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Der Mann hat Recht!

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  1. Der Mann hat Recht!

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 23.04.16 - 12:03

    Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin noch ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe inzwischen so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr rein weil es fast keiner mehr versteht.

    Davor hatte ich 10h/Tag und 6-Tage-Woche für 4-5 Jahre und war auch nicht unglücklich. Es gab da wo ich vorher gearbeitet habe aber viele Leute die Dienst nach Vorschrift gemacht haben und genau so war auch ihre Begeisterung für den Job des Entwicklers an sich. Leute die schon mit der Einstellung "Das ist für mich nur ein Job. Ich tu das weil die Kohle stimmt. Privat interessieren mich andere Dinge" als Entwickler anfangen, werden zwangsläufig unglücklich werden. Es ist ein Beruf bei dem man jeden Tag viele Stunden allein am Rechner sitzt. Oft ist nicht mal mehr eine Hand voll Leute in der Firma überhaupt in der Lage, das spezifische Problem das man gerade in in der Software löst zu verstehen.

    Viele Uni-Absolventen heutzutage sind schlicht und ergreifend schlechte Programmierer (Igitt-Pointerarithmetik-Generation) auf der einen Seite und auf der anderen Seite haben sie kein Herzblut für den Beruf des Software-Entwicklers. Dafür haben sie Einbildung und zur Krönung des Ganzen noch zusätzlich ein so dünnes Fell, dass sie jede Kritik an ihrem Code als Angriff auf ihre Person sehen. Außerdem will man ja gar nicht Entwickler bleiben sondern sieht das nur als Zwischenstufe. Also lieber schon mal gar nicht zu viel Lebenszeit in die Förderung der entsprechenden Skills stecken. Man will ja schließlich weiter kommen. Tja... Ein Manager-Wasserkopf ist ja ganz nett. Aber am Ende will man halt ein Produkt verkaufen. Dafür braucht es Entwickler und Architekten.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  2. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Aslo 23.04.16 - 12:59

    Leute wie du treten die Errungenschaften unserer Gesellschaft der letzten 100 Jahre mit den Füßen. Eigentlich müsste kein Mensch auf der Erde noch länger als 4h am Tag arbeiten, wäre da nicht die "freie Marktwirtschaft"...

  3. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: exxo 23.04.16 - 12:59

    Die Handarbeit kann man auch in Indien erledigen lassen ;-)

  4. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Gerhardt_Kxx82 23.04.16 - 13:17

    Das ist eh ein quatschKopf. 150000 Euro hier 250000 da. Mal 80h mal 40 mal 120. Typische labertasche. Und selbst wenn er soviel verdient und dafür angeblich glücklich keine zeit hat dann ist er halt ein Einzelfall und gut ist. Das gesabbel hilft trotzdem niemand.

  5. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: sofries 23.04.16 - 13:50

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin noch
    > ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe inzwischen
    > so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr
    > rein weil es fast keiner mehr versteht.
    >
    > Davor hatte ich 10h/Tag und 6-Tage-Woche für 4-5 Jahre und war auch nicht
    > unglücklich. Es gab da wo ich vorher gearbeitet habe aber viele Leute die
    > Dienst nach Vorschrift gemacht haben und genau so war auch ihre
    > Begeisterung für den Job des Entwicklers an sich. Leute die schon mit der
    > Einstellung "Das ist für mich nur ein Job. Ich tu das weil die Kohle
    > stimmt. Privat interessieren mich andere Dinge" als Entwickler anfangen,
    > werden zwangsläufig unglücklich werden. Es ist ein Beruf bei dem man jeden
    > Tag viele Stunden allein am Rechner sitzt. Oft ist nicht mal mehr eine Hand
    > voll Leute in der Firma überhaupt in der Lage, das spezifische Problem das
    > man gerade in in der Software löst zu verstehen.
    >
    > Viele Uni-Absolventen heutzutage sind schlicht und ergreifend schlechte
    > Programmierer (Igitt-Pointerarithmetik-Generation) auf der einen Seite und
    > auf der anderen Seite haben sie kein Herzblut für den Beruf des
    > Software-Entwicklers. Dafür haben sie Einbildung und zur Krönung des Ganzen
    > noch zusätzlich ein so dünnes Fell, dass sie jede Kritik an ihrem Code als
    > Angriff auf ihre Person sehen. Außerdem will man ja gar nicht Entwickler
    > bleiben sondern sieht das nur als Zwischenstufe. Also lieber schon mal gar
    > nicht zu viel Lebenszeit in die Förderung der entsprechenden Skills
    > stecken. Man will ja schließlich weiter kommen. Tja... Ein
    > Manager-Wasserkopf ist ja ganz nett. Aber am Ende will man halt ein Produkt
    > verkaufen. Dafür braucht es Entwickler und Architekten.


    Ich finde es gut, dass es solche Leute wie dich gibt. Du opferst deine wertvolle Lebenszeit dafür, dass wir als Vorgesetze den Kunden ein gutes Projekt präsentieren können und damit bei Geschäftspartnern besser dastehen. Als Ausgleich lassen wir dich in deiner Höhle nach Belieben walten, solange die Ergebnisse stimmen und wir dadurch größere Boni und Beförderungen einstreichen, während du in deinem Büro vor dich hinprogrammierst. Irgendwann werden wir dich ersetzten, weil sich unser Unternehmen neu orientiert und wir frische Köpfe brauchen. Dann wirst du merken, wie schön es gewesen wäre, sich Freunde und eine Familie aufzubauen, denn in schweren Momenten hilft dir kein Geld und kein gefülltes Arbeitszeitkonto.

  6. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Myxier 23.04.16 - 14:08

    OP pauschalisiert einfach über alle Entwickler hinweg, genau wie der workaholic im Artikel. Wenn es euch Lebensfreude bringt, schön. Erwartet das aber nicht von anderen. Ich kann auch nicht verstehen, wie man so eine Einstellung vertritt und dann Spruch "von innen sieht ein Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus" in der sig hat. Ich arbeite gerne 'auch mal' 16h am Tag, wenn es ein Projekt ist, welches mich begeistert, es vielleicht noch mein eigenes ist und das Team stimmt. Die Faktoren sind eben nicht für alle gegeben. Aber wenn man einfach nur mit 'viel hilft viel' workaholic Einstellung an die Sache herangeht, bringt das weder dem Projekt, deinem Leben, noch anderem Entwicklern etwas.

  7. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Gromran 23.04.16 - 14:22

    Du bist glücklich? Nein du bist ein Idiot, der sich ausbeuten lässt!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.16 14:27 durch Gromran.

  8. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Joiner 23.04.16 - 14:32

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
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    >
    > Ich finde es gut, dass es solche Leute wie dich gibt. Du opferst deine
    > wertvolle Lebenszeit dafür, dass wir als Vorgesetze den Kunden ein gutes
    > Projekt präsentieren können und damit bei Geschäftspartnern besser
    > dastehen. Als Ausgleich lassen wir dich in deiner Höhle nach Belieben
    > walten, solange die Ergebnisse stimmen und wir dadurch größere Boni und
    > Beförderungen einstreichen, während du in deinem Büro vor dich
    > hinprogrammierst. Irgendwann werden wir dich ersetzten, weil sich unser
    > Unternehmen neu orientiert und wir frische Köpfe brauchen. Dann wirst du
    > merken, wie schön es gewesen wäre, sich Freunde und eine Familie
    > aufzubauen, denn in schweren Momenten hilft dir kein Geld und kein
    > gefülltes Arbeitszeitkonto.

    Wow, Du hast das leider gut erfasst und komprimiert. Überspitzt, aber doch wahr. Aber warum leider - hm, macht mich nachdenklich. Top!

  9. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: non_sense 23.04.16 - 14:45

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin noch
    > ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe inzwischen
    > so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr
    > rein weil es fast keiner mehr versteht.

    Also gehörst du zu den Leuten, die absichtlich beschissenen Code schreiben, nur damit du dein Job sichern kannst?

  10. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: tomate.salat.inc 23.04.16 - 16:26

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin noch
    > ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe inzwischen
    > so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr
    > rein weil es fast keiner mehr versteht.

    Zum Glück bist du nicht bei uns in der Firma! Nach der Aussage zu urteilen schreibst du wohl unnötig komplizierten und undokumentierten Code. Teamfähig bist du anscheinend auch nicht. Ich hab nix gegen dich, kenne dich ja nicht und will dich nicht angreifen, aber meiner Meinung nach bist du nicht anerkannt. Klingt eher als ob deine Kollegen keinen Bock mehr auf dich hätten. Ich hatte mal einen Kollegen der sich wohl auch so gesehen hat wie du selber - und auf den passte meine Einschätzung von oben perfekt. War froh als der endlich weg war. Als wir dann seinen "mystischen" kram übernehmen durften, da wurde er endlich mal langsam stabil.

  11. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: 486dx4-160 23.04.16 - 19:10

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele Uni-Absolventen heutzutage sind schlicht und ergreifend schlechte
    > Programmierer (Igitt-Pointerarithmetik-Generation) auf der einen Seite und
    > auf der anderen Seite haben sie kein Herzblut für den Beruf des
    > Software-Entwicklers. Dafür haben sie Einbildung und zur Krönung des Ganzen
    > noch zusätzlich ein so dünnes Fell, dass sie jede Kritik an ihrem Code als
    > Angriff auf ihre Person sehen. Außerdem will man ja gar nicht Entwickler
    > bleiben sondern sieht das nur als Zwischenstufe. Also lieber schon mal gar
    > nicht zu viel Lebenszeit in die Förderung der entsprechenden Skills
    > stecken. Man will ja schließlich weiter kommen.

    Liegt wohl daran dass an einer Universität keine praktischen Kenntnisse, sondern theoretisches Wissen vermittelt wird. Ein Uni-Absolvent soll Software entwerfen, nicht schreiben. Der soll dir Algorithmen basteln und optimieren, keine Programme schreiben.
    Ein Architekt ist auch ein beschissener Maurer, und von Elektroinstallation hat er auch keine Ahnung. Und keinen stört's.

  12. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Bautz 23.04.16 - 20:57

    Kenne auch jemanden der nach dem Studium erstmal bei ner großen Beratung angefangen hat und da regelmäßig 80h+ die woche schiebt, für ordentlich Zaster.

    Ich für meinen Teil verdiene auch ganz gut, mit 45h die Woche (mit ein paar Ausnahmen). Mehr Geld würde mich nicht glücklich machen.

  13. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: smaggma 24.04.16 - 00:51

    Du tust mir leid ... Freunde und Familie kannst du bei den Arbeitszeiten ja eigentlich keine haben ... und wenn doch, siehst du sie anscheinend so gut wie nie. Das wird eine einsame Zeit wenn der Job mal nicht mehr da ist ... aber jeder wie er mag. Für erstrebenswert halte ich das aber nicht.

    Ich mag meinen Job und gehe gerne zur Arbeit aber mehr als 7-9 Stunden möchte ich trotzdem nicht pro Tag arbeiten. Es gibt einfach zu viele andere Dinge im Leben die es zu erleben gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.04.16 00:53 durch smaggma.

  14. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Muhaha 24.04.16 - 08:26

    smaggma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du tust mir leid ...

    Er muss Dir nicht leid tun. Es ist offensichtlich, dass hier ganz bewusst getrollt und provoziert wird.

  15. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Shred 24.04.16 - 11:44

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin noch
    > ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe inzwischen
    > so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr
    > rein weil es fast keiner mehr versteht.

    Hey, das kenne ich... Ich nenne solche Kollegen "Helden". Und ein oder zwei Helden gab es in jeder Firma, in der ich bisher war. Helden können tun und lassen, was sie wollen. Niemand stellt ihre Arbeit in Frage. Mythen ranken sich um ihre Fähigkeiten. Bei der Geschäftsführung haben sie immer ein Stein im Brett.

    Von den anderen Entwicklern werden sie allerdings belächelt. Denn Helden überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und unterschätzen die Fähigkeiten der anderen. Helden wirken arrogant, sind nicht teamfähig. Mit ihnen zusammenarbeiten zu müssen, um Schnittstellen zu definieren, ist immer das unbeliebteste Arschkärtchen an der Scrum-Wand. Helden sind der Sand im Team-Getriebe. Niemand redet ihm in sein Zeug rein, einfach weil niemand Bock hat, überhaupt noch mit ihm zu reden und sich von oben herab belehren zu lassen.

    Die Heldenstories enden oft gleich. Irgendwann dämmert es der Geschäftsführung, das Helden ein Single Point of Failure sind. Ihr Code ist so komplex und so schlecht dokumentiert, dass es nur die Helden selbst sind, die ihn verstehen und warten können. Aber was ist, wenn der Held mal länger krank wird (sind so viele Überstunden überhaupt gesund?), wenn er verunfallt oder eines Tages den Betrieb wechselt? Man begreift dann, dass Wissen wertvoller ist, wenn es auf mehreren Schultern eines gut harmonierenden Teams verteilt ist. Und spätestens dann wird der Held obsolet. Man duldet ihn bestenfalls noch als Relikt in der Firma, lässt ihn weiter an seinen Sachen herumarbeiten und gibt ihm das Gefühl, wichtig zu sein. Oder man entledigt sich seiner ganz und ersetzt dessen Eigententwicklung durch auf dem Markt verfügbare, dokumentierte Software.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.04.16 12:02 durch Shred.

  16. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Maatze 24.04.16 - 17:36

    Aslo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leute wie du treten die Errungenschaften unserer Gesellschaft der letzten
    > 100 Jahre mit den Füßen. Eigentlich müsste kein Mensch auf der Erde noch
    > länger als 4h am Tag arbeiten, wäre da nicht die "freie Marktwirtschaft"...


    Stimme zu. Die Medienindoktrinierung schlägt hald zu und funktioniert. Man(n) definiert sich nur noch durch Arbeit (zum Profit anderer) und den folgenden Konsum.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.04.16 17:37 durch Maatze.

  17. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Maatze 24.04.16 - 17:42

    Bautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kenne auch jemanden der nach dem Studium erstmal bei ner großen Beratung
    > angefangen hat und da regelmäßig 80h+ die woche schiebt, für ordentlich
    > Zaster.
    >
    > Ich für meinen Teil verdiene auch ganz gut, mit 45h die Woche (mit ein paar
    > Ausnahmen). Mehr Geld würde mich nicht glücklich machen.

    Ja, wenn ich soviel arbeite wie zwei andere Menschen zusammen, erwarte ich auch das ich mindestens soviel wie mit zwei Jobs verdiene.

    Ich arbeite seit mittlerweile drei Jahren selbstständig, früher auch oft 80+ Stunden gearbeitet, nun durchaus mal 20 Stunden und wisst ihr was? Ich verdiene gravierend mehr wie früher und es geht mir sonstwo vorbei, dass ich eigentlich noch viel mehr verdienen könnte. Bin mein eigener Herr, nehme Urlaub wann ich Lust habe und arbeite mal 80 mal 20 Stunden. Geld ist im Leben nur ein Mittel zum Zweck, das sollte man sich bewusst machen und das lieber früher als später.

    Grüße

  18. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: theonlyone 25.04.16 - 01:42

    Maatze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bautz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kenne auch jemanden der nach dem Studium erstmal bei ner großen Beratung
    > > angefangen hat und da regelmäßig 80h+ die woche schiebt, für ordentlich
    > > Zaster.
    > >
    > > Ich für meinen Teil verdiene auch ganz gut, mit 45h die Woche (mit ein
    > paar
    > > Ausnahmen). Mehr Geld würde mich nicht glücklich machen.
    >
    > Ja, wenn ich soviel arbeite wie zwei andere Menschen zusammen, erwarte ich
    > auch das ich mindestens soviel wie mit zwei Jobs verdiene.
    >
    > Ich arbeite seit mittlerweile drei Jahren selbstständig, früher auch oft
    > 80+ Stunden gearbeitet, nun durchaus mal 20 Stunden und wisst ihr was? Ich
    > verdiene gravierend mehr wie früher und es geht mir sonstwo vorbei, dass
    > ich eigentlich noch viel mehr verdienen könnte. Bin mein eigener Herr,
    > nehme Urlaub wann ich Lust habe und arbeite mal 80 mal 20 Stunden. Geld ist
    > im Leben nur ein Mittel zum Zweck, das sollte man sich bewusst machen und
    > das lieber früher als später.
    >
    > Grüße

    Muss man sich halt leisten können.

    Andere sind Festangestellt und sitzen einfach ihre 30-40 Stunden ab, die haben auch keinerleih Stress dabei.

    Andere sind Selbstständig und so unter Druck das sie keine Projekte finden, das macht man dann auch nicht lange mit, irgendwann hat man einfach kein Geld mehr.

    Am Ende muss man schauen was für einen funktioniert und wenn es zu schlecht läuft muss man eben auch sagen können "Bis hier und nicht weiter" , aber auch das wird umso schwerer umso abhängiger man wird.

  19. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Trockenobst 25.04.16 - 15:46

    theonlyone schrieb:
    > Andere sind Selbstständig und so unter Druck das sie keine Projekte finden,
    > das macht man dann auch nicht lange mit, irgendwann hat man einfach kein
    > Geld mehr.

    In der IT keine Projekte finden? Das ist bestenfalls in der Krise vor drei Jahren für ca. 6 Monate der Fall gewesen und da hätte man noch massiv so dumpen können das man wenigstens kein Geld verliert. Notfalls eben in einer anderen Stadt im Wohnklo.

    Klar, nicht jeder Ich AGler mit einem PHP-Handbuch auf den Tisch das er sich "bald mal geben wird" sollte die Selbstständigkeit wählen. Aber das ist doch Teil der Gesamtkonzeptes dass man nur dann Freelancer wird, wenn man gut genug ist und weiß wie man an Projekte rankommt.

    Ich kenne Leute die bewerben sich als externe auf Festanstellungen und sind so in sehr große Konzerne reingekommen, weil die manchmal so einen Druck haben...da nimmt man 20% Abschlag im Kauf, dafür kriegt man Mittagessen für 3,50¤ im Sonderpreis ;^)

  20. Re: Der Mann hat Recht!

    Autor: Michael H. 26.04.16 - 15:22

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich mache jetzt seit zwei Jahren ca. 13h/Tag und 6-Tage-Woche und bin
    > noch
    > > ganz glücklich. Ich bin anerkannter Fachidiot bei uns. Ich habe
    > inzwischen
    > > so eine Art "Mantel des Mystischen". Niemand redet mir in mein Zeug mehr
    > > rein weil es fast keiner mehr versteht.
    > >
    > > Davor hatte ich 10h/Tag und 6-Tage-Woche für 4-5 Jahre und war auch
    > nicht
    > > unglücklich. Es gab da wo ich vorher gearbeitet habe aber viele Leute
    > die
    > > Dienst nach Vorschrift gemacht haben und genau so war auch ihre
    > > Begeisterung für den Job des Entwicklers an sich. Leute die schon mit
    > der
    > > Einstellung "Das ist für mich nur ein Job. Ich tu das weil die Kohle
    > > stimmt. Privat interessieren mich andere Dinge" als Entwickler anfangen,
    > > werden zwangsläufig unglücklich werden. Es ist ein Beruf bei dem man
    > jeden
    > > Tag viele Stunden allein am Rechner sitzt. Oft ist nicht mal mehr eine
    > Hand
    > > voll Leute in der Firma überhaupt in der Lage, das spezifische Problem
    > das
    > > man gerade in in der Software löst zu verstehen.
    > >
    > > Viele Uni-Absolventen heutzutage sind schlicht und ergreifend schlechte
    > > Programmierer (Igitt-Pointerarithmetik-Generation) auf der einen Seite
    > und
    > > auf der anderen Seite haben sie kein Herzblut für den Beruf des
    > > Software-Entwicklers. Dafür haben sie Einbildung und zur Krönung des
    > Ganzen
    > > noch zusätzlich ein so dünnes Fell, dass sie jede Kritik an ihrem Code
    > als
    > > Angriff auf ihre Person sehen. Außerdem will man ja gar nicht Entwickler
    > > bleiben sondern sieht das nur als Zwischenstufe. Also lieber schon mal
    > gar
    > > nicht zu viel Lebenszeit in die Förderung der entsprechenden Skills
    > > stecken. Man will ja schließlich weiter kommen. Tja... Ein
    > > Manager-Wasserkopf ist ja ganz nett. Aber am Ende will man halt ein
    > Produkt
    > > verkaufen. Dafür braucht es Entwickler und Architekten.
    >
    > Ich finde es gut, dass es solche Leute wie dich gibt. Du opferst deine
    > wertvolle Lebenszeit dafür, dass wir als Vorgesetze den Kunden ein gutes
    > Projekt präsentieren können und damit bei Geschäftspartnern besser
    > dastehen. Als Ausgleich lassen wir dich in deiner Höhle nach Belieben
    > walten, solange die Ergebnisse stimmen und wir dadurch größere Boni und
    > Beförderungen einstreichen, während du in deinem Büro vor dich
    > hinprogrammierst. Irgendwann werden wir dich ersetzten, weil sich unser
    > Unternehmen neu orientiert und wir frische Köpfe brauchen. Dann wirst du
    > merken, wie schön es gewesen wäre, sich Freunde und eine Familie
    > aufzubauen, denn in schweren Momenten hilft dir kein Geld und kein
    > gefülltes Arbeitszeitkonto.

    Und wieder obsiegt die Kritik in Form von Ironie und Sarkasmus. Danke für dieses durchaus durchdachte Stück Gesellschaftskritik. +1

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