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Welch Scheinheiligkeit

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
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  1. Welch Scheinheiligkeit

    Autor: Anonymer Nutzer 31.08.15 - 17:52

    Nur nicht die gemachten Verbrechen ansprechen und alles was Europa und die USA gemacht haben beschönigen. Außer Russland. Russland darf man böse dastehen lassen. Aber andere Länder haben in ihrer Geschichte nie Verbrechen begangen.

  2. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: KlugKacka 31.08.15 - 17:58

    Etwas mehr ernst in deinen Text, der Sarkasmus war noch zu erkennen, aber Inhaltlich ist das ist ein guter Anfang in die Politik gehen zu können.

  3. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: User_x 31.08.15 - 19:42

    die usa machts ja heute noch, nur hat aus den fehlern anderer geschichtlicher ereignisse gelernt es aus dem hintergrund zu agieren. chemiewaffen im irak z.b.

  4. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: lear 01.09.15 - 07:54

    Es geht aber nicht um Rußland, sondern um Putins Eskapaden. Und nicht um das, was er gemacht *hat*, sondern was er *jetzt* macht.
    Die russische Bevölkerung und das Ansehen Rußlands sind vielmehr die ersten Opfer des Systems Putin.
    Und er wird sich das genauso vorhalten lassen, wie seinerzeit George Bush und Dick Cheney.

    Putin wird nicht anders behandelt, als die anderen Arschlöcher - und wir im Westen nehmen uns heraus zu sagen, die Handlungen sämtlicher politischer und ökonomischer Akteure ungeschminkt zu kommentieren. Komm damit klar. Die Modelle China oder Rußland sind hier absolut nicht mehrheitsfähig - auch wenn einigen das in ihrer Informationsblase entgeht. Es erlaubt Dir zum Beispiel, sogar völlig undifferenziert "den Westen" zu kritisieren, also freu Dich, daß wir nicht so sind oder sein wollen - und akzeptiere, daß im Umkehrschluß auch Du mit Kritiken an Deinen Posterboys klarkommen mußt.

    Davon abgesehen und zum Thema befinden sich die Kritiker dieses Spiels im Irrtum.
    Es ist eine zynische, aber völlig zutreffende Beschreibung dessen, was passiert ist. Ob Zynismus für Kinder (welchen Alters?) geeignet ist, kann ich nicht beurteilen (hängt vielleicht von ihren Eltern ab) - aber grundsätzlich ist die Interpretation genial und alles andere als verwerflich oder rassistisch.
    Trotzdem steht es ihnen frei, ihre falsche Meinung zu äußern - und die Entwickler sind nicht genötigt hier "einzuknicken" - und sollten es auch nicht.
    Das Diktat der gutmenschlichen (Lautstärke-)Mehrheit ist genauso schrecklich, wie das des Kremels, des ZKdKP, oder von sonst irgendwem.

  5. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: blauerninja 01.09.15 - 10:08

    Iglaube, bei Russlandbashing, meint er die Medien. Klar, ganz deiner Meinung, Missstände müssen kritisiert werden und Menschen auch. Ich finde, dass es eh keine anständigen Politiker gibt, höchstens scheinheilige, so wie Mutti. Macht und Anstand sind 2 fremde Welten und scheinbar, wie die Geschichte uns zeigt, unvereinbar. In den Medien wird natürlich nur gegen Personen non grata gehetzt und eigene Missstände werden nicht gezeigt, wobei der Westen auch seeeeeeeehr viel Mist gebaut hat und immer noch baut: illegaler Angriff der NATO auf Jugoslawien bspw. oder der Raubbau in der 3. Welt, verursacht durch westl. Konzerne? Wer denkt, unsere Medien wären keine Propaganda, suche mal doch auf Youtube nach "ZDF keine Nazis in der Ukraine". Ich lebe nicht in Russland und wie sie dort leben ist ihre Sache. Ich lebe in Deutschland und es gefällt mir nicht, das wir hier zum verschleierten 1984 verkommen.

  6. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: divStar 01.09.15 - 10:47

    Naja wenn man schon Geschichte und Russland zusammenführt, sollte man sich auch fragen wie viele Russen (bzw. Menschen aus der ehemaligen UdSSR) hat Russland seinerzeit unter Lenin und Stalin eigentlich auf dem Gewissen? Würde man das bedenken, wäre klar, dass Stalin und Lenin von Hitler gar nicht so weit sind (beide haben Millionen von Menschen auf dem Gewissen).

    Putin hat das (noch) nicht, ist aber auf bestem Weg. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass auch die USA in ihrer Vergangenheit nicht gerade glimpflich mit Menschen umgegangen sind - und damit meine ich nicht zwangsläufig die Sklaverei, sondern auch dem Umgang mit z.B. Japan. Mal eben Bombem abzuwerfen, die nicht (nur) jene, die Entscheidungsträger, auslöschen, sondern auch Menschen, die u.U. mit der Regierung alles andere als sympathisiert haben, ist moralisch wohl ebenfalls verwerflich.

    Ich sehe in dem Spiel an sich nichts schlimmes, wird es sich wohl (leider) so oder so ähnlich zugetragen haben in der Geschichte. Solange das Spiel dies nicht verherrlicht, ist es IMO in Ordnung.

  7. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: nocheiner 01.09.15 - 11:27

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur nicht die gemachten Verbrechen ansprechen und alles was Europa und die
    > USA gemacht haben beschönigen.

    So ist es halt.
    In Wahrheit sind es eben diese lieben Gutmenschen, die die wahren Rassisten sind. Unliebsame Tatsachen als rassistisch abtun damit sie auch ja nicht verbreitet werden.
    Hauptsache "schöne Worte", aber diese natürlich nicht als Lügen bezeichnen.
    Und ja nicht neben nen Farbigen hocken oder gar noch mit einem reden, könnt ja abfärben...

  8. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: User_x 01.09.15 - 14:49

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aber nicht um Rußland, sondern um Putins Eskapaden. Und nicht um
    > das, was er gemacht *hat*, sondern was er *jetzt* macht.

    macht doch erdogan auch, da gibts aber keine prädigt seitens der wu oder nato.

    > Die russische Bevölkerung und das Ansehen Rußlands sind vielmehr die ersten
    > Opfer des Systems Putin.
    > Und er wird sich das genauso vorhalten lassen, wie seinerzeit George Bush
    > und Dick Cheney.

    und wir sind opfer der merkel... vieleicht wollen die russen sogar putin - woher nimmst du dir also das recht darüber zu urteilen bzw. zu wissen, was das russische volk möchte?

    ...

  9. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: Raisti 01.09.15 - 18:00

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aber nicht um Rußland, sondern um Putins Eskapaden. Und nicht um
    > das, was er gemacht *hat*, sondern was er *jetzt* macht.
    > Die russische Bevölkerung und das Ansehen Rußlands sind vielmehr die ersten
    > Opfer des Systems Putin.
    > Und er wird sich das genauso vorhalten lassen, wie seinerzeit George Bush
    > und Dick Cheney.
    >
    > Putin wird nicht anders behandelt, als die anderen Arschlöcher - und wir im
    > Westen nehmen uns heraus zu sagen, die Handlungen sämtlicher politischer
    > und ökonomischer Akteure ungeschminkt zu kommentieren. Komm damit klar. Die
    > Modelle China oder Rußland sind hier absolut nicht mehrheitsfähig - auch
    > wenn einigen das in ihrer Informationsblase entgeht. Es erlaubt Dir zum
    > Beispiel, sogar völlig undifferenziert "den Westen" zu kritisieren, also
    > freu Dich, daß wir nicht so sind oder sein wollen - und akzeptiere, daß im
    > Umkehrschluß auch Du mit Kritiken an Deinen Posterboys klarkommen mußt.
    >
    > Davon abgesehen und zum Thema befinden sich die Kritiker dieses Spiels im
    > Irrtum.
    > Es ist eine zynische, aber völlig zutreffende Beschreibung dessen, was
    > passiert ist. Ob Zynismus für Kinder (welchen Alters?) geeignet ist, kann
    > ich nicht beurteilen (hängt vielleicht von ihren Eltern ab) - aber
    > grundsätzlich ist die Interpretation genial und alles andere als
    > verwerflich oder rassistisch.
    > Trotzdem steht es ihnen frei, ihre falsche Meinung zu äußern - und die
    > Entwickler sind nicht genötigt hier "einzuknicken" - und sollten es auch
    > nicht.
    > Das Diktat der gutmenschlichen (Lautstärke-)Mehrheit ist genauso
    > schrecklich, wie das des Kremels, des ZKdKP, oder von sonst irgendwem.


    Komisch die Kritik an den Saudis wäre auch berechtigt und nötig aber sie kommt nicht. Könnte es eventuell doch sein das man hier politisch stimmung macht ? ;)

  10. Re: Welch Scheinheiligkeit

    Autor: lear 01.09.15 - 19:25

    Raisti schrieb:
    ---------------
    > Komisch die Kritik an den Saudis wäre auch berechtigt und nötig aber sie
    > kommt nicht. Könnte es eventuell doch sein das man hier politisch stimmung
    > macht ? ;)

    Nein, eher schon Realpolitik. Und zwar allerorten.
    Was Putin nicht bedacht zu haben scheint ist, daß er mit der Infragestellung der europäischen Nachkriegsordnung zu weit gegangen ist.

    Ich denke nicht, daß es im Westen irgendwen sonderlich juckt, ob die Krim zum russischen Rußland oder zum weniger russischen Rußland gehört. Die USA dürften in erster Linie an stabileren Verhältnissen in Europa (innerhalb und jenseits der EU) interessiert sein (in deren Augen herrscht hier das totale Chaos) und die EU hat exakt Null Interesse an noch mehr politischen Scherereien in einer Union, die politisch faktisch ohnehin nicht funktioniert. Das EU Interesse an der Ukraine war immer rein wirtschaftlich, die EWG funktioniert nämlich immer noch hervorragend.
    Putin sieht das korrekterweise trotzdem als Bedrohung für seine politischen Pläne, aber das ist ein anderes Thema. Falls das nicht klar ist: die EU Assozierungsabkommen sehen keine unilaterale Bindung vor, das gäbe sofort Ärger mit der WTO. Die Entweder-Oder Situation ergab sich aus dem russichen Zollabkommen, weil ansonsten Rußland über die Ukraine zum europäischen Binnenmarkt geworden wäre und die russische Industrie ggw. ggü. der europäischen dramatisch unterlegen ist. Die Ukraine hätte dann statt der Russen die Marge eingestrichen und sich so emanzipiert.

    Insofern hätte vermutlich niemand (im Westen, ein paar Leute in Kiew hätten das vermutlich anders gesehen) ein Problem mit einem politischen Sezessionsprozeß, wie ihn zB. Schottland von Großbritannien angestrebt hat.

    Eine Abstimmung im Hauruckverfahren, nach Übernahme sämtlicher Informationsquellen und unter militärischer Bewachung entspricht da aber nicht den europäischen Vorstellungen bilateraler Beziehungen, sondern dem (Lokal-)Imperialismus des 19. Jhdts., dessen Früche wir dann in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. geerntet haben (Deutschland trägt erhebliche Verantwortung am Ausbruch des 1. Weltkriegs, aber "Schuld" war das fragile System europäischen Nationalneids) - UND DA GEHEN WIR NICHT WIEDER HIN. PUNKT. AUS. ENDE. Putin hin oder her.

    Es wird im Moment also realpolitisch toleriert, aber akzeptiert wird der Status Quo niemals werden.
    Ich befürchte, daß sich die Situation mit Putin nicht mehr lösen läßt (er kann innenpolitisch nicht mehr zurück, evtl. wenn man ihm einen Bonus liefert), aber gehe davon aus, daß mit einem Nachfolger dann eine einverständliche Regelung gefunden wird.
    Weder können wir Rußland ewig ignorieren, noch die Russen Europa auch nur mittelfristig mit Asien substituieren; und erst Recht kann Rußland die Krim nicht dauerhaft im kalten Konflikt mit der Ukraine halten (weil das Ding ohne Versorgung vom Festland blos ein völlig vertrocknetes, lebensfeindliches etwas ist) - und bei drohendem Krieg wird die EU die ökonomischen Muskeln spielen lassen (die Sanktionen in der Richtung sind ja nur symbolisch und werden in der anderen Richtung weitgehend unterlaufen; wenn wir die Energieabnahme umleiten, zB. Flüssiggas, hat Rußland richtige Probleme)


    Die Situation mit den Saudis ist da ähnlich von realpolitischen Vorstellungen getrieben.
    Man kann sie wegen der Ölabhängigkeit nicht einfach vor den Kopf stoßen (unser Drohpotential ggü. S-A ist ggw. gleich Null) und mental sind die anders drauf als die Russen - deutlich schneller beleidigt (und dann irrational)
    Insofern läßt man (natürlich!) private Kritik an Saudi-Arabien (etc.) zu, aber hält sich politisch öffentlich zurück. Meinung äußert man da (wie auch in Asien) nur im kleinen Kreis.
    Das soll nicht heißen, daß ich die öffentlich pseudokonfrontation mit Rußland für sonderlich zielführend halte, aber man hat eben über die Jahrzehnte die Erfahrung gemacht, daß gegenseitig offen geäußerte Kritik nicht eskaliert und daher weniger Hemmungen sich direkt die Meinung zu geigen.

    Darüberhinaus muß man konstatieren, daß Saudi-Arabien schlicht nicht Europa ist.
    Auch wenn das gerne unterschlagen wird, aber Rußland *ist* Europa und es *hat* eine europäisch ausgerichtete Geschichte (zB. bes. seit Peter dem Großen - bis Stalin).
    Das ist der Maßstab und der Zustand, den man nach dem kalten Krieg mittelfristig bitte endlich wieder erreichen möchte.

    Saudi-Arabien, der ganze Nahe Osten, hat eine Geschichte von rivalisierenden Clans mit fragwürdigen Vorstellungen vom Rechtsstaat (von Demokratie reden wir mal gar nicht erst), es geht also nur um "Fortschritt" - nicht die Abwendung von "Rückschritt".

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