/$ im Jahr zahlt, dann hat MS
    > 2,5
    > > Milliarden Einnahmen im Jahr. AssCreed Valhalla soll 500 Millionen
    > gekostet
    > > haben, Cyberpunk etwas mehr als 300 Millionen, Red Dead Redemption 2 hat
    > > sehr variable Angaben von 100 Millionen bis 500 Millionen. Nehmen wir
    > mal
    > > an, dass die Entwicklung eines aktuellen AAA-Spiels im Schnitt 500
    > > Millionen kostet (Starfield vermutlich etwas mehr, Grounded weniger),
    > dann
    > > kann Game Pass allein 5 solcher Spiele pro Jahr unterstützen. Das ist
    > schon
    > > nicht schlecht. Man sollte nicht vergessen, dass die Spiele dennoch sich
    > > weiterhin an Nicht-Abbonenten verkaufen. Ob das mit In-House-Entwicklung
    > > passiert oder weil MS Dritthersteller bezahlt ihre Spiele in den Dienst
    > zu
    > > tun spielt für diese Betrachtung keine Rolle.
    >
    > Ich glaube so kann man das nicht rechnen. Server/Supportkosten müssen
    > abgezogen werden
    Serverkosten? Meinst Du Downloadserver? Die brauchst Du ja ebenfalls, wenn die Spiele als Einzelkauf zum digitalen Download angeboten werden. Da ändert sich also nichts an den Kosten verglichen zum Einzelkauf und diese Kosten dürften auch eher gering sein.

    > inkl. der Server-Struktur für das Cloud-Gaming.
    Cloud-Gaming könnte schon eher was kosten. Aber mehr als physische Spiele bezweifle ich auch. Zudem nehme ich an Cloud ist im Game Pass noch Nische, da es das noch nicht so lange gibt und nicht alle Spieler das nutzen können.

    > Zudem weiß
    > man nicht, was zum Beispiel EA bekommt, da die auch einen Teil ihres
    > Portfolios im Game Pass Ultimate anbieten. Square Enix ist auch mit
    > mehreren Titeln vertreten.
    >
    Das hatte ich ja berücksichtigt: es ist egal ob MS die eingenommenen Gelder an In-House-Studios zur Eigenentwicklung ausschüttet oder an Dritthersteller für ihre Spiele. Insgesamt reicht die Kohle für 5 AAA-Spiele im Jahr.

    > Es ist wahrscheinlicher, dass Microsoft den Game Pass querfinanziert,
    > derzeit auf Abo-Jagd ist und wenn man ein Ziel von Summe X erreicht hat,
    > werden die Preise angehoben. Aktuell ist es eher ein Verlustgeschäft. Zumal
    > es ja auch immer wieder 1-Euro Aktionen gibt - weltweit sicherlich ähnliche
    > Angebote.
    Ich hatte schon mit nur 100 ¤/$ pro Jahr gerechnet, um Deals mitzuberücksichtigen.

    Querfinanzierung erscheint mir mit meiner Rechnung unwahrscheinlich. Man sollte auch noch bedenken: die Spiele im Gamepass verkaufen sich ja trotzdem auch weiterhin als Einzelkäufe. Ich denke MS macht mit Gamepass schon Plus und kann dies in seine In-House-Studios investieren.

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Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
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