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HWID Bann in gewissen Situationen illegal

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  1. HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: Darkmalvet 08.06.20 - 04:14

    Auch wenn Cheater ein großes Problem sind, muss man doch bitte auf dem Boden der Gesetze bleiben, die ganz klar und eindeutig aussagen, dass nur der Nutzer sanktioniert werden darf, der der AGB Bruch begangen hat.

    Kauft nun jemand gebrauchte Hardware und kann mit dieser und einem bereits bestehenden Account nicht spielen hat der Anbieter an diesem Punkt eine Leistungserbringungspflicht, zudem hat der neue Besitzer ein Anrecht auf Löschung der Daten seiner Hardware da er

    1. Keine Zustimmung gegeben, dass die Daten seiner Hardware gespeichert werden

    2. Gegen ihn kein berechtigtes Interesse einer weiteren Speicherung angeführt werden kann, da es der Vorbesitzer war, der gecheatet hat.

    Mich würde jetzt mal interessieren, wie diese Spieleanbieter in der Praxis mit unschuldigen Gebrauchtkäufern umgehen?

  2. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: RedScaledTwo 08.06.20 - 07:54

    Persönliches einzel Schicksal.

  3. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: sunrunner 08.06.20 - 08:20

    Darkmalvet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde jetzt mal interessieren, wie diese Spieleanbieter in der Praxis
    > mit unschuldigen Gebrauchtkäufern umgehen?

    Ganz einfach: Bann = Bann
    Wenn man einen kompletten PC von jemandem Kauft der damit aktiv in Multiplayern gecheated hat, der hat halt pech gehabt. Entweder einen Kaufvertrag erstellen, wo sowas abgefangen wird und du ein recht auf Rückgabe hast, oder halt keinen Kompletten PC billig online kaufen.
    Ich hab mir schon öfter Günstige System von eBay Kleinanzeigen geholt und immer gedragt, ob mit dem System etwas nichts timmt, wenn jemand einen Ryzen+nVidea für < 500¤ anbietet.
    Spätestens wenn ich sage, dass ich eine Absicherung haben möchte, dass der PC keine HWID Bann hat, knicken viele ein und sagen, dass der in den großen Spielen gesperrt ist.

  4. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: Peter V. 08.06.20 - 09:34

    Darkmalvet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn Cheater ein großes Problem sind, muss man doch bitte auf dem
    > Boden der Gesetze bleiben, die ganz klar und eindeutig aussagen, dass nur
    > der Nutzer sanktioniert werden darf, der der AGB Bruch begangen hat.
    >
    > Kauft nun jemand gebrauchte Hardware und kann mit dieser und einem bereits
    > bestehenden Account nicht spielen hat der Anbieter an diesem Punkt eine
    > Leistungserbringungspflicht, zudem hat der neue Besitzer ein Anrecht auf
    > Löschung der Daten seiner Hardware da er
    >
    > 1. Keine Zustimmung gegeben, dass die Daten seiner Hardware gespeichert
    > werden
    >
    > 2. Gegen ihn kein berechtigtes Interesse einer weiteren Speicherung
    > angeführt werden kann, da es der Vorbesitzer war, der gecheatet hat.
    >
    > Mich würde jetzt mal interessieren, wie diese Spieleanbieter in der Praxis
    > mit unschuldigen Gebrauchtkäufern umgehen?
    1. Klar, wenn Du den Dienst nutzt und merkst, dass Du gebannt bist, dann wirst Du wenn nötig zugestimmt haben. Und wie persönlich ein hash ist, kannst Du gerne auf dem Rechtsweg herausfinden.

  5. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: x2k 08.06.20 - 10:51

    Darkmalvet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn Cheater ein großes Problem sind, muss man doch bitte auf dem
    > Boden der Gesetze bleiben, die ganz klar und eindeutig aussagen, dass nur
    > der Nutzer sanktioniert werden darf, der der AGB Bruch begangen hat.
    >
    > Kauft nun jemand gebrauchte Hardware und kann mit dieser und einem bereits
    > bestehenden Account nicht spielen hat der Anbieter an diesem Punkt eine
    > Leistungserbringungspflicht, zudem hat der neue Besitzer ein Anrecht auf
    > Löschung der Daten seiner Hardware da er
    >
    > 1. Keine Zustimmung gegeben, dass die Daten seiner Hardware gespeichert
    > werden
    >
    > 2. Gegen ihn kein berechtigtes Interesse einer weiteren Speicherung
    > angeführt werden kann, da es der Vorbesitzer war, der gecheatet hat.
    >
    > Mich würde jetzt mal interessieren, wie diese Spieleanbieter in der Praxis
    > mit unschuldigen Gebrauchtkäufern umgehen?

    Da hast du in allen punkten recht das problem ist an der stelle nur das du da jedesmal rechtlich aktiv werden musst und ich kann mir vorstellen das das auf die Dauer wirklich nervig wird.
    Bei F2P titeln wird die sache ggf etwas dünn ggf kann man mit DSGVO etwas reißen wenn die da irgendwelche ID nummern speichern. Das sollte aber jemand klären der sich aus kennt.

    Bei kauf titeln bekommst du vermutlich maximal den Kaufpreis erstattet.

    Bleibt nur die frage wie diese id nummer ermittelt wird die den rechner identifiziert. Wenn es z.b. nur eine Seriennummer ist die vom Mainboard stammt könnte man die ggf ändern?
    sunrunner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab mir schon öfter Günstige System von eBay Kleinanzeigen geholt und
    > immer gedragt, ob mit dem System etwas nichts timmt, wenn jemand einen
    > Ryzen+nVidea für < 500¤ anbietet.
    > Spätestens wenn ich sage, dass ich eine Absicherung haben möchte, dass der
    > PC keine HWID Bann hat, knicken viele ein und sagen, dass der in den großen
    > Spielen gesperrt ist.

    Wo findet man denn solche angebote?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.20 10:53 durch x2k.

  6. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: Darkmalvet 08.06.20 - 21:20

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da hast du in allen punkten recht das problem ist an der stelle nur das du
    > da jedesmal rechtlich aktiv werden musst und ich kann mir vorstellen das
    > das auf die Dauer wirklich nervig wird.
    > Bei F2P titeln wird die sache ggf etwas dünn ggf kann man mit DSGVO etwas
    > reißen wenn die da irgendwelche ID nummern speichern. Das sollte aber
    > jemand klären der sich aus kennt.
    >
    > Bei kauf titeln bekommst du vermutlich maximal den Kaufpreis erstattet.

    Wer sich einen gebrauchten PC für 500-600¤ gekauft hat hat aber mitunter kein Geld sich neue Hardware zu kaufen und ist daher darauf angewiesen irgendwie von der Bannliste herunterzukommen.

    Eine eindeutige Geräte ID ist definitiv ein nach DSGVO relevanter Datensatz, genauso wie auch Telefonnummern nach DSGVO relevant sind und ich sehe keinen Weg wie ein Spielebetreiber hier ein berechtigtes Interesse anführen möchten Daten eines unschuldigen Käufers weiter auf der Bannliste zu lassen.

    Ich sehe jedenfalls nicht ein, wieso kleine und mittelgroße Dienstanbieter im Internet hart damit zu knabbern haben sollen ja nicht mit der DSGVO anzuecken und auch in der Praxis harten Strafandrohungen ausgesetzt sind, während multinationale Spieleanbieter tun können sollen was sie wollen.

    Bei Kauftitel besteht darüber hinaus eine Leistungserbringungspflicht, aus der der Anbieter nur dann raus kommt, wenn der Kunde schuldhaft gegen die Vertragsbedingungen verstoßen hat.

    Der Kunde kann eine Kaufpreiserstattung annehmen, er kann aber auch auf die Leistungserbringung bestehen, solange der Richter ihm glaubt keinen solchen Verstoß begangen zu haben.

    Ein Abgleich eines datierter Kaufbelegs der Hardware mit dem Zeitstempel des Banns wäre ein rechtssicherer Beweis um sowohl über die DSGVO als auch über die Leistungserbringungspflicht zu argumentieren.

    Auch bei F2P Spielen greift das, sobald von dem betroffen Nutzer einmal eine Transaktion geflossen ist nur rein kostenlose Anbieter unterliegen keiner Leistungserbringungspflicht

  7. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: FreiGeistler 10.06.20 - 08:18

    sunrunner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach: Bann = Bann
    > Wenn man einen kompletten PC von jemandem Kauft der damit aktiv in
    > Multiplayern gecheated hat, der hat halt pech gehabt.

    Ja ha ha. OP führt gute Argumente an von wegen Gesetz und du "hat halt Pech gehabt". Dann hat halt der Spielemacher mit einer Abmahnung auch "Pech gehabt".

  8. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: x2k 10.06.20 - 08:18

    Das würde aber bedeuten der kunde müsste das f2p spiel bereits vorher gespielt haben bzw die gelegenheit dazu eine Transaktion durch zu führen und erst später einen gebannten rechner gekauft haben.
    Anders herum gäbe es ja keine Möglichkeit eine in game Transaktion zu starten.

  9. Re: HWID Bann in gewissen Situationen illegal

    Autor: Darkmalvet 10.06.20 - 23:17

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das würde aber bedeuten der kunde müsste das f2p spiel bereits vorher
    > gespielt haben bzw die gelegenheit dazu eine Transaktion durch zu führen
    > und erst später einen gebannten rechner gekauft haben.
    > Anders herum gäbe es ja keine Möglichkeit eine in game Transaktion zu
    > starten.

    Es ist ja durchaus ein unrealistisches Szenario, dass jemand mit wenig Geld auf einem alten Laptop spielt, auf dem ein Spiel gerade so läuft und sich dann einen günstigen Gebrauchtrechner kauft.

    Wer feststellt, dass sein gebraucht gekaufter PC schon vor der Erstanmeldung gebannt ist kann sich stattdessen auf die DSGVO berufen um seine HWID aus dem Datensatz des Spieleanbieters entfernen zu lassen.

    Das berechtigte Interesse der Aufbewahrung der HWID zwecks Abwehr von Vertragsverletzungen erlischt zwangsläufig mit dem Verkauf der Hardware an einen Nichtkunden des Spieleanbieters, da dieser überhaupt keinen Vertragsbedingungen zugestimmt hat, die er verletzen könnte.

    Auch Bestandskunden, die bisher nur die kostenlose Version gespielt haben können über die DSGVO argumentieren, in ihrem Fall wäre die Argumentation, dass das berechtigte Interesse der weiteren Speicherung der HWID erloschen ist, weil diese einen mit der Vertragsverletzung eines anderen Kunden in Verbindung bringt.

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