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Kampfsportarten != Menschen töten

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  1. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: lottikarotti 30.08.17 - 16:28

    > Beim olympischen Boxen eben eher weniger. Meine Meinung über das "normale"
    > Boxen habe ich mehrfach mitgeteilt. Scheinst Du überlesen zu haben.
    Der einzige Unterschied ist, dass die Boxer einen Helm (und ein Shirt?) tragen. Die Schläge tun aber trotzdem höllisch weh, denn auch dort gibt es keine Regeln die besagen, dass man sanft zuhauen oder den Kopf verschonen soll. Reale Gewalt scheint aber besser akzeptiert zu werden als virtuelle :-)

    > Für das OK scheint aber schon die Darstellung von "menschlichen" Gegnern
    > ein Problem zu sein (welches ich Teile). Das hat mit der Diskussion
    > Realität nun mal gar nichts zu tun. Warum muss diese dann immer wieder
    > reingebracht werden? Hier geht es nicht um "Killerspiele"...
    Weil ich diese Ansichten eben nicht teile :-)

    > Auch das tut nichts zur Sache...
    Doch, denn damit will ich nur deutlich machen, dass es durchaus Menschen gibt, für die "virtuelle Gewaltdarstellung" - gerade bei eSport-Titeln - kein Grund für einen Ausschluss sein sollte.

    > Und warum ist Paintball dann noch nicht olympisch?
    Weil sich gegenseitig auf die Fresse zu hauen offensichtlich harmloser ist als Farbkugeln abzukriegen :-)

    Letztlich ist's mir aber auch wurscht, Olympia juckt mich ehrlich gesagt nicht.

    R.I.P. Fisch :-(

  2. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: Lapje 30.08.17 - 16:43

    Elgareth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > *Seufz* Und wer bitte redet von Biathlon oder Bogenschießen?

    Ich, wegen dem Schießen auf menschlichen Abbildern. Denn das scheint ja das Problem für Bach zu sein.

    > Ist der Grundgedanke beim Boxen das Treffen des Gegners?

    Ja, aber zumindest bei der olympischen Form ihn zu verletzen. Ja, ich weiß, Polygone ect...Darstellung?

    > Ist der Grundgedanke beim Judo das gewaltsame außer-Gefecht-setzen des
    > Gegners?

    Noch mal: Was ist beim Judo "gewaltsam"? Erkläre mir das mal bitte. Ich habe den Sport lange Zeit betrieben und nichts von Gewallt mitbekommen.


    > > Und nochmal: Bei der bei mir in Deutschland gekauften Version (nicht
    > > importiert) ist das nicht so. Und wer sagt denn, welche Version bei den
    > > Spielen "zum Einsatz" kommen dürfte?
    >
    > Das Komitee vermutlich. Hat die Frage irgendeine Bewandnis?

    Für Dich anscheinend schon. Denn sonst würdest Du nicht ständig betonen, dass sie sich hinsetzen. Wenn dann nicht noch mit dem Abbild einer Waffe auf diese geschossen wird, dürften wir uns dem Ziel nähern. Dann würden aber die meisten keinen Spaß mehr haben, dem zuzuschauen.


    > Eben. Genauso gehts bei CS ums erreichen eines Gebietes, und platzieren
    > eines Gegenstandes. Nicht ums töten der Gegner (auch nicht im übertragenen
    > Sinne).

    Dabei "simuliere" (ich nutze den Begriff jetzt einfach) ich aber das Töten. Und nein, der Polygonmensch ist dann weg, er ist im nächsten Spiel nicht wieder da, sondern eine neue Instanz dieses Objektes. Wenn wir jetzt schon wirklich so kleinkariert werden müssen. Also hat man diese Instanz "ausgelöscht"...

    > Aber es sieht so aus, als ob sich Fechter abstechen möchten.

    Wo das den bitte? Dieses Bild verhindern schon die biegsamen Degen, die deutlich machen, dass ein "abstechen" gar nicht möglich ist. Es geht darum, keinen "Treffer" (Berührung) an seinem Körper zuzulassen. Könnte man auch als "abklatschen" verstehen.

    > Warum? Da gelten Amateurboxer-Regeln, die unter anderem eine TKO-Klausel
    > enthalten.

    Also wenn ich bei Berichten olympischen Boxen sehe, dann sehen die Kämpfer danach doch etwas anders wie beim normalen Boxen aus. Um auch hier einen Vergleich zum eSport zu ziehen: Warum gibt es im normalen Boxen keinen Kopfschutz? Weil dann weniger Blut spritzen würde? Anscheinend ist es eben das, was den meisten wichtig ist. Die paar, die nur auf die Technik schauen, kann man dabei sicherlich an einer Hand abzählen. Würden nicht die Zuschauer haufenweise wegrennen, hätte man sicherlich schon längst einen Schutz eingeführt. Und wenn man das Schießen in der jetzigen Form beim eSport für Olympia entfernen würde, würden sicherlich deutlich weniger zuschauen.

    > Und weil das so gewaltfrei passiert stehen sich Judoka klassischerweise an
    > jeweils einem Redepult gegenüber, und versuchen sich in die gegenseitige
    > Aufgabe zu diskutieren.

    Nur hat das eben nichts mit Gewalt zu tun. Beim Tennis habe ich das übrigens auch noch nie gesehen. Also auch ein gewalttätiges Spiel?

    > Jeder versucht den anderen Gewaltsam dazu zu
    > zwingen, da kannst du dich einfach nicht rausreden...

    Nei, weil es keine Gewalt in dem Sinne ist. Ich könnte sogar soweit gehen zu behaupten, dass der Kämpfer beim Judo kaum etwas dazu tut - er nutz eben das nicht vorhandene Gleichgewicht seines Gegners aus. Manchmal kann man einen Kampf gewinnen, nur in dem man im richtigen Moment zur seite geht.


    > Wie schon so oft: Judoka versuchen sich unter anderem zu erwürgen.

    Auh Gott, also wirklich. Es geht nicht darum, den anderen zu "erwürgen". Dann hast Du echt wenig Ahnung von dem Sport. Es ist im Grunde die Andeutung. Ein gutes Kampfrichter lässt es zudem nicht soweit kommen sondern sieht, wann der Griff wirken würde. Zudem merkt man das und klopft ab - lange bevor das ganze überhaupt negative Auswirkungen hat. Beim Boxen ist das bewusstlos schlagen ja sogar das erklärte Ziel, denn so ist der Kampf schneller vorbei. Beim Judo aber nicht. auch bei dem Armhebeln: Wenn es wirklich um "Gewalt" gehen würde, dann wäre so ein Gelenk schnell durch. Darum geht es aber nicht. Es wird angedeutet. Man merkt (wenn) ein leichtes Ziehen und weiß, dass man verloren hat. Wenn ich beim Judo aus einen Kampf als Verlierer gehe, kann ich danach weiterkämpfen - beim "normalen" Boxen sicherlich nicht.


    > Die Bewegungen eines Erwürgens sehe ich als gewaltsam an.

    Nicht ERwürgen, sondern würgen - ersteres setzt einen Tötungsgedanken voraus. Und ich glaube das ist das Verständnisproblem bei Dir. Es geht zum Andeutungen, nicht durchführen.

    > Die klassischen Blumenkohl-Ohren von Ringern entstehen nicht von ungefähr,
    > sondern weil sie regelmäßiger Gewalteinwirkung unterliegen.

    Hab gerade gelesen, dass so etwas beim Judo auch vorkommen SOLL - habe ich aber noch vorher was von gehört geschweige den selbst mitbekommen. Kann also sein, dass heine Sache von wenigen als allgmein gesehen wird.

    > Die da wäre? Da stehen zwei Personen, mit ca. einem Meter langen
    > Stichwaffen, und versuchen den Körper des Gegners zu penetrieren. Das ist
    > die Darstellung. Dass die Waffen stumpf sind und die Leute Schutzkleidung
    > tragen ist für die Darstellung egal.

    Nein, wie oben beschrieben zeigt der biegsame Degen schon, dass dies nicht möglich ist, selbst wenn gewollt. Nur weil Du das so siehst, bedeutet das noch lange nicht, dass alle das so sehen.


    > Der Aufschrei bei Bällen wäre aber, weil sich die Mechaniken ändern würden.
    > Die taktische Tiefe des Spiels entsteht durch die Vielseitigkeit der
    > Bewaffnung. Wie willst du einen Sniper-Völkerball darstellen? Eine
    > Splittergranate? Eine MG, eine Schrotflinte. Die Änderung zu Bällen würde
    > das Spiel viel zu sehr vereinfachen. Das schöne an virtuellen Waffen ist,
    > die Geschosse sind klein, aber erkennbar, die Waffen vielseitig, und es ist
    > logisch und klar ersichtlich, wann wer wo getroffen wurde, und ob er noch
    > im Spiel ist oder nicht.
    > Wie würdest du das alles mit Bällen darstellen?

    Also gibst Du zu, dass das virtuelle Schießen auf virtuelle Menschen ein zentrales Element des Spiels ist?

    > Virtuell. Kleinkinder können das nicht unterscheiden, Erwachsene aber
    > schon.

    Ich wusste nicht, dass die olmpischen Spiele FSK 18 sind...

    > Scheinbar fallen in Diskussionen vor allem nicht-Spieler schnell ins
    > Kleinkindalter zurück...anders kann ich mir das nicht erklären.

    Woher willst Du wissen, dass ich ein "Nichtspieler" bin?

  3. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: Lapje 30.08.17 - 16:47

    lottikarotti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der einzige Unterschied ist, dass die Boxer einen Helm (und ein Shirt?)
    > tragen. Die Schläge tun aber trotzdem höllisch weh,

    Aber die Kämpfer sehen danach deutlich anders aus. Also scheint es einen unterschied zu geben.

    > denn auch dort gibt es
    > keine Regeln die besagen, dass man sanft zuhauen oder den Kopf verschonen
    > soll. Reale Gewalt scheint aber besser akzeptiert zu werden als virtuelle
    > :-)

    Nein, wenn zum Boxen das "andeuten" eines Schießens mit einer Waffe gehören würde, würde es sicherlich anders ausschauen.


    > Doch, denn damit will ich nur deutlich machen, dass es durchaus Menschen
    > gibt, für die "virtuelle Gewaltdarstellung" - gerade bei eSport-Titeln -
    > kein Grund für einen Ausschluss sein sollte.

    Doch, weil es eben eine Gewaltdarstellung ist. Genauso wie wenn Bogenschützen oder Biathleten plötzlich auf Menschenabbilder schießen würden...

    >
    > > Und warum ist Paintball dann noch nicht olympisch?
    > Weil sich gegenseitig auf die Fresse zu hauen offensichtlich harmloser ist
    > als Farbkugeln abzukriegen :-)

    Würde ich nie behaupten.

  4. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: Elgareth 30.08.17 - 17:07

    Alright... here we go again... :-D

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Elgareth schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > *Seufz* Und wer bitte redet von Biathlon oder Bogenschießen?
    >
    > Ich, wegen dem Schießen auf menschlichen Abbildern. Denn das scheint ja das
    > Problem für Bach zu sein.

    Eben. Und er versteht offenbar (genausowenig wie du) den Unterschied zwischen real und virtuell nicht.

    > > Ist der Grundgedanke beim Boxen das Treffen des Gegners?
    >
    > Ja, aber zumindest bei der olympischen Form ihn zu verletzen. Ja, ich weiß,
    > Polygone ect...Darstellung?

    Die Darstellung bei olympischem Boxen und "normalem" Profi-Boxen ist doch wohl identisch.

    > > Ist der Grundgedanke beim Judo das gewaltsame außer-Gefecht-setzen des
    > > Gegners?
    >
    > Noch mal: Was ist beim Judo "gewaltsam"? Erkläre mir das mal bitte. Ich
    > habe den Sport lange Zeit betrieben und nichts von Gewallt mitbekommen.

    Habe ich. Und in deiner Antwort tust du so als hätte ichs nicht erklärt. Dieses "piepen" scheinst du bei "Judo ist gewalttätig" zu verspüren oder? Dort wird Kraft angewendet, gegen körperlichen Widerstand des Kontrahenten. Es ist einfach gewalttätig. Ganz wertungsfrei ob gut oder schlecht. Schlicht: Gewalttätig.

    > > > Und nochmal: Bei der bei mir in Deutschland gekauften Version (nicht
    > > > importiert) ist das nicht so. Und wer sagt denn, welche Version bei
    > den
    > > > Spielen "zum Einsatz" kommen dürfte?
    > >
    > > Das Komitee vermutlich. Hat die Frage irgendeine Bewandnis?
    >
    > Für Dich anscheinend schon. Denn sonst würdest Du nicht ständig betonen,
    > dass sie sich hinsetzen. Wenn dann nicht noch mit dem Abbild einer Waffe
    > auf diese geschossen wird, dürften wir uns dem Ziel nähern. Dann würden
    > aber die meisten keinen Spaß mehr haben, dem zuzuschauen.

    Lediglich weil du darauf bestehst, dass da irgendwer stirbt. Was nicht passiert.

    > > Eben. Genauso gehts bei CS ums erreichen eines Gebietes, und platzieren
    > > eines Gegenstandes. Nicht ums töten der Gegner (auch nicht im
    > übertragenen
    > > Sinne).
    >
    > Dabei "simuliere" (ich nutze den Begriff jetzt einfach) ich aber das Töten.
    > Und nein, der Polygonmensch ist dann weg, er ist im nächsten Spiel nicht
    > wieder da, sondern eine neue Instanz dieses Objektes. Wenn wir jetzt schon
    > wirklich so kleinkariert werden müssen. Also hat man diese Instanz
    > "ausgelöscht"...

    Wow, nun werden wir aber WIRKLICH kleinkariert, wenn nicht gar philosophisch. Also möchtest du uns damit sagen, wenn intern der gleiche Speicher zur Figurendarstellung erneut benutzt werden würde (aka die gleiche Instanz des Spielercharakters benutzt werden würde), wäre das ein Unterschied zum Entfernen und neu laden des gleichen Charakters? Weil das die Instanz auslöscht?...
    ...
    wow.

    > > Aber es sieht so aus, als ob sich Fechter abstechen möchten.
    >
    > Wo das den bitte? Dieses Bild verhindern schon die biegsamen Degen, die
    > deutlich machen, dass ein "abstechen" gar nicht möglich ist. Es geht darum,
    > keinen "Treffer" (Berührung) an seinem Körper zuzulassen. Könnte man auch
    > als "abklatschen" verstehen.

    Während es bei CS natürlich gänzlich unmöglich erkennbar ist, dass es dort nicht darum geht, echte Menschen zu erschießen...
    Nein, ein Fischmesser ist auch sehr biegsam, dennoch kannst du damit jemanden abstechen. So deutlich ist das nicht.

    > > Warum? Da gelten Amateurboxer-Regeln, die unter anderem eine TKO-Klausel
    > > enthalten.
    >
    > Also wenn ich bei Berichten olympischen Boxen sehe, dann sehen die Kämpfer
    > danach doch etwas anders wie beim normalen Boxen aus. Um auch hier einen
    > Vergleich zum eSport zu ziehen: Warum gibt es im normalen Boxen keinen
    > Kopfschutz? Weil dann weniger Blut spritzen würde? Anscheinend ist es eben
    > das, was den meisten wichtig ist. Die paar, die nur auf die Technik
    > schauen, kann man dabei sicherlich an einer Hand abzählen. Würden nicht die
    > Zuschauer haufenweise wegrennen, hätte man sicherlich schon längst einen
    > Schutz eingeführt. Und wenn man das Schießen in der jetzigen Form beim
    > eSport für Olympia entfernen würde, würden sicherlich deutlich weniger
    > zuschauen.

    Also glaubst du, Olympia ist die Gewalt völlig egal, es geht ihnen um Quoten und Geld? Eben das. Die ganze Diskussion ist absurd, weil Schwachsinn.

    > > Und weil das so gewaltfrei passiert stehen sich Judoka klassischerweise
    > an
    > > jeweils einem Redepult gegenüber, und versuchen sich in die gegenseitige
    > > Aufgabe zu diskutieren.
    >
    > Nur hat das eben nichts mit Gewalt zu tun. Beim Tennis habe ich das
    > übrigens auch noch nie gesehen. Also auch ein gewalttätiges Spiel?

    Dass es soweit kommen muss...:
    Definition Gewalt:
    Als Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“) werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft.

    Wird beim Judo Gewalt s.o. angewendet? Ja oder nein?

    > > Jeder versucht den anderen Gewaltsam dazu zu
    > > zwingen, da kannst du dich einfach nicht rausreden...
    >
    > Nei, weil es keine Gewalt in dem Sinne ist. Ich könnte sogar soweit gehen
    > zu behaupten, dass der Kämpfer beim Judo kaum etwas dazu tut - er nutz eben
    > das nicht vorhandene Gleichgewicht seines Gegners aus. Manchmal kann man
    > einen Kampf gewinnen, nur in dem man im richtigen Moment zur seite geht.

    In welchem Sinne ist es denn keine Gewalt?
    Der CS Spieler tut übrigens auch kaum etwas. Er bewegt nur eine Maus und tippt auf einer Tastatur rum.

    > > Wie schon so oft: Judoka versuchen sich unter anderem zu erwürgen.
    >
    > Auh Gott, also wirklich. Es geht nicht darum, den anderen zu "erwürgen".
    > Dann hast Du echt wenig Ahnung von dem Sport. Es ist im Grunde die
    > Andeutung. Ein gutes Kampfrichter lässt es zudem nicht soweit kommen
    > sondern sieht, wann der Griff wirken würde. Zudem merkt man das und klopft
    > ab - lange bevor das ganze überhaupt negative Auswirkungen hat. Beim Boxen
    > ist das bewusstlos schlagen ja sogar das erklärte Ziel, denn so ist der
    > Kampf schneller vorbei. Beim Judo aber nicht. auch bei dem Armhebeln: Wenn
    > es wirklich um "Gewalt" gehen würde, dann wäre so ein Gelenk schnell durch.
    > Darum geht es aber nicht. Es wird angedeutet. Man merkt (wenn) ein leichtes
    > Ziehen und weiß, dass man verloren hat. Wenn ich beim Judo aus einen Kampf
    > als Verlierer gehe, kann ich danach weiterkämpfen - beim "normalen" Boxen
    > sicherlich nicht.

    Es geht um die Darstellung, mein Lieber. Es sieht so aus als wollte er ihn erwürgen. Bis er eben loslässt.

    > > Die Bewegungen eines Erwürgens sehe ich als gewaltsam an.
    >
    > Nicht ERwürgen, sondern würgen - ersteres setzt einen Tötungsgedanken
    > voraus. Und ich glaube das ist das Verständnisproblem bei Dir. Es geht zum
    > Andeutungen, nicht durchführen.

    Doch, es geht um die Durchführung des Griffes.
    Sonst könnte einer rufen "Ich würde jetzt den Griff machen!" und der andere würde sagen "Oh nein! Darauf war ich nicht vorbereitet. Ich gebe auf.".
    Die Gewalt muss erst angewendet werden, der Gegner zum Aufgeben gezwungen werden.

    > > Die klassischen Blumenkohl-Ohren von Ringern entstehen nicht von
    > ungefähr,
    > > sondern weil sie regelmäßiger Gewalteinwirkung unterliegen.
    >
    > Hab gerade gelesen, dass so etwas beim Judo auch vorkommen SOLL - habe ich
    > aber noch vorher was von gehört geschweige den selbst mitbekommen. Kann
    > also sein, dass heine Sache von wenigen als allgmein gesehen wird.

    War nur ein Beispiel. Weitere Beispiele: Schwielen an den Händen, blaue Flecken an diversen Stellen. Alles Zeichen von Gewaltanwendung.

    > > Die da wäre? Da stehen zwei Personen, mit ca. einem Meter langen
    > > Stichwaffen, und versuchen den Körper des Gegners zu penetrieren. Das
    > ist
    > > die Darstellung. Dass die Waffen stumpf sind und die Leute
    > Schutzkleidung
    > > tragen ist für die Darstellung egal.
    >
    > Nein, wie oben beschrieben zeigt der biegsame Degen schon, dass dies nicht
    > möglich ist, selbst wenn gewollt. Nur weil Du das so siehst, bedeutet das
    > noch lange nicht, dass alle das so sehen.

    Dito was CS angeht. Nur weil du das nicht auseinander halten kannst, heisst das nicht, dass andere nicht durchaus den sportlichen Aspekt im Vordergrund sehen.

    > > Der Aufschrei bei Bällen wäre aber, weil sich die Mechaniken ändern
    > würden.
    > > Die taktische Tiefe des Spiels entsteht durch die Vielseitigkeit der
    > > Bewaffnung. Wie willst du einen Sniper-Völkerball darstellen? Eine
    > > Splittergranate? Eine MG, eine Schrotflinte. Die Änderung zu Bällen
    > würde
    > > das Spiel viel zu sehr vereinfachen. Das schöne an virtuellen Waffen
    > ist,
    > > die Geschosse sind klein, aber erkennbar, die Waffen vielseitig, und es
    > ist
    > > logisch und klar ersichtlich, wann wer wo getroffen wurde, und ob er
    > noch
    > > im Spiel ist oder nicht.
    > > Wie würdest du das alles mit Bällen darstellen?
    >
    > Also gibst Du zu, dass das virtuelle Schießen auf virtuelle Menschen ein
    > zentrales Element des Spiels ist?

    Wenn du zugibst, dass Judo ein gewaltsamer Sport ist, sehr gerne ;-) Bis dahin ist das eh ein einziger Bullshit-Zirkus hier :-D
    Das zentrale Element sind die Mechaniken dahinter. Sie könnten auch mit Smiley-Kanonen schießen die aus Zuckerstangen gemacht sind. Solange die vielen unterschiedlichen Mechaniken weiter möglich bleiben und die unterschiedlichen Waffen von den Spielern schnell auseinandergehalten werden können, ist das kein Problem.

    > > Virtuell. Kleinkinder können das nicht unterscheiden, Erwachsene aber
    > > schon.
    >
    > Ich wusste nicht, dass die olmpischen Spiele FSK 18 sind...

    Witzigerweise die virtuelle Darstellung von Kampfsport schon. Darstellung!

    > > Scheinbar fallen in Diskussionen vor allem nicht-Spieler schnell ins
    > > Kleinkindalter zurück...anders kann ich mir das nicht erklären.
    >
    > Woher willst Du wissen, dass ich ein "Nichtspieler" bin?

    Hab ich nirgends behauptet. Wenn du den Satz gerne auf dich anwenden willst, darfst du das aber gerne tun.

  5. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: lottikarotti 30.08.17 - 17:55

    > Aber die Kämpfer sehen danach deutlich anders aus. Also scheint es einen
    > unterschied zu geben.
    Der Kampf hat halt nur drei Runden. Aber ein Schlag auf die Nase lässt trotzdem das Blut fließen und auch nach einem Kinnhaken fallen die Kämpfer weiterhin zu Boden. Aber da es ja um die Darstellung geht: wenn man sich einen solchen Kampf mal ansieht, sind die Boxer dort nicht weniger aggressiv und hauen auch richtig heftig zu. Und trotz der Maskerade ist und bleibt Boxen reale physische Gewalt. Klar, auch beim Boxen geht es um mehr als das - aber viele Leute sind gerne sehr oberflächlich unterwegs :-)

    > Nein, wenn zum Boxen das "andeuten" eines Schießens mit einer Waffe gehören
    > würde, würde es sicherlich anders ausschauen.
    Möglich. Trotzdem wird auf der einen Seite reale Gewalt akzeptiert (Boxen) und auf der anderen Seite gewisse eSport-Titel wegen virtueller Gewaltdarstellung ausgeschlossen. Da kann man sich das olympische Blümchenboxen so schönreden wie man will.

    > Doch, weil es eben eine Gewaltdarstellung ist. Genauso wie wenn
    > Bogenschützen oder Biathleten plötzlich auf Menschenabbilder schießen
    > würden...
    Ich verstehe natürlich worauf du hinaus willst. Aber wäre das (mal abgesehen davon, dass da immer noch der Unterschied zwischen realer und virtueller Welt ist) nun wirklich schlimmer als Boxen, wo reale Gewalt ein Grundstein der Sportart ist? Wo zieht man denn die Grenze zwischen "ich krieg Pipi in den Augen weil so brutal" und "das ist doch alles völlig harmlos"?

    R.I.P. Fisch :-(

  6. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: HibikiTaisuna 31.08.17 - 06:44

    Ich kopiere zu Gunsten der Diskussion mal meine Aussage im anderen Thread hierrein:

    Ich sollte vielleicht noch ein wenig zu meinen Background schreiben. Ich selbst habe 12 Jahre lang aktiv Tae Kwon Do (ebenfalls eine olympische Disziplin) betrieben und auch in Kämpfen teilgenommen. Tae Kwon Do ist von der Brutalität her über Amateur Boxen einzustufen, welches olympisch ist. Ein K.O. ist dort bei weiten keine Seltenheit, da ein Kopfschutz bei einen Fersentritt gegen die Schläfe wenig bringt (ich spreche aus Erfahrung). Doch gerade die Kicks zum Kopf und am besten noch gedreht und gesprungen geben die meisten Punkte. Je spektakulärer für die Zuschauer desto besser.

    Darüber hinaus betreibe ich seit 4-5 Jahren Amateurboxen. Habe mich dazu entschieden, weil mir Tae Kwon Do im Kampf zu brutal (im Vergleich zum Amateurboxen) und auf Dauer für meine Skills zu anspruchsvoll war. Aber auch im Amateurboxen gibt es oft genug mal ein K. O. oder zumindest ein technisches K. O. Das ergibt sich allein aus einen Klassenunterschied in Bezug auf die Fähigkeiten der Boxer.

    Und ich stimme dir zu, dass Profiboxen bei Olympia nichts zu suchen hat. Tae Kwon Do lasse ich mir allerdings einfach aus meinen eigenen Interesse noch eingehen. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass E-Sports nichts bei den olympischen Spielen zu suchen hat. Allerdings sehe ich das eher aus einer sportlichen Sicht, obwohl ich auchnZocker bin und mir ab und zu Turniere ansehe. Mir ging es in dieser Diskussion nur darum, dass man Ego Shooter nichgt pauschal als Spiel mit dem Ziel zu töten oder verletzen abstempeln sollte und das es auch derzeit olympische Disziplinen mit deutlicher Gewaltdarstellung gibt.

  7. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: Rubbelbubbel 31.08.17 - 07:39

    Die moralisch/erzieherische Auswirkung von Shootern bei Olympia wäre also:
    Krieg spielen verboten, realer Krieg in Ordnung.
    Syrien und Gaza-Streifen sind nur natürliche Auslese, oder was?

  8. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: mnementh 31.08.17 - 07:56

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verfolgen nicht das Ziel den anderen Kämpfer zu töten. Die wenigsten
    > verletzten sich wirklich bei den Kämpfen.
    > Bei Counter Strike hingegen ist es das Ziel alle Gegenspieler
    > auszulöschen.
    > Keine Ahnung warum es hier so vielen schwer fällt den Unterschied zu sehen.

    Also bisher haben bei allen Counter-Strike-Spielen die ich gesehen oder mitgespielt habe die Verlierer überlebt ...

  9. Re: Kampfsportarten != Menschen töten

    Autor: aLpenbog 31.08.17 - 08:36

    Natürlich. Krieg ist kein Spiel, das soll kein Spaß machen, sondern Rüstungsunternehmen Geld bringen und Ziele der Wirtschaft und Politik unterstützen. Im Idealfall stirbt man dabei, bevor man das durchschaut.

    Wo kämen wir denn dahin, wenn die Leute den Krieg einfach ausmachen können und das Interesse für reale Waffen verlieren.

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