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Unsere Psyche ist schuld

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  1. Unsere Psyche ist schuld

    Autor: AllDayPiano 03.02.20 - 10:26

  2. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: BlindSeer 03.02.20 - 11:19

    Das trifft wahrscheinlich zu, allerdings halt auch dass man weiter gegangen ist. Dinge die einen damals nicht störten taten das nicht, weil man es nicht anders kannte. Die Komfortfunktionen kamen erst später und man merkte, dass das ja doch ganz toll ist. Dann geht man zurück und merkt was einem fehlt, oder fragt sich gar wie man damals klar kam.
    Merkt man übrigens immer ganz toll, wenn man der jungen Generation sowas Altes vorsetzt. Die kennen die unbequemen Zeiten ja nicht und bemängeln Dinge die einem selbst heute nicht auffallen, weil man es ja noch kannte. Mache ich ganz gerne, wenn mein Junge sich beschwert "wie schwer dieses Spiel doch ist", ich mir das anschaue und denke "Naja, muss man halt üben" und dann schmeiße ich mal ein Retro Spiel an. Danach kommt ihm vieles nicht mehr so schwer oder unhandlich vor. :D Da kommen oft Sätze wie "Wieso hat man das nicht so gemacht?" oder "Wieso hat man Springen nicht einfach auf einen anderen Knopf gelegt, statt schräg drücken zu müssen?!" Er ist dann immer kurz verwirrt wenn ich von wenig Speicher erzähle, oder dass es halt nur einen Knopf gab am Stick. ;)

  3. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: FrankM 03.02.20 - 12:05

    Und früher konnte man auch mehr vom Spieler abverlangen. Viel häufiger musste man nochmal von vorne anfangen, den ganzen Level und nicht nur zwei Ecken davor. Früher wurden Spiele für den PC programmiert und somit waren viele Kombinationen da. Heute muss alles überall laufen, auch wenn nur ein Joystick vorhanden ist. Früher hatte man keine wundersame Selbstheilung wie in den meisten modernen Spielen nun der Fall ist. Man musste sparsam mit Ressourcen umgehen, heute ist das reichlich egal.

    Und dann kommt natürlich noch das Gehirn dazu, das die Vergangenheit schöner macht als sie war. Wenn ich mit an Need For Speed Hot Pursuit zurück erinnere, dann sehe ich eine Hammer Grafik, obwohl das nicht stimmt. Ganz offensichtlich war es, als ich Half Life Black Mesa gespielt habe. Als erstes dachte ich, ok, so sah das original Half Life doch auch schon aus. Erst in Vergleichsvideos ist mir dann aufgefallen wie schlecht die Grafik von Half Life war, was mir aber nicht mehr bewusst war.

  4. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: starscreen 03.02.20 - 12:26

    FrankM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erstes dachte ich, ok, so sah das original Half Life doch auch schon aus.
    > Erst in Vergleichsvideos ist mir dann aufgefallen wie schlecht die Grafik
    > von Half Life war, was mir aber nicht mehr bewusst war.
    Die Grafik von Half Life war nie schlecht, sie war gut.

    Natürlich wirkt die Grafik von damals heute veraltet, nach 22 Jahren. Frühe 3D Grafik ist sowieso deutlich schlechtet gealtert, als 2D-(Bitmap-)Grafik.

  5. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: ibsi 03.02.20 - 12:30

    FrankM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mit an Need For Speed Hot Pursuit
    > zurück erinnere, dann sehe ich eine Hammer Grafik, obwohl das nicht stimmt.
    Das musste ich leider auch vor ein paar Jahren feststellen. Hab es installiert und dachte nur ... mom .. warte .. das ist doch nicht das was ich gespielt habe ... wobei .. menü und karten sehen so aus .. aber ...aber die Grafik? :D

  6. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: BlindSeer 03.02.20 - 12:44

    Stimmt, das "Wie? Ich muss von vorne anfangen?" oder "Wie speichere ich" kam auch schon. Limitierungen von 8-Bit Systemen kommen ihm total seltsam vor. ;)

    Den Grafikschock hatte ich, als ich aml System Shock 1 wieder angefeuert habe. Das war ein echtes "huch?!". Ich weiß auch noch, dass ich es (als eines der ersten Spiele wo man sich zur Seite lehnen konnte und der Level auch wirklich drei Dimensionen hatte) prima zu spielen und steuern fand. Die Grafik fand ich auch prima.... Nach dem Start dachte ich auch "Hm, sag das echt so aus? Konnte mich nur an die etwas matschigen Androiden erinnern, aber so?" und dann der Krampf mit der Steuerung... :D

  7. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: Kakiss 03.02.20 - 14:05

    Das mit dem Level oder gar komplett von vorne spielen zu müssen, war halt leider ein Erbe aus den Arcade-Hallen.
    Natürlich kann man so ein Spiel auch strecken...

    Super Castlevania IV ist da in meinen Augen ein super Beispiel, wie man es richtig macht.
    Forderndes Spiel, aber Passwortsystem und relativ faires Design insgesamt.
    Dracula X auf dem Super Nintendo macht hingegen wieder vieles einfach nur falsch.

    Schon als Kind erkennt man solch schlechte bzw. billige Designentscheidungen.

    Springen indem man nach oben drückt blieb seltsamerweise gerne in europäischen Spielen, noch lange nach der 8Bit und ein Knopf Ära erhalten.

    Generell sehe ich aber viele Spiele vom Super Nintendo gut gealtert.

    Bei Grafik trübt mich meine Erinnerung oft nicht, da schönt mein Gehirn zum Glück nicht.
    Umgekehrt bin ich erstaunt, wie gut manche Titel mit gescheitem SCART-Kabel aussehen, anstatt mit Antenne *g*

  8. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: AllDayPiano 03.02.20 - 14:14

    Das Problem ist: Erinnerungen sind lebendig. Sie werden oft unterbewusst aufgearbeitet. Und das müssen sie auch, denn Erinnerungen sind ein Persönlichkeitsabbild. Wir ändern unsere Persönlichkeit aber fortschreitend. Das führt zu einer kognitiven Dissonanz, weil die Emotionen, die wir in der Erinnerung haben, irgendwann nicht mehr zu unserer jetzigen Persönlichkeit passen. Unterbewusst verändern wir also die Erinnerungen dahingehend, dass sie wieder "stimmig" werden. Nur hat das nichts damit zu tun, was wir tatsächlich erlebt haben.

    Die Grafik von damals hat bei uns einen emotionalen Eindruck erweckt ("Boa sieht das gut aus") und diese Erinnung ist uns geblieben. Durch das Fortschreiten hat sich der Maßstab für gut aber verändert. Unbewusst also appliziert unser Gehirn unser Verständnis einer aktuell guten Grafik auf die Erinnerung, denn sonst würde die Emotion nicht mehr stimmen.

    Das Endergebnis ist Enttäuschung, denn mit dem Wiederanspielen kommt die Ernüchterung.

  9. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: PerilOS 03.02.20 - 15:45

    Self-Healing war nötig, damit Spiele wie Halo oder COD überhaupt funktionieren.
    Halo würde sich ganz anders spielen ohne den Schild. Die KI wäre komplett überflüssig. Siehe COD. Die brauch nicht schlauer sein, weil sie dich eh töten wird, wenn du aus der Deckung kommst.
    Halo auf Legendary spielt sich auch eher als COD. Du brauchst den self heal um überhaupt von Deckung zu Deckung laufen zu können. Nahkampf und die verbundene Kampfdynamik auf Heroisch oder drunter, hast du da gar nicht mehr. Das Gameplay in Halo wird z.B. schlechter, je schwerer du es einstellst. Beim ersten COD war die KI so unpräzise, dass es mit den Med-kits noch halbwegs ging. Spätestens im zweiten war dann self heal nötig, damit das Gameplay überhaupt möglich wird. Einfach weil der Anspruch "realistisch" sein sollte. Da kannst du schlecht ein Quake oder Doom heranziehen, wo du selbst ein bullet sponge bist.

    Die Shooter sind heute nicht schlechter als damals. Sie sind lediglich anders. Weil das Gameplay komplett anders ist. Die ganzen alten 90er Shooter waren genauso langweilig wie die meisten Shooter heute. Weil das Konzept tot geritten wurde.

  10. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: _2xs 03.02.20 - 16:09

    starscreen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FrankM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > erstes dachte ich, ok, so sah das original Half Life doch auch schon
    > aus.
    > > Erst in Vergleichsvideos ist mir dann aufgefallen wie schlecht die
    > Grafik
    > > von Half Life war, was mir aber nicht mehr bewusst war.
    > Die Grafik von Half Life war nie schlecht, sie war gut.
    >
    > Natürlich wirkt die Grafik von damals heute veraltet, nach 22 Jahren. Frühe
    > 3D Grafik ist sowieso deutlich schlechtet gealtert, als 2D-(Bitmap-)Grafik.

    Nein sie war damals auch schon scheiße, nur wurde das alles weggehyped. Ich hab damals ne relativ lange Pause auf dem GBA gemacht und konnte ziemlich lange den PS1 Murx überspringen.

  11. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: Tango 03.02.20 - 21:08

    Man kann sich auch selbst immer mal wieder Flashen. Ein wenig Abstinenz, eine Zeit retro gamen Gothic1, Hl1, RE1 etc. Und dann CS;Go anmachen. "Boaaaahh, wie geil das auf einmal aussxhaut" Naja für 10min jedenfalls.

  12. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: dEEkAy 04.02.20 - 07:42

    Tango schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann sich auch selbst immer mal wieder Flashen. Ein wenig Abstinenz,
    > eine Zeit retro gamen Gothic1, Hl1, RE1 etc. Und dann CS;Go anmachen.
    > "Boaaaahh, wie geil das auf einmal aussxhaut" Naja für 10min jedenfalls.


    Viel schlimmer ist die andere Richtung. Battlefield 5 komplett hochgedreht und dann spielt man sowas wie Outward. Wobei mittlerweile habe ich mich an Outward gewöhnt und wünschte, Gothic 1/2 würden so aussehen/sich spielen. Die Steuerung aus G1/2 kommt direkt aus der Hölle.

  13. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: Garius 04.02.20 - 09:05

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Self-Healing war nötig, damit Spiele wie Halo oder COD überhaupt
    > funktionieren.
    > Halo würde sich ganz anders spielen ohne den Schild. Die KI wäre komplett
    > überflüssig. Siehe COD. Die brauch nicht schlauer sein, weil sie dich eh
    > töten wird, wenn du aus der Deckung kommst.
    Ja, aber das ist ja dann auch ganz schön anspruchslos oder? Zumal die Auswirkungen auf das Gameplay eben weitreichend sind. Denn dieses Deckung-Schießen Gameplay sorgt für Schlauchlevel. Der Autoheal führt dazu, dass ich keinen wirklichen Grund habe das Level zu erkunden. Die gescriptete KI führt dazu dass sich das Gunplay auf zwei Waffen beschränkt.

    > Halo auf Legendary spielt sich auch eher als COD. Du brauchst den self heal
    > um überhaupt von Deckung zu Deckung laufen zu können. Nahkampf und die
    > verbundene Kampfdynamik auf Heroisch oder drunter, hast du da gar nicht
    > mehr. Das Gameplay in Halo wird z.B. schlechter, je schwerer du es
    > einstellst. Beim ersten COD war die KI so unpräzise, dass es mit den
    > Med-kits noch halbwegs ging. Spätestens im zweiten war dann self heal
    > nötig, damit das Gameplay überhaupt möglich wird. Einfach weil der Anspruch
    > "realistisch" sein sollte. Da kannst du schlecht ein Quake oder Doom
    > heranziehen, wo du selbst ein bullet sponge bist.
    Was ist daran realistisch und bei welchen Gameplay bist du tatsächlich der Bullet Sponge? Bei dem wo deine HP irgendwann auf Null fallen oder bei dem wo du endlos vollgeheilt wirst?

    > Die Shooter sind heute nicht schlechter als damals. Sie sind lediglich
    > anders. Weil das Gameplay komplett anders ist. Die ganzen alten 90er
    > Shooter waren genauso langweilig wie die meisten Shooter heute. Weil das
    > Konzept tot geritten wurde.
    'Schlechter'...naja... Kann man natürlich pauschal nicht sagen. Aber sie sind simpler. Sie sind eher für die Masse und mit dem Hintergedanken gemacht, dass du jedes Level beim ersten Anlauf schaffen sollst. Wem das genügt der wird die Spiele kaum als schlecht bewerten.
    Eines der ersten Spiele mit Autoheal war Faceball aus dem Jahre 87, welches seinerzeit eben genau wegen dieser Mechanik stark Kritik geerntet hat. Es geht einfach Strategie und Taktik flöten und tatsächlich führt eben dieses 'Deckung-Heilen-Schießen' Gameplay dazu das der Spieler zum Bulletsponge wird, denn es ist mir vor einer kritischen Situation egal das und wie viel Schaden ich nehme. Ich renne also einfach rein ohne nachdenken zu müssen wie ich die Situation am optimalsten löse.

    Meiner Meinung nach hat das vom Genre her eher etwas mit Shootern a la House of the Dead oder Duckhunt zu tun.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.20 09:08 durch Garius.

  14. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: starscreen 04.02.20 - 10:16

    _2xs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein sie war damals auch schon scheiße, nur wurde das alles weggehyped. Ich
    > hab damals ne relativ lange Pause auf dem GBA gemacht und konnte ziemlich
    > lange den PS1 Murx überspringen.

    Ist toaler Unsinn. Die Grafik war absolut bombastisch, die Engine revolutionär. Halfe Life 1 gab es auch nicht für die PSX. Spiele wurden damals auch nicht nicht so gehyped wie heute. Ich wette du warst damals noch nicht einmal geboren.

  15. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: BlindSeer 04.02.20 - 10:44

    Wenn ich daran denke dass Spielezeitschriften anno dazumal sogar noch richtig kritisch waren... So Bewertungen <10% sieht man heute gar nicht mehr. dazu lustige Bildchen von sich erhängenden oder mit der Lichtpistole erschießenden Redakteuren... Hybe gab es da im Grunde nicht so richtig.

    Die grafik awar absolut state of the art, nur vergleicht man es mit heutiger Grafik. Das ging damals halt einfach nicht. Wer aus der Atari VCS 2600 Zeit kommt hat die Sprünge alle mitgemacht und erinnert sich an den "Wow Effekt", wenn wieder mal ein wenig mehr rausgekitzelt wurde (und man sich bemühte ein wenig mehr aus dem niedrigem Speicherbereich raus zu holen). Aus heutiger Sicht ist die Grafik nicht gut, aber im gaminghistorischen Kontext war es klasse sowas zum ersten Mal zu sehen.

  16. Re: Unsere Psyche ist schuld

    Autor: starscreen 04.02.20 - 12:35

    100% Zustimmung. Früher waren Hypes nicht so stark. Es gab teilweise sogar Auszeichnungen für Spiele die mehr als 85% erreicht haben und nochmal, wenn es über 90% oder 95% kam. Das waren Perlen. Über 90% gab es gefühlt drei mal pro Jahr. Der Markt war damals aber auch einfach noch viel kleiner und nicht so gesättigt. Das kommt nochmal dazu. Diese Marktsättigung bzw. -akzeptanz hat im Grunde zu zwei Entwicklungen geführt:

    1. Zeitungen / Online-Magazine müssen ihre Auflagen verkaufen. Dazu nutzen sie derzeit im Grunde zwei Möglichkeit: Entweder laden Sie Graf Zahl von der Sesamstraße ein und bringen dnan Artikel / Videos wie "10 Rollenspiele die ihr 2020 nicht verpassen dürft ahahaha", "10 Shooter, von denen ihr 2020 die Finger lassen solltet ahahaha", "die 10 schlechtesten Rennspiele die ihr trotzdem spielen solltet ahahaha" und so weiter. Oder sie hypen schon einfache Spiele in den Himmel und stellen alten Wein in neuen Schläuchen als die Revolution dar. Eines der größten Beispiele der letzten 20 Jahre ist für mich Breath of the Wild. Das imho langweiligste Zelda aller Zeiten, bzw. ein Spiel, das den Titel "Zelda" nicht einmal verdient hat. Ich bin absolut davon überzeugt, dass es ohne den Hype deutlich weniger gefragt gewesen wäre. Monotone, repetitive Farm- und Kochquest, keine echten Dungeons, Tempel grinden, stark abnutzende Waffen und abseits der wenigen Dörfer eine viel zu große gähnend leere Welt. Wäre es kein richtiges Franchise, dann würde es als einfacher Indie Skyrim Abklatsch in der 3rd-Person-Perspektive durchgehen.

    2. Ganz oft mussten Konsolen tatsächlich noch in einem Assembler programmiert werden. Engines gab es nur von ganz wenigen Studios (id, Valve, Epic, etc.). Manchmal konnte man sie lizenzieren, später dann immer öfter. Heute gibt es Engines für jeden, quasi zum Nulltarif. Asssembler muss kaum noch jemand machen, was die Cross-Plattform-Verfügbarkeit stark erhöht und jeden, der im Prinzip Software entwickeln kann und ein wenig Talent im 3D-Designer oder Bitmap-Werkzeug hat, dazu befähigt, sein eigenes Spiel zu entwickeln. Die Indieszene boomt mit einfallslosen Walking Simulatoren oder verkorksten Sandbox-Spielen wie Goat Simulator, Gang Beasts, etc. die ohne "Let's Gamer" niemals Aufmerksamkeit erlangen würden und das Geld eigentlich auch nicht wert sind. Dem gegenüber stehen AAA-Titel, die vor Microtransactions nur so strotzen. Mit anderen Worten: es gibt zwar immer mehr Spiele, aber es wird halt auch immer schwieriger in den stark wachsenden Misthaufen die Perlen rauszufischen.

    Beides klare Probleme für Redaktionen, wenn sie neben Hinz und Kunz auf YouTube relevant bleiben möchten. Denn die Arbeit wächst signifikant und die Leute wollen unterhalten werden. Also hyped man Titel. Seit dem Web 2.0 kann jeder Hansel seinen Rotz in den sozialen Medien abladen, die Tendenz der Äußerungen ist zunehmend negativ. Als großes Magazin muss man dann die Informationsführerschaft haben und die Meinung vorgeben, um Trends auszulösen. Sonst bleibt halt nur, sich an Trends anzuschließen. Es traut sich doch niemand, eine Serie wie Zelda stark zu kritisieren, wenn alle anderen sie loben. Stellt euch mal vor, alle hypen Breath of the Wild und die eine Redaktion sieht das realistisch und kritisiert die vielen Defizite ganz offen. Gibt dem Spiel dann die realistisch verdiente Wertung von 60%. Die Zeitschrift kauft doch niemand mehr, nie wieder.

    Früher ging so etwas, da hat sich dann aber nicht gleich jeder Fanboy zu negativ äußern können. Im Gegenteil, bevor der Beißreflex ansprang und man sein Vetro gegeben hat, hat man die Bewertung erst einmal sacken lassen und das Gelesene noch ein paar mal reflektiert oder sich ein Spiel zunächst einmal aus der Videothek ausgeliehen oder eine der vielen Demos auf den Heft-CDs gespielt, bevor man es gekauft hat.

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