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Neus EA Opfer

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  1. Neus EA Opfer

    Autor: quantummongo 06.08.12 - 15:02

    seit 2008 nach der Übernahme von EA waren die Games nicht mehr die Selben. Massentauglich sollten sie sein, wenig denken und Schlauchlevel war angesagt.

    Ach waren das Zeiten mit BG angefangen und allen Folgenden bis zu dem genannten Termin. Für mich waren sie Stars am Himmel und ich habe damals alles gekauft ohne Bedenken das es mir nicht gefallen hätte können.

    Der Mainstream erstickt jegliche Innovation im Kern. Bin mal gespannt wann dem letzten der jährliche Einheitsbrei von EA zum Halse raus hängt?

  2. Re: Neus EA Opfer

    Autor: Cyrion 06.08.12 - 17:25

    Das Gegenteil ist der Fall.
    Der Mainstream wurde, und ich danke dafür, komplett vor den Kopf gestoßen.
    Ich hole dafür jetzt etwas aus, man solle nämlich nicht erwarten, dass jede Erklärung in 3 Sätzen erfolgen kann.
    Die Frage die Bioware urplötzlich stellte, war:
    Kann die Masse der Gamer wirklich mit einem komplizierten Inhalt umgehen? Wollen sie anfangen etwas zu verstehen und daran arbeiten, wenn es sich ihnen nicht sofort erschliesst? (meine Definition für "not mainstreamed")
    Undzwar besonders dann, wenn man weiss, dass diese Spieleschmiede bereits bewiesen hat, dass sie hochqualitatives Material abliefern kann? Wird ein Stilbruch den Spieler stutzig machen? Neugierig? Wird er Erklärungen suchen?
    Antwort:
    Ja. Ein Teil der erkennt darin ein grandioses Werk.
    Und nein.
    Ein anderer Teil verflucht es. Er entfacht shitstorms, welche zu Shitbränden werden. Obwohl sich diese Spieler in vielem selbst widersprechen oder uneinig sind, haben sie gemeinsame Nenner, z.B : dem Werk wird die künstlerische Freiheit abgesprochen. Mittels Polemik wird der Begriff "Kunst" absichtlich ins unendliche relativiert.

    Wenn man fragt: "warum gefällt es euch -eigentlich- eigentlich nicht?", sollte man keine introspektiv begründete Antwort erwarten. Es sind nicht verletzte Erwartungen über einen Ausgang, der Bruch mit dem gewohnten, oder die Verwirrung als psychologische Faktoren perse, die angeführt werden.

    Man sollte sich aber fragen, ob für jene Spieler eine Antwort überhaupt erwünscht ist. Vielleicht bleiben einige lieber Teil einer Pseudorevolutionären Massendynamik, die sich gegen jegliche Logik immunisiert mittels einem von "rage" angetriebenen Perpetuum mobile selbst antreibt und aufschaukelt. Ein tolles Gefühl. Wir gegen die Willkür der bösen Spieleschmieden. Endlich mal was bewegen.

    Vor allem wurde aber ein neues Rechtsverständnis etabliert.
    Nämlich,dass jeder einzelne Spieler mit dem Kauf das vollständige schöpferische Recht erworben hat und das Produkt einen zu 100% befriedigen muss. ( Selbst wenn das Spiel raubkopiert wurde ).
    Und obwohl das bei mehreren Millionen Spielern natürlich "schwer" ist, fing die Industrie irgendwann an ( ja, Spieler fordern das schon länger ) sich gerade nach dieser unrealistischen Forderung zu richten.
    Die Folge? Leichte Kost. Je besser verträglich, desto erfolgreicher. Jeder kann sich selbst Beispiele dazu nennen.
    Alles andere wird abgelehnt und vor der Produktion abgewunken. Als verrückt erklärt.

    Da fasst ein Studio unglaublich naiverweise den Entschluss sich weeiit aus dem Fenster zu lehnen und damit freiwillig die Spielerwelt zu spalten. Ob EA davon wusste?
    Nicht durch ein durchwachsenes Spiel wie Dragon Age 2.
    Sondern durch auf Reflexion, Drama und Katharsis basierendes interaktives Schauspiel. Durch Hinterfragung von selbsteingeleiteter Konditionierung und dem farblich kodierten Moralverständnis. Durch die Aufforderung, ihr gesamtes Werk aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten. Und das ist eigentlich auch ziemlich viel, was verlangt wird. Aber dadurch unterscheided es sich eben vom Mainstream.

    Diesem Studio war bereits vorher klar was geschehen wird. Spaltung. Aber nicht in diesem Maße.
    Ein Volkswirtschaftlicher Fehler. Man sieht was geschehen ist.

    Deshalb ist dein Beitrag aus meiner Sicht purer Hohn.
    Biowares hat sich der künstlerischen Freiheit willen selbst dem Scharfrichter ausgeliefert (EA). Und dieser hört in diesem Fall auf den wütenden Mob ( oh weh, wenn sich jemand dagegen stellt und für den zu hängenden einsteht. Die "freie Meinung" des Mobs muss schliesslich respektiert und damit umgesetzt werden. )
    Wer genau hinhört wird im Getöhse wohl noch Worte wie "Hexe" oder "um was gehts eigentlich?!" heraushören dürfen. Aber wer von diesen hat SWTOR oder ME nie nur an- oder zuende gespielt und meint dennoch sich ein ausreichendes Urteil bilden zu können?
    Ein möglicher Untergang Biowares ist damit nicht unbedingt Biowares eigene Schuld.
    Sie haben nur etwas geschaffen, dass gespalten hat. Was ansich durchaus positiv zu bewerten ist ( Meinungsvielfalt), wird aufgrund der vielen Schreihälse daraufhin von Medien und Presse als Versagen verstanden. Lobrufe werden ignoriert.

    Die moderne Technik bringt uns nicht aus dem Mittelalter heraus. Schliesslich ist es auch nicht Technik, die unseren Verstand validiert, die Moral prägt oder die Reflexion auslöst.
    Wir haben damit nur die Möglichkeit erhalten, viel größere, wütendere und anonymere Mobs zu bilden..
    Oder trotz perforierten Meinungen ein Momentum aufzubauen.
    Darum wird der Mainstream immer Recht behalten.

  3. Re: Neus EA Opfer

    Autor: quantummongo 06.08.12 - 18:09

    Sehr schön, ich muss zugeben ich habe aufmerksam gelesen was du da ausschweifend rüber bringen wolltest. Normalerweise überfliege ich alles nur mit halber Aufmerksamkeit, aber du hast mich aus meiner Schläfrigkeit geholt :)

    Im Prinzip wiedersprichst du mir und dir indem du mir unterstellst, das ich mit Hohn darüber urteilen würde. Aber im gleichen Kommentar beschreibst du nur zu schön wie es zu dem Zwang zum Mainstreams kommt, der von mir sicher nicht gewünscht wurde.

    Daher unterscheiden sich mein und dein Kommentor im Sinne nur wenig. Denn meiner ist nur die Reaktion deiner Ursachenbeschreibung. Ich für meinen Teil befürworte diese Entwicklung der Kommerzialisierung vieler Publisher nicht und konsumiere nur noch gezielt und die Schicksale der Studios zeigen doch, dass ich wohl nicht er einzige bin.

    Aber glücklicherweise zeigt sich in den letzten Jahren immer mehr eine Wende ab, die auch unabhängigen Entwicklern die Möglichkeit gibt sich zu vermarkten und dort werde ich fündig.

    Ich sehe meinen ersten Kommentar als neutral an und Hohn schwingt wohl eher darin, das ich meine eigene Einstellung dem Mainstream gegenüber als bestätig sehe.

    Da ich so gut wie alle Werke von Bioware bis zum Ende kenne, kann ich auch für mich sagen das mit Dragon Age angefangen die Spieltiefe der Werke stark nachgelassen hatten. Sei es mal dahingestellt ob die Übernahme von EA dazu beigetragen hatte.

    :)

  4. Warum eigentlich?

    Autor: derKlaus 06.08.12 - 19:52

    Ich würde es ja begrüßen, wenn sich BioWare ähnlich wie Harmonix wieder von EA loskaufen würde. Aufgrund der letzten weniger erfolgreichen Titel wäre das doch eine nicht ganz unrealistische Option. Einige Leute sind ja schon weg (das dürften die Jungs hinter Banner Saga sein), und so könnte man doch einen guten Neustart hinlegen. Einige große Namen haben ja vorgemacht, dass man Projekte mittlerweile ganz gut mit Crowdfunding an Publishern und Investoren vorbei finanzieren kann.
    @Cyrion: Ich fand Deine Erklärung sehr gelungen, so ähnlich sehe ich das durchaus auch, nur hätte ich es wohl nicht so gut in Worte fassen können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.12 19:53 durch derKlaus.

  5. Re: Neus EA Opfer

    Autor: Cyrion 06.08.12 - 20:20

    Mit "neues EA Opfer" , laut deiner Überschrift assoziiere ich Bioware.

    Wenn daraufhin direkt von Mainstream zu lesen ist und zudem BG erwähnt wird, liest es sich wie :" Bioware früher gut, heute schlecht, da mainstream"
    Da jedoch gerade Bioware mit dem stark spaltenden ME3 ein großes Wagnis einging und dem Mainstream nicht nur destruktiv entgegentrat, nein, ihn sogar konstruktiv an etwas höherwertiges heranführen wollte, wirkte diese Äusserung wie -Hohn-,

    Was die Ursachen betrifft, so könnte man diese beim seichten Massengeschmack, und nicht nur beim Publisher finden. Würde der Großteil nur noch qualitativ und den Intellekt ansprechende Titel akzeptieren, wäre kein Publsher so doof dies zu ignorieren.
    Aber man gibt sich eben mit Tierfutter zufrieden. Hauptsache es stopft. Es zählt eben was unterm Strich rauskommt. Schwarz oder rot.

    Mit deiner Erklärung liest sich dein erster Beitrag im nachhinein, zugegebenermaßen, anders. Auch sind wir dann wohl "auf der selben Seite". Der Inhalt unserer Beiträge gleicht sich trotzdem nicht unbedingt.

    Aber versteh mich nicht falsch.
    Ich verfluche EA wohl schon seit Westwoods forciertem Untergang.
    Dies war eine naive Fehlentscheidung EAs oder irgendeines völlig weltfremden
    EA BWL'lers.

    Der heutige Trend aber ist zumindest aus meiner Sicht der Game-fast-food Kultur geschuldet. Die Publisher reagieren lediglich. Und das gerechtfertigt. Mit reinem Hirnfutter würden sie untergehen. Komplexere Erfolgserlebnisse werden dem simpelsten Stimulus-Response Prinzip geopfert. (Damit Activision auch sein Fett Wegbekommt:
    SC2 ist wohl das genaue Gegenteil von D3, obwohl von der selben Schmiede, Blizz.
    "Glück" aus Itemwahn contra Strategie,Taktik und Psychologischem Erfolg. Dafür fällt der Einstieg schwerer und es wird eine höhere Frusttoleranz gefordert.)

    Man möge sich die Utopie ausmalen, falls der gescheiterte Versuch Biowares, den überhöhten Luftdruck aus den Spielerköpfen abzulassen doch erfolgreich gewesen wäre.

    @Klaus, danke sehr.
    Zumal wundert und freut es mich, dass ausnahmsweise kein Spamregen folgt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.12 20:21 durch Cyrion.

  6. Re: Neus EA Opfer

    Autor: Endwickler 07.08.12 - 09:55

    Ok, es war ein Versuch, seriös zu klingen, aber leider bedienst du dich der Polemik, die du anderen andichtest. Das ist Schade, denn dein Wortschatz dürfte mehr hergeben.

    Wie wäre es, damit anzufangen, zu benennen, worüber du da schreibst?
    Worthülsen wie "sie haben etwas geschaffen, das spaltet" sagen gar nichts aus und helfen dem Leser nicht, diese Verwirrung aufzulösen, denn er erfährt nicht, was dieses etwas sein soll. Da fehlen noch ein paar Sachen, die du dir zwar gedacht, aber nicht geschrieben hast.

    Oder sind die Selbstentlassungen der zwei Leute dieses "grandiose Werk"?

    Edit1:
    Da EA anscheinend die Marke Bioware wie jede andere Marke auszuschlachten versucht, gehe ich nicht mehr davon aus, dass es von Bioware jemals Spieleperlen wie früher geben wird. Natürlich kann man bei anderen Spielern von Mainstream sprechen und bei sich selber von der Ausnahme: Fakt ist jedoch, dass jeder Spieler für sich selber eine Ausnahme darstellen und auch mit komplizierteren Inhalten umgehen kann. Sonst wären es keine intelligenten Menschen.

    Edit2:
    Zum TE: Ja, leider gibt es immer wieder Spiele, die anfänglich so aussehen, als könnte man sie kaufen. Die letzten Jahre lehrten mich jedoch eines: Kaufe nie zum Erscheinen, denn dann bist du der Dumme. Warte ein Jahr, dann kostet das Spiel weniger und es ist dann vollständiger, fehlerfreier und in der Regel nicht schlechter. Das einzige, was ich überhaupt noch unbesehen sofort kaufen würde: Elite 4. Und wenn das dann auch mit DLC anfinge, käme der Biss in den eigenen Hintern gleich dazu.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.12 10:03 durch Endwickler.

  7. Re: Neus EA Opfer

    Autor: Endwickler 07.08.12 - 11:30

    Oh, Westwood! *heul*

  8. Re: Neus EA Opfer

    Autor: Cyrion 07.08.12 - 15:21

    >"Wie wäre es, damit anzufangen, zu benennen, worüber du da schreibst?"
    >"Worthülsen wie "sie haben etwas geschaffen, das spaltet" sagen gar nichts aus"
    >>Y"Da jedoch gerade Bioware mit dem stark spaltenden ME3 ein großes Wagnis einging"...


    > "und helfen dem Leser nicht, diese Verwirrung aufzulösen,"
    Den Grund deiner Verwirrung solltest du woanders suchen. Unaufmerksames lesen zum Beispiel.

    Den "Massen Effect" der Spaltung kennt jeder, der ME3 gespielt hat. Wer es nicht gespielt hat, dem könnte man auch auf 2 Seiten nicht erklären, wodurch die Spaltung ausgelöst wurde. Zudem würde es jedem Spieler das Ende der Trilogie verraten. Weshalb sollte ich dies tun?

    Zu deinem 1. Edit : Darum blüht die Welt nach allen Maßstäben des Humanismus auf. Überall nur intelligente Spieler die "selber eine Ausnahme darstellen".
    Warst noch nie in Foren unterwegs? Ein jeder hält seine Logik unfehlbar und seine Ausbildung darin mit seiner Geburt abgeschlossen. Das wiegt auch kein IQ auf.

    Edit 2 hat für mich zumindest keine Themenrelevanz, darum auch keine Antwort darauf.

    und bevor du antwortest und mir wieder Polemik oder Fehlende Erklärungen unterstellst, lies den Text doch bitte noch ein zweites mal.

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